Brooks und Davis im Finale der World Youth Championship

Montag, 28. September 2020 19:17 - Dart News von dartn.de

World Youth Championship 2020 - Bradley Brooks

Einen Tag nach Abschluss der Development Tour wurde die World Youth Championship 2020 bis zum Finale ausgetragen. Von den sieben deutschsprachigen Startern schaffte es Martin Schindler am weitesten. "The Wall" spielte sich bis ins Viertelfinale vor, wo er gegen Bradley Brooks mehrere Matchdarts und damit auch seinen möglichen zweiten Finaleinzug nach 2018 verpasste. Brooks schaffte es dann auch ins Endspiel, wo er überraschend Joe Davis gegenüberstehen wird.

Brooks und Davis im Finale

Mit dem Finale zwischen Bradley Brooks und Joe Davis konnte man im Vorhinein nicht wirklich rechnen. Brooks gab in seiner Gruppe gegen Sam Coenders und Henry Cutting nur ein Leg ab und begann die KO-Phase mit einem 6:2 über Rhys Griffin. In einem guten Spiel ließ er dann auch William Borland mit 6:4 hinter sich, ehe er dann gegen Martin Schindler mehrere Matchdarts überstand. In seinem Finalspiel überrannte "Bamm Bamm" seinen Gegner Niels Zonneveld dann mit 6:1. In 17, 12, 14, 16 und 13 Darts gingen die ersten fünf Legs an den Engländer, Zonneveld konnte mit einem 12-Darter nur Ergebniskosmetik betreiben.

Die große Unbekannte im Finale ist Joe Davis. Der Sieger der Malta Open 2019 gewann seine Gruppe gegen Roman Benecky und Keith O'Neill souverän, bevor er unter den letzten 32 auch mit Jack Male keine Probleme hatte. Jaikob Selby-Rivas stellte er mit 6:2 kalt, ehe er in der Vorschlussrunde den Belgier Brian Raman mit 6:4 besiegte. Im entscheidenden Spiel ging es dann gegen den an Nr. 1 gesetzten Jeffrey de Zwaan, der als Topfavorit ins Turnier startete. De Zwaan untermauerte dies mit einem Run von vier Legs zu Beginn der Partie, verlor dann aber plötzlich den Faden und Davis glich seinerseits mit vier Legs in Serie zum 4:4 aus. Mit einem 15-Darter konnte sich de Zwaan war nochmal fangen, mit derselben Anzahl an Darts brachte Davis das Spiel ins entscheidende letzte Leg. Gegen die Darts checkte der Engländer dann 84 Punkte mit zwei Pfeilen zum überraschenden Erfolg.

Brooks und Davis werden damit auch beim Grand Slam of Darts 2021 mit dabei sein, der Sieger des Finals, das während der Players Championship Finals ausgetragen wird, erhält zudem einen Startplatz bei der PDC-WM 2021.

Schindler, Rodriguez und Troppmann überstehen Gruppenphase

Mit Martin Schindler, Kevin Troppmann und Rusty-Jake Rodriguez konnten drei der sieben deutschsprachigen Starter in die KO-Phase einziehen. Schindler besiegte hierfür zunächst mühevoll Brent Plaisier nit 5:2, beim 5:1 über Owen Maiden lief es dann schon deutlich besser. Troppmann ließ zunächst Joshua Lloyd mit 5:2 hinter sich, ehe er dann den gesetzten Niederländer Damian Mol, am Freitag noch Sieger auf der Tour, mit einem 93er-Average mit 5:1 in die Schranken wies. Rusty-Jake Rodriguez besiegte in seiner Gruppe den Deutschen Egor Tvorogov und Connor Pickett für den Aufstieg in die Runde der letzten 32, Tvorogov musste sich mit Platz 3 in dieser Gruppe begnügen.

Wenig Losglück hatte Sven Hesse. Der Deutsche bekam mit dem BDO World Youth Champion vom 2016 Joshua Richardson und dem Niederländer Kevin Doets zwei schwere Aufgaben zugelost, die sich beide als zu stark erwiesen. Ole Holtkamp sorgte an den letzten drei Tagen mit seiner Viertelfinalteilnahme noch für das beste Ergebnis aller deutschsprachigen Teilnehmer, auch gegen Bertus Herks lief es nach einem 5:2-Erfolg zunächst sehr gut, aber Tourcardinhaber Callan Rydz war nicht zu schlagen. Robin Beger blieb am heutigen Montag ebenfalls ohne Sieg, gegen Reece Colley und Nathan Rafferty verließ der Leipziger zweimal als Verlierer das Board.

Duo scheitert unter den letzten 32

Für Kevin Troppmann und Rusty-Jake Rodriguez folgte das Aus dann unter den letzten 32. Troppmann konnte das Spiel gegen den Belgier Brian Raman zunächst bis zum Stand von 2:2 ausgeglichen gestalten, Raman holte sich dann aber die folgenden Legs in 17, 16, 18 und 17 Darts zum 6:2-Erfolg. Enger ging es bei Rusty-Jake Rodriguez zu, der sich im Decider Jarred Cole beugen musste. Lange Zeit ging es hin und her, wobei Rodriguez nie in Führung lag. Nach 1:3-Rückstand stellte der Österreicher auf 3:3, dann zog Cole auf 5:3 weg, ehe Rodriguez das Spiel mit zwei Leggewinnen in den Decider brachte. Diesen durfte Cole beginnen, der 79 Punkte auf zum Sieg brachte.

Schindler bester deutschsprachiger Akteur

Somit war Martin Schindler der beste deutschsprachige Akteur. In der ersten KO-Runde bezwang Schindler den Briten Jack Main mit 6:3. Nach verloren gegangenem ersten Leg, feierte der Deutsche vier Leggewinne in Serie, wobei Main in jedem Leg ebenfalls Chancen auf die Doppel bekam. Main kam dann auf 3:4 heran, doch in 18 und 15 Darts zog Schindler ins Achtelfinale ein. Dort wartete mit Keane Barry dann einer der beiden neuen Tourcardinhaber. Schindler kam mit zwei Legs zu Beginn gut rein, Barry checkte u.a. 116 für den 2:2-Ausgleich. Dann war Schindler mit drei Legs in Folge auf einem sehr guten Weg, doch "Dynamite" erzwang wenig später mit einem 104er-KO den Decider. Dort ebnete eine 180 für Schindler den Weg zum Erfolg, die er auf der D20 perfekt machte.

Eine äußerst bittere Niederlage gab es dann im Viertelfinale gegen Bradley Brooks. Schindler dominierte zwar das Scoring, scheiterte aber immer wieder an den Doppeln. Der Start war nicht gut, Brooks führte schnell mit 2:0 bzw. 3:1. In 13 und 14 Darts nahm "The Wall" dann allerdings Fahrt auf und glich zum 3:3 aus. Beim Stand von 4:4 packte Schindler ein 158er-Finish zum Break aus und warf zum Matchgewinn an. Nach 15 Pfeilen standen noch 20 Punkte Rest zu Buche, doch Brooks checkte eiskalt 167 Punkte für den Decider. Der Engländer durfte dann zwar den Decider beginnen, traf aber mit seinen ersten zwölf Spielen kein einziges Triple. Schindler dahingegen startete mit der 180, doch schaffte es nicht das Spiel nach Hause zu bringen, da Brooks mit einer 180 nochmal Druck machte und direkt seinen ersten Matchdart ins Ziel setzte.

 

Ergebnisse World Youth Championship 2020:

Gruppenphase:

Gruppe 1:
Daan Bastiaansen 5-3 Cameron Doyle
Jeffrey de Zwaan (1) 5-2 Daan Bastiaansen
Jeffrey de Zwaan (1) 5-1 Cameron Doyle
Gruppensieger: Jeffrey de Zwaan

Gruppe 2:
Scott Hope 5-4 Charlie Symons
Gian van Veen (32) 5-2 Scott Hope
Charlie Symons 5-4 Gian van Veen (32)
Gruppensieger: Gian van Veen

Gruppe 3:
Joshua Richardson 5-2 Sven Hesse (75,7 - 69,4)
Joshua Richardson 5-4 Kevin Doets (16)
Kevin Doets (16) 5-0 Sven Hesse (87,4 - 70,7)
Gruppensieger: Joshua Richardson

Gruppe 4:
Moreno Blom 5-2 Levy Frauenfelder
Maikel Verberk (17) 5-3 Levy Frauenfelder
Moreno Blom 5-4 Maikel Verberk (17)
Gruppensieger: Moreno Blom

Gruppe 5:
Ole Holtkamp 5-2 Bertus Herks (85,0 - 81,1)
Callan Rydz (8) 5-4 Bertus Herks
Callan Rydz (8) 5-2 Ole Holtkamp (91,5 - 83,4)
Gruppensieger: Callan Rydz

Gruppe 6:
Callum Wildridge 5-3 Henk Snijder
Lee Lok Yin (25) 5-3 Henk Snijder
Lee Lok Yin (25) 5-0 Callum Wildridge
Gruppensieger: Lee Lok Yin

Gruppe 7:
Timo van den Elshout 5-4 Sean Negrette
Ryan Meikle (9) 5-0 Timo van den Elshout
Ryan Meikle (9) 5-1 Sean Negrette
Gruppensieger: Ryan Meikle

Gruppe 8:
Mikey Rees 5-3 Thomas Lovely
Sebastian Bialecki (24) 5-2 Thomas Lovely
Sebastian Bialecki (24) 5-1 Mikey Rees
Gruppensieger: Sebastian Bialecki

Gruppe 9:
Jurjen van der Velde 5-2 Vilem Sedivy
Ted Evetts (4) 5-0 Vilem Sedivy
Ted Evetts (4) 5-1 Jurjen van der Velde
Gruppensieger: Ted Evetts

Gruppe 10:
William Blackwell 5-3 Kalem Marsh
Kalem Marsh 5-4 Lewis Pride (29)
Lewis Pride (29) 5-3 William Blackwell
Gruppensieger: Lewis Pride

Gruppe 11:
Nathan Potter 5-4 Maartendirk Woord
Brian Raman (13) 5-4 Nathan Potter
Brian Raman (13) 5-3 Maartendirk Woord
Gruppensieger: Brian Raman

Gruppe 12:
Kevin Troppmann 5-2 Joshua Lloyd (77,0 - 73,5)
Kevin Troppmann 5-1 Damian Mol (20) (93,3 - 79,2)
Damian Mol (20) 5-0 Joshua Lloyd
Gruppensieger: Kevin Troppmann

Gruppe 13:
Man Lok Leung 5-1 Marcus Tommaso Brambati
Man Lok Leung 5-3 Geert Nentjes (5)
Geert Nentjes (5) 5-3 Marcus Tommaso Brambati
Gruppensieger: Man Lok Leung

Gruppe 14:
Ben Cheeseman 5-3 Josh McCarthy
Jaikob Selby-Rivas (28) 5-3 Josh McCarthy
Jaikob Selby-Rivas (28) 5-1 Ben Cheeseman
Gruppensieger: Jaikob Selby-Rivas

Gruppe 15:
Jack Male 5-2 Michael Poole
Lewis Williams (12) 5-1 Michael Poole
Jack Male 5-4 Lewis Williams (12)
Gruppensieger: Jack Male

Gruppe 16:
Keith O'Neill 5-3 Roman Benecky
Joe Davis (21) 5-2 Roman Benecky
Joe Davis (21) 5-2 Keith O'Neill
Gruppensieger: Joe Davis

Gruppe 17:
Owen Maiden 5-2 Brent Plaisier
Martin Schindler (2) 5-1 Owen Maiden (95,3 - 75,8)
Martin Schindler (2) 5-2 Brent Plaisier (80,5 - 73,1)
Gruppensieger: Martin Schindler

Gruppe 18:
Alec Small 5-2 Jamai van den Herik
Jack Main (31) 5-1 Alec Small
Jack Main (31) 5-3 Jamai van den Herik
Gruppensieger: Jack Main

Gruppe 19:
Daniel Perry 5-0 Lewis Gurney
Dom Taylor (15) 5-0 Daniel Perry
Lewis Gurney 5-1 Dom Taylor (15)
Gruppensieger: Dom Taylor

Gruppe 20:
John Brown 5-4 Thomas Cromwell
Keane Barry (18) 5-0 John Brown
Keane Barry (18) 5-2 Thomas Cromwell
Gruppensieger: Keane Barry

Gruppe 21:
James Beeton 5-1 Jack Kirtland
William Borland (7) 5-0 Jack Kirtland
William Borland (7) 5-1 James Beeton
Gruppensieger: William Borland

Gruppe 22:
Fred Box 5-0 Brad Phillips
Fred Box 5-3 Owen Roelofs (26)
Owen Roelofs (26) 5-1 Brad Phillips
Gruppensieger: Fred Box

Gruppe 23:
Henry Cutting 5-1 Sam Coenders
Bradley Brooks (10) 5-0 Sam Coenders
Bradley Brooks (10) 5-1 Henry Cutting
Gruppensieger: Bradley Brooks

Gruppe 24:
Justin Smith 5-4 Danny van Trijp
Rhys Griffin (23) 5-0 Justin Smith
Danny van Trijp 5-3 Rhys Griffin (23)
Gruppensieger: Rhys Griffin

Gruppe 25:
Jarred Cole 5-2 Adam Paxton
Jarred Cole 5-2 Harry Ward
Harry Ward (3) 5-2 Adam Paxton
Gruppensieger: Jarred Cole

Gruppe 26:
Connor Pickett 5-1 Egor Tvorogov (74,6 - 74,7)
Rusty-Jake Rodriguez (30) 5-2 Connor Pickett (82,3 - 75,9)
Rusty-Jake Rodriguez (30) 5-1 Egor Tvorogov (89,6 - 79,4)
Gruppensieger: Rusty-Jake Rodriguez

Gruppe 27:
Reece Colley 5-3 Robin Beger (77,8 - 81,1)
Nathan Rafferty (14) 5-1 Robin Beger (80,4 - 74,7)
Nathan Rafferty (14) 5-3 Reece Colley
Gruppensieger: Nathan Rafferty

Gruppe 28:
Bradley Halls 5-2 Justin Hewitt
Bradley Halls 5-1 Berry van Peer (19)
Berry van Peer (19) 5-0 Justin Hewitt
Gruppensieger: Bradley Halls

Gruppe 29:
Luke Colwill 5-4 Aaron Ayres
Niels Zonneveld (6) 5-1 Luke Colwill
Niels Zonneveld (6) 5-0 Aaron Ayres
Gruppensieger: Niels Zonneveld

Gruppe 30:
Ryan Payne 5-4 Ben McCaffery
Adam Gawlas (27) 5-2 Ben McCaffery
Adam Gawlas (27) 5-2 Ryan Payne
Gruppensieger: Adam Gawlas

Gruppe 31:
Liam Meek 5-3 Nathan Girvan
Liam Meek 5-2 Jitse van der Wal (11)
Jitse van der Wal (11) 5-3 Nathan Girvan
Gruppensieger: Liam Meek

Gruppe 32:
George Killington 5-1 Henry Reddin
Keelan Kay (22) 5-2 Henry Reddin
George Killington 5-0 Keelan Kay (22)
Gruppensieger: George Killington

2. Runde:

Jeffrey de Zwaan 6-3 Gian van Veen
Moreno Blom 6-3 Joshua Richardson
Callan Rydz 6-3 Lee Lok Yin
Ryan Meikle 6-0 Sebastian Bialecki
Lewis Pride 6-5 Ted Evetts
Brian Raman 6-2 Kevin Troppmann (87,3 - 81,2)
Jaikob Selby-Rivas 6-5 Man Lok Leung
Joe Davis 6-3 Jack Male
Martin Schindler 6-3 Jack Main (87,8 - 89,3)
Keane Barry 6-3 Dom Taylor
William Borland 6-4 Fred Box
Bradley Brooks 6-2 Rhys Griffin
Jarred Cole 6-5 Rusty-Jake Rodriguez (91,2 - 90,0)
Nathan Rafferty 6-3 Bradley Halls
Niels Zonneveld 6-1 Adam Gawlas
George Killington 6-3 Liam Meek

Achtelfinale:

Jeffrey de Zwaan 6-5 Moreno Blom
Ryan Meikle 6-5 Callan Rydz
Brian Raman 6-4 Lewis Pride
Joe Davis 6-2 Jaikob Selby-Rivas
Martin Schindler 6-5 Keane Barry (93,7 - 95,1)
Bradley Brooks 6-4 William Borland
Nathan Rafferty 6-2 Jarred Cole 
Niels Zonneveld 6-5 George Killington

Viertelfinale:

Jeffrey de Zwaan 6-5 Ryan Meikle (91,8 - 98,1)
Joe Davis 6-4 Brian Raman (92,3 - 88,7)
Bradley Brooks 6-5 Martin Schindler (84,4 - 91,0)
Niels Zonneveld 6-2 Nathan Rafferty (81,7 - 77,1)

Halbfinale:

Joe Davis 6-5 Jeffrey de Zwaan (87,4 - 81,3)
Bradley Brooks 6-1 Niels Zonneveld (93,7 - 86,9)

Finale:

Joe Davis - Bradley Brooks


Das Finale findet dann am 29. November im Rahmen des Finaltags der Players Championship Finals statt und wird live auf DAZN und PDC-TV HD zu sehen sein.

Preisgeld 2020:

Sieger: £10.000 + Startplatz PDC-Weltmeisterschaft 2021 + Startplatz Grand Slam of Darts 2021
Runner-Up: £5.000 + Startplatz Grand Slam of Darts 2021
Halbfinale: £2.500
Viertelfinale: £1.600
Achtelfinale: £1.000
2. Runde: £500
Gruppenzweiter: £300
Gruppendritter:
£250

Gesamt: £60.000

Weitere Informationen:

Alle weiteren Infos zur World Youth Championship gibt es auf unserer [Turnierseite].
Diskussionen zum Turnier gibt's in unserem [Forum].

Foto-Credit: PDC/Lawrence Lustig

[mvdb]

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Quelle: PDC - www.pdc.tv

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