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UK Open: Wade überrollt van Gerwen, Noppert wirft Humphries raus

Mit einer absoluten Weltklasse-Leistung ist James Wade ins Viertelfinale der UK Open eingezogen. Dank eines 106er-Schnitts besiegte er Michael van Gerwen mit 10:3 und greift nach einem vierten UK-Open-Titel. Derweil musste sich Luke Humphries nach verheerender Doppel-Darbietung Danny Noppert geschlagen geben, der dafür mit einem Duell gegen Luke Littler „belohnt“ wird. Littler siegte mühelos im Top-Duell gegen Gary Anderson. Auf Bühne 2 kam Gerwyn Price an seinem Geburtstag nach einem 4:9-Rückstand gegen Keane Barry mit dem Schrecken davon.

Mit einer absoluten Weltklasse-Leistung ist James Wade ins Viertelfinale der UK Open eingezogen. Dank eines 106er-Schnitts besiegte er Michael van Gerwen mit 10:3 und greift nach einem vierten UK-Open-Titel. Derweil musste sich Luke Humphries nach verheerender Doppel-Darbietung Danny Noppert geschlagen geben, der dafür mit einem Duell gegen Luke Littler „belohnt“ wird. Littler siegte mühelos im Top-Duell gegen Gary Anderson. Auf Bühne 2 kam Gerwyn Price an seinem Geburtstag nach einem 4:9-Rückstand gegen Keane Barry mit dem Schrecken davon.

Hauptbühne:

Wade überragt gegen van Gerwen

Ein Average von knapp 106 Punkten, dazu eine Doppelquote von 59% – mit solchen Werten ist ein James Wade praktisch unaufhaltbar. Das musste heute Abend Michael van Gerwen bei einer krachenden 3:10-Niederlage erfahren. Nach Patzern im ersten Leg geriet „MvG“ mit drei weiteren Fahrkarten vor der Pause mit 2:3 in Rückstand. Wade setzte sich in 11 und 14 Darts ab, dann folgte auch noch ein 124er-Finish zum 6:2. Van Gerwen grätschte dazwischen, ein weiterer 11-Darter seitens „The Machine“ bedeutete jedoch bereits das 7:3 zugunsten von Wade. Auch nach der letzten Pause beendete der Engländer seine Legs in maximal 15 Pfeilen und ließ damit van Gerwen nicht den Hauch einer Chance.

Josh Rock hatte den Abend mit einem 10:7-Erfolg über Stephen Bunting eröffnet, wobei dieser auch mit einer Doppelquote von 25% enttäuschte. Dabei hatte Bunting sogar einen Dart zu einer möglichen 5:2-Führung. Rock sprang mit einem 93er-Checkout in die Bresche und ließ einen 13-Darter zum 4:4 folgen. Die Doppelfehler von Bunting machten die Wende endgültig möglich und ein 107er-Finish brachte das 6:4 für Rock. Nach der Pause folgte nochmal ein 140er-Checkout von „The Bullet“, doch Rock blieb bei eigenem Anwurf zu stark. Abschließend gab es von „Rocky“ fast eine 138 zum Sieg. Am Ende tat es die Doppel 1 für den Halbfinalisten des letzten Jahres.

Noppert schlägt Humphries, Anderson kann Littler nicht fordern

Noch schwächer lief es auf den Doppeln für Luke Humphries, der folgerichtig eine 6:10-Niederlage gegen Danny Noppert hinnehmen musste. „Cool Hand“ haderte über die gesamte Spieldauer mit seiner Ausbeute auf dem äußeren Ring, während Noppert die Geschenke mustergültig annahm. Jeweils mit dem letzten Dart in der Hand checkte der Niederländer unter anderem 76, 68 und 63 Punkte und vergrößerte so die Schmerzen seines Gegners. Auch zum 8:4 wurden 80 Punkte geräumt, während Humphries im folgenden Leg sogar ein Tops-Tops-Versuch ins falsche Doppel abrutschte. Erst bei den Matchdarts strauchelte der Niederländer und Humphries hätte sogar auf 7:9 verkürzen können, wären da nicht die Doppelprobleme gewesen. So reichte Noppert der sechste Matchdart zum Sieg.

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Danny Noppert konnte Luke Humphries nach zuvor 4 Niederlagen erstmals vor TV-Kameras bezwingen.

Sicher mehr erhofft hatte man sich von der Top-Partie zwischen Gary Anderson und Luke Littler, beim 10:5 für „The Nuke“ kam Anderson nicht an seine bisherigen Leistungen heran. So musste der „Flying Scotsman“ bereits seinen Chancen auf das 2:0 hinterhertrauern. Littler löschte in der Folge 117 und 83 Punkte und setzte sich per 11-Darter auf 5:1 ab. Auch als Anderson wieder zu sich fand, wurde er umgehend mit einem 12-Darter abgefangen – beim Stand von 7:3 für Littler ging es in die letzte Pause. Der Weltmeister brachte seine weiteren Anwürfe völlig souverän durch und nutze auch gleich den ersten Matchdart. Anderson sorgte noch für eine Kuriosität, als er 168 Punkte überwarf.

Nebenbühne:

Price übersteht Matchdart von Barry

Auf dem Höhepunkt des Abends bahnte sich auf der Nebenbühne eine Sensation an. Keane Barry lag gegen Gerwyn Price mit 9:4 vorn und gab das Spiel dennoch aus der Hand. Es war eine hochklassige Partie, bei der sich beide Akteure um die 100er-Marke im Average bewegten. Der Anfang gehörte Barry, Price konnte nach kurzer Doppelflaute per 94er-Check zum 4:4 ausgleichen. Der Waliser streute jedoch weitere Fehler ein und das nutzte sein Gegner nun gnadenlos aus: Zunächst löschte Barry 130 Punkte, dann enteilte er in einer Serie von 13, 15 und 13 Darts auf 9:4. Price zog zunächst mit einem 121er-Finish den Kopf aus der Schlinge und nullte nach einem weiteren 12-Darter auch noch 81 Punkte. Trotzdem konnte der „Iceman“ nicht verhindern, dass Barry bei 130 Rest einen Matchdart auf der Doppel 5 bekam. Price überstand den Moment und machte auch noch 90 Punkte über Bull zum 8:9 aus. Nun hatte der Waliser das Spiel in der Hand und drehte in 15 und 14 Darts eine irre Partie.

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Mit zunehmender Spieldauer immer emotionaler: Gerwyn Price überstand einen Matchdart von Keane Barry.

Bei Landsmann Jonny Clayton ging es etwas entspannter zu, beim 10:7 gegen Martin Lukeman brauchte er nicht seine Höchstleistung. Mit einem Sprint zum 4:0 legte „The Ferret“ den Grundstein, mehr als 15 Pfeile wurden für kein Leg benötigt. Auch die ersten Leg-Gewinne von Lukeman taten der Sache keinen Abbruch, mit 7:3 ging es in die Pause. Kurz darauf folgte das entscheidende Leg, das zum einen ein Comeback von Lukeman vereitelte und zum anderen beim Blick auf die Statistik die sonst ordentliche Partie herunterzog: Clayton reichte ein 26-Darter zum 8:4. Nach den ersten Matchdarts robbte sich „Smash“ nochmal auf 7:9 heran, erspielte sich bei 100 Rest aber keinen Dart auf Doppel mehr.

Cross ohne Mühe

Mit Rob Cross ist der UK-Open-Finalist von 2019 weiterhin im Rennen. Er profitierte mit einem 10:6-Erfolg von einem schwachen Daryl Gurney. Mit Checkouts von 130 und 80 Punkten setzte sich Cross auf 4:1 ab, holte seinen Gegner mit reichlich Fehlern auf den Doppeln aber wieder in die Partie. Mit einem 152er-Finish zum 5:4 behielt „Voltage“ die Führung, die er dann dank einiger Fehler von Gurney noch vor der Pause ausbauen konnte. Dem Nordiren ging besonders in den Legs von Cross das Scoring aus und so konnte er dem Engländer nicht gefährlich werden. Abschließend tütete Cross per 14-Darter zum Break den Sieg ein.

Im letzten Spiel der Nebenbühne stellte Krzysztof Ratajski seine gute Form unter Beweis, während Ryan Searle beim 10:5 für den Polen nicht in die Gänge kam. Der WM-Halbfinalist traf am Ende nur 5 seiner 23 Versuche auf Doppel. Trotz verpatztem Start eroberte Searle die 3:2-Führung, während bei Ratajski schon ein zweites Mal die 124 an der Doppel 11 scheiterte. So ging es mit 5:5 in die Pause, aus der heraus Ratajski per 70er- und 85er-Check die Führung übernahm. Searle sah dann nach 7 Doppelfehlern in einem Leg nur noch Ratajskis Rücklichter. Der Pole legte auch noch ein 164er-Finish drauf, ehe ein 15-Darter den Einzug ins Viertelfinale besiegelte.

Wie geht es bei den UK Open weiter?

Am morgigen Finaltag der UK Open 2026 werden in der Nachmittags-Session ab 14:00 Uhr MEZ zunächst die vier Viertelfinals ausgetragen, in der Finalsession ab 20:00 Uhr MEZ kommt es dann zu den Halbfinals und dem großen Finale. DAZN und Sport1 übertragen beide Sessions live.

Ergebnisse Achtelfinale:

Samstag, 07.03.2026:
Abend-Session:

Main Stage:
Stephen Bunting 7-10 Josh Rock (89,16 – 93,75)
Gary Anderson 5-10 Luke Littler (95,33 – 102,48)
Michael van Gerwen 3-10 James Wade (100,45105,83)
Luke Humphries 6-10 Danny Noppert (99,40 – 95,08)

Stage Two:
Martin Lukeman 7-10 Jonny Clayton (89,01 – 93,69)
Daryl Gurney 6-10 Rob Cross (85,43 – 95,48)
Gerwyn Price 10-9 Keane Barry (100,43 – 99,69)
Ryan Searle 5-10 Krzysztof Ratajski (85,79 – 96,25)

Auslosung Viertelfinale:

Sonntag, 08.03.2026:
Nachmittags-Session:
(ab 14:00 Uhr MEZ)
Main Stage:
Krzysztof Ratajski – Josh Rock
James Wade – Rob Cross
Luke Littler – Danny Noppert
Jonny Clayton – Gerwyn Price

Modus 2026:

1. Runde: Best of 11 Legs
2. Runde: Best of 11 Legs
3. Runde: Best of 11 Legs
4. Runde: Best of 19 Legs
Achtelfinale: Best of 19 Legs
Viertelfinale: Best of 19 Legs
Halbfinale: Best of 21 Legs
Finale: Best of 21 Legs

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Sport1 überträgt dieses Turnier 2026 ebenfalls zu den folgenden Zeiten live:

Sport1-Übertragungszeiten:
Sonntag, 08.03.2026: Viertelfinale – Nachmittags-Session: 14:00 – 18:00 Uhr live (inkl. Analyse)
Sonntag, 08.03.2026: Halbfinale & Finale – Abend-Session: 18:00 – 00:00 Uhr live (inkl. Countdown)

Auf PDC.TV ist das Geschehen aller anderen Boards verfolgbar.

Preisgeld 2026:

Sieger: £120.000
Runner-Up: £60.000
Halbfinale: £35.000
Viertelfinale: £20.000
Achtelfinale: £12.500
Letzte 32: £7.500
Letzte 64: £3.000
Letzte 96: £2.000
Letzte 128: £1.250

Gesamt: £750.000

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Weitere Informationen UK Open 2026:

Alle Informationen zu den UK Open gibt es auf unserer [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zu den UK Open [Dart Forum]

Foto-Credit: Kieran Cleeves/PDC

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