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Czech Darts Open: Littler erneut zu gut für Springer

Mit Niko Springer ist auch der zweite Deutsche bei den Czech Darts Open nach Martin Schindler aus dem Turnier ausgeschieden. Wie schon beim World Matchplay verlangte er Luke Littler alles ab, unterlag aber mit 4:6. Ähnlich ließen Luke Humphries und Gerwyn Price bei Siegen über Beau Greaves und Callan Rydz die Muskeln spielen. Michael van Gerwen mühte sich dagegen ins Achtelfinale.

Mit Niko Springer ist auch der zweite Deutsche bei den Czech Darts Open nach Martin Schindler aus dem Turnier ausgeschieden. Wie schon beim World Matchplay verlangte er Luke Littler alles ab, unterlag aber mit 4:6. Ähnlich ließen Luke Humphries und Gerwyn Price bei Siegen über Beau Greaves und Callan Rydz die Muskeln spielen. Michael van Gerwen mühte sich dagegen ins Achtelfinale.

Springer bringt Littler nicht zu Fall

Niko Springer und Luke Littler waren sich zuletzt Mitte Juli in der ersten Runde des World Matchplay begegnet, wo Littler nach zwischenzeitlichem 5:5 noch auf 10:6 davonziehen konnte. Heute in Prag waren die Leistungen fast identisch: Der Doppel-Weltmeister spielte einen Average von fast 110, während Springer knapp unter der 100 blieb und sich am Ende nur 4:6 geschlagen geben musste. Nach klar verlorenem ersten Leg rettete der Deutsche seinen Anwurf gleich mit einem spektakulären 129er-Finish über D18-D18. Dann verpasste er knapp die 161 auf Bull, blieb zum 2:2 aber dran. Später leistete er sich jedoch drei Doppelfehler bei eigenem Anwurf, was Littler sofort nutzen konnte, um auf 5:2 wegzuziehen. Mit zwei 14-Dartern biss sich Springer voll rein, konnte dem abschließenden 11-Dart-Break des Engländers aber nichts mehr entgegensetzen.

Auch Humphries, Price und van Veen überzeugen

Ebenfalls mit dreistelligen Averages von sich reden machen konnten Luke Humphries, Gerwyn Price und Gian van Veen. Humphries traf zum zweiten Mal seit dem UK-Open-Duell 2025 auf Beau Greaves, die gestern als erste Frau auf der European Tour ein Spiel gewonnen hatte. Dank eines 109er-Schnitts siegte „Cool Hand Luke“, wenngleich Greaves trotz des vermeintlich deutlichen 6:2 alles andere als Statistin war. Sie holte nämlich das erste Leg in 13 Darts und hielt mit einem starken 96er-Finish beim 2:3 noch Kontakt. Dazwischen und danach war es aber die pure Brillianz von Humphries, der für kein Leg mehr als 15 Darts benötigte und seine Gegnerin zweimal vergeblich bei 40 Rest warten ließ.

Zuvor hatte Gerwyn Price einen blassen Callan Rydz ebenfalls mit 6:2 besiegt. Während Price bei eigenem Anwurf fast alleine spielte, konnte Rydz zumindest noch seine ersten beiden Legs als Vorleger gewinnen. Anschließend konnte er mit dem „Iceman“ nicht mehr Schritt halten. Der Waliser spielte ein 12-Dart-Break zum 4:2, ehe abschließend auch 16 Pfeile reichten, um das Spiel gegen die Darts einzutüten.

Das Spiel gab keinen Ausbruch her, doch Price lieferte den Fans trotzdem etwas.
Das Spiel gab keinen Ausbruch her, doch Price lieferte den Fans trotzdem etwas.

Für den geschlossenen Gang der Top 4 ins Achtelfinale hatte Gian van Veen mit einem 6:1 gegen Jeffrey de Graaf im ersten Spiel des Abends vorgelegt. De Graaf verpasste in den ersten beiden Legs jeweils einen Dart auf Doppel und wurde dafür prompt bestraft, van Veen legte sogar ein trockenes 100er-Check zum 3:0 nach. Erst nach Fehlern van Veens konnte de Graaf mit einem 71er-Finish anschreiben, verpasste dann aber das Bullseye bei einer 124, um die Geschichte noch enger zu machen. Stattdessen war die Nummer 3 der Welt mit dem letzten Dart in der Hand zur Stelle und fuhr am Ende einen ungefährdeten Erfolg ein.

Van Gerwen entgeht Entscheidungsleg

Mit Jonny Clayton und Michael van Gerwen rückte sogar die Top 6 geschlossen ins Achtelfinale vor, wobei van Gerwen es durchaus eng machte. Beim 6:4 gegen Mario Vandenbogaerde ließ sein Gegner einige Checkdarts für einen möglichen Decider liegen. Van Gerwen machte erste Doppelfehler im zweiten Leg mit einem 11-Dart-Break zum 3:1 schnell vergessen, nach weiterem „Double Trouble“ blieb das Match jedoch bis zum 5:4 in der Reihe. Vandenbogaerde verpasste dabei einen Dart zum Break und konnte anschließend auch seinen Anwurf nicht in 21 Pfeilen durchbringen, sodass „MvG“ auch ein 19-Darter ausreichte.

Clayton profitierte derweil von einer schwächeren Leistung von Damon Heta und nutzte diese zu einem 6:2-Sieg. Heta erspielte sich noch mit einem 14-Darter den 1:1-Ausgleich, wenig später hatte aber Clayton per 156er-Checkout zum 3:1 das Break geschafft. Es ging sogar relativ klar auf 5:1 hoch, ehe „The Ferret“ auch zum Abschluss mit dem 124er-Finish ein Highlight im Köcher hatte.

Woodhouse brilliert zum Abschluss

In der vorletzten Partie setzte sich Josh Rock mit 6:3 gegen Ryan Joyce durch. Während Rock in 13, 14 und 16 Darts sofort auf der Höhe war, konnte Joyce erst im vierten Leg erstmals auf Doppel werfen. Als auch diese Chancen dahingingen, war die Partie praktisch gegessen. „Relentless“ verkürzte zwar nochmal auf 2:4 und 3:5, hatte beim Anwurf des Nordiren jedoch nichts mehr zu melden.

Zum Abschluss hatte der Abend dann noch einen Leckerbissen parat. Nachdem am Nachmittag die gesetzten Spieler wie die Fliegen gefallen waren, erwischte es hier nur Stephen Bunting, der trotz eines dreistelligen Averages mit 4:6 gegen Luke Woodhouse verlor. Bunting legte gleich mit einem 11-Darter vor, aber auch „Woody“ war mit einem 12-Darter über eine Doppel-Doppel-Kombination zur Stelle. Beim Stand von 3:3 verpasste er zwar die 170, kam aber nochmal dran für das Break, um dann eben 160 Punkte zu räumen. Dank eines trockenen 82er-Checks in zwei Darts zum Schluss stellte sich der Average bei über 105 Punkten ein.

Wie geht es bei den Czech Darts Open weiter?

Am morgigen Finaltag der Czech Darts Open 2026 wird zunächst ab 13:00 Uhr MESZ das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 19:00 Uhr MESZ wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Pluto TV zeigen beide Sessions live.

Ergebnisse Samstag-Abend:

Samstag, 05.09.2026:
Abend-Session:

2. Runde:
Gian van Veen (3) 6-1 Jeffrey De Graaf (100,88 – 96,59)
Jonny Clayton (5) 6-2 Damon Heta (93,83 – 85,55)
Gerwyn Price (6) 6-2 Callan Rydz (103,86 – 80,86)
Luke Littler (1) 6-4 Niko Springer (108,59 – 98,56)
Luke Humphries (2) 6-2 Beau Greaves (108,98 – 98,85)
Michael van Gerwen (4) 6-4 Mario Vandenbogaerde (92,50 – 86,81)
Josh Rock (7) 6-3 Ryan Joyce (94,99 – 86,82)
Stephen Bunting (8) 4-6 Luke Woodhouse (103,23105,30)

Vorschau Finaltag:

Sonntag, 06.09.2026:
Nachmittags-Session:
(ab 13:00 Uhr MESZ)
Achtelfinale:
Gerwyn Price – Cameron Menzies
Gian van Veen – Ross Smith
Josh Rock – William O’Connor
Luke Humphries – Andrew Gilding
Jonny Clayton – Keane Barry
Michael van Gerwen – Wessel Nijman
Luke Woodhouse – Danny Noppert
Luke Littler – Krzysztof Ratajski

Sonntag, 06.09.2026:
Abend-Session:
(ab 19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Price/Menzies – van Veen/Smith
Rock/O’Connor – Humphries/Gilding
Clayton/Barry – van Gerwen/Nijman
Woodhouse/Noppert – Littler/Ratajski

Halbfinale:
Sieger Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4

Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.

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Foto-Credit: PDC Europe/Sebastian Doppstadt

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