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Austrian Darts Open: Springer fertigt Nijman ab, Suljovic-Heimspiel beendet

Der Finaltag bei den Austrian Darts Open 2026 geht ohne österreichische Beteiligung über die Bühne: Der letzte verbliebene in Runde 2 Mensur Suljovic musste sich einem starken James Wade 2:6 geschlagen geben. Dafür hatte Martin Schindler keine Mühe mit Peter Wright, ehe es Niko Springer richtig krachen ließ und Wessel Nijman mit 6:0 abfertigte. Michael van Gerwen zeigte eine Top-Leistung, während Gian van Veen zum dritten Mal als Topgesetzter die Segel strich.

Der Finaltag bei den Austrian Darts Open 2026 geht ohne österreichische Beteiligung über die Bühne: Der letzte verbliebene in Runde 2 Mensur Suljovic musste sich einem starken James Wade 2:6 geschlagen geben. Dafür hatte Martin Schindler keine Mühe mit Peter Wright, ehe es Niko Springer richtig krachen ließ und Wessel Nijman mit 6:0 abfertigte. Michael van Gerwen zeigte eine Top-Leistung, während Gian van Veen zum dritten Mal als Topgesetzter die Segel strich.

Springer wie entfesselt, Schindler reicht Scoring

Das Beste kam zum Schluss: Mit seiner wohl besten Saison-Leistung hat Niko Springer den aktuell besten Pro-Tour-Spieler Wessel Nijman mit 6:0 förmlich demontiert. Hätte es nicht noch 7 verpasste Matchdarts gegeben, hätte sich der Average bei 110 Punkten eingestellt. Gleich zum Start checkte Springer 130 Punkte, in 13, 14 und 15 Darts ging es auf 4:0 hoch. Nachdem Nijjman seinen ersten Checkdart verpasst hatte, nahm der Deutsche auch noch 102 Punkte vom Board und ließ es dann erst bei den Matchdarts gemächlich angehen. Doch auch Nijman verschleuderte seine letzten Chancen, sodass auch die siebte Runde für den Whitewash reichte. Somit steht Springer nun zum dritten Mal in Serie auf der European Tour im Achtelfinale.

Auch Martin Schindler konnte sich zuletzt wieder regelmäßig in den Finaltag spielen, heute gelang ihm dafür ein 6:2-Erfolg gegen Peter Wright. Der Schotte hatte per 107er-Finish noch einige verpasste Doppel bestraft und eine 82 zur 2:1-Führung nachgelegt, baute dann jedoch erheblich ab. Schindler gelangen viele 180er und ein 65er-Finish zum 3:2-Break. Da fielen die zahlreichen Doppelfehler auch nicht ins Gewicht, weil er Wright keine eigene Chance mehr gab.

Suljovic beißt sich an Wade die Zähne aus

Für Mensur Suljovic war in seinem zweiten Spiel nichts zu machen: Beim Heimspiel unterlag der Österreicher dem gesetzten James Wade mit 2:6. Der Engländer bestach mit seinem gefürchteten Timing und schaffte in der Anfangsphase zwei Breaks in 11 Darts. Weil Suljovic seine einzige Doppelchance nicht nutzte, lag er schnell 0:4 zurück. Dann vertändelte „The Gentle“ beinahe den nächsten Anwurf, konnte sich aber in der siebten Runde retten und legte ein 111er-Checkout zum 2:4 nach. Auf 60 Rest wartete er auf den Anschluss, da verpasste ihm Wade per 120er-Finish den finalen Nackenschlag. Abschließend gab es nach 7 perfekten Darts sogar den dritten 11-Darter der Partie für „The Machine“.

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Mensur Suljovic machte wie so oft vor heimischem Publikum Freude, konnte seinem Gegner heute sportlich jedoch nicht das Wasser reichen.

Van Veen schon wieder raus, van Gerwen läuft heiß

Das Leben als Topgesetzter auf der European Tour ist für Gian van Veen bislang kein Leichtes. Durch Absagen von Littler und Humphries führt er regelmäßig die Setzliste an, kann dies aber nicht in spielerischer Überlegenheit ausdrücken. Heute gab es mit einem 5:6 gegen Madars Razma die dritte Auftaktniederlage in Serie. Die ersten sechs Legs wurden gerecht geteilt, dann landete Razma in 14 Darts das erste Break der Partie. Van Veen konterte mit zwei ebenso starken Legs zur 5:4-Führung, ehe Razma bei 80 Rest einen kühlen Kopf bewahrte. Der Lette spielte den deutlich besseren Decider, zitterte sich dann aber mit dem fünften Matchdart weiter.

Van Veens Premier-League-Konkurrent Michael van Gerwen hatte es zuvor deutlich besser gemacht und Krzysztof Ratajski 6:3 bezwungen. Nach langsamem Start konnte „MvG“ den 0:2-Rückstand nicht verhindern, doch der Turbo war gezündet. Nach dem Anschluss in 14 Pfeilen wurden hintereinander 137, 75 und 128 Punkte gelöscht. Erst als der erste Matchdart daneben ging, kam der „Polish Eagle“ per 98er-Check nochmal aufs Scoreboard. Doch gnadenlos checkte van Gerwen 121 Punkte zum 12-Darter und nahm damit auch Revanche für die Pro-Tour-Niederlage unter der Woche.

Michael van Gerwen durfte mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein.
Michael van Gerwen durfte mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein.

Danny Noppert hatte dazwischen beim 6:5 gegen Alan Soutar 3 Matchdarts überstanden. Neben den Doppeln kämpfte Soutar auch mit einer Reihe Bounceouts. Aus ordentlich „Double Trouble“ in den Legs Nummer 2 und 4 ging der Schotte noch mit einer 3:1-Führung raus, Noppert glich in 15 und 14 Darts aus. Nach starken Holds auf beiden Seiten musste das Entscheidungsleg her, in dem „Soots“ nach großem Vorsprung 36 Rest nicht löschen konnte – und Noppert schlug zu.

Gurney und Rock im Gleichschritt

Zum Einstieg in den Abend hatte Daryl Gurney Ian White mit 6:3 bezwungen. Als White beim 5:3 auf einem Doppel wartete, um es nochmal spannend zu machen, nahm Gurney eine 157 zum Match raus. Die erste Hälfte des Spiels gehörte bereits dem Nordiren, per 110er-Checkout und anschließendem 13-Darter setzte er sich vorentscheidend auf 5:1 ab. Doch White war stets nah dran und bäumte sich in 14 und 15 Pfeilen auf – da landete „Superchin“ das massive Finish.

Auch Gurneys Landsmann Josh Rock konnte sich mit einem 6:3 gegen Patrik Kovacs durchsetzen. Der Ungar verpasste in der Anfangsphase zweimal knapp das Highfinish, darunter eine 132 auf der Doppel 16. Rock machte es mit einer 107 besser und checkte dann auch 94 zum 4:2, als Kovacs auf seine Chance zum Ausgleich lauerte. Mit einem 11-Darter setzte sich „Rocky“ erst im letzten Leg so richtig ab.

Wie geht es bei den Austrian Darts Open weiter?

Am morgigen Finaltag der Austrian Darts Open 2026 wird zunächst ab 13:00 Uhr MESZ das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 19:00 Uhr MESZ wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Pluto TV zeigen beide Sessions live.

Ergebnisse Samstag-Abend:

Samstag, 09.05.2026:
Abend-Session:
2. Runde:
Daryl Gurney (16) 6-3 Ian White (97,67 – 94,59)
Josh Rock (4) 6-3 Patrik Kovacs (93,51 – 89,59)
James Wade (3) 6-2 Mensur Suljovic (103,20 – 91,01)
Michael van Gerwen (2) 6-3 Krzysztof Ratajski (103,41 – 99,07)
Danny Noppert (5) 6-5 Alan Soutar (91,29 – 89,19)
Gian van Veen (1) 5-6 Madars Razma (92,01 – 86,57)
Martin Schindler (9) 6-2 Peter Wright (90,89 – 82,42)
Wessel Nijman (13) 0-6 Niko Springer (92,50 – 100,20)

Vorschau Finaltag:

Sonntag, 10.05.2026:
Nachmittags-Session:
(ab 13:00 Uhr MESZ)
Achtelfinale:
Kevin Doets – Ryan Joyce
James Wade – Luke Woodhouse
Kim Huybrechts – Andrew Gilding
Michael van Gerwen – Rob Cross
Danny Noppert – Cristo Reyes
Josh Rock – Niko Springer
Ross Smith – Martin Schindler
Madars Razma – Daryl Gurney

Sonntag, 10.05.2026:
Abend-Session:
(ab 19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Doets/Joyce – Wade/Woodhouse
Huybrechts/Gilding – van Gerwen/Cross
Noppert/Reyes – Rock/Springer
Smith/Schindler – Razma/Gurney

Halbfinale:
Sieger Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4

Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.

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Foto-Credit: Paul Targyik/PDC Europe

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