Gerwyn Price hat in Sindelfingen den European Darts Grand Prix gewonnen. Zum zehnten Mal gewinnt der „Iceman“ damit ein Turnier der European Tour, im Finale setzte er sich gegen Ross Smith mit 8:6 durch. Price war der dominierende Spieler des Turniers im Hinblick auf die Statistiken, im Viertelfinale hatte er aber von Martin Schindler einen Matchdart gegen sich.
Viertelfinale:
Ratajski besiegt Noppert
Im Entscheidungsleg hat sich Krzysztof Ratajski gegen Danny Noppert behauptet. Der „Polish Eagle“ setzt damit seine gute Pro Tour Form weiter fort und ging mit 3:0 schnell in Führung. Noppert ließ bis dahin ein wenig ungewöhnlich seine Chancen aus, checkte dann aber 123 Punkte. In 14 und 15 Darts schnappte sich Noppert dann auch den Ausgleich. Nach einem weiteren Hold auf jeder Seite verpasste Ratajski vier Checkdarts und geriet mit 4:5 in Rückstand. Mit einem 11-Darter kam er trotzdem in den Decider, wo er einen Matchdart überstand.
Aspinall scheitert an Smith
Für den Champion von München kommt in Sindelfingen kein weiterer Titel hinzu. Nathan Aspinall unterlag gegen Ross Smith mit 4:6. Beide starteten jeweils mit einem Break, aber bis zum 2:2 blieb noch alles in der Reihe. In 14 und 17 Darts holte sich der „Smudger“ die nächsten zwei Durchgänge und brachte sich damit auf eine Zwei-Leg-Führung, die er auch nicht mehr hergab. Aspinall checkte 120 Punkte zum 4:5, kassierte dann aber das entscheidende Checkout auf der Doppel 2.
Van Gerwen baut kräftig ab
Ein 82er-Average von Michael van Gerwen war im Viertelfinale gegen Wessel Nijman deutlich zu wenig. Für „Mighty Mike“ gab es eine klare 2:6-Niederlage. Mit zwei 17-Dartern legte Nijman vor, ehe van Gerwen in der achten Runde sein erstes Leg gewinnen konnte. Mit einem 96er-Finish baute Nijman seine Führung auf 4:1 aus, ehe MvG auf Tops verkürzte. Nach einem 121er-Finish checkte Nijman auf der D16 zum Sieg. Dieses C-Game hätte für van Gerwen dann auch gegen Michael Unterbuchner nicht gereicht, wie „Mighty Mike“ gestern noch großspurig im Interview ankündigte.
Price übersteht Schindler’s Matchdart
Noch knapper geht es kaum, aber gut zwei Millimeter trennten Martin Schindler vom Halbfinale in Sindelfingen. Gegen Gerwyn Price unterlag der Deutsche im Decider nach einem Matchdart. Jeweils in 14 Darts hielten die beiden Spieler ihren Anwurf, ehe Schindler mit einem 85er-Finish das 2:1 machte. Zwei Checkdarts ließ Price anschließend liegen und so kam der Deutsche zu einer Zwei-Leg-Führung. In 13 und 14 Pfeilen gelang dem „Iceman“ der Ausgleich. Mit dem dritten Leg in Folge ging der Waliser in Front, ehe Schindler ein 128er-Checkout zum 12-Darter löschte. Nach einem Hold auf jeder Seite ging es in den Decider, wo Schindler einen Bouncer hatte und dann die 130 denkbar knapp auf der D5 verpasste. Price checkte Tops zum 6:5-Erfolg.

Halbfinale:
Ratajski unterliegt dem „Smudger“
Ohne Spektakel hat sich Ross Smith gegen Krzysztof Ratajski durchgesetzt. Mit zwei 14-Dartern legte der „Smudger“ vor, ehe er auf der Doppel 8 zum 3:0 checkte. Ratajski traf die Doppel 3 finishte in 11 Pfeilen anschließend zu seinem zweiten Leggewinn. Nach dem 4:2 für den „Smudger“ ließ Smith zwei Checkdarts aus und das beruhte auch auf Gegenseitigkeit, denn Ratajski ereilte das Problem dann in Leg 8. So blieb es bei der Zwei-Leg-Führung für den Engländer, der dann auch auf 6:4 stellte und nur noch einen Durchgang brauchte. Mit einem 84er-Finish auf der Doppel 12 holte sich Ratajski sein fünftes Leg, ehe Smith die Doppel 10 zum 7:5 traf.
Price folgt ins Finale
Mit einem 98er-Average hat sich Gerwyn Price ebenfalls ins Endspiel gespielt, dazu besiegte er mit Wessel Nijman die Nr. 1 der Pro Tour Rangliste. Nach einem Break auf jeder Seite blieb das Match zunächst bis zum 2:2 ausgeglichen. Price checkte ein 100er-Finish, kassierte dann aber einen 11-Darter zum 3:3. Auf Tops sicherte sich der „Iceman“ wieder sein Anwurfleg, ehe Nijman fünf Checkdarts ausließ und damit auch das Break kassierte. Price erspielte sich in 14 Darts das 6:3, bevor Nijman 107 Punkte löschte. Aber am Ende war Price sowohl im Scoring als auch im Finishing stärker und checkte 120 Punkte zum 7:4-Sieg.
Finale:
Zehnter European Tour Titel für Price
Somit kam es im Endspiel zum Duell zwischen Gerwyn Price und Ross Smith. Der beste Spieler des Turniers sicherte sich letztlich den Titel, Price siegte mit einem 96er-Average letztlich verdient mit 8:6. Mit einem 17-Darter startete der „Iceman“ zum Break in die Partie und auf der Doppel 10 schnappte sich der Waliser das 2:0. Auf Tops erhöhte Price nochmal, aber nun ging es voerst in die andere Richtung. In 14 und 18 Darts holte sich der „Smudger“ zwei Legs, ehe er die Doppel 19 zum 3:3-Ausgleich traf. Damit war wieder alles in der Reihe und auf Tops schnappte sich Ross Smith die erstmalige Führung. Mit einem 130er-Checkout sicherte sich Price wieder den Ausgleich, aber Smith traf Tops bei eigenem Anwurf zum 13-Darter. Die Doppel 20 finishte Price zum 5:5-Ausgleich. Fünf Checkdarts ließ Smith verstreichen und das bestrafte Price mit dem Break auf der Doppel 12. Der Waliser erhöhte auf 7:5 und brauchte damit nur noch einen Titel zum Sieg. Der „Smudger“ finishte in 12 Pfeilen, bevor Price die Doppel 12 zu seinem zehnten European Tour Titel traf.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Am Donnerstag geht es mit der Premier League Darts mit dem 12. Spieltag in Liverpool weiter. DAZN und Sport1 übertragen ab 20:00 Uhr MESZ jeweils live.
Ergebnisse Final-Session:
Sonntag, 19.04.2026:
Abend-Session:
Viertelfinale:
Krzysztof Ratajski 6-5 Danny Noppert (90,94 – 90,51)
Nathan Aspinall 4-6 Ross Smith (90,24 – 93,44)
Michael van Gerwen 2-6 Wessel Nijman (82,57 – 89,77)
Martin Schindler 5-6 Gerwyn Price (96,43 –
100,95)
Halbfinale:
Krzysztof
Ratajski 5-7 Ross Smith (95,55 – 90,58)
Wessel Nijman 4-7 Gerwyn Price (96,91 – 98,96)
Finale:
Ross Smith
6-8 Gerwyn Price (96,25 – 95,70)
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: Sebastian Doppstadt (PDC Europe)
[ks]
