Kategorien
European Tour News PDC PDC Europe

Swiss Darts Trophy: Schindler bangt um European Championship, Michael Smith trumpft auf

Nur ein Sieg aus den letzten sieben Teilnahmen an der European Tour: Auch bei der Swiss Darts Trophy unterliegt Martin Schindler in seiner Auftaktpartie (4:6 gegen Tom Bissell). Damit ist das Szenario einer verpassten EM-Qualifikation nicht mehr unrealistisch. Ross Smith geht sicher als Nummer 1 in die Europameisterschaft, weil vor seinem Sieg gegen William O’Connor der Ranglisten-Zweite Wessel Nijman gegen Karel Sedlacek verlor. Während mit Stefan Bellmont der letzte verbliebene Schweizer ausgeschieden ist, hat sich Michael Smith stark zurückgemeldet.

Nur ein Sieg aus den letzten sieben Teilnahmen an der European Tour: Auch bei der Swiss Darts Trophy unterliegt Martin Schindler in seiner Auftaktpartie (4:6 gegen Tom Bissell). Damit ist das Szenario einer verpassten EM-Qualifikation nicht mehr unrealistisch. Ross Smith geht sicher als Nummer 1 in die Europameisterschaft, weil vor seinem Sieg gegen William O’Connor der Ranglisten-Zweite Wessel Nijman gegen Karel Sedlacek verlor. Während mit Stefan Bellmont der letzte verbliebene Schweizer ausgeschieden ist, hat sich Michael Smith stark zurückgemeldet.

Schindler verpasst früh viele Doppel

Martin Schindler kommt auf der European Tour weiterhin nicht in Tritt. Nach der Niederlage gegen Rob Cross in Antwerpen war auch beim 4:6 gegen Tom Bissell mehr drin. Konnte der Deutsche das erste Leg noch retten, vergab er darauf die Break-Chance, auch weil er statt der Doppel 12 die einfache 9 traf. Auch in den nächsten Legs konnte er die Doppelfehler nicht abstellen. Dennoch war das Match beim 2:2 wieder ausgeglichen, weil „The Wall“ ein 19-Darter zum Break reichte. In den nächsten beiden Legs blieb dann das Scoring komplett aus, mit einem 11-Darter erwachte Schindler zum 3:4 aus der Starre. Bissell wurde aber immer stärker und erhöhte in 14 Pfeilen auf 5:3, da packte Schindler nochmal ein starkes 108er-Checkout aus. Beim abschließenden 11-Darter ließ Bissell aber nichts mehr zu und steht somit in seinem ersten ET-Achtelfinale. Mit etwas Pech könnte Schindler noch an diesem Wochenende aus den Top 32 der European Tour herausfallen.

Bellmont unterliegt Ratajski

Aus deutschsprachiger Sicht verbleiben nur noch Niko Springer und Mensur Suljovic im Turnier, denn auch Stefan Bellmont verlor als letzter Host Nation Qualifier gegen Krzysztof Ratajski (2:6). Der „Polish Eagle“ eröffnete den Nachmittag mit einem Bull-Finish, was ihm Bellmont im zweiten Leg nicht gleichtun konnte. Der Schweizer kam auch im weiteren Spielverlauf nicht hinterher und lag somit schnell 0:5 hinten. In 18 und 17 Darts konnte er dann doch noch zwei Legs holen, nach zuvor verpassten Matchdarts machte Ratajski dann aber mit einem 112er-Finish den Sack zu.

Mehr als zwei Legs waren für "Belli" heute nicht zu holen.
Mehr als zwei Legs waren für „Belli“ heute nicht zu holen.

Smith als Nummer 1 nach Dortmund

Obwohl die Dutch Darts Championship noch aussteht, hat sich Ross Smith bereits heute den Ranglisten-Sieg der European Tour gesichert. Die Tür geöffnet hat Wessel Nijman mit einer 4:6-Niederlage gegen den formstarken Karel Sedlacek. In einer ausgeglichen Partie checkte Sedlacek 138 Punkte zum 2:2, aber auch Nijman konterte per 12-Darter inklusive High-Finish zur erneuten Führung. Als sich der Niederländer dann nach 18 Darts keinen Dart auf Doppel spielen konnte, ging erstmals „Evil Charlie“ mit 4:3 in Front. Ein weiterer 16-Darter genügte zum 5:3, ehe er auch den letzten Anwurf zum Sieg sicher verteidigte.

Für Nijman ist Platz 1 in der European Tour Order of Merit damit nicht mehr zu erreichen, weil sich Ross Smith dank eines 101er-Averages gegen einen starken William O’Connor (104) mit 6:4 behauptete. Nach zwei Breaks zum Start zeigten beide in 11 Darts ihr Können, nach einem 13-Darter verpasste O’Connor auf der Doppel 18 ein 144er-Finish zum möglichen 4:2. Stattdessen lag Smith nach weiteren Doppelfehlern des Iren wieder vorne, kassierte zum 4:4 jedoch ein weiteres Break. Im nächsten Leg hatte der „Smudger“ wieder Glück, dass O’Connor seine Fehler bei 36 Rest nicht nutzen konnte. Mit einem 85er-Checkout verhinderte der Engländer kaltschnäuzig das Entscheidungsleg.

Luke Woodhouse verpasste den Sprung in die Top 5 des Rankings nach einem 4:6 gegen Rob Cross. Cross ließ nach einem 11-Darter die schnelle 3:0-Führung aus, wurde von Woodhouse‘ Fehlern aber zum 3:1 wieder eingeladen. 15 und 16 Pfeile später stand es sogar 5:1 für „Voltage“. Woodhouse legte nochmal einen starken Zwischenspurt hin und brachte sich in 14, 12 und 15 Darts heran. Auch im letzten Leg eröffnete er mit einer 180, sah als Nachleger aber trotzdem nur die Rücklichter seines Gegners, der nach drei Aufnahmen auf 41 Rest stand. Somit stand dem Achtelfinale für Cross nichts mehr im Weg.

Michael Smith meldet sich zurück, Brooks erstmals im Achtelfinale

Ein echtes Highlight zum Abschluss war die beste Bühnen-Leistung von Michael Smith nach ganz langer Zeit. Dank eines 103er-Average besiegte er Jermaine Wattimena mit 6:4. Der „Bully Boy“ checkte zu Beginn unglaublich und brachte hintereinander 116, 124 und 144 Punkte auf Null. Erst die 170 und 141 scheiterten am letzten Dart, was nach weiteren Doppelfehlern auch bedeutete, dass Wattimena beim 3:3 wieder dran war. Ein 96er-Check zum 11-Darter brachte Smith das 4:3, mit einer 80 nutzte er Fehler seines Gegners zum erneuten Break und 5:4. Diesmal fand Wattimena keinen Weg zurück, weil Smith in 13 Pfeilen durchhielt.

Zuvor hat noch Bradley Brooks im neunten Anlauf erstmals den Sprung unter die letzten 16 auf der European Tour geschafft. Ein bisweilen gruseliges Doppel-Drama beendete er mit einem 6:4 gegen Chris Dobey. Auch wenn Brooks seine Chance zur 2:1-Führung hatte, lag die Partie bis zum 4:2 in der Hand von Dobey. Dann kam ein wichtiges 74er-Check von Brooks, der in der Folge 7 Doppelfehler seines Gegners zum Ausgleich nutzte. Im nächsten Leg kamen bei „Hollywood“ ganze 9 Fahrkarten hinzu, ehe Brooks im 26. Pfeil die beiden Akteure erlöste. Vor dem abschließenden 13-Darter überstand „Bamm Bamm“ passenderweise den insgesamt 28. Fehldart in der Partie von Dobey.

Auch Cristo Reyes ist nach einem 6:4-Erfolg gegen Ryan Searle wieder im Achtelfinale dabei und ist damit auch der EM-Qualifikation ganz nah. Searle hatte die Partie nach einem frühen Break eigentlich im Griff, ein 120er-Check von Reyes zum 3:4 aus Sicht des Spaniers bedeutete dann die Wende. In 14 Darts glich der „Spartan“ aus und hatte dann auch Glück, dass sich Searle fünf Doppelfehler erlaubte. Auch im letzten Leg waren es drei weitere Schnitzer, die Reyes mit einem 76er-Finish zum Match nutzte.

Wie geht es bei der Swiss Darts Trophy weiter?

Weiter geht es bei der Swiss Darts Trophy 2026 um 19:00 Uhr MESZ mit der Abend-Session, in der die zweite Runde vervollständigt wird. DAZN und Sport1 übertragen die Session live.

Ergebnisse Samstag-Nachmittag:

Samstag, 10.10.2026:
Nachmittags-Session:

2. Runde:
Krzysztof Ratajski (16) 6-2 Stefan Bellmont (89,70 – 83,77)
Wessel Nijman (11) 4-6 Karel Sedlacek (97,71 – 91,48)
Luke Woodhouse (14) 4-6 Rob Cross (97,36 – 97,81)
Martin Schindler (15) 4-6 Tom Bissell (91,22 – 95,77)
Ryan Searle (9) 4-6 Cristo Reyes (92,51 – 89,37)
Ross Smith (12) 6-4 William O’Connor (100,68 – 103,93)
Chris Dobey (10) 4-6 Bradley Brooks (83,68 – 85,24)
Jermaine Wattimena (13) 4-6 Michael Smith (93,68 – 102,65)

Vorschau Samstag-Abend:

Samstag, 10.10.2026:
Abend-Session:
(ab 19:00 Uhr MESZ)
2. Runde:
Josh Rock (6) – Dave Chisnall
Stephen Bunting (7) – Jeffrey de Graaf
James Wade (4) – Dirk van Duijvenbode
Jonny Clayton (3) – Maik Kuivenhoven
Michael van Gerwen (5) – Mensur Suljovic
Luke Humphries (1) – Kevin Doets
Gian van Veen (2) – Niko Springer
Danny Noppert (8) – Damon Heta

Preisgeld 2026:

Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit sowie die European Tour Order of Merit und Pro Tour Order of Merit ein.

Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000

Gesamt: £230.000

TV-Übertragung 2026:

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn

In 2026 überträgt auch Sport1 wieder die Swiss Darts Trophy:

Sport1-Übertragungszeiten:
Samstag, 10.10.2026: 2. Runde – Abend-Session: 19:00 – 23:00 Uhr live
Sonntag, 11.10.2026: Achtelfinale – Nachmittags-Session: 14:00 – 16:00 Uhr live
Sonntag, 11.10.2026: Viertelfinale, Halbfinale & Finale – Abend-Session: 17:15 – 22:00 Uhr live (inkl. Countdown)

Ihr wollt dartn.de unterstützen?

[Patreon]

[Buy us a beer]

[Paypal-Spende]

[DAZN Affiliate]

[YouTube-Kanalmitgliedschaft]

[Abo Spotify]

Weitere Informationen:

Alle Infos zur European Tour [Turnierseite]
Alle Infos zur Swiss Darts Trophy [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen [Dart Forum]

Foto-Credit: PDC Europe/Sebastian Doppstadt

[mk]