Am Samstag-Nachmittag ist beim European Darts Grand Prix der Titelverteidiger ins Turnier eingestiegen: Gary Anderson wurde von Niko Springer herausgefordert und der Deutsche konnte sich mit 6:3 durchsetzen. Mit Danny Noppert kennt der „Meenzer Bub“ auch schon seinen Achtelfinalgegner. Stärkster Mann war einmal mehr Wessel Nijman, der Ryan Searle keine Chance ließ. Die Topstars gaben sich insgesamt keine Blöße.
Springer verhindert Anderson-Hattrick
Die letzten beiden Jahre hat Gary Anderson in Sindelfingen die Trophäe in die Luft gestreckt, diesmal war bereits nach dem ersten Spiel Schluss. Niko Springer hat sich vor allem dank des besseren Scorings mit 6:3 durchgesetzt. Bereits im ersten Leg gelang dem Deutschen das Break, aber auch Anderson fand mit einem 121er-Checkout gut in die Partie. Springer löschte selbst 69 und 107 Punkte und war beim 3:1 noch mit perfekter Doppelquote unterwegs. Mit dem nächsten Break zog er bereits auf drei Legs weg, aber kein Spieler konnte seinen Anwurf durchbringen. Hier checkte Anderson 108, dort warf Springer mit einem 13-Darter das 5:2 heraus. Der erste Matchdart fand noch nicht sein Ziel, zum Abschluss war Springer dann aber mit einem 14-Darter zur Stelle.
Gegner im morgigen Achtelfinale wird Danny Noppert sein, der sich mit Oskar Lukasiak überraschend schwer tat. Lukasiak gelang ein 84er-Finish zum 3:1, woraufhin er sogar zwei Darts für eine noch höhere Führung vergab. So drehte Noppert die Partie zum 5:3, ohne dabei besonders zu glänzen. Aufgrund verpasster Matchdarts ging es sogar ins Entscheidungsleg, in dem der Niederländer einen starken 14-Darter zeigte.
Nijman mit Top-Wert
Bester Spieler des Nachmittags war Wessel Nijman, der seine Jagd nach einem zweiten European-Tour-Titel in diesem Jahr mit einem 104er-Average und 6:2-Erfolg über Ryan Searle eröffnete. Nijman checkte zu Beginn eiskalt 76 und 105 Punkte, Searle blieb mit einem 11-Darter beim 2:3 noch in Schlagdistanz. Dann aber zündete Nijman im Scoring nochmal den Turbo und eilte in 15 und 11 Pfeilen auf 5:2 davon. Am Ende reichte ein schwächeres Leg zum klaren Sieg.
Ein weiterer Niederländer war bereits sicher für das Achtelfinale, Jermaine Wattimena konnte sich gegen seinen formstarken Landsmann Kevin Doets mit 6:3 durchsetzen. Die Partie hatte von Anfang an Top-Niveau, wobei sich Wattimena nochmal steigern konnte. Nach einem 11-Darter zum 3:2 konnte er sich in 13 Pfeilen absetzen und legte einen 15-Darter zum 5:2 nach. Doets wartete nach einer 180 vergeblich auf dem Doppel und kam nur noch zu einem Leg. Abschließend sollte es das Bullseye nicht sein, um die Partie zu verlängern.
Bunting und Rock im Gleichschritt
Zum Abschluss des Nachmittags haben sich mit Stephen Bunting und Josh Rock zwei Premier-League-Stars durchsetzen können. Bunting siegte mit 6:3 gegen Mickey Mansell und geriet dabei nur kurz unter Druck. Auch dank eines 124er-Checkouts hatte er sich schnell auf 4:1 abgesetzt, blieb dann aber zwei Legs lang im Scoring blass. Mit einem 104er-Finish verhinderte er einen möglichen Ausgleich und siegte somit doch klar.
Auch Josh Rock gelang ein 6:3-Erfolg gegen Keane Barry. Den Unterschied machte schon ein sensationeller 158er-Check im ersten Leg, bei dem Barry auf 12 Rest wartete. Fortan gab „Rocky“ den Vorteil dank starker Anwurflegs nicht aus der Hand, ehe er abschließend auch noch 128 Punkte zum Sieg rausnahm.
Dobey nicht gefährdet
Noch deutlicher wurde es bei Chris Dobey, der Andrew Gilding mit 6:2 hinter sich ließ. Gilding hatte bis auf eine 96 zum 3:1 zunächst wenig entgegenzusetzen, dann gelangen Dobey auch sieben perfekte Darts auf dem Weg zum 4:1. Auf einmal packte „Goldfinger“ ein 164er-Finish aus, nur um dann wieder auf dem äußeren Ring Federn zu lassen. Da ließ sich Dobey nicht bitten und spielte per 11-Darter den Sieg heraus.
Den Nachmittag eröffnet hatte Krzysztof Ratajski mit einem 6:4 gegen Mike De Decker. Der Start in die Partie war äußerst zerfahren, beide hatten reichlich Probleme mit den Doppeln. Ratajski profitierte davon mehr und setzte sich in 13 Darts auf 4:1 ab. Dann kam auch De Decker mit einem 14-Darter in der Partie an und hatte wenig später den Ausgleich geschafft. In den letzten beiden Legs konnte er seine wenigen Doppelgelegenheiten jedoch nicht nutzen und so ging der „Polish Eagle“ durch.
Wie geht es beim European Darts Grand Prix weiter?
Weiter geht es beim European Darts Grand Prix 2026 um 19:00 Uhr MESZ mit der Abend-Session, in der die zweite Runde vervollständigt wird. DAZN und Sport1 übertragen die Session live.
Ergebnisse Samstag-Nachmittag:
Samstag,
18.04.2026:
Nachmittags-Session:
2.
Runde:
Mike De Decker (16) 4-6 Krzysztof Ratajski (87,09 –
93,30)
Jermaine Wattimena (15) 6-3 Kevin Doets (98,88 –
97,83)
Ryan Searle (10) 2-6 Wessel Nijman (96,00 –
104,12)
Danny Noppert (8) 6-5 Oskar Lukasiak (84,53 – 86,77)
Chris Dobey (11) 6-2 Andrew Gilding (98,18 – 94,12)
Gary Anderson (9) 3-6 Niko Springer (90,49 –
95,44)
Stephen Bunting (7) 6-3 Mickey Mansell (93,02 – 89,72)
Josh Rock (5) 6-3 Keane Barry (97,98 – 91,67)
Vorschau Samstag-Abend:
Samstag, 18.04.2026:
Abend-Session: (ab 19:00 Uhr MESZ)
2.
Runde:
Ross Smith (12) – Cameron Menzies
Gerwyn Price (6) – Dave Chisnall
Nathan Aspinall (13) – Jeffrey de Zwaan
James Wade (4) – Kim Huybrechts
Gian van Veen (1) – Joe Cullen
Michael van Gerwen (2) – Michael Unterbuchner
Martin Schindler (14) – Damon Heta
Jonny Clayton (3) – Valters Melderis
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Sport1 überträgt den European Darts Grand Prix
2026 ebenfalls zu den folgenden Zeiten live:
Sport1-Übertragungszeiten:
Samstag, 18.04.2026: 2. Runde – Abend-Session:
18:00 – 23:00 Uhr live (inkl. Countdown)
Sonntag, 19.04.2026: Achtelfinale –
Nachmittags-Session: 14:00 – 18:00 Uhr live (inkl. Analyse)
Sonntag, 19.04.2026: Viertelfinale, Halbfinale &
Finale – Abend-Session: 19:00 – 23:00 Uhr live
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Foto-Credit: PDC Europe/Sebastian Doppstadt
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