Am Zweitrundentag der Poland Darts Open in Krakau ist mit Martin Schindler nach einer 2:6-Niederlage gegen Boris Krcmar der letzte Deutsche bereits ausgeschieden. Auch die heimischen Hoffnungen auf einen Teilnehmer im Finaltag waren vergebens. Krzysztof Ratajski musste sich im Entscheidungsleg gegen Luke Humphries beugen. Mit einem 114er-Average stellte Luke Littler den Tagesbestwert auf. Zu den ausgeschiedenen Spielern zählen auch die Routiniers Gary Anderson und James Wade.
Schindler unterliegt Krcmar
Nachdem es im letzten Jahr fast von selbst in den Finaltag ging, musste Martin Schindler zu Beginn der neuen European Tour Saison gegen Boris Krcmar eine 4:6-Auftaktniederlage hinnehmen. In 23 Darts zitterte Schindler das erste Leg nach Hause, 17 Darts reichten Krcmar zum 1:1. Auch die kommenden beiden Legs waren Holds, ehe Krcmar mit einem starken 11-Darter gegen die Darts erfolgreich war. In 13 Darts konnte Schindler zwar direkt zurückschlagen, ein 100er-Finish sowie ein 13-Darter brachten Krcmar aber in Schlagdistanz zum Sieg. Der Versuch zum Matchgewinn bei 68 Rest des Kroaten war dann zu wild, so dass Schindler seinen Anwurf nochmal durchbringen durfte. Ein 16-Darter von „The Biggest“ ließ dann aber keine Fragen mehr offen.
Littler macht kurzen Prozess, Ratajski im Decider zu schwach
Kaum war Luke Littler auf der Bühne, da war es für Mike de Decker schnell wieder vorbei. Zumindest muss es sich für den Belgier sehr kurz angefühlt haben, denn „The Nuke“ überrollte ihn mit einem 114er-Average. Mit 100% auf die Doppel ließ Littler einfach auch nichts aus, dreimal war er in der vierten Runde fertig. „Real Deal“ vermied den Whitewash, mehr war aber nicht drin. Ein ganz dürftiger Decider hat die Hoffnungen des polnischen Publikums zerstört. Krzysztof Ratajski geriet gegen Luke Humphries zwar mit 1:4 und 2:5 ins Hintertreffen, konnte sich aber nochmal heranspielen. Nur einen Matchdart ließ Ratajski bis zum Einzug in den Decider zu, wo er aber nur zwei Triple traf und zu viel Streuung in kleine Single-Felder dabei hatte. Humphries gelang das Break, Ratjaski stand nach 15 Darts auf 181 Rest.

Clayton hat alles im Griff, Erfolgserlebnis für den Bully Boy
Nach seinem Premier League Wochensieg hat sich Jonny Clayton heute gegen Adam Gawlas mit 6:4 behauptet. Der Waliser hatte die Partie durch ein frühes Break schnell im Griff, aber Gawlas arbeitete sich nochmal auf 4:4 heran. „The Ferret“ bestrafte einen verpassten Checkdart seines Gegners zum erneuten Break und finishte dann 85 Punkte zum Sieg. Michael Smith hatte zuletzt nicht viele Gründe zur Freude und stellte seine ganze Karriere in Frage. Umso wichtiger dürfte für ihn der heutige Erfolg als Nachrücker gegen Joe Cullen gewesen sein. Es war eine absolut ausgeglichene Partie, in der sich beide Spieler neutralisierten. Mit einem exzellenten Decider von 11 Darts gegen den Anwurf inkl. eines 96er-Finishes setzte sich Smith mit 6:5 durch. Für den zweiten Nachrücker Callan Rydz gab es hingegen keinen Sieg. Wieder einmal war Luke Woodhouse zu konstant und gegen den 103er-Average war für „The Riot“ kein Kraut gewachsen. Dabei erwischte Rydz klar den besseren Beginn, checkte 109 und 160 Punkte zum 4:1. Dann ging es aber nur noch in die andere Richtung, am Ende war es ein 118er-Finish für Woodhouse zum Sieg. Rydz stand auf 25 Rest für den Decider.
Anderson, Wade & Searle scheitern klar
Mit Gary Anderson und James Wade scheiterten zwei hochkarätige Namen klar. Nach einem 80er-Finish im ersten Leg, gab Anderson gegen einen 103 im Schnitt spielenden Wessel Nijman fünf Legs in Serie ab und konnte im siebten Leg nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Wade dahingegen fing sich gegen Cameron Menzies sogar einen 0:6-Whitewash ein. Neben einem eher mäßigen Scoring gingen bei „The Machine“ auch seine vier Checkdarts alle daneben. Eher weniger überraschend war die 2:6-Niederlage von Ryan Searle, der Comebacker Cristo Reyes nicht folgen konnte. Ein 123er-Check des Spaniers gab es direkt zu Beginn zu bewundern, ab dem Stand von 2:2 ging das Spiel nur noch in eine Richtung, ein 121er-Finish zum 4:2 war ein weiteres Highlight von „The Spartan“.
Wattimena und Rock stark
Im Topspiel des Nachmittags hatte Jermaine Wattimena gegen Landsmann Danny Noppert die besseren Nerven. Beide Spieler agierten über der Marke von 100 Punkten, dafür sorgte u.a. ein 10-Darter von Noppert zum 5:4. Ein Leg später verpasste Noppert seinen ersten Matchdart auf der D20, im Decider kamen zwei weitere dazu. So staubte Wattimena auf der D9 zum Achtelfinaleinzug ab. Zum Auftakt in den Abend war es derweil Josh Rock, der mit einem Average von 103 Punkten überzeugte. Gegen William O’Connor ließ „Rocky“ gar keine Zweifel aufkommen. Der Ire holte sich nur das erste Leg mit einem 138er-Finish, dann ging es komplett in die andere Richtung. Mit sechs Legs in Folge zog Rock ins Achtelfinale ein. Unspektakulär hat es Stephen Bunting in den Finaltag geschafft. Gegen Niels Zonneveld riss der Premier League Spieler keine Bäume aus, aber auch weniger als 90 Punkte im Schnitt reichten „The Bullet“ zum 6:4-Sieg aus.
Dobey, Ross Smith & Aspinall ohne Probleme
Seinen Arbeitstag schnell erledigte Chris Dobey ohne Legverlust gegen Connor Scutt, ohne dabei an sein Maximum gehen zu müssen. Nur ein Leg mehr gab Ross Smith gegen Daryl Gurney ab. Im sechsten Leg konnte Gurney den Whitewash gerade so noch verhindern, ein 11-Darter von Smith rundete dessen gute Performance ab. Darryl Pilgrim wies gegen Nathan Aspinall zwar die besseren Statistiken auf, verlor aber dennoch mit 3:6. Ein 124er-Bullfinish zum 3:1 mit Pilgrim auf Tops wartend war ein Schlüsselmoment, am Ende hatte Aspinall schlichtweg das bessere Timing auf seiner Seite. Deutlich mehr kämpfen musste Gian van Veen zum Abschluss des Tages: Andrew Gilding zwang ihn durch seine starke Doppelquote in den Decider, aber dort behielt „The Giant“ dann noch die Nerven ohne einen Matchdart gegen sich zu haben.
Wie geht es bei den Poland Darts Open weiter?
Weiter geht es bei den der Poland Darts Open 2026 um 19:00 Uhr MEZ mit der Abend-Session, in der die zweite Runde vervollständigt wird. DAZN und Pluto TV übertragen die Session live.
Ergebnisse Samstag:
Samstag,
21.02.2026:
Nachmittags-Session:
2.
Runde:
Martin Schindler (15) 4-6 Boris Krcmar (86,98
– 94,59)
Chris Dobey (13) 6-0 Connor Scutt (94,93 – 87,60)
Nathan Aspinall (14) 6-3 Darryl Pilgrim (96,95 –
101,68)
Danny Noppert (10) 5-6 Jermaine Wattimena
(103,11 – 100,73)
Gary Anderson (6) 2-6 Wessel Nijman (97,21 –
103,46)
James Wade (11) 0-6 Cameron Menzies (87,45 – 99,10)
Ross Smith (16) 6-1 Daryl Gurney (102,27 –
93,98)
Ryan Searle (8) 2-6 Cristo Reyes (93,56 – 99,62)
Samstag,
21.02.2026:
Abend-Session:
2. Runde:
Josh Rock (9) 6-1 William O’Connor (102,98 –
92,42)
Jonny Clayton (5) 6-4 Adam Gawlas (95,72 – 91,00)
Michael Smith (12) 6-5 Joe Cullen (97,01 – 91,66)
Luke Littler (1) 6-1 Mike De Decker (113,84 –
100,02)
Callan Rydz 4-6 Luke Woodhouse (95,12 –
102,60)
Luke Humphries (2) 6-5 Krzysztof Ratajski (97,17 –
99,59)
Stephen Bunting (7) 6-4 Niels Zonneveld (88,06 –
90,52)
Gian van Veen (3) 6-5 Andrew Gilding (95,28 – 96,54)
Vorschau Finaltag:
Sonntag,
22.02.2026:
Nachmittags-Session:
(ab 13:00 Uhr MEZ)
Achtelfinale:
Luke Littler – Ross Smith
Cristo Reyes – Josh Rock
Luke Woodhouse – Chris Dobey
Jonny Clayton – Michael Smith
Luke Humphries – Boris Krcmar
Stephen Bunting – Jermaine Wattimena
Gian van Veen – Nathan Aspinall
Wessel Nijman – Cameron Menzies
Sonntag,
22.02.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MEZ)
Viertelfinale:
Sieger Achtelfinale 1 – Sieger
Achtelfinale 2
Sieger Achtelfinale 3 – Sieger Achtelfinale 4
Sieger Achtelfinale 5 – Sieger Achtelfinale 6
Sieger Achtelfinale 7 – Sieger Achtelfinale 8
Halbfinale:
Sieger
Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X
Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.
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Foto-Credit: Paweł Jańczyk/PDC Europe
[mvdb/ks]
