Luke Littler und Belgien passen weiterhin zusammen: Der letztjährige Sieger der Belgian Darts Open startete beim 6:2 über Boris Krcmar furios in seine Titelverteidigung. Für die belgischen Zuschauer gab es zunächst den Sieg von Andy Baetens gegen Stephen Bunting zu bejubeln, ehe Kim Huybrechts zum Abschluss des Abends mit Josh Rock ebenfalls einen Premier-League-Starter bezwingen konnte. Mike De Decker ist dagegen ausgeschieden. Cristo Reyes steht bereits zum zweiten Mal in der noch jungen Saison im Achtelfinale.
Littler für fünf Legs im Rausch
Wäre da nicht ein schwaches Leg zum Schluss gewesen, hätte Luke Littler gut und gerne mit einem Average jenseits der 110 ins Turnier starten können. Beim 6:2 gegen Boris Krcmar pendelte sich der Schnitt am Ende bei 105 ein. Nach einem ungefährdeten Anwurfleg zum Auftakt zündete „The Nuke“ den Turbo und spielte in 13, 11, 12 und 15 Darts eine 5:0-Führung heraus. Unter anderem checkte er 94 Punkte via D19-D19 und dann auch noch 119 auf der Doppel 13, nachdem Krcmar seine ersten Chancen auf Doppel verpasst hatte. Der Kroate brachte sich per 125er-Finish aufs Scoreboard und nutzte dann zwei konfuse Aufnahmen des Weltmeisters. Anschließend korrigierte Littler per 12-Darter zum Sieg.
Ähnlich klar hätte es für Luke Humphries laufen können, am Ende sprang ein 6:4 gegen Dirk van Duijvenbode heraus. „Cool Hand Luke“ hatte die Partie nach Doppelfehlern seines Gegners im zweiten Leg fest im Griff, ein 12-Darter brachte van Duijvenbode erst zum 4:1 das erste Leg. Dann patzte der Niederländer erneut und so hätte es wenig später schon fast vorbei sein können. Doch der „Titan“ überstand den ersten Matchdart und spielte sich in 13, 14 und 14 Darts plötzlich auf 5:4 heran. Es gab sogar noch eine Chance auf der Doppel 16, um die Partie ins Entscheidungsleg zu schicken – da packte Humphries zu.
Baetens trifft auf Schindler
Von drei Belgiern hatte Andy Baetens den Anfang gemacht und eine schwache Leistung von Stephen Bunting zum 6:4-Sieg genutzt. Beide Akteure lagen in der Doppelquote unter 30%. Baetens war dank eines frühen Breaks lange in Front, dann gelang Bunting in 12 Darts der Ausgleich zum 4:4. Wenn man nun dachte, dass der Premier-League-Star das Rennen machen würde, hatte man sich getäuscht. Nach „Double Trouble“ auf beiden Seiten landete Baetens in 21 Pfeilen das Re-Break und nutzte die finalen zwei Doppelfehler des Engländers zum Sieg. Morgen trifft er auf Martin Schindler, der heute Nachmittag William O’Connor bezwungen hatte.
Zum Abschluss der Abend-Session verzückte dann noch Kim Huybrechts die heimischen Fans. Beim 6:4 gegen Josh Rock gewann der „Hurricane“ die letzten vier Legs. Rock hatte in 13 und 11 Darts eine 3:1-Führung herausgespielt und dann bereits eine Möglichkeit zum 4:1 ausgelassen. Wenig später gelangen Huybrechts zwei ganz starke Scoring-Legs, die den Weg zum 4:4 bereiteten. Stichwort Scoring: Das fand Rock erst im letzten Leg so richtig wieder, nur um dann 5 Darts auf Doppel 20 zu verpassen und das Spiel endgültig aus der Hand zu geben.
Teures Ausscheiden für De Decker
Ausgeschieden ist dagegen Mike De Decker. In einer umkämpften Partie zog er gegen Niels Zonneveld den Kürzeren (5:6). Zu wechselhaft war das Spiel des Belgiers: Beim Stand von 4:2 hatte er für kein gewonnenes Leg mehr als 15 Darts benötigt, während Zonneveld anschließend schon zum zweiten Mal seinen Anwurf in siebter Runde durchbrachte. „Treple Z“ wurde nun besser, verpatzte aber seine Break-Chance. Beim Stand von 5:4 nahm der Niederländer die letzte Ausfahrt Richtung Decider, als ihm ein starkes 11-Dart-Break gelang. So bekam De Decker tatsächlich keinen Matchdart, auf 32 Rest musste er den 15-Darter seines Gegners hinnehmen. Bitter ist die Niederlage vor allem, weil er damit ab dem fünften European Tour Event erstmal wieder in die Qualifikation muss.
Ein weiterer Niederländer im Achtelfinale ist Michael van Gerwen, der sich mit 6:4 gegen Mickey Mansell durchsetzte. Zu Beginn wechselte die Führung mehrfach, vorentscheidend das Break zum 3:2 durch „MvG“: Nach sechs perfekten Darts musste er beinahe ein 161er-Finish von Mansell schlucken, machte in 11 Darts dann aber die Tür zu. Nach klaren Anwurflegs wurde es hinten raus nochmal richtig spannend. Mansell verpasste eine 121 auf der Doppel 14 und van Gerwen vereitelte per 114er-Check ein Entscheidungsleg, in dem er Nachwerfer gewesen wäre.
Reyes erneut im Achtelfinale
Wie schon bei den Poland Darts Open hat es Cristo Reyes unter die letzten 16 geschafft. Der Spanier besiegte einen blassen James Wade mit 6:2. Regelmäßig reichte dem „Spartan“ auch die sechste Runde, aber mit wichtigen Checkouts von 87 und 97 Punkten bestrafte er jeden Doppelfehler Wades und stellte in 15 Darts auf 5:1. Das Bullseye für ein 135er-Checkout wurde noch recht deutlich verpasst. Im nächsten Durchgang waren es dann aber zwei 180er und ein 12-Darter, die Reyes in Runde 3 bringen.
Dort hat sich früh am Abend auch Jonny Clayton hingespielt. Nach dem 6:3 über Sebastian Bialecki wird sein Gegner vor allem über das sechste Leg noch nachdenken. Hatte der Pole zu Beginn noch sicher gecheckt und in 12 Darts das Break zum 3:2 gelandet, leistete er sich dann fünf Fahrkarten auf dem äußeren Ring. Clayton drehte die Partie zum 4:3 und schaffte per 11-Darter ein weiteres Break. Bialecki hatte auf 20 Rest gewartet und der Waliser nach zwei 180ern 83 Punkte gelöscht. Das war in Summe zu viel für „Bolt“.
Wie geht es bei den Belgian Darts Open weiter?
Am morgigen Finaltag der Belgian Darts Open wird zunächst ab 13:00 Uhr MEZ das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 19:00 Uhr MEZ wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Pluto TV zeigen beide Sessions live.
Ergebnisse Samstag-Abend:
Samstag,
21.03.2026:
Abend-Session:
2.
Runde:
James Wade (6) 2-6 Cristo Reyes (89,70 – 95,93)
Jonny Clayton (4) 6-3 Sebastian Bialecki (98,19 –
93,78)
Stephen Bunting (5) 4-6 Andy Baetens (85,28 – 89,89)
Mike De Decker (16) 5-6 Niels Zonneveld (91,55 –
92,00)
Luke Littler (1) 6-2 Boris Krcmar (104,70 –
94,67)
Luke Humphries (2) 6-4 Dirk van Duijvenbode
(100,25 – 94,32)
Michael van Gerwen (3) 6-4 Mickey Mansell (99,29 –
95,37)
Josh Rock (7) 4-6 Kim Huybrechts (91,85 – 87,32)
Vorschau Finaltag:
Sonntag,
22.03.2026:
Nachmittags-Session: (ab 13:00 Uhr
MEZ)
Achtelfinale:
Luke Littler – Niels Zonneveld
Danny Noppert – Ryan Searle
Jonny Clayton – Ross Smith
Andy Baetens – Martin Schindler
Luke Humphries – Jermaine Wattimena
Kim Huybrechts – Chris Dobey
Michael van Gerwen – Daryl Gurney
Cristo Reyes – Ryan Joyce
Sonntag,
22.03.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MEZ)
Viertelfinale:
Littler/Zonneveld –
Noppert/Searle
Clayton/Smith – Baetens/Schindler
Humphries/Wattimena – Huybrechts/Dobey
van Gerwen/Gurney – Reyes/Joyce
Halbfinale:
Sieger
Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X
Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.
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Foto-Credit: PDC Europe/Jenny Segers
[mk]
