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German Darts Grand Prix: Schindler und Springer scheiden im Achtelfinale aus

Das Viertelfinale beim German Darts Grand Prix am Ostermontag wird ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen. Niko Springer ist mit einem 4:6 gegen Michael Smith ausgeschieden und Martin Schindler fand beim 2:6 gegen Nathan Aspinall trotz früher Führung nicht zu seinem Spiel. Top-Leistungen zeigten die beiden formstarken Niederländer Niels Zonneveld und Kevin Doets. Jonny Clayton ist ebenfalls mit einem 100+ Average weitergezogen.

Das Viertelfinale beim German Darts Grand Prix am Ostermontag wird ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen. Niko Springer ist mit einem 4:6 gegen Michael Smith ausgeschieden und Martin Schindler fand beim 2:6 gegen Nathan Aspinall trotz früher Führung nicht zu seinem Spiel. Top-Leistungen zeigten die beiden formstarken Niederländer Niels Zonneveld und Kevin Doets. Jonny Clayton ist ebenfalls mit einem 100+ Average weitergezogen.

Schindler baut nach Führung ab

Martin Schindler hat im Achtelfinale des Oster-Turniers von München eine klare 2:6-Niederlage hinnehmen müssen. Die deutsche Nummer 1 kam über einen 83er-Schnitt nicht hinaus, während Nathan Aspinall sich mit vielen verpassten Doppeln einen schnelleren Abgang von der Bühne verwehrte. Schindler hatte zu Beginn noch das Break gelandet und seinen Anwurf in 15 Darts zum 2:0 durchgebracht. Fortan war „The Asp“ im Scoring mindestens zwei Klassen besser, verschleuderte aber reichlich auf dem äußeren Ring. Schindler hätte zweimal mit dem letzten Dart in der Hand die Führung halten können, ab dem 2:2 durfte er sich dann an keinem einzigen Checkout mehr versuchen. Aspinall setzte mit einem brillanten 167er-Finish zum 4:2 dagegen den vorentscheidenden Schlag.

Im Viertelfinale wird sich der Engländer mit seinem Landsmann Andrew Gilding duellieren, der zum Abschluss des Nachmittags keine Mühe mit William O’Connor hatte (6:1). Gilding legte mit zwei 14-Dartern vor. Dagegen haderte O’Connor mit seinem Spiel und traf nur einen seiner 9 Versuche auf Doppel – zu wenig, um „Goldfinger“ annähernd zu gefährden.

Springers Comeback zu spät

Zuvor war bereits Niko Springer gefordert, der nach seinem gestrigen 6:1-Sieg über Michael van Gerwen nun Michael Smith mit 4:6 unterlag. Springer geriet 1:5 in Rückstand und kämpfte sich nochmal heran, konnte sich aber nicht mehr ins Entscheidungsleg spielen. Nach einem 19-Darter zum Start checkte Smith dreimal hintereinander eiskalt in 15 Pfeilen (120, 85, 74). Dann machte er mit Doppelfehlern den ersten Leg-Gewinn für den „Meenzer Bub“ möglich, nur um per 105er-Check gleich das nächste Highlight zu zeigen. Der Deutsche bewies in der Folge Kämpfermentalität und konnte seinem Gegner zweimal den Anwurf in 14 Pfeilen abnehmen, bevor das Scoring im letzten Leg nochmal ausfiel.

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Michael Smith und Niko Springer nach der Partie.

Ein Duell der beiden Smiths hat Krzysztof Ratajski verhindert, der Ross Smith mit 6:4 bezwingen konnte. Der Pole geriet zunächst 2:3 in Rückstand, auch weil sein Gegner 101 zum Ausgleich rausgenommen hatte. In der Folge verfehlte Smith beim 3:3 zwei Darts auf Doppel und Ratajski schlug per 80er-Check sofort zurück. Da er noch eine Gelegenheit seines Gegners auf Bull überstand, sollte es das vorentscheidende Break gewesen sein – nach den ersten verpassten Matchdarts war der „Polish Eagle“ dank eines 13-Darters zum Abschluss nie gefährdet.

Zonneveld knackt Rock, erstes Viertelfinale für Doets

Im Viertelfinale treffen außerdem zwei Niederländer außerhalb der Top 32 aufeinander, die in dieser Form nicht mehr lange so weit hinten stehen. Niels Zonneveld spielte sich bereits zum dritten Mal in dieser Saison in die Finalsession vor und besiegte dafür Josh Rock mit 6:5. „Rocky“ verteidigte bis ins letzte Leg seinen Anwurf, als Zonneveld ein 12-Dart-Break zum Sieg gelang. Zonneveld hatte mit einem 102er-Checkout bereits das erste Break zum 2:1 gelandet. Diesen Vorteil gab er jedoch sofort wieder her und Rock konnte per 108er-Check die Führung zurückerobern. Fast hätte der Nordire 141 Punkte zum 5:3 gelöscht und damit den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Am Ende besorgten beide mit starken Checkouts unter Druck das Entscheidungsleg, in dem „Triple Z“ nochmal etwas Besonderes fand.

Auch Kevin Doets schaffte beim 6:5 gegen Dirk van Duijvenbode ein Break im letzten Leg und spielte sich somit in sein erstes ET-Viertelfinale überhaupt vor. Auch hier war Doets von Anfang an am Drücker und zeigte einen 11-Darter zum 3:1, ehe er Chancen auf einen weiteren Ausbau der Führung liegen ließ. So drehte der konstantere van Duijvenbode die Partie. Doets spielte sich dennoch mit Checkouts von 128 und 123 Punkten ins Entscheidungsleg, wo er dann deutlich besser reinkam und einen 14-Darter zum Sieg zeigte. Mit zehn 180ern stellte er nebenbei den Rekord der European Tour für ein einzelnes Spiel ein.

Clayton schlägt starken Huybrechts

Am frühen Nachmittag haben sich Jonny Clayton und Kim Huybrechts ein tolles Duell geliefert. Beide spielten einen dreistelligen Average und Clayton behielt mit 6:4 die Oberhand. Huybrechts zeigte mit einem 11-Darter früh seine wiederkehrende Form, doch Clayton ging in 12 Darts zum 3:2-Break das Tempo voll mit. Immer wieder machte Huybrechts mit einer perfekten Aufnahme Druck auf das Finish des Walisers, der aber eiskalt blieb und 76 Punkte zum 5:3 ausmachte. Ein 98er-Finish ließ Huybrechts weiter hoffen, doch dann musste er auf 80 Rest ansehen, wie „The Ferret“ 148 zum Sieg checken konnte.

Im Viertelfinale wartet auf den aktuellen Premier-League-Dritten ein Duell mit Danny Noppert, der Karel Sedlacek mit 6:2 klar hinter sich gelassen hat. Nach einem 115er-Finish des Tschechen zum 1:1 zog Noppert in 12 und 14 Pfeilen weg. Sedlacek konnte mit der 104 noch ein Highfinish bieten, aber erneut antwortete der Niederländer stark mit einem 11-Darter. Auch im Checkout leistete sich „The Freeze“ keinen Schnitzer mehr.

Wie geht es beim German Darts Grand Prix weiter?

Die finale Session des German Darts Grand Prix 2026 startet um 19:00 Uhr MESZ. DAZN und Sport1 übertragen sowohl Viertelfinale, als auch Halbfinale und das Endspiel in voller Länge live.

Ergebnisse Achtelfinale:

Montag, 06.04.2026:
Nachmittags-Session:
Achtelfinale:
Danny Noppert 6-2 Karel Sedlacek (96,66 – 87,85)
Jonny Clayton 6-4 Kim Huybrechts (104,78101,15)
Krzysztof Ratajski 6-4 Ross Smith (98,80 – 89,68)
Niko Springer 4-6 Michael Smith (87,38 – 91,68)
Josh Rock 5-6 Niels Zonneveld (93,14 – 103,59)
Kevin Doets 6-5 Dirk van Duijvenbode (107,70 – 96,77)
Nathan Aspinall 6-2 Martin Schindler (95,46 – 83,04)
William O’Connor 1-6 Andrew Gilding (84,80 – 95,80)

Vorschau Final-Session:

Montag, 06.04.2026:
Abend-Session:
(ab 19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Danny Noppert – Jonny Clayton
Krzysztof Ratajski – Michael Smith
Niels Zonneveld – Kevin Doets
Nathan Aspinall – Andrew Gilding

Halbfinale:
Noppert/Clayton – Ratajski/M. Smith
Zonneveld/Doets – Aspinall/Gilding

Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

Sport1 überträgt den German Darts Grand Prix 2026 ebenfalls zu den folgenden Zeiten live:

Sport1-Übertragungszeiten:
Montag, 06.04.2026: Viertelfinale, Halbfinale & Finale – Abend-Session: 18:00 – 23:00 Uhr live (inkl. Countdown)

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Foto-Credit: PDC Europe/Sebastian Doppstadt

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