Auf den Färöern wurde in der letzten Woche der WDF Europe Cup ausgetragen. Bei diesem Turnier treffen die Nationalteams aus ganz Europa aufeinander und kämpfen um Titel in sechs Wettbewerben. Die Einzel-Turniere haben Mitchell Lawrie und Deta Hedman für sich entschieden. Derweil blieben die Vertretungen aus dem deutschsprachigen Raum eher blass.
Open Team: Irland siegt deutlich
Der Sieg im Team-Wettbewerb ging durchaus überraschend an das Team aus Irland. Raymond Mulvey, Gerard McGlynn, Dale McCarthy und Damien Grimes sicherten sich sehr eindeutig den Titel. So gab es im Finale einen glatten 9:2-Sieg über England. Im Halbfinale wurden Tschechien und die Niederlande gestoppt. Deutschland (6:9 gegen Ungarn) und die Schweiz (1:9 gegen England) scheiterten im Achtelfinale.
Open Einzel: Lawrie dominiert nach Belieben
Der 15-jährige Mitchell Lawrie hat sich den Turniersieg im Einzel geschnappt. Dazu siegte „Wee Sox“ ab dem Achtelfinale gegen David Davies (4:1), Gerard McGlynn (5:4) und Anton Östlund (6:0). Im Finale wartete Zvonimir Lesic aus Kroatien. Allerdings packte Lawrie hier einen 101er-Average aus und sicherte sich daher mit 6:1 den Turniersieg. Im Achtelfinale sind namhafte Spieler wie John Michael, Benjamin Drue Reus und David Davies ausgeschieden. Rowby-John Rodriguez und Paul Krohne erreichten die Letzten 32.
Open Doppel: Bevan und Davies schlagen zu
Das Doppel-Turnier ging an ein Duo aus Wales. Llew Bevan und David Davies triumphierten gegen Teemu Harju und Jonas Masalin. Ins Halbfinale schafften es Liam Meek und Mark Challenger, sowie Jenson Walker und Lloyd Pennell. Christian Gödl und Franko Giuliani erreichten für den ÖDV das Achtelfinale. Für Carsten Hoffmann und Marcus Maier ging es in die Letzten 32.
Damen Team: Dramatischer Sieg für England
Knapper hätte das Finale im Damen-Team nicht sein können. England traf auf Irland und es ging bis in das alles entscheidende 19. Leg. Hier entschieden sich die Team-Kapitäne für Deta Hedman und Robyn Byrne. Die „Carribean Queen“ finishte in 14 Darts zum Sieg für England. Jeweils Bronze-Medaillen haben Wales und Finnland mitgenommen. Deutschland verspielte eine 6:1-Führung gegen Schottland und unterlag damit wie die Schweiz im Achtelfinale.
Damen Einzel: Hedman heimst weiteren Titel ein
Sie ist ohnehin schon die Rekordspielerin und nun hat Deta Hedman auch einen weiteren Einzel-Titel beim WDF Europe Cup eingefahren. Die Weltmeisterin von 2025 besiegte Eve Watson im Finale mit 7:4 und zeigte mit einem Average von 80 Punkten durchaus ein ansprechendes Niveau. Für Aurora Fochesato und Rachna David ging es ins Halbfinale. Die Österreicherin Catalina Pasa erreichte das Achtelfinale, während die Deutschen gar kein Spiel gewinnen konnten.
Damen Doppel: Erfolg für Turner / Clarke
Das Damen-Doppel entschieden Laura Turner und Steph Clarke für sich. Die zwei Engländerinnen wurden im Finale von Anna Forsmark und Snezana Veljkovic nicht wirklich unter Druck gesetzt und behaupteten sich mit 6:1. Sarah Bartlomé und Fiona Gaylor aus der Schweiz erreichten das Achtelfinale. Für Irina Armstrong und Julia Siek ging es in die Letzten 32, eine Runde zuvor scheiterten Madlen Gebauer und Kira Mertens.
Gesamtwertungen
In den Gesamtwertungen wechselten sich drei Länder von der Insel ab. Irland gewann bei den Herren vor Wales und England. Bei den Damen siegte England vor Wales und Irland.
Ergebnisse WDF Europe Cup 2026:
Open Team
Viertelfinale:
England 9-1 Finnland
Tschechien 9-5 Ungarn
Niederlande 9-5 Schottland
Irland 9-8 Schweden
Halbfinale:
England 9-7 Tschechien
Irland 9-6 Niederlande
Finale:
Irland 9-2 England
(79,30 – 78,22)
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Open Einzel
Viertelfinale:
Mitchell Lawrie (SCO) 5-4 Gerard McGlynn (IRL)
Anton Östlund (SWE) 5-4 David Pisek (CZE)
Dennis Duh (SVN) 5-4 Dominik Moravcik (CZE)
Zvonimir Lesic (CRO) 5-4 Raymond Mulvey (IRL)
Halbfinale:
Mitchell Lawrie (SCO) 6-0 Anton Östlund (SWE)
Zvonimir Lesic (CRO) 6-1 Dennis Duh (SVN)
Finale:
Mitchell Lawrie
(SCO) 7-4 Zvonimir Lesic (CRO) (101,26 –
96,52)
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Open Doppel
Halbfinale:
Harju/Masalin (FIN) 5-2 Meek/Challenger (WAL)
Bevan/Davies (WAL) 5-4 Walker/Pennell (ENG)
Finale:
Bevan/Davies (WAL)
6-4 Harju/Masalin (FIN) (87,85 – 80,62)
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Damen Team
Viertelfinale:
England 9-3 Norwegen
Wales 9-2 Schweden
Finnland 9-4 Türkei
Irland 9-7 Schottland
Halbfinale:
England 9-6 Wales
Irland 9-6 Finnland
Finale:
England 9-8 Irland
(60,99 – 62,74)
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Damen Einzel
Viertelfinale:
Eve Watson (WAL) 5-4 Marina Letica (CRO)
Aurora Fochesato (ITA) 5-0 Jitka Cisarova (CZE)
Deta Hedman (ENG) 5-0 Gabriela Kurobasa (CRO)
Rachna David (NOR) 5-1 Aysegül Karagöz (TUR)
Halbfinale:
Eve Watson (WAL) 6-4 Aurora Fochesato (ITA)
Deta Hedman (ENG) 6-0 Rachna David (NOR)
Finale:
Deta Hedman (ENG)
7-4 Eve Watson (WAL) (80,81 – 71,04)
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Damen Doppel
Halbfinale:
Forsmark/Vejlkovic (SWE) 5-3 Viinikainen/Liiri (FIN)
Turner/Clarke (ENG) 5-3 Lund/Kristiansen (DEN)
Finale:
Turner/Clarke
(ENG) 6-1 Forsmark/Vejlkovic (SWE) (69,86 –
63,10)
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Foto-Credit: Taylor
Lanning (PDC)
[ks]
