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German Masters: Hoffmann und Zollikofer sind Deutsche Meister

In Mainz wurden am Wochenende die DDV German Masters ausgetragen. Carsten Hoffmann siegte bei den Herren im Finale gegen Marian Ebeling. Auf den dritten Platz schafften es Laurin Welk und Robin Pietsch. Das Damen-Turnier entschied Lena Zollikofer durch einen Decider-Sieg über Sina Rodewald für sich. Deutsche Meister bei der Jugend wurden Merve Hummel und Cedric Gerlach. Außerdem wurden die DDV-Länderpokale gespielt. Nicht zu schlagen waren hier der Dartverband Berlin (Herren) und der NWDV (Damen).

Mainz war am Wochenende der würdige Austragungsort für die DDV German Masters. Carsten Hoffmann siegte bei den Herren im Finale gegen Marian Ebeling. Auf den dritten Platz schafften es Laurin Welk und Robin Pietsch. Das Damen-Turnier entschied Lena Zollikofer durch einen Decider-Sieg über Sina Rodewald für sich. Deutsche Meister bei der Jugend wurden Merve Hummel und Cedric Gerlach. In den DDV-Länderpokalen sicherten sich Berlin (Herren) und Nordrhein-Westfalen (Damen) die Titel.

DDV-Länderpokal:

Herren:

Die Titelverteidiger haben wieder zugeschlagen. Der Dartverband Berlin 1 hat sich wie schon 2025 den Sieg im DDV-Länderpokal der Herren gesichert. Mit 32 Teams war das Turnier vollbesetzt, gespielt wurde auf einem KO-Plan im Bundesliga-Format. Das Team aus der Hauptstadt startete mit Erfolgen gegen den TDV2 (8:2), SDV1 (7:3) und den BDV2 (7:3) für den Einzug ins Halbfinale. Dort ging es gegen die gut besetzten Baden-Württemberger mit Robert Marijanovic, Thomas Köhnlein, Martin Kramer und Erik Tautfest. Mit 7:4 siegten die Titelverteidiger. In der unteren Hälfte setzte sich Hessen 1 gegen Bayern 1 mit 8:4 durch. Für den BDV spielten die European Tour Teilnehmer Sebastian Pohl, Franz Rötzsch und Florian Preis.

Bis ins Viertelfinale schafften es gleich zwei Mannschaften aus Niedersachsen (NDV1 und NDV3), wobei die Erste dramatisch im Team-Game gegen Bayern verlor. Auch Rheinland-Pfalz 1 und Bayern 2 belegten hier den fünften Platz.

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Berlin verteidigt den German Masters Titel im Jahr 2026

Somit standen sich im Finale Berlin und Hessen mit ihren Top-Vertretungen gegenüber. Für Berlin legten Timo Hartmann, Marcel Hausotter und Tom Stöwesand vor, alle drei spielten dabei auch hohe Averages. Marcel Althaus und Benjamin Sensenschmidt legten zum 5:3-Zwischenstand nach. Dann folgten aber gleich drei Siege für die Hessen in den Doppeln, die sich damit noch ins Team-Game brachten. Dort ging es bis ins Entscheidungsleg, wo Berlin knapp die Nase vorn hatte. Der Spielverlauf des Finals im Detail:

DVB1 7-6 HDV1
Timo Hartmann 3-1 Steven Gieck
Marcel Hausotter 3-2 Jannis Barkhausen
Tom Stöwesand 3-1 Tim Langstädtler
Pascal Minnieur 1-3 Dian Schleicher
Marcel Althaus 3-0 Merlin Nicolaus
Benjamin Sensenschmidt 3-1 Selami Latifi
Martin Wraase 2-3 Kevin Kuhn
Christian Simon 1-3 Simon Schmitt

Althaus/Hausotter 0-3 Schleicher/Barkhausen
Minnieur/Stöwesand 3-1 Langstädtler/Schmitt
Hartmann/Sensenschmidt 1-3 Latifi/Spindler
Wraase/Simon 1-3 Kuhn/Nicolaus

DVB1 2-1 HDV1

Damen:

Bei den Damen waren 32 Vierer-Teams am Start und auch hier setzten sich die Favoriten durch: Die erste Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen konnte erneut den Titel einheimsen. Dazu gab es zunächst Whitewash-Siege gegen den SHDV2 und den HDV2. Im Viertelfinale folgte dann ein 4:2-Erfolg gegen Niedersachsen 1. Ebenfalls auf den fünften Platz schafften es Bayern 1, Bremen 1 und Bayern 2. Im Semifinale behauptete sich Nordrhein-Westfalen dann mit 4:1 gegen Hamburg, nur die Jugendspielerin Meve Hummel konnte für die Hanseaten punkten. Das andere Semifinale ging ebenfalls mit 4:1 weg, Hessen siegte gegen das Überraschungsteam aus Schleswig Holstein (3. Mannschaft).

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Der NWDV entscheidet den Team-Wettbewerb bei den Damen für sich

Damit entwickelte sich ein spannendes Finale zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Auch in diesem Endspiel war ein Team-Game nötig. Kira Mertens und Irina Armstrong punkteten in ihren Einzeln für den NWDV1. Für Hessen siegten Stefanie Lück und Tamara Kovacev. Die Doppel wurden geteilt und damit ging es beim Stand von 3:3 ins Team-Game, das dann aber NRW mit 2:0 zum Titel für sich entscheiden konnte. Der Spielverlauf des Finals:

NWDV1 4-3 HDV1
Kira Mertens 3-0 Nancy Braun
Ann-Kathrin Wigmann 2-3 Stefanie Lück
Irina Armstrong 3-0 Sabrina Gath
Silke Lowe 1-3 Tamara Kovacev

Armstrong/Wigmann 3-1 Braun/Kovacev
Mertens/Lowe 0-3 Lück/Gath

NWDV1 2-0 HDV1

German Masters:

Herren:

Insgesamt 287 Herren kämpften um den Deutschen Meistertitel und für den Sieger gab es dabei auch immerhin 1.000 Euro zu gewinnen. Auch in der Ausrichtung sorgte der DDV für ein angemessenes Ambiente mit einem reibungslosen Turnierablauf aller Events. Viele Favoriten waren dabei und viele sind vorzeitig ausgeschieden. Liam Maendl-Lawrance besiegte beispielsweise Marcel Hausotter in den Letzten 64 und unterlag dann selbst eine Runde später gegen Leon Remde. Der European Tour Teilnehmer Mika Donnevert scheiterte ebenso wie Robert Marijanovic in den Letzten 64. Franz Rötzsch unterlag im Achtelfinale gegen Laurin Welk. Den absoluten Topfavoriten Paul Krohne erwischte es dann im Viertelfinale: Der WDF-WM-Achtelfinalist unterlag mit 3:4 gegen den Sachsen Robin Pietsch. Auch für die Nationalspieler Marcus Maier und Florian Preis war im Viertelfinale Schluss.

So trumpfte ein anderer Name ganz groß auf: Der Baden-Württemberger Carsten Hoffmann sicherte sich den German Masters Titel. Dazu gewann er an einem langen und heißen Tag ab den Letzten 128 gegen Timon Papendick (4:0), Darek Brandt (4:2) und Patrick Ritter (4:1). Matchdarts überstand er anschließend gegen Deniz Baudis und Florian Preis. Im Semifinale nahm er Laurin Welk mit 5:3 aus dem Turnier und zog damit ins Finale gegen Marian Ebeling ein. Der Bayer erwischte sicherlich seinen bis dato besten Tag und besiegte u.a. Marcus Maier (Viertelfinale) und Robin Pietsch (Halbfinale). Im Endspiel gab es zwischen Hoffmann und Ebeling zunächst je einen Hold, ehe Hoffmann in 15 Darts das Break landete. Mit 4:1 ging er in Führung, insgesamt war er auch der bessere Spieler und verwandelte wenig später in 17 Pfeilen zum Sieg. Vor exakt 30 Jahren krönte sich Carsten Hoffmann zum Deutschen Meister in der Jugend. Nun wurde diese Geschichte mit dem Herrentitel abgerundet.

Damen:

Auch bei den Damen gab es früh im Turnierverlauf ganz große Überraschungen. Irina Armstrong unterlag in ihrem Auftaktspiel als Topgesetzte mit 3:4 gegen Sina Rodewald. Die Nr. 2 der Setzliste Kira Mertens gewann gegen Sonja Müller ebenfalls kein Spiel. Julia Siek (Nr. 3) unterlag in den Letzten 64 gegen Charline Pohl. Die Nr. 4 Silke Lowe verlor ebenfalls im Auftaktspiel, für Madlen Gebauer (#5) ging es in die Letzten 32. Auch Stefanie Lück (Letzte 32) und Monique Leßmeister (Viertelfinale) blieben außerhalb der Podiumsplätze. So bot sich natürlich die Chance für Überraschungen.

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Lena Zollikofer gewinnt im Finale gegen Sina Rodewald

Den Turniersieg gab es für Lena Zollikofer aus Bremen. Gesetzt war sie auf Nr. 6 und einige DDV-Titel konnte sie auch schon einfahren. Ihren ersten Meistertitel konnte Zollikofer nun in Mainz holen. Dazu gewann sie ab den Letzten 32 gegen Jenny Färber, Katrin Huss und Tamara Kovacev jeweils mit 4:2. Mit einem Whitewash-Sieg gegen Anna Degel sicherte sich Zollikofer den Einzug ins Finale, wo sie auf Sina Rodewald traf. Die Niedersächsin war die große Überraschung des Turniers, sie besiegte u.a. Irina Armstrong und Monique Leßmeister. Nach dem 4:0-Erfolg über Teresa Spichtinger stand Rodewald im Finale. Und dieses Endspiel sollte extrem umkämpft sein. Das Spiel startete mit vier Breaks und die beiden waren auch einfach nicht zu trennen. So musste der Decider herhalten, wo Zollikofer auch ihren Anwurfvorteil nutzte und sich in 23 Darts zur Siegerin krönte.

Junioren:

66 Spieler waren im Junioren-Einzel dabei. Am Ende dominierte hier Nordrhein-Westfalen, beide Finalisten kamen vom NWDV. Cedric Gerlach sicherte sich den Turniersieg, dazu besiegte er zunächst Raphael Küther (3:0), Bastian Sienkewitz (4:1) und Lukas Fritzsche (5:2) auf dem KO-Plan. Nevio Giuseppe Rizzo feierte derweil einen 5:0-Erfolg im Semifinale gegen Bastian Prohaska. Der Ranglistenerste Bruno Willi Sauer verpasste zuvor gegen Rizzo seine Matchdarts. Das NWDV-interne Finale wurde durch drei Leggewinne von Cedric Gerlach eröffnet. Dieses Break verteidigte er bis zum Schluss, er checkte in 16 und 17 Darts für den 5:2-Erfolg und spielte einen 79er-Average.

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Cedric Gerlach siegt im NWDV-internen Finale gegen Giuseppe Rizzo

Juniorinnen:

24 Teilnehmerinnen gingen bei den Mädchen an den Start und am Ende triumphierte die Titelverteidigerin Merve Hummel eindrucksvoll. Die Hamburgerin hatte eindeutig die besten Statistiken aufzuweisen, auf dem KO-Plan siegte sie gegen Emily Japp (3:0), Johanna Märtin (3:1) und Celine Sauck (4:1). Im anderen Semifinale behauptete sich Leonie Treisch mit 4:1 gegen Panagiota Kentzidou und so gab es ein temporeiches Endspiel. Sowohl Merve Hummel als auch Leonie Treisch waren mit einem schnellen Wurfrhythmus unterwegs und mit einem wirklich starken 70er-Average sicherte sich die Titelverteidigerin den 5:1-Sieg und damit erneut den Deutschen Meistertitel.

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Merve Hummel verteidigt bei den Juniorinnen ihren Titel

Paradart:

Vier Deutsche Meistertitel wurden in Mainz auch im Paradart vergeben. Erstmals waren die Paradarter direkt bei den German Masters integriert und so wurde auch vom DDV das erste Paradart-Match gestreamt. Im Inclusio-Wettbewerb siegte Kevin Becker mit 4:0 gegen Eusebio Fuentes. Bei den Damen war Eva Binner mit 4:3 gegen Marie-Claire Horn erfolgreich. Im Classic-Stehend war Oliver Rödig mit 4:3 gegen Marco Gärtner siegreich. Björn Köhn gewann im sitzenden Wettbewerb gegen Wojciech Sak. Insgesamt 73 Teilnehmer gingen in den vier Turnieren an den Start, mit dieser gelungenen Premiere in dieser Form dürfte der DDV sehr zufrieden sein.

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Für die Paradarter um Inclusio-Sieger Kevin Becker war es eine gelungene Premiere bei den DDV German Masters

Mixed-Doppel:

Bereits am Freitag wurde die Deutsche Mixed-Meisterschaft ausgetragen. Kira Mertens und Marcus Maier sicherten sich im Finale gegen Chiara Boscolo und Björn Quoiffy den Titel. Auf den dritten Platz schafften es Madlen Gebauer & René Pohl, sowie Leonie Wendland & René Windeler.

Hall of Fame:

In die Hall of Fame wurden Monique Leßmeister, Johann Peltzer, Peter Effenberger, Marko Puls, Andree Welge und posthum Tomas „Shorty“ Seyler aufgenommen.

Ergebnisse DDV-Länderpokal:

Herren
Halbfinale
DVB1 7-4 BWDV1
HDV1 8-4 BDV1

Finale
DVB1 7-6 HDV1
[Alle Ergebnisse]

Damen
Halbfinale
NWDV1 4-1 LDVH1
HDV1 4-1 SHDV3

Finale
NWDV1 4-3 HDV1
[Alle Ergebnisse]

Ergebnisse German Masters:

Herren
Viertelfinale
Laurin Welk 4-2 Jaimy van de Weerd (78,80 – 87,40)
Carsten Hoffmann 4-3 Florian Preis (82,30 – 82,80)
Robin Pietsch 4-3 Paul Krohne (84,60 – 88,20)
Marcus Maier 4-3 Marian Ebeling (73,10 – 65,80)

Halbfinale
Carsten Hoffmann 5-3 Laurin Welk (73,90 – 73,60)
Marian Ebeling 5-0 Robin Pietsch (87,40 – 78,10)

Finale
Carsten Hoffmann 5-2 Marian Ebeling (79,70 – 72,70)
[Alle Ergebnisse]

Damen
Viertelfinale
Sina Rodewald 4-3 Monique Leßmeister (46,80 – 49,20)
Teresa Spichtinger 4-3 Marielle Metzger (48,80 – 48,80)
Anna Degel 4-0 Sharonie Müller (52,30 – 46,40)
Lena Zollikofer 4-2 Tamara Kovacev (64,30 – 63,70)

Halbfinale
Sina Rodewald 4-0 Teresa Spichtinger (48,50 – 41,60)
Lena Zollikofer 4-0 Anna Degel (65,30 – 40,30)

Finale
Lena Zollikofer 5-4 Sina Rodewald (58,60 – 55,60)
[Alle Ergebnisse]

Junioren
Halbfinale
Cedric Gerlach 5-2 Lukas Fritzsche (72,10 – 69,40)
Nevio Giuseppe Rizzo 5-0 Bastian Prochazka (78,30 – 59,40)

Finale
Cedric Gerlach 5-2 Nevio Giuseppe Rizzo (79,40 – 74,70)
[Alle Ergebnisse]

Juniorinnen
Halbfinale
Merve Hummel 4-1 Celine Sauck (58,40 – 49,40)
Leonie Treisch 4-1 Panagiota Kentzidou (59,10 – 50,90)

Finale
Merve Hummel 5-1 Leonie Treisch (70,30 – 63,00)
[Alle Ergebnisse]

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Foto-Credit: Deutscher Dart Verband

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