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Slovak Darts Open: Auch Schindler scheitert an Sykes, Menzies furios

Am zweiten Tag der Slovak Darts Open hat Tom Sykes nach Niko Springer gestern mit Martin Schindler auch den zweiten Deutschen über die volle Distanz aus dem Turnier genommen. Ebenfalls den Finaltag nicht erleben werden Gian van Veen, Gerwyn Price und Jonny Clayton.

Am zweiten Tag der Slovak Darts Open hat Tom Sykes nach Niko Springer gestern mit Martin Schindler auch den zweiten Deutschen über die volle Distanz aus dem Turnier genommen. Ebenfalls den Finaltag nicht erleben werden Gian van Veen, Gerwyn Price und Jonny Clayton.

Abend-Session:

Sykes bezwingt den nächsten Deutschen

Nach der Auslosung rechneten viele mit einem Deutschen im Achtelfinale, doch Tom Sykes hat nacheinander Niko Springer und Martin Schindler aus dem Turnier genommen. Die ersten drei Legs gingen mit den Darts, ehe Schindler im vierten Durchgang drei verpasste Doppel seines Gegners bestrafte. In 11 Darts meldete sich Sykes zwar direkt zurück, mit einem 90er-Finish stellte Deutschlands Nr. 1 den alten Abstand allerdings wieder her. Ein 110er-Finish wollte nicht fallen, so dass der European Tour Debütant in 18 und 13 Darts zum 4:4-Ausgleich kam. Nach zwei weiteren Holds ging es in den Decider, den beide Akteure mit einer 180 eröffneten. Da bei Schindler in den nächsten vier Aufnahmen jedoch kein großes Triple mehr dazukam, ging Sykes mit seinem dritten Matchdart direkt bei seinem ersten ET-Event in den Finaltag.

Bei seinem European Tour Debüt geht es für Tom Sykes direkt ins Achtelfinale
Bei seinem European Tour Debüt geht es für Tom Sykes direkt ins Achtelfinale

Van Veen und Price scheitern an Cross und Menzies

Der topgesetzte Gian van Veen und Gerwyn Price mussten am Abend nacheinander die Segel streichen. Van Veen unterlag gegen Rob Cross mit 3:6, der mit seinem Players Championship Sieg am Mittwoch mit ordentlich Rückenwind nach Bratislava angereist ist. Im dritten Leg bestrafte Cross die ersten Patzer seines Gegenübers und legte ein 77er-Finish nach. Weiter ging es mit drei Holds, im achten Leg vergab van Veen zwei Darts zum 4:4-Ausgleich. Nach einem 14-Darter inkl. 76er-CO von Cross war der nächste Nackenschlag im 7.000 Spiel der European Tour Historie für van Veen perfekt.

Zuvor musste sich Gerwyn Price bereits einem furios aufspielenden Cameron Menzies mit 2:6 geschlagen geben. In 15 und 12 Darts (inkl. 144er-Finish) legte Menzies stark los, die folgenden beiden Legs gingen an den Anwerfer. In 11 (Menzies) und 13 (Price) Darts gab es dann zwei Breaks, doch in 12 und 10 Darts war Menzies nicht mehr zu bremsen und stand im Average am Ende bei glatten 106 Punkten.

MvG mit Mühe weiter, Bunting braucht ebenfalls Decider

Hinten raus etwas wacklig war Michael van Gerwen unterwegs, der gegen Krzysztof Ratajski erst seinen sechsten Matchdart ins Ziel brachte. Van Gerwen gehörte die Anfangsphase, gewann vier der ersten fünf Legs. In 15, 14 und 18 Darts glich Ratajski dann jedoch zum 4:4 aus, „Mighty Mike“ hielt mit einem 75er-Finish dagegen. Da die ersten fünf Matchdarts daneben gingen, musste der dreifache Weltmeister den Umweg über den Decider gehen, den er aber sicher in der sechsten Runde gewann.

Auch Stephen Bunting musste gegen Niels Zonneveld nach sieben verpassten Matchdarts noch nachsitzen. Bunting war zu Beginn der bessere Spieler, Zonneveld blieb mit einem 13-Darter zum 2:3 dran. In 14 und 15 Darts brachte sich Bunting in Schlagdistanz zum Sieg, ehe in den kommenden drei Legs sieben Matchdarts verschwendet wurden. Im Decider brauchte „The Bullet“ plötzlich dann das Break, das ihm per 13-Darter aber gelang.

Aspinall macht sich Leben schwer, Clayton und Cullen verlieren

Sich das Leben hinten raus ein wenig schwer gemacht hat Nathan Aspinall, der aber dennoch mit 6:4 über Jim Long die Oberhand behielt. Nach zwei Holds zum Auftakt zog Aspinall in 18, 15, 14 und 12 (130er-CO) Darts davon, doch sein kanadischer Gegner robbte sich nach überlebten Matchdarts nochmal auf 4:5 heran. Ein 92er-Check von „The Asp“ verhinderte aber ein komplettes Comeback. Mit Jonny Clayton verabschiedete sich gegen Ryan Joyce ein weiterer gesetzter Spieler. Nach 1:3-Rückstand drohte Clayton die Partie bereits früh komplett zu verlieren, doch ein 170er-Finish drehte das Momentum erstmal um. Mit einem 76er-CO schaffte es „The Ferret“ schließlich in den Decider, hier reichte Joyce dann ein 17-Darter für das Achtelfinale.

Ross Smith gewann das letzte Spiel des Samstags gegen Joe Cullen
Ross Smith gewann das letzte Spiel des Samstags gegen Joe Cullen

Im letzten Spiel des Tages siegte Ross Smith ebenfalls über die vollen elf Legs gegen Joe Cullen. Cullen präsentierte sich zunächst von seiner starken Seite, checkte 111, 130 und spielte auch einen 11-Darter zum 4:2. Smith hingegen zog in 13 und zweimal 17 Darts vorbei, ehe es Cullen in den Decider schaffte. Hier setzte Smith mit einem 114er-CO den Schlusspunkt unter den Samstag.

Nachmittags-Session:

De Decker brilliert, niederländisches Duo tut sich schwer

Klar der beste Spieler des Nachmittags war Mike De Decker, der einen Schnitt von über 107 ans Board zauberte und mit 6:2 über William O’Connor hinwegfegte. Mit einem Break in 11 Darts übernahm der Belgier im fünften Leg das Kommando und hielt in 14, noch einmal 11 und 13 Darts dieses hohe Level bis zum Schluss. Der Motor hat bei Wessel Nijman eher gestottert, aber Benjamin Pratnemer ging es nicht viel besser und so gab es einen 6:2-Erfolg für den Favoriten. Pratnemer hätte 2:0 in Führung gehen können, aber die Doppel fielen nicht und Nijman bestrafte das unter anderem durch ein 110er-Finish. Danach baute er ebenfalls Nachlässigkeiten auf den äußeren Ring ein, hatte aber Glück, dass der slowenische Herausforderer Gelegenheiten zum 3:3 nicht verwertete. Stattdessen spielte der Niederländer einen 13-Darter und löschte 88 zum Matchgewinn.

Mike De Decker spielte mit 107,14 den besten Schnitt des Nachmittags
Mike De Decker spielte mit 107,14 den besten Schnitt des Nachmittags

Trotz 17 verfehlter Doppel und einem Average nur knapp über 80 hatte Danny Noppert im Duell mit Madars Razma mit 6:2 die Nase vorne. Razma vergab in den ersten drei Legs Gelegenheiten, Noppert kam in 24 und 21 Darts davon und breakte zwischendurch in 14. Dann ließ er Razmas ersten Leggewinn in 23 Darts zu, erholte sich in 15, nur um wieder Fahrkarten zu verteilen. Razma konnte aber zu selten profitieren, so dass die Partie mit einem 19-Darter für „The Freeze“ endete.

Doets schlägt Heta, Dobey siegt mit Handbremse

Weil Damon Heta wie so oft in letzter Zeit einen gebrauchten Tag erwischte, konnte sich Kevin Doets recht locker mit 6:2 durchsetzen. Doets durfte zweimal in der sechsten Aufnahme breaken, weil Heta in seinen Legs insgesamt fünf Checkchancen danebensetzte. Als der Australier dann auch einmal dem Kontrahenten das Service abnahm, fuhr der direkt einen 12-Darter als Antwort auf und checkte später noch 68 zum Weiterkommen. 30 Checkdarts verwarfen Jermaine Wattimena und Dave Chisnall gemeinsam, letztlich hatte „The Machine Gun“ mit 6:3 das bessere Ende für sich. Zwei 13-Darter bescherten Wattimena einen Vorsprung, Chisnall ließ Gelegenheiten zum 2:2 liegen. Es folgten insgesamt vier weitere Breaks inklusive diverser verpasster Doppel. Unter anderem scheiterte „Chizzy“ an der 145 zum 4:4, im Gegenzug löschte Wattimena 79 und gleich darauf auch noch 72.

Es war wahrlich kein Meisterstück von Chris Dobey, doch es reichte, um Tyler Thorpe mit 6:4 hinter sich zu lassen. Die ersten vier Legs wurden gerecht verteilt und allesamt in der sechsten Aufnahme entschieden. Dobey bestrafte Patzer auf den äußeren Ring für das erste Break in 18 und schleppte sich zum Hold in 20. Thorpe ließ sich nicht abschütteln, erzielte unter anderem einen 14-Darter, aber konnte den Anwurf von „Hollywood“ auch nicht mehr attackieren und der machte schließlich in 13 alles klar.

Searle müht sich weiter, Woodhouse muss Gilding ziehen lassen

Ryan Searle hat selbst nicht unbedingt überzeugt, aber war Nutznießer eines schwachen Auftritts von Kim Huybrechts. Der amtierende WM-Halbfinalist breakte früh in der sechsten Aufnahme, machte auch noch 136 zu, aber tat sich auch immer wieder auf die Doppel schwer. Huybrechts erging es nicht besser, so dass er zum Beispiel zwei Möglichkeiten zum 4:4 vergab. Ein 87er-Finish von Searle beendete dann alle Hoffnungen.

Ryan Searle kam gegen Kim Huybrechts durch
Ryan Searle kam gegen Kim Huybrechts durch

Die Definition für eine unnötige Niederlage lieferte Luke Woodhouse, der in einer engen Begegnung mit Andrew Gilding zweimal schmerzhafte Fehler machte und dadurch 4:6 unterlag. Woodhouse traf gleich im ersten Leg sechsmal das gewünschte Doppel nicht, wenig später checkte Gilding 92 und 96 zum 3:1. Nachdem Woodhouse fünf weitere Checkchancen ungenutzt verstreichen ließ, konnte „Goldfinger“ erneut abstauben, doch begleitet von einem 111er-Finish begann eine Aufholjagd. Drei 15-Darter gelangen „Woody“ noch, doch Gilding fand in 13 den passenden und endgültigen Konter.

Wie geht es bei den Slovak Darts Open weiter?

Am morgigen Finaltag der Slovak Darts Open 2026 wird zunächst ab 13:00 Uhr MESZ das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 19:00 Uhr MESZ wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Pluto TV zeigen beide Sessions live.

Ergebnisse Samstag:

Samstag, 20.06.2026:
Nachmittags-Session:

2. Runde:
Mike De Decker (14) 6-2 William O’Connor (107,14 – 86,18)
Damon Heta (16) 2-6 Kevin Doets (89,21 – 95,10)
Wessel Nijman (11) 6-2 Benjamin Pratnemer (91,45 – 88,55)
Danny Noppert (5) 6-2 Madars Razma (81,45 – 79,30)
Jermaine Wattimena (12) 6-3 Dave Chisnall (93,46 – 88,81)
Chris Dobey (7) 6-4 Tyler Thorpe (90,75 – 91,78)
Ryan Searle (8) 6-3 Kim Huybrechts (89,78 – 83,21)
Luke Woodhouse (15) 4-6 Andrew Gilding (85,33 – 94,14)

Samstag, 20.06.2026:
Abend-Session:

2. Runde:
Nathan Aspinall (9) 6-4 Jim Long (90,99 – 87,06)
Martin Schindler (13) 5-6 Tom Sykes (90,73 – 94,60)
Gerwyn Price (4) 2-6 Cameron Menzies (96,74 – 106,00)
Gian van Veen (1) 3-6 Rob Cross (93,68 – 98,36)
Michael van Gerwen (2) 6-5 Krzysztof Ratajski (92,52 – 86,18)
Jonny Clayton (3) 5-6 Ryan Joyce (94,66 – 95,41)
Stephen Bunting (6) 6-5 Niels Zonneveld (96,35 – 98,53)
Ross Smith (10) 6-5 Joe Cullen (92,03 – 96,63)

Vorschau Finaltag:

Sonntag, 21.06.2026:
Nachmittags-Session: (ab 13:00 Uhr MESZ)
Achtelfinale:
Rob Cross – Kevin Doets
Ryan Searle – Nathan Aspinall
Cameron Menzies – Tom Sykes
Danny Noppert – Jermaine Wattimena
Michael van Gerwen – Andrew Gilding
Chris Dobey – Ross Smith
Ryan Joyce – Mike De Decker
Stephen Bunting – Wessel Nijman

Sonntag, 21.06.2026:
Abend-Session:
(ab 19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Cross/Doets – Searle/Aspinall
Menzies/Sykes – Noppert/Wattimena
Van Gerwen/Gilding – Dobey/Smith
Joyce/De Decker – Bunting/Nijman

Halbfinale:
Sieger Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4

Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.

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Foto-Credit: Paul Targyik/PDC Europe

[kb/mvdb]