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World Matchplay: Anderson in Höchstform, van Duijvenbode knackt Dobey in Verlängerung

In der zweiten Erstrunden-Session des World Matchplay hat vor allem Gary Anderson für Furore gesorgt. Der Schotte spielte mit einem Average von knapp 110 Punkten persönlichen Matchplay-Rekord und überrollte damit Ryan Joyce. Ein gemächlicher Auftakt reichte derweil Michael van Gerwen, dessen Landsmann Dirk van Duijvenbode nach überstandenen Matchdarts noch Chris Dobey mit 13:11 in die Knie zwang. Zum Abschluss verhinderte Jonny Clayton mit sensationellen Checkouts das Comeback von Damon Heta.

In der zweiten Erstrunden-Session des World Matchplay hat vor allem Gary Anderson für Furore gesorgt. Der Schotte spielte mit einem Average von knapp 110 Punkten persönlichen Matchplay-Rekord und überrollte damit Ryan Joyce. Ein gemächlicher Auftakt reichte derweil Michael van Gerwen, dessen Landsmann Dirk van Duijvenbode nach überstandenen Matchdarts noch Chris Dobey mit 13:11 in die Knie zwang. Zum Abschluss verhinderte Jonny Clayton mit sensationellen Checkouts das Comeback von Damon Heta.

Sternstunde von Anderson

Man wusste nicht so recht, was man von Gary Anderson erwarten durfte, denn der „Flying Scotsman“ brachte wenig Bühnen-Spielpraxis zuletzt mit nach Blackpool. Davon war aber überhaupt nichts zu sehen. Anderson besiegte Ryan Joyce mit 10:2 und spielte dabei den achthöchsten Average der Turniergeschichte (109,96).

Mit zwei 180ern legte Anderson los wie die Feuerwehr und schnappte sich die schnelle 3:0-Führung, bevor Joyce seinen ersten Dart auf Doppel zum 11-Darter verwandelte. Anschließend konnten beide 78 nicht räumen und Anderson durfte zum 4:1 nachfassen. Der Schotte schraubte die Führung in 13 und 10 Darts weiter hoch, ehe Joyce zum 6:2 zumindest noch ein Leg gewann. Danach gab es von Anderson sogar noch Checkouts von 144 und 141 Punkten, was dann für seinen nicht schlechten Gegner einfach zu viel war.

Van Duijvenbode siegt nach Verlängerung, Dobey vergibt Matchdarts

Der Auftakt in den Nachmittag hatte dem Turnier bereits die zweite Verlängerung beschert. Dirk van Duijvenbode konnte sich mit 13:11 wie schon am vergangenen Wochenende gegen Chris Dobey durchsetzen. Dobey machte nicht nur bei den Matchdarts zu viele Fehler auf Doppel und konnte das bessere Scoring damit nicht in Zählbares ummünzen. Nach dem ersten Break für van Duijvenbode konterte Dobey noch per 70er-Check zum 4:4, mit zwei 14-Dartern zog der Niederländer dann das Spiel an sich. Beinahe gelang van Duijvenbode ein 150er-Finish zum 8:5, doch statt der Vorentscheidung hatte Dobey wenig später mit einem 12-Darter wieder ausgeglichen. 70 Punkte wollten zur erneuten Führung nicht fallen und so gelang van Duijvenbode mit einem 86er-Check das erneute Break und in 13 Darts das 9:7. Dobey hielt in 12 Darts den Druck aufrecht und tatsächlich erlaubte sein Gegner mit einem völlig verkorksten Anwurfleg den 9:9-Ausgleich. In der Verlängerung schien Dobey nun am Drücker, verpasste gegen den Anwurf jedoch insgesamt 4 Matchdarts. Als dann bei eigenem Anwurf 4 Fahrkarten hinzu kamen, war van Duijvenbode da. Ein Dart bouncte sogar aus der Doppel 16, bevor er nervenstark mit dem letzten Pfeil das 12:11 erzielte. Mit einem 82er-Checkout machte der „Titan“ eiskalt den Deckel drauf.

Bereit zum Absprung: Dirk van Duijvenbode jagt ein zweites Matchplay-Viertelfinale nach 2022.
Bereit zum Absprung: Dirk van Duijvenbode jagt ein zweites Matchplay-Viertelfinale nach 2022.

Van Gerwen zieht spät weg

Michael van Gerwen konnte derweil noch nicht richtig überzeugen und mühte sich gegen Andrew Gilding zu einem 10:6-Erfolg. Der dreifache Matchplay-Sieger geriet 1:4 in Rückstand, weil Gilding 91, 102 und 80 Punkte abräumen konnte. Nach der Pause legte van Gerwen dann richtig los und verpasste den 9-Darter erst auf der abschließenden Doppel 12. Dennoch brauchte er auch Glück, dass er ein Leg mit ganz vielen Doppelfehlern noch in 23 Darts zum Break gewann. Immer wieder gab es bei beiden Spielern nun einen verpassten Dart, um das Spiel weiter in die eigene Richtung zu lenken. Folgerichtig stand es nach 12 gespielten Legs 6:6, als van Gerwen ein 16-Darter zum Break reichte und Gilding zwei Doppel zum erneuten Ausgleich verpasste. Nach einem weiteren Fehler führte „MvG“ in 13 Darts die Vorentscheidung herbei und machte in 14 Pfeilen die Partie dann doch schnell zu.

Sensationelle Finishes von Clayton

Die abschließende Partie des Nachmittags hatte Jonny Clayton lange im Griff, doch am Ende brauchte es ein 144er-Checkout zum 10:7 gegen Damon Heta, damit es nicht nochmal ganz eng wurde. Beide Spieler werden mit ihrem Auftakt zufrieden gewesen sein, hier spielte Clayton einen 11-Darter, dort Heta ein 107er-Finish zum 2:2-Ausgleich. Nach der Pause zog Clayton davon, weil dem Waliser das erste ganz große Ding gelang. Heta hatte einen Dart auf Bull verpasst und „The Ferret“ löschte 152 Punkte zum 4:2-Break. Mit zwei 15-Dartern ging es auf 6:2 hoch und nach jeweils einem 13-Darter auf beiden Seiten stand ein 7:3 zur letzten Pause. Nach Claytons Trademark-121-Finish schien der Sieg ausgemachte Sache, aber der starke Heta robbte sich nochmal auf 8:6 heran. Der Australier wartete auf 40 Rest vergebens für den Anschluss, weil Clayton hier bereits per 107er-Check die Tür blockierte. Beim Stand von 9:7 hatte „The Heat“ dann sogar einen Dart auf Tops zum Break, wurde durch die 144 aber vom vierten High-Finish Claytons gnadenlos ausgekontert.

Wie geht es beim World Matchplay weiter?

In der Abend-Session ab 20:00 Uhr MESZ geht es beim World Matchplay 2026 dann u.a. mit den Erstrundenauftritten von Gian van Veen und Wessel Nijman weiter. DAZN und Pluto TV übertragen die Session jeweils live.

Ergebnisse Sonntag-Nachmittag:

Sonntag, 19.07.2026:
Nachmittags-Session:
1. Runde:
Chris Dobey (13) 11-13 Dirk van Duijvenbode (97,35 – 92,78)
Gary Anderson (12) 10-2 Ryan Joyce (109,96 – 95,49)
Michael van Gerwen (4) 10-6 Andrew Gilding (94,85 – 88,54)
Jonny Clayton (5) 10-7 Damon Heta (97,63 – 96,10)

Vorschau Sonntag-Abend:

Sonntag, 19.07.2026:
Abend-Session:
(20:00 Uhr MESZ)
1. Runde:

Ryan Searle (11) – William O’Connor
James Wade (6) – Jermaine Wattimena
Gian van Veen (3) – Krzysztof Ratajski
Wessel Nijman (14) – Dave Chisnall

Modus 2026:

1. Runde: Best of 19 Legs
Achtelfinale: Best of 21 Legs
Viertelfinale: Best of 31 Legs
Halbfinale: Best of 33 Legs
Finale: Best of 35 Legs

Ein Spiel muss allerdings mit zwei Legs Differenz gewonnen werden. Seit 2014 gilt die Regel, dass die Spiele bei Gleichstand um maximal fünf Legs verlängert werden.

Preisgeld 2026:

Sieger: £225.000
Runner-Up: £125.000
Halbfinale: £65.000
Viertelfinale: £35.000
Achtelfinale: £22.500
1. Runde: £12.500

Gesamt: £1.000.000

Das World Matchplay ist nach der PDC-WM das Ranglistenturnier mit dem höchsten Preisgeld im Dartsport.

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Zudem wird das World Matchplay auf dem Sender DAZN Darts X Pluto TV auf [Pluto TV] kostenlos übertragen.

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Weitere Informationen:

Alle Infos zum World Matchplay [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

Foto-Credit: Taylor Lanning/PDC

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