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Players Championship Finals: Starker Clemens im Achtelfinale

Samstag, 24. November 2018 18:30 - Dart News von dartn.de

Players Championship Finals 2018 - Tag 2 - Mittag - Gabriel Clemens

Am heutigen Samstag-Nachmittag wurden verteilt auf zwei Bühnen bei den Players Championship Finals 2018 alle Zweitrundenspiele ausgetragen. Gabriel Clemens steht als letzter deutscher Spieler in der Runde der letzten 16. Für Max Hopp ist das Turnier derweil beendet. Überraschend gescheitert sind außerdem Michael Smith und Dave Chisnall.

Hauptbühne:

Zu wenig Konstanz hat Max Hopp gegen einen durchschnittlichen Peter Wright an den Tag gelegt und folglich eine 2:6 Niederlage kassiert. Der „Maximiser“ wurde zunächst für einen schläfrigen Start mit einem 0:2 Rückstand bestraft, konterte aber gut in 14 und 12 Darts. Wright sorgte allerdings in 15 und 14 Darts erneut für einen Vorsprung und zog nach einem 12-Darter inklusive 121er-Check auf 5:2 davon. Ein 17-Darter war anschließend genug für den Sieg, Hopp hatte hier noch einmal Chancen liegen lassen.

Eine Ansage an die Konkurrenz war der klare 6:1 Erfolg von Gary Anderson über Simon Whitlock. Über 105 Punkte betrug der Average des amtierenden Matchplay-Champions. Anderson angelte sich irgendwie ein nervöses erstes Leg und finishte dann 160 für einen 12-Darter. Ein 14-Darter bedeutete schon das 3:0, doch Whitlock meldete in 11 Darts ebenfalls Ansprüche an. In 13 und 15 Darts baute Anderson jedoch seine Führung aus und war nach einem 14-Darter bereits am Ziel.

Ebenfalls sehr überzeugend unterwegs war Michael van Gerwen. Er fertigte Keegan Brown mit 6:1 ab und hatte einen 106er Average auf dem Scoreboard stehen. In 14, 12 und 15 Darts verleipte sich MvG die ersten drei Legs ein. Weiter ging es mit einem 143er-Checkout und einem 13-Darter zur 5:0 Pausenführung. Dank dreier vergebener Matchdarts bekam Brown ein Leg geschenkt, doch diesen Fauxpas korrigierte van Gerwen direkt durch ein 113er-Finish.

Viele gute Momente hatte James Wade und benötigte diese auch, um Nathan Aspinall 6:4 in die Schranken zu weisen. Wade eröffnete in 14 und 18 Darts und lag wenig später bereits mit 3:1 vorne. Aspinalls Antwort war ein 13-Darter sowie ein 116er-Checkout für einen 12-Darter. Wade war daraufhin wieder in 15 und 13 Darts zur Stelle, doch Aspinall machte es durch ein 76er-Finish noch einmal spannend. Ein souveräner 15-Darter bedeutete dennoch das Weiterkommen für „The Machine“.

Ein fast schon typischer Leistungseinbruch hat für das Aus von Adrian Lewis gesorgt. Der Doppelweltmeister verspielte gegen Krzysztof Ratajski eine 3:1 Führung und unterlag 3:6. Lewis fing gut an mit einem 15 und einem 14-Darter. Auch Ratajski setzte nachfolgend in 13 Darts ein erstes Zeichen, doch Lewis blieb mit einem 14-Darter zum 3:1 in der Spur. In 16 und 15 Darts fand „The Polish Eagle“ zum 3:3 und brachte sich danach in Führung. Als „Jackpot“ dann noch in den Legs Acht und Neun mehrere Doppel verpasste, schlug Ratajski gnadenlos zu.

Etwas glücklich hat Daryl Gurney Ryan Searle mit 6:5 bezwungen. Entscheidend war dabei die 60 prozentige Doppelquote des Nordiren, während sein junger Herausforderer Matchdarts ungenutzt ließ. Searle hielt durch ein 76er und ein 108er-Finish zwei Mal sein Service, Gurney zog begleitet von einem 101er-Check nach. Als Nächstes machte der englische Herausforderer 100 zu, Gurney konterte durch ein 117er-Finish zum 3:3. Searle erhielt den Druck in 14 Darts aufrecht, verwarf dann aber Breakchancen und „Superchin“ glich erneut aus. Zwei 13-Darter später hieß es 5:5, bevor Searle im Decider drei Matchdarts danebensetzte. Das nutzte Gurney, um in 20 Darts doch noch das siegbringende Break zu verbuchen.

Auch für Dave Chisnall bleibt 2018 eine reine Achterbahnfahrt, gegen Chris Dobey musste er sich mit 3:6 geschlagen geben. Nach drei Legs lag Chisnall mit dem Break in Front, Dobey checkte aber 82 Punkte zum Ausgleich. "Hollywood" gewann auch die folgenden beiden Legs, mit einem 14-Darter hielt Chisnall Anschluss. In 15 Darts schnappte sich Dobey gegen die Darts das 5:3 und machte den 6:3-Sieg ohne Probleme in 13 Darts klar.

Steve Lennon konnte eine Partie gegen Cristo Reyes 6:5 für sich entscheiden, in der keiner der beiden Spieler sein Spiel auf die Bühne brachte. Die ersten vier Legs waren zerfahren und gingen jeweils mit dem Wurf. Reyes machte dabei in 16 und 14 Darts den besseren Eindruck, benötigte dann aber 24 Darts für die 3:2 Führung. Auch in den nächsten drei Legs gab es kein Break, Reyes warf einen 14-Darter, Lennon finishte 68 zum 4:4. Gleich darauf nahmen beide Spieler jeweils einmal dem anderen das Service ab, Lennon verschwändete im zehnten Leg gleich fünf Matchdarts. Im finalen Leg ließ der Ire eine weitere Möglichkeit liegen, doch auch Reyes traf zwei Mal das gewünschte Doppel nicht. So war es der achte Versuch auf der Doppel 4, der für Lennon den Erfolg brachte.

Nebenbühne:

Gabriel Clemens hat seine Bestleistung bei einem PDC-Major um eine weitere Runde verbessert. Ein Average knapp unter 100 und eine Doppelquote von über 50 Prozent ließen ihn knapp mit 6:5 gegen James Wilson triumphieren. Clemens checkte zunächst 63 und breakte anschließend mit einem 11-Darter zum 2:0. Wilson stellte begleitet von einem 116er-Finish Gleichstand her, bevor die nächsten beiden Legs mit dem Wurf gingen. Hier spielte „Lethal Biscuit“ einen 14-Darter. Als nächstes breakten beide einmal in 15 Darts, ehe Clemens in 14 Darts wieder in Führung ging. Wilson schlug durch einen 13-Darter noch einmal zurück, doch „Gaga“ spielte einen brillanten Decider und finishte 101 für einen 12-Darter.

Trotz eines acht Punkte höheren Averages konnte Michael Smith die Hürde Jonny Clayton nicht überwinden. Die Nummer Zehn der Welt verlor auch dank einer Doppelquote von lediglich 31 Prozent. Smith hatte Gelegenheiten, um die ersten vier Legs allesamt zu gewinnen, schaffte aber nur zwei unterstützt von einem 13-Darter. Clayton war mit einem 72er und einem 74er-Checkout zur Stelle. Ein 14-Darter brachte den „Bully Boy“ wieder in Front, doch Clayton konnte erneut den Gleichstand herbeiführen. Ein 15-Darter ließ den Waliser sogar breaken, doch Smith schlug in 14 Darts zurück. Zwei Legs später hieß es 5:5, Clayton hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Matchdarts vorbeigeworfen. Im letzten Leg der Partie scheiterte dann auch Smith einmal an der Doppel 14 zum Sieg und „The Ferret“ machte 80 auf Tops zu.

In guter Form hat sich Ricky Evans präsentiert und so Jeffrey de Zwaan mit 6:2 kaltgestellt. 60 Prozent getroffene Doppel und ein Schnitt knapp unter der 100 waren die Garanten dafür. Die ersten beiden Legs wurden gleichmäßig verteilt, Evans glänzte hier mit einem 11-Darter. Als Nächstes warf er 108 und 122 aus und bestrafte wenig später sechs verpasste Doppel von de Zwaan mit dem 4:1. „The Black Cobra“ machte sich noch einmal mit einem 13-Darter Hoffnung, doch Evans spielte die Partie mit einem 14-Darter und einem 151er-Finish sehenswert zu Ende.

Nachdem Ian White am Vortag noch brilliert hatte, ist er bereits wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Dieses Mal brachte er nur einen 86er Average zustande und unterlag einem ebenfalls mäßig spielenden Brendan Dolan 3:6. Die ersten vier Legs wurden ohne große Vorkommnisse gerecht aufgeteilt, danach erhöhte Dolan mit einem 110er-Checkout die Schlagzahl. Im Folgenden brachte "The History Maker" 81 auf null und bestrafte dann auch noch White für fünf verpasste Doppel mit dem 5:2. Drei verworfene Siegchancen von Dolan riefen White zwar noch einmal auf den Plan, doch der Nordire finishte kurz darauf zum zweiten Mal an diesem Nachmittag 110 und war eine Runde weiter.

Die überraschende Erfolgsgeschichte von Stephen Burton geht weiter. Die Nummer 92 der Welt schaltete verdient Darren Webster mit 6:3 aus. Burton war schnell 3:0 voraus, checkte dabei 66 und spielte einen 13-Darter. Weil er in den nächsten beiden Legs Doppel verpasste, fand Webster in die Partie und glich schließlich durch ein 124er-Checkout aus zum 3:3. Burton brachte sich allerdings in 13 und 16 Darts neuerlich in Front und am Ende saß sein fünfter Matchdart in der Doppel 9.

Dank eines guten Laufs nach anfänglichem Rückstand hat auch Joe Cullen sein Achtelfinalticket gebucht. Mit 6:4 ließ er Steve Beaton zurück. 2:0 hieß es zunächst in 15 und 13 Darts für Beaton, der danach drei Chancen vergab und so Cullen ins Spiel kommen ließ. Der checkte 63 und 68 zum 2:2. Auch drei der nächsten vier Legs sicherte sich der „Rockstar“ in 14, 16 und 14 Darts. Beaton hatte mit einem 121er-Finish für einen 12-Darter noch einen Trumpf zu bieten, scorte aber im zehnten Leg zu unkonstant. Cullen setzte daraufhin seine fünfte Siegchance sicher in die Doppel 9.

In einer spannenden Begegnung hat sich Danny Noppert über die volle Distanz gegen Mervyn King behauptet. Nach vier Legs war beim Stand von 2:2 alles offen, beide Spieler hatten zu diesem Zeitpunkt jeweils einen 15-Darter gespielt und außerdem Probleme auf die Doppel bewiesen. King checkte als nächstes 110 für ein Break, Noppert warf im Gegenzug 91 und 100 für das 4:3 aus. In 15 Darts näherte sich der Niederländer dem Achtelfinale weiter an, doch King erzwang in 14 und 13 Darts doch noch den Decider. Dort verfehlten zunächst beide einmal ihr gewünschtes Doppel, ehe Noppert die Doppel 10 für einen 16-Darter erwischte.

Ein nicht wirklich überzeugender Stephen Bunting hätte beinahe eine hohe Führung verspielt, ehe er sich doch noch zum 6:4 Erfolg gegen Madars Razma rettete. Bunting holte sich die ersten vier Legs, die abgesehen von einem 12-Darter recht bieder waren. Razma verringerte den Rückstand mit Hilfe eines 15-Darters auf 2:4, musste dann aber wieder ein Break in ebenfalls 15 Pfeilen hinnehmen. Der Lette kämpfte sich im Folgenden jedoch mit zwei 17-Dartern auf 4:5 heran, ließ dann aber Chancen zum Ausgleich liegen. So verwandelte Bunting seine vierte Siegchance.

 

Ab 20 Uhr MEZ geht es mit den Achtelfinals weiter, dann wird auch zum letzten Mal auf zwei Bühnen gespielt. DAZN zeigt alle Spiele der Hauptbühne live.

 

Ergebnisse Samstag-Mittag:

Samstag, 24.11.2018
2. Runde:

Nachmittags-Session:
Hauptbühne:
Daryl Gurney 6-5 Ryan Searle (96,92 - 93,63)
James Wade 6-4 Nathan Aspinall (98,57 - 96,02)
Dave Chisnall 3-6 Chris Dobey (92,82 - 93,59)
Cristo Reyes 5-6 Steve Lennon (81,19 - 79,34)
Gary Anderson 6-1 Simon Whitlock (105,53 - 97,40)
Michael van Gerwen 6-1 Keegan Brown (106,00 - 89,34)
Peter Wright 6-2 Max Hopp (93,17 - 90,08)
Adrian Lewis 3-6 Krzysztof Ratajski (92,74 - 93,62)

Nebenbühne:
Stephen Bunting 6-4 Madars Razma (84,00 - 82,69)
James Wilson 5-6 Gabriel Clemens (91,61 - 99,34)
Jeffrey de Zwaan 2-6 Ricky Evans (96,75 - 99,69)
Stephen Burton 6-3 Darren Webster (94,94 - 93,93)
Ian White 3-6 Brendan Dolan (85,59 - 86,51)
Danny Noppert 6-5 Mervyn King (91,84 - 91,67)
Michael Smith 5-6 Jonny Clayton (93,92 - 85,35)
Steve Beaton 4-6 Joe Cullen (94,92 - 95,13)

Vorschau Samstag-Abend:

Samstag, 24.11.2018
Achtelfinale:
Abend-Session:
Hauptbühne:
James Wade - Chris Dobey
Gary Anderson - Joe Cullen
Michael van Gerwen - Stephen Burton
Peter Wright - Stephen Bunting

Nebenbühne:
Steve Lennon - Gabriel Clemens
Brendan Dolan - Daryl Gurney
Jonny Clayton - Ricky Evans
Krzysztof Ratajski - Danny Noppert

Die Auslosung haben wir für euch auch in einem übersichtlichen [Turnierbaum] zusammengestellt.

Preisgeldverteilung im Jahr 2018:

Sieger: £100.000
Runner-Up: £40.000
Halbfinale: £23.000
Viertelfinale: £12.500
Achtelfinale: £8.000
2. Runde: £5.000
1. Runde: £2.500

Gesamt: £460.000

9-Darter Bonus: £5.000

TV-Übertragung:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN wird alle Spiele dieses Turniers live übertragen. Zudem besteht die Möglichkeit eines kostenlosen Probemonats, DAZN überträgt alle Major-Turniere der PDC, zur Bestellung: http://bit.ly/DAZN_Darts2018. Mit dem offiziellen, kostenpflichtigen Livestream der PDC unter www.livepdc.tv verpasst man ebenfalls keinen Dart. Dort kann man auch alle Spiele der Nebenbühne verfolgen.

Weitere Informationen:

Alle Infos zu den Players Championship Finals [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]
Einen übersichtlichen Turnierbaum gibt es [hier].

Foto-Credit: DAZN

[kb]

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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