In der Achtelfinal-Session des European Darts Grand Prix in Sindelfingen hat Martin Schindler gegen Jonny Clayton einen überraschend deutlichen 6:1-Sieg eingefahren und ist damit am Abend mit dabei. Niko Springer musste sich gegen Danny Noppert mit 4:6 geschlagen geben. Für James Wade und Josh Rock ist das Turnier hingegen beendet, während Michael van Gerwen im Entscheidungsleg einen Matchdart überstand.
Schindler schockt Clayton
Mit einem 101er-Average hat sich Martin Schindler überraschend deutlich gegen Jonny Clayton durchgesetzt. Der Waliser fand heute nicht in sein Spiel und unterlag entsprechend klar mit 1:6. Mit zwei 17-Dartern startete „The Wall“ in die Partie und anschließend versenkte er die Doppel 8 zum 3:0. Nach einem Checkout auf Tops nahm er auch noch ein 74er-Finish zum 5:0 raus, bis dahin bekam Clayton nur einen Checkdart. Mit einem 64er-Finish verhinderte „The Ferret“ nur den Whitewash, ehe Schindler einen 10-Darter zum Matchgewinn spielte.
Springer nicht konstant genug
Nachdem Niko Springer gestern den doppelten Titelverteidiger Gary Anderson bezwingen konnte und Danny Noppert eine eher schwächere Leistung gegen Oskar Lukasiak bot, waren durchaus Hoffnungen auf einen Sieg des Deutschen vorhanden. Doch insgesamt war die Leistung von Springer nicht konstant genug und Noppert zeigte sich auf den Doppeln eiskalt. Seine einzigen beiden Doppelfehler machte Noppert im Auftaktleg, das Springer in 17 Darts noch stehlen konnte. In 14 und 16 Darts gingen die folgenden beiden Legs dann in die Niederlande, da Springer in Leg 3 drei Darts auf der D8 verpasste. Noppert machte mit einem 84er-Finish weiter, Springer blieb auf der D9 im Match. Nach zwei 15-Dartern von Noppert sah „The Freeze“ wie der klare Sieger aus, doch der „Meenzer Bub“ nullte erst 121 und verkürzte in der fünften Runde auf 4:5. Dann reichte der Nr. 10 der Weltrangliste jedoch ein 17-Darter zum Sieg.

Aus für Wade und Rock
Ein starker Nathan Aspinall hat sich gegen einen nicht wirklich viel schlechteren James Wade mit 6:3 durchgesetzt. In 14 und 15 Darts legte Aspinall gut los, ehe Wade 101 zum 1:2 checkte. In 13 und 12 Darts baute der München-Sieger den Vorsprung auf 4:1 aus, mit einem 68er-CO verkürzte Wade auf 2:4 und traf erneut Tops zum 3:4. Mehr war jedoch nicht drin, denn mit Checkouts von 87 bzw. 150 zum Match war gegen Aspinall nicht mehr auszurichten. Im Entscheidungsleg ist Josh Rock gegen Ross Smith ausgeschieden. Die Partie blieb bis zum 2:2 ausgeglichen, dann sicherte sich der „Smudger“ sein erstes Break. In 16 und 11 Darts erarbeitete er sich eine Zwei-Leg-Führung, die bis zum 5:3 dank eines 108er-Finishes auch Bestand hatte. Dennoch arbeitete sich der Premier League Spieler in den Decider, wo er keinen Matchdart bekam und in 15 Darts verlor.
Price stark, Van Gerwen zittert sich weiter
Mit einem Sieg im Decider ist Michael van Gerwen dem frühzeitigen Aus gegen Jermaine Wattimena entkommen. Schon im ersten Leg ließ Wattimena fünf Checkdarts liegen, danach pendelte sich das Spiel aber sehr ausgeglichen ein. Auf beiden Seiten gab es immer wieder Checkchancen, doch bis zum 4:4 blieb das Spiel ausgeglichen. Beide checkten in 14 Darts und so kam es zum Decider, wo Wattimena ein 100er-Finish verpasste und van Gerwen die D4 zum Sieg traf. Der nächste Gegner von Martin Schindler wird Gerwyn Price sein, der am Nachmittag mit einem 106er-Average überzeugte. Der „Iceman“ besiegte Chris Dobey mit 6:4 und nahm gleich im ersten Leg ein 117er-Finish raus. In den nächsten Legs sicherte sich Price dann auch eine deutliche Führung aufgrund des besseren Scorings. Nach dem 2:5 kam Dobey nochmal bedrohlich heran, verpasste aber seine Checkdarts für den Decider.
Ratajski und Nijman siegen glanzlos
Zum Auftakt des Sonntags behielt Krzysztof Ratajski gegen Joe Cullen in einer eher überschaubaren Partie mit 6:2 die Oberhand. Nachdem Cullen 127 Punkte auf dem Bullseye zum 2:2-Ausgleich checkte, antwortete Ratajski mit einem 160er-CO und ließ sich anschließend u.a. mit einem 112er-Check im letzten Leg den Viertelfinaleinzug nicht mehr nehmen. Wenig spektakulär war der 6:3-Sieg von Wessel Nijman gegen Stephen Bunting. Der Niederländer erarbeitete sich mit einem Break eine frühe 4:1-Führung. Auch wenn Bunting nochmal zwei Legs holte kam er nicht mehr heran, zu schwach war auch die Doppelquote von 18%.
Wie geht es beim European Darts Grand Prix weiter?
Die finale Session des European Darts Grand Prix 2026 startet um 19:00 Uhr MESZ. DAZN und Sport1 übertragen sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und das Endspiel in voller Länge live.
Ergebnisse Achtelfinale:
Sonntag,
19.04.2026:
Nachmittags-Session:
Achtelfinale:
Joe Cullen 2-6 Krzysztof Ratajski (86,93 – 90,70)
Danny Noppert 6-4 Niko Springer (98,34 –
87,58)
James Wade 4-6 Nathan Aspinall (103,08 –
106,20)
Josh Rock 5-6 Ross Smith (95,87 – 98,64)
Michael van Gerwen 6-5 Jermaine Wattimena (88,61 –
85,48)
Stephen Bunting 3-6 Wessel Nijman (90,02 – 87,62)
Jonny Clayton 1-6 Martin Schindler (94,03 –
100,98)
Gerwyn Price 6-4 Chris Dobey (105,96 –
99,31)
Vorschau Final-Session:
Sonntag, 19.04.2026:
Abend-Session: (ab 19:00
Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Krzysztof Ratajski – Danny Noppert
Nathan Aspinall – Ross Smith
Michael van Gerwen – Wessel Nijman
Martin Schindler – Gerwyn Price
Halbfinale:
Sieger
Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4
Finale:
Sieger
Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Sport1 überträgt den European Darts Grand Prix
2026 ebenfalls zu den folgenden Zeiten live:
Sport1-Übertragungszeiten:
Sonntag, 19.04.2026: Viertelfinale, Halbfinale &
Finale – Abend-Session: 19:00 – 23:00 Uhr live
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Foto-Credit: Sebastian Doppstadt (PDC Europe)
[ks/mvdb]
