Lukes Dart Reviews - Steve "The Bronzed Adonis" Beaton

Darts Review - Steve Beaton

[Karriere] [Winmau 22g]

Nach einer langen Pause geht es mit den Reviews weiter. Diesmal dreht es sich um die Darts einer wandelnden Legende des Dartsports und einem großen Fan Favoriten. Ein Mann, der beweist, dass Alter im Darts nicht mehr als eine Zahl ist. Die Rede ist selbstverständlich von Steve Beaton.

Die Karriere:

Darts Reviews - Karriere

Mit 55 Jahren gehört der Engländer zu den ältesten Spielern der Tour. Dem alten Eisen kann man ihn dadurch aber nicht zurechnen. Seid seinem Wechsel zur PDC 2001 schafft Beaton es immer wieder und wieder Highlights zu setzen. Bei der letzten WM etwa schlug er überraschend James Wade. Beatons größter Erfolg bleibt weiterhin der BDO-WM-Titel von 1996. Große PDC-Titel blieben ihm jedoch bisher verwehrt. Neben seinem sympathischen Auftreten beeindruckt er mit einem der lässigsten, flüssigsten Wurfstilen überhaupt. Der legendäre Spitzname „The bronzed Adonis“ entstand übrigens nachdem Beaton frisch aus dem Urlaub zu einem Turnier braun gebrannt erschien.

Weitere Fakten und Infos zu Steve Beaton gibt es in seinem [dartn.de Spielerprofil].

 

Winmau Steve Beaton 22 Gramm:

Steve Beaton - Winmau

Steve Beaton hat in den vielen Jahren auf dem Circuit nie groß seine Darts gewechselt. So spielte er auch schon 1996 im WM-Finale gegen Richie Burnett ein ganz ähnliches Set. Auch im Setup blieb der Engländer immer bei kurzen Alu Schäften und Pear Flights. Ausgerüstet wird "The Bronzed Adonis" von Winmau. Ende 2017 designte die Dartsschmiede dann ein neues Modell für den Publikumsliebling.

 

Reviews - Unboxing

Steve Beaton - Box 1

Die Darts kommen in der neuen Standardverpackung von Winmau. Mir gefällt deren Design recht gut. Insbesondere der zusätzlich beigelegte Pointprotector macht was her.

Steve Beaton - Box 2

Neben dieser praktischen Transporthilfe gibt es die drei Darts und ein Setup dazu. An dieser Stelle muss Winmau jedoch kritisiert werden. Ich finde es immer sehr schade, wenn nicht das originale Setup desjenigen Spielers beigelegt wird. Gerade im Falle des nicht gewöhnlichen Zubehörs von Beaton. Stattdessen entschied man sich für Standard Stems und Flights.

Steve Beaton - Winmau

Mit 45-50 Euro finden sich die Beatons im normalen Preissegment für Spielerdarts wieder. Neben der 22 Gramm Version, werden noch eine in 24 und 26 angeboten. Der Lieferumfang entspricht dem aktuellen Standard bei solchen Sets. Einzig der hochwertige Pointprotector ist eine nette Dreingabe. Der Preis geht alles in einem in Ordnung. Über die Details des Barrels lasse ich mich im Folgenden genauer aus.

 

Darts Reviews - Look

Steve Beaton - Look 1

Jetzt kommen wir schon gleich zu meinem Highlight: den Look. An erster Stelle fällt sofort das auffällige Coating ins Auge. Die Kombination aus beiden Farben sorgt für einen genialen Look, den ich so noch bei keinem Dart gesehen habe. Beatons originales Setup, dass ich für die Fotos aufgepflanzt habe, rundet das Design perfekt ab.

Steve Beaton - Look 2

Eine Spielersignatur sucht man vergebens. Wie es bei Winmau mittlerweile üblich ist, wurde ausschließlich deren Logo aufgelasert. Die Darts werden mit silbernen Standart Points ausgeliefert. Beaton selbst spielt sie meist mit knurled Spitzen. Diese haben einen aggressiven Grip und halten besser im Board. Ideal für seinen lockeren Wurf.

Steve Beaton - Look 3

Der Barrel an sich ist klein und dick. Er wurde mit Rillen verschiedener Durchmesser überzogen und läuft insgesamt nach hinten hin zu. Die Farbkombination aus Silber, Bronze/Gold und Blau bestimmt das Design und macht daraus einen verdammt schicken Dart. Für mich zählen die Beatons definitiv zu den schönsten Designs auf dem Markt.

 

Darts Reviews - Maße

Steve Beaton - Maße

Wie bereits erwähnt sind die Darts recht klein und dick. Dadurch bieten sie ideale Voraussetzungen für Spieler, die solche Maße bevorzugen, sich aber trotzdem nicht die Felder zu bauen wollen. Die Beatons sind aufgrund ihrer Dimensionen leichter zu kontrollieren als die allgemein beliebteren langen dünnen Darts á la Gary Anderson und Co.

 

Darts Reviews - Grip

Steve Beaton - Grip 1

Es befinden sich verschiedene Gripzonen auf dem Barrel. Vorne finden sich breite Rillen, dann folgt ein ganz feiner Ringgrip, gefolgt von etwas breiteren Ringen, die aber feiner sind als die ganz vorderen. Der mittlere feinste Bereich bietet sich als Orientierungshilfe an. Es mag auf den Fotos nicht so wirken, aber es fühlt sich wirklich an wie eine Art Mulde.

Steve Beaton - Grip 2

Wie immer haben solche Mulden ihre Vor- und Nachteile. Fasst man den Dart sowieso an dieser Stelle, bietet sie die erwähnte Orientierungshilfe. Widerspricht die Position aber der gewohnten Griffhaltung, kann das einem den Wurf völlig verbaseln. Es gilt hier das gewohnte Kredo: Das Set unbedingt vorher testen!

Steve Beaton - Grip 3

Die Rillen sind allesamt sehr scharf geschnitten und bieten dementsprechenden starken Halt. Da der Dart nach hinten hin etwas zuläuft, finden insbesondere Reargripper nochmal mehr Halt. Beaton selbst greift übrigens hauptsächlich nicht am Dart, sondern noch weiter dahinter am Schaft.

Steve Beaton - Grip 4

Ich würde den Halt insgesamt bei einer 8 von 10 verorten. Der Dart ist sehr griffig, was zudem noch von der Barrelform unterstützt wird. Ob das Coating die Griffigkeit unterstützt, ist schwer zu sagen, da allein die Rillen schon viel leisten.

 

Darts Reviews - Fazit

Steve Beaton - Fazit 1

Steve Beatons aktuelles Set besticht in Sachen Look auf ganzer Linie. Das Design hat mich schon zu Release auf Fotos überzeugt. Als ich die Darts das erste Mal in der Hand hielt, war ich nicht minder beeindruckt. Die Farbkombi ist genial und passt ganz nebenbei wie Faust aufs Auge zu „The bronzed Adonis“.

Steve Beaton - Fazit 2

Aber auch der Grip überzeugt mich. Die verschiedenen Rillen bieten besten Halt und Sicherheit. Die Darts sind frontlastig, was immer eine sehr gute Eigenschaft ist, da sie mit einem leichteren Wurf einhergeht. Die Darts finden dadurch eher ihren Weg und fliegen stabiler.

Ein Aspekt, den ich bisher ausließ: das neue Set ist eine schickere, griffigere Version seiner alten Darts. Sie bieten sich also insbesondere für die Spieler an, die bisher die alten Beatons zocken. Preislich ist dieses Set weder besonders teuer noch günstig und findet sich im typischen Preissegment wieder. Ich würde die Darts tatsächlich insbesondere für Anfänger empfehlen. Mein einziger klarer Kritikpunkt wäre das „muldenartige“ mittlere Gripsegment. Mich persönlich hat es eher irritiert. Andere Spieler könnten aber gerade durch diesen Bereich Orientierung finden. Ein paar Testwürfe im Shop der Wahl sollten Abhilfe schaffen.

 

Das war es für heute. Schaut doch mal in unserem Forum vorbei. Dort könnt Ihr mir auch Feedback, Fragen, etc. zukommen lassen.

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Bis zum nächsten Set! Good Darts!

Foto-Credits: dartn.de

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