Nach sechs Monaten Pause ist Luke Littler siegreich auf die European Tour zurückgekehrt. „The Nuke“ sicherte sich am Sonntag-Abend den Titel bei den Czech Darts Open. In Prag besiegte er Luke Humphries im Finale, nachdem zuvor Gerwyn Price und Michael van Gerwen im Halbfinale gestoppt wurden.
Achtelfinale:
Smith weiter stark, van Veen ausgeschieden
In der Nachmittags-Session wurde das komplette Achtelfinale absolviert. Zu Beginn dieser Runde hatte Gerwyn Price bei seinem 6:1-Sieg über Cameron Menzies keine Mühe, der nur einen 76er-Schnitt anbot. Budapest-Sieger Ross Smith bestätigte erneut seine gute Form und schaltete Gian van Veen mit 6:3 aus. Etwas überraschend sicherte sich auch William O’Connor das Ticket für die Final-Session, indem er Josh Rock im Decider bezwang. Jonny Clayton behauptete sich zudem gegen einen tapfer kämpfenden Keane Barry mit 6:4.
Littler, Humphries und van Gerwen im Gleichklang
Im Gleichklang gingen auch Luke Littler, Luke Humphries und Michael van Gerwen den nächsten Schritt. Littler kratzte bei seinem 6:3-Sieg über Krzysztof Ratajski an der 100er-Marke, Humphries reichte eine ordentliche Performance für denselben Outcome gegen Andrew Gilding. Ein Statement setzte dahingegen Michael van Gerwen, der Landsmann Wessel Nijman mit 6:4 in die Schranken wies. Zum Abschluss des Nachmittags konnte Danny Noppert ein 0:4 gegen Luke Woodhouse noch drehen.
Viertelfinale:
Price stoppt Smith
Nach sieben Siegen in Serie musste Ross Smith nach einem 4:6 gegen Gerwyn Price auf der European Tour wieder eine Niederlage hinnehmen. Das erste Break ging per 12-Darter im dritten Leg an Price, der dieses die gesamte Partie über verteidigen konnte. Smith bekam in zehnten Durchgang nochmal einen Breakdart auf der D9, im Gegenzug machte Price dann mit einem 95er-Finish (T19-D19) den Sack mit zwei Pfeilen zu.
Run von O’Connor beendet
Im Viertelfinale war dann Schluss für William O’Connor, ein 84er-Average war gegen Luke Humphries nicht mehr gut genug. Auf einen 11-Darter im ersten Leg konnte Humphries nicht aufbauen, O’Connor durfte zweimal in 20 Darts checken. Im siebten Leg drehte „Cool Hand“ das Match wieder auf seine Seite und kam in 15 und 17 Darts mit 6:3 durch. Der Ire hatte im letzten Leg nochmal vier Darts auf Doppel vergeben.
Van Gerwen stärker als Clayton
Auch gegen Jonny Clayton präsentierte sich Michael van Gerwen in guter Form und zog mit einem 6:3 ins Halbfinale ein. Die ersten fünf Legs waren jeweils Breaks, van Gerwen brachte mit einem 72er-Check als erster Spieler seinen Anwurf zum 4:2 durch. Nach einem 116er-Finish von Clayton nahm van Gerwen 76 von der Uhr, ein 15-Darter von „Mighty Mike“ setzte den Schlusspunkt.
Littler mit Whitewash über Noppert
Diesmal konnte Danny Noppert einen 0:4-Rückstand nicht mehr drehen und musste vielmehr einen Whitewash gegen Luke Littler hinnehmen. Littler startete mit drei 15-Dartern, im dritten Leg knipste er dafür 152 aus. Zwei 14-Darter später drohte Noppert der Whitewash, den der Niederländer auch nicht mehr vermeiden konnte.
Halbfinale:
Humphries gewinnt starkes Halbfinale
Durch ein 7:4 über Gerwyn Price hat Luke Humphries als erster Spieler das Finale erreicht. Das Spiel nahm direkt Fahrt auf: Humphries spielte in Leg Nr. 2 einen 11-Darter, Price nullte 127 auf dem Bullseye zum 2:1. Auf der D1 fand Humphries das 2:2, nachdem Price erneut ein paar Doppel vergab, nutzte dies Humphries mit einem 105er-Finish eiskalt aus. Auch ein 104er-CO nahm der Engländer mit, ein 14-Darter ließ den Vorsprung auf 5:2 anwachsen. In 11 und 15 Darts robbte sich Price auf 4:5 heran, ein 119er-Finish mit Price auf Tops wartend brachte Humphries in Schlagdistanz zum Sieg. Mit einem 71er-Finish bugsierte sich „Cool Hand“ dann auch direkt ins Endspiel.
Van Gerwen kommt gegen Littler nicht rein
Ein 83er-Average war von Michael van Gerwen im zweiten Semifinale hingegen deutlich zu wenig, um Luke Littler ernsthaft gefährlich zu werden. Mit 7:3 war das Ergebnis dafür verhältnismäßig noch gar nicht so deutlich, zumal Littler in 11 Darts startete und dann 167 Punkte checkte. Auch das 3:0 holte „The Nuke“ ein, ehe kleinere Ungenauigkeiten folgten und somit durfte van Gerwen sogar Legs in 19 und 21 Darts gewinnen. Danach bekam Littler offenbar noch etwas mehr Lust auf gute Darts, in 14 und 12 Darts machte er das Match komplett ungefährdet durch.
Finale:
Littler holt den Titel
Im Finale gab es dann das Duell zwischen der Nr. 1 und der Nr. 2 der Weltrangliste. Luke Littler hat sich einmal mehr durchgesetzt und damit auch seinen zweiten European Tour Titel in 2026 eingefahren. In 14 und 16 Darts legte „The Nuke“ vor, dann checkte Luke Humphries 110 Punkte und stellte anschließend auch gleich. Bis zum 4:4 blieb das Spiel ausgeglichen und ohne größere Highlights, aber mit einem 130er-Finish zum 12-Darter durch Littler sollte sich das ändern. In 18 und 15 Darts sicherte sich Littler die nächsten zwei Durchgänge zum 7:4. Humphries meldete sich nochmal zurück und bekam nach zwei Leggewinnen tatsächlich die Chance auf den Decider, ließ allerdings zwei Möglichkeiten auf der D16 liegen.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Weiter geht es auf der European Tour von Freitag bis Sonntag mit der Flanders Darts Trophy in Antwerpen, dem letzten Turnier vor dem Cut für den World Grand Prix. DAZN und Pluto TV übertragen an allen drei Tagen live.
Ergebnisse Finaltag:
Sonntag, 06.09.2026:
Nachmittags-Session:
Gerwyn Price 6-1 Cameron Menzies (88,39 – 76,18)
Gian van Veen 3-6 Ross Smith (90,19 – 91,38)
Josh Rock 5-6 William O’Connor (93,57 – 93,43)
Luke Humphries 6-3 Andrew Gilding (93,93 – 93,64)
Jonny Clayton 6-4 Keane Barry (96,94 – 98,25)
Michael van Gerwen 6-4 Wessel Nijman (102,02 –
98,98)
Luke Woodhouse 5-6 Danny Noppert (97,99 – 97,12)
Luke Littler 6-3 Krzysztof Ratajski (99,21 – 99,61)
Abend-Session:
Viertelfinale:
Gerwyn Price 6-4 Ross Smith (100,50 –
97,55)
William O’Connor 3-6 Luke Humphries (84,67 – 91,54)
Jonny Clayton 3-6 Michael van Gerwen (88,84 – 97,79)
Danny Noppert 0-6 Luke Littler (88,78 –
102,48)
Halbfinale:
Gerwyn
Price 4-7 Luke Humphries (102,16 –
97,41)
Michael van Gerwen 3-7 Luke Littler (83,53 –
106,64)
Finale:
Luke Humphries 6-8 Luke Littler (94,81 –
95,25)
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: Sebastian Doppstadt/PDC Europe
[mvdb/ks]
