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European Darts Trophy: Springer nach Decider-Drama im Achtelfinale, Schindler erneut früh raus

Nach Niederlagen für Martin Schindler und Paul Krohne hat Niko Springer die deutsche Zweitrundenbilanz bei der European Darts Trophy gerettet. In einer umkämpften Partie setzte er sich mit 6:5 gegen Stephen Bunting durch, wobei das Entscheidungsleg massiv von Pfiffen gestört wurde. Niels Zonneveld zeigte gegen Michael van Gerwen eine Meisterleistung, auch Gerwyn Price schoss hoch hinaus. Für Cam Crabtree wurde die Weltreise nach Göttingen nicht belohnt.

Nach Niederlagen für Martin Schindler und Paul Krohne hat Niko Springer die deutsche Zweitrundenbilanz bei der European Darts Trophy gerettet. In einer umkämpften Partie setzte er sich mit 6:5 gegen Stephen Bunting durch, wobei das Entscheidungsleg massiv von Pfiffen gestört wurde. Niels Zonneveld zeigte gegen Michael van Gerwen eine Meisterleistung, auch Gerwyn Price schoss hoch hinaus. Für Cam Crabtree wurde die Weltreise nach Göttingen nicht belohnt.

Pfiffe trüben Springers Freude, Schindler unterliegt

Es war nochmal ein unschöner Ausklang der Abend-Session, denn im vorletzten Spiel überschatteten die Pfiffe im Göttinger Publikum eine starke Leistung von Niko Springer, der Stephen Bunting mit 6:5 bezwang. Der „Meenzer Bub“ hielt seine ersten Anwürfe mit Checkouts von 97, 81 und 78 Punkten, aber auch Bunting brachte seine Legs durch und setzte in 13 Darts das erste Break. Springer konterte umgehend per 14-Darter und überstand dabei auch einen Dart Buntings für ein 124er-Finish. Am Ende musste das Entscheidungsleg her, in dem „The Bullet“ massiv in die Konzentrationsphasen hineingepfiffen wurde, sodass sowohl Huw Ware im Spiel als auch Philip Brzezinski im Anschluss deutliche Worte an das Publikum richteten. Springer ließ sich nicht beirren und nutzte seinen ersten Matchdart.

Zuvor hatte Martin Schindler mit einem 4:6 gegen Richard Veenstra erneut seine Auftaktpartie verloren. Der erste Walk-on zu „In The End“ von Linkin Park in Deutschland offenbarte großes Potenzial, aber auch der Niederländer offenbarte gleich mit einem 12-Dart-Break sein Potenzial. Schindler konnte das Spiel selbst dank eines 12-Darters zum 3:2 drehen. Kurz darauf unterlief ihm jedoch ein schwaches Anwurfleg und er gab die Führung wieder ab. Mit einem 111er-Finish bestätigte Veenstra das Break, beim abschließenden 78er-Check kam Schindlers 180 zu spät.

Suljovic kämpft sich durch, Krohne dreht zu spät auf

Durch Mensur Suljovic war zuvor bereits sicher ein deutschsprachiger Spieler morgen noch dabei. Der Österreicher schlug Karel Sedlacek, der kurzfristig für Luke Humphries nachgerückt war und dessen Setzlistenposition eingenommen hatte. Der Tscheche wird sich gerade mit Hinblick auf das World Matchplay ärgern, dass er diese Chance nicht für mehr im frühen Qualifikationsrennen nutzen konnte. Das Spiel war kaum zu greifen, Suljovic gab etwas leichtfertig eine 2:1-Führung aus der Hand und Sedlacek checkte 88 und 87 zum 4:2 aus seiner Sicht. Doch „Evil Charlie“ verspielte zwei Legs später mit 9 Fahrkarten auf Doppel die Führung. Abschließend drehte Suljovic per 78er- und 116er-Finish die Partie komplett.

Sedlacek suljovic
Mensur Suljovic hatte nach seinem Sieg gut lachen.

Mit Paul Krohne hatte schon ein deutscher Spieler den Abend eröffnet. Nachdem es gestern mit dem ersten Sieg auf der ET-Bühne geklappt hatte, musste er heute in ein 4:6 gegen Josh Rock einwilligen. Krohne kam nicht richtig in der Partie an und ließ in den ersten beiden Legs Chancen auf Doppel 16 liegen. Irgendwie blieb er zum 3:4 aber dran und spielte dann ein 11-Dart-Break zum Ausgleich. Doch Rock antwortete im Stile eines Topspielers selbst mit einem 11-Darter und war 15 Pfeile später im Ziel.

Zonneveld gewinnt irre Partie gegen van Gerwen

Einen 107er-Average sieht man bei Michael van Gerwen derzeit nicht alle Tage. Noch seltener aber kommt es vor, dass eine solche Leistung in einer 2:6-Niederlage endet. Niels Zonneveld bestätigte seine starke Form und schritt in 15, 11, 15 und 13 Pfeilen auf 4:0 davon. Van Gerwen hatte bis hierhin mal gerade einen Dart auf Bullseye bekommen, meldete sich aber selbst mit einem 11-Darter an. Wenig später verpasste „MvG“ eine 114 zum 3:4-Anschluss und Zonneveld rettete sich mit dem letzten Dart in der Hand. Abschließend zeigte „Triple Z“ mit zwei 180ern und einem 100er-Finish einen traumhaften Abschluss.

Vangerwen zonneveld
Mit einem 104er-Average zog Niels Zonneveld an Michael van Gerwen vorbei.

Eine weitere Top-Leistung gehörte Gerwyn Price, der Joe Cullen mit einem 107er-Schnitt 6:2 besiegte. Dabei muss man festhalten, dass Cullen das Scoring durchaus mitgehen konnte und ab dem 2:2 einfach bei eigenem Anwurf seine Chancen auf Doppel nicht nutzte. Für Price gehörte ein 14-Darter zum Standard-Repertoire und so schloss er damit auch die Partie ab.

Crabtree kann Weltreise nicht veredeln

Ansonsten gab es natürlich noch die Geschichte von Cam Crabtree: Der Engländer war praktisch gerade in den USA angekommen, als er erfuhr, dass er als Nachrücker in Runde 2 ran darf. Es folgte eine Odyssee mit 10-Stunden-Flug von Washington nach Istanbul, verpasstem Anschluss und dann doch noch dem Flug nach Frankfurt – all das für 3.500 Pfund Preisgeld, von denen 2.000 Pfund in den Ranglisten gewertet werden. Dass es nicht mehr wurde, lag an Kevin Doets, der sich mit 6:4 durchsetzte. Der Niederländer machte in 14 und 15 Darts dort weiter, wo er gestern aufgehört hatte und blieb bei eigenem Anwurf unantastbar. Die ersten drei Matchdarts wollten dann noch nicht, ein Leg später machte er alles klar.

Zur Vervollständigung des perfekten niederländischen Tags fehlt noch das 6:1 von Gian van Veen gegen Krzysztof Ratajski. Der „Giant“ durfte das erste Leg im Nachfassen retten und spielte dann zum 3:1 das bereits vorentscheidende Break mit einem unglaublichen 149er-Finish heraus. Ratajski hatte auf 40 Rest gewartet und überwarf später zu allem Überfluss 69 Punkte auf der Doppel 11, weil er sich verrechnet hatte. Das war dann zu viel und van Veen zog ins Achtelfinale ein.

Wie geht es bei der European Darts Trophy weiter?

Am morgigen Finaltag der European Darts Trophy wird zunächst ab 12:00 Uhr MEZ das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 18:00 Uhr MEZ wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Sport1 zeigen beide Sessions live.

Ergebnisse Samstag-Abend:

Samstag, 14.03.2026:
Abend-Session:
2. Runde:
Josh Rock (7) 6-4 Paul Krohne (90,78 – 86,82)
Gerwyn Price (9) 6-2 Joe Cullen (106,70 – 90,69)
Martin Schindler (11) 4-6 Richard Veenstra (92,19 – 97,11)
Michael van Gerwen (3) 2-6 Niels Zonneveld (107,00104,46)
Karel Sedlacek 4-6 Mensur Suljovic (81,91 – 90,09)
Gian van Veen (2) 6-1 Krzysztof Ratajski (94,18 – 89,29)
Stephen Bunting (5) 5-6 Niko Springer (95,94 – 96,84)
Cam Crabtree 4-6 Kevin Doets (84,55 – 95,58)

Vorschau Finaltag:

Sonntag, 15.03.2026:
Nachmittags-Session:
 
(ab 12:00 Uhr MEZ)
Achtelfinale:
Ryan Searle – Richard Veenstra
Niels Zonneveld – Jermaine Wattimena
Josh Rock – Chris Dobey
Gian van Veen – Wessel Nijman
Niko Springer – Ross Smith
Kevin Doets – Damon Heta
Danny Noppert – Gerwyn Price
Mensur Suljovic – Dirk van Duijvenbode

Sonntag, 15.03.2026:
Abend-Session:
(ab 18:00 Uhr MEZ)
Viertelfinale:
Searle/Veenstra – Zonneveld/Wattimena
Rock/Dobey – van Veen/Nijman
Springer/Smith – Doets/Heta
Nopper/Price – Suljovic/van Duijvenbode

Halbfinale:
Sieger Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4

Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Sport1 überträgt die European Darts Trophy 2026 ebenfalls zu den folgenden Zeiten live:

Sport1-Übertragungszeiten:
Sonntag, 15.03.2026: Achtelfinale – Nachmittags-Session: 14:00 – 16:45 Uhr live (inkl. Analyse)
Sonntag, 15.03.2026: Viertelfinale, Halbfinale & Finale – Abend-Session: 19:00 – 22:00 Uhr live (inkl. Countdown)

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Foto-Credit: PDC Europe/Paul Targyik

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