Am dritten und letzten Tag des Pro-Tour-Auftakts von Hildesheim standen noch zwei Qualifier für die European Tour an: Mit zwei fulminanten Auftritten hat Kai Gotthardt dabei die Qualifikation zur European Darts Trophy gefeiert. Zuvor sicherte sich Neu-Tourcardler Marvin Kraft sein Debüt bei den Poland Darts Open, die schon nächste Woche anstehen. Ansonsten konnten die deutschsprachigen Spieler nicht ganz an die ordentlichen Ergebnisse der ersten Players Championships anknüpfen.
Qualifier 1 – Poland Darts Open (PDO):
Kraft im Glück, Czerwinski zeigt auf
Es brauchte zwar eine Reihe ungenutzter Matchdarts gegen ihn, am Ende wird das Marvin Kraft aber egal sein. Der neue deutsche Tourkarten-Besitzer hat sich auf Anhieb für ein European-Tour-Event qualifizieren können. Dabei musste er gleich dreimal in den Decider, schon Alexander Merkx und Justin Hood verpassten zusammen in den ersten beiden Spielen schätzungsweise 10 Matchdarts. Insbesondere mit einem 10-Darter gegen Merkx deutete der 25-Jährige sein Potenzial an, das er beim 6:2 über Kevin Doets dann noch konstanter zeigte. Noch besser wurde es im Finalduell mit Ricky Evans, gegen den er 2:5 zurücklag. Mit einer Serie in 16, 17, 16 und 13 Darts zog er das Spiel doch noch auf seine Seite. Zweimal konnte Evans bei eigenem Anwurf mit drei klaren Darts auf Doppel nicht zuschlagen.
Fast wie ausgewechselt präsentierte sich Max Czerwinski, der drei Spiele mit einem 90+ Average zeigte und sich im entscheidenden Spiel nur knapp Jeffrey de Graaf (4:6) beugen musste. Über Ryan Meikle und Brendan Dolan war er zuvor förmlich hinweggefegt. Für den formsuchenden Dortmunder war es ein ganz tolles Zeichen, auf das er in den kommenden Wochen aufbauen kann.
International gibt Cristo Reyes sein European-Tour-Comeback, wofür er zu Beginn gleich den Topgesetzten Rob Cross mit einem 107er-Average hinauswarf, dem dabei auch ein 9-Darter nicht reichte. Weiterhin qualifizierten sich die Engländer Connor Scutt, Thomas Lovely und Carl Sneyd jeweils nach Siegen im Decider. Ihre Landsmänner Darryl Pilgrim und Ritchie Edhouse setzten sich am Ende deutlicher durch, womit Edhouse der einzige gesetzte Spieler war, der es nach Krakau geschafft hat. Auch ein 12-Dart-Break im Entscheidungsleg gegen Stefan Bellmont ebnete dazu den Weg. Komplettiert wird das Feld von Adam Gawlas.
Clemens und Hopp früh raus
Nach dem verheißungsvollen Auftakt in die Pro-Tour-Saison mussten sich Gabriel Clemens und Max Hopp jeweils in ihrer ersten Partie geschlagen geben. Mit einem Schnitt im 90er-Bereich stimmte das Grundniveau, bei Hopp klemmten gegen Darius Labanauskas jedoch die Doppel und führten zur 2:6-Niederlage. Clemens musste beim 3:6 gegen Jeffrey de Graaf akzeptieren, dass sein Gegner aufeinanderfolgend 129, 83 und 110 Punkte löschte, als er selbst in guter Position war. Jeweils einen Sieg gab es für Ricardo Pietreczko und Arno Merk, die in Runde 2 im Niveau dann etwas abfielen. Lukas Wenig hatte sich zweimal durch einen Decider gekämpft, ehe Ricky Evans zu stark war. Wie Wenig mussten auch Kai Gotthardt und Pascal Rupprecht in der „Vorrunde“ starten und sicherten sich mit ordentlichen Leistungen einen Sieg, blieben dann aber wie auch Matthias Ehlers, Leon Weber oder Yorick Hofkens unter den letzten 80 hängen. Rusty-Jake Rodriguez sendete zumindest mit einem Sieg ein Lebenszeichen, musste dann aber eine 4:0-Führung gegen Connor Scutt einbüßen.
Ergebnisse Tourcardholder Qualifier 1:
Letzte 160:
Andy Boulton 6-4 Pero Ljubic
Pascal Rupprecht 6-4 Filip Bereza (93,49 –
90,98)
Niall Culleton 6-3 Dominik Grüllich (89,69 –
83,79)
Kai Gotthardt 6-3 Marvin van Velzen (87,95 –
95,60)
Owen Bates 6-4 Stefaan Henderyck
Viktor Tingstrom 6-5 Madars Razma
Ryan Meikle 6-1 Tytus Kanik
Jeffrey De Graaf 6-3 Dennie Olde Kalter
Keane Barry 6-5 Bradley Brooks
Sebastian Bialecki 6-4 Mensur Suljovic (86,94
– 92,14)
Marvin Kraft 6-5 Alexander Merkx (85,65 –
84,22)
Lukas Wenig 6-5 Benjamin Pratnemer (92,95 –
91,79)
Ian White 6-5 Sietse Lap
James Hurrell 6-1 Maik Kuivenhoven
Letzte 80:
Cristo Reyes 6-4 Rob Cross
Tom Sykes 6-2 Yorick Hofkens (85,41 –
80,62)
Rhys Griffin 6-1 Rob Owen
Richard Veenstra 6-5 Andy Boulton
Connor Scutt 6-1 Dimitri Van den Bergh
Rusty-Jake Rodriguez 6-2 Mario Vandenbogaerde
(88,87 – 87,47)
Tom Bissell 6-5 Jimmy van Schie
Charlie Manby 6-1 Pascal Rupprecht
(103,77 – 84,06)
Ritchie Edhouse 6-2 Stephen Burton
Stefan Bellmont 6-1 Adam Warner (93,70 –
82,30)
Jurjen van der Velde 6-4 Oskar Lukasiak
Niall Culleton 6-4 Cor Dekker
Peter Wright 6-4 Jim Long
Adam Gawlas 6-3 Nick Kenny
Darius Labanauskas 6-2 Max Hopp (93,98 –
93,75)
Adam Paxton 6-1 Kai Gotthardt (96,14 –
88,49)
Michael Smith 6-2 Jeffrey Sparidaans
Samuel Price 6-5 Chris Landman
Adam Leek 6-0 Wesley Plaisier
Mickey Mansell 6-2 Owen Bates
Ricardo Pietreczko 6-5 David Sharp (88,16 –
79,22)
Kim Huybrechts 6-2 Thibault Tricole
Darryl Pilgrim 6-1 Tavis Dudeney
Arno Merk 6-1 Viktor Tingstrom (85,25 –
80,87)
Brendan Dolan 6-2 Raymond van Barneveld
Maximilian Czerwinski 6-2 Ryan Meikle (95,13 –
95,56)
Mervyn King 6-4 Beau Greaves
Jeffrey De Graaf 6-3 Gabriel Clemens (91,40 –
91,05)
Thomas Lovely 6-2 Martin Lukeman
Karel Sedlacek 6-3 Keane Barry
Greg Ritchie 6-4 Adam Lipscombe
Sebastian Bialecki 6-4 Jeffrey De Zwaan
Kevin Doets 6-3 Leon Weber (95,35 –
86,74)
Marvin Kraft 6-5 Justin Hood (84,42 –
84,93)
Ricky Evans 6-0 Tyler Thorpe
Lukas Wenig 6-5 Alan Soutar (89,96 –
92,89)
Callan Rydz 6-2 Matthias Ehlers (89,10 –
82,13)
Ian White 6-3 Cam Crabtree
Carl Sneyd 6-4 Scott Williams
James Hurrell 6-5 Stephen Rosney
Letzte 40:
Cristo Reyes 6-4 Tom Sykes
Richard Veenstra 6-3 Rhys Griffin
Connor Scutt 6-4 Rusty-Jake Rodriguez (88,04 –
82,63)
Charlie Manby 6-2 Tom Bissell
Ritchie Edhouse 6-5 Stefan Bellmont (93,11 –
90,31)
Niall Culleton 6-5 Jurjen van der Velde
Adam Gawlas 6-2 Peter Wright
Darius Labanauskas 6-1 Adam Paxton
Michael Smith 6-2 Samuel Price
Mickey Mansell 6-4 Adam Leek
Kim Huybrechts 6-2 Ricardo Pietreczko (91,38 –
83,62)
Darryl Pilgrim 6-4 Arno Merk (90,28 –
83,09)
Maximilian Czerwinski 6-1 Brendan Dolan (92,84
– 79,16)
Jeffrey De Graaf 6-4 Mervyn King
Thomas Lovely 6-3 Karel Sedlacek
Sebastian Bialecki 6-3 Greg Ritchie
Marvin Kraft 6-2 Kevin Doets (88,66 –
86,74)
Ricky Evans 6-4 Lukas Wenig (96,76 –
88,72)
Callan Rydz 6-4 Ian White
Carl Sneyd 6-5 James Hurrell
Finalrunde:
Cristo Reyes 6-4 Richard Veenstra (96,46 –
100,47)
Connor Scutt 6-5 Charlie Manby (102,50 –
98,54)
Ritchie Edhouse 6-2 Niall Culleton (96,39 – 84,07)
Adam Gawlas 6-2 Darius Labanauskas (91,20 – 91,09)
Mickey Mansell 6-3 Michael Smith (83,07 – 82,89)
Darryl Pilgrim 6-3 Kim Huybrechts (95,87 – 95,74)
Jeffrey de Graaf 6-4 Maximilian Czerwinski
(97,05 – 94,37)
Thomas Lovely 6-5 Sebastian Bialecki (86,80 – 95,71)
Marvin Kraft 6-5 Ricky Evans (92,93 –
91,02)
Carl Sneyd 6-5 Callan Rydz (92,92 – 92,68)
Qualifier 2 – European Darts Trophy (EDT):
Gotthardt ganz stark
Für das zweite Event in Göttingen hat sich dann Kai Gotthardt qualifizieren können. Bis zum heutigen Tag hatte „The Tunnel“ in seiner Zeit als Tourkarteninhaber nicht einen einzigen 100+ Average in den Statistiken vorweisen können, heute ging es dann gleich zweimal in die Dreistelligkeit. Beim 6:2 über Stephen Burton waren zwei 11-Darter dabei, gegen Cam Crabtree brachte die nächste Top-Leistung einen 6:4-Erfolg. Zuvor hatte er davon profitiert, dass Michael Smith körperlich weiterhin geplagt ist und zur gelosten Partie nicht antreten konnte. Damit brauchte es nur zwei Siege, um ein drittes Mal auf die European-Tour-Bühne zu dürfen.
Ansonsten blieb es aus deutschsprachiger Sicht bei der dünnen Ausbeute, Arno Merk und Mensur Suljovic verloren im Finalspiel deutlich und hatten nicht mehr viel im Tank. Auch Lukas Wenig war bis zuletzt dabei, konnte gegen Darius Labanauskas dann aber eine 4:3-Führung nicht verteidigen. Besonders das 21-Dart-Break zum 4:5 wog schwer in einer ansonsten starken Partie.
Reyes doppelt qualifiziert
Für Cristo Reyes hat sich der heutige Tag mal richtig gelohnt, als einziger Spieler schaffte er die Qualifikation für beide Events. Dabei spielt der Spanier auf Anhieb wie zu besten Zeiten, mit drei Leistungen im 90er-Bereich musste er hier nur ganze 2 (!) Legs abgeben und eilte mit Whitewash-Siegen über Viktor Tingström und Maik Kuivenhoven zur Quali. Mit Jeffrey de Zwaan, Kevin Doets und Richard Veenstra schaffte es ein niederländisches Trio nach Göttingen, weiterhin sind Mario Vandenbogaerde, Shane McGuirk, Ricky Evans und Sebastian Bialecki mit von der Partie.
Bei den Deutschen standen einzig noch Leon Weber und Dominik Grüllich unter den letzten 40. Weber lief dabei in einen starken Ricky Evans, während bei Grüllich in einer schwache Partie mit Arno Merk die Luft raus war. Für die weiteren Deutschen setzte es überwiegend deutliche Auftakt-Niederlagen. Ricardo Pietreczko wird sich am Qualifier vor Ort versuchen, was jedem für ein heimisches ET-Event im Jahr offensteht.
Ergebnisse Tourcardholder Qualifier 2:
Letzte 160:
Keane Barry 6-3 Max Hopp (94,04 –
87,22)
Ryan Meikle 6-1 Stephen Rosney
Lukas Wenig 6-1 Tytus Kanik (78,76 –
75,53)
Marvin Kraft 6-5 Adam Paxton (89,54 –
87,10)
Jeffrey De Graaf 6-3 Oskar Lukasiak
Nick Kenny 6-4 Mickey Mansell
Rusty-Jake Rodriguez 6-5 Darryl Pilgrim (86,48
– 89,53)
Filip Bereza 6-4 Ian White
Jim Long 6-3 Adam Lipscombe
Arno Merk 6-3 Matthias Ehlers
(80,25 – 76,45)
Letzte 80:
Dimitri Van den Bergh 6-5 Adam Gawlas
Mario Vandenbogaerde 6-2 Jeffrey Sparidaans
Jurjen van der Velde 6-1 Andy Boulton
Keane Barry 6-2 Pascal Rupprecht (91,42 –
81,60)
Mervyn King 6-3 Ritchie Edhouse
Maik Kuivenhoven 6-4 Maximilian Czerwinski
(89,02 – 81,40)
Cristo Reyes 6-2 Alan Soutar
Viktor Tingstrom 6-5 Ryan Meikle
Adam Warner 6-5 Peter Wright
Darius Labanauskas 6-0 Yorick Hofkens (92,02 –
82,45)
David Sharp 6-4 Justin Hood
Lukas Wenig 6-0 Alexander Merkx (93,94 –
75,57)
Kai Gotthardt – Freilos (Michael Smith nicht
angetreten)
Stephen Burton 6-4 Chris Landman
James Hurrell 6-5 Cor Dekker
Cam Crabtree 6-0 Marvin Kraft (93,94 –
80,90)
Jeffrey De Zwaan 6-1 Raymond van Barneveld
Beau Greaves 6-4 Jimmy van Schie
Mensur Suljovic 6-3 Sietse Lap (88,35 –
91,14)
Jeffrey De Graaf 6-5 Adam Leek
Rob Owen 6-4 Martin Lukeman
Shane McGuirk 6-3 Samuel Price
Wesley Plaisier 6-1 Owen Bates
Nick Kenny 6-4 Thomas Lovely
Kevin Doets 6-4 Tom Sykes
Connor Scutt 6-5 Carl Sneyd
Bradley Brooks 6-2 Kim Huybrechts
Tavis Dudeney 6-5 Rusty-Jake Rodriguez (84,05
– 83,82)
Karel Sedlacek 6-2 Callan Rydz
Thibault Tricole 6-2 Dennie Olde Kalter
Richard Veenstra 6-1 Gabriel Clemens
(102,68 – 84,85)
Filip Bereza 6-1 Tyler Thorpe
Ricky Evans 6-5 Tom Bissell
Leon Weber 6-3 Marvin van Velzen (85,26 –
83,31)
Stefaan Henderyck 6-2 Stefan Bellmont (99,49 –
92,11)
Jim Long 6-5 Greg Ritchie
Madars Razma 6-4 Niall Culleton
Sebastian Bialecki 6-1 Pero Ljubic
Dominik Grüllich 6-5 Rhys Griffin (88,85 –
86,07)
Arno Merk 6-5 Charlie Manby (90,25 –
91,17)
Letzte 40:
Mario Vandenbogaerde 6-1 Dimitri Van den Bergh
Keane Barry 6-2 Jurjen van der Velde
Maik Kuivenhoven 6-4 Mervyn King
Cristo Reyes 6-0 Viktor Tingstrom
Darius Labanauskas 6-5 Adam Warner
Lukas Wenig 6-3 David Sharp (92,62 –
87,28)
Kai Gotthardt 6-2 Stephen Burton
(104,37 – 103,34)
Cam Crabtree 6-2 James Hurrell
Jeffrey De Zwaan 6-4 Beau Greaves
Mensur Suljovic 6-1 Jeffrey De Graaf (90,96 –
85,64)
Shane McGuirk 6-4 Rob Owen
Wesley Plaisier 6-1 Nick Kenny
Kevin Doets 6-2 Connor Scutt
Tavis Dudeney 6-5 Bradley Brooks
Karel Sedlacek 6-3 Thibault Tricole
Richard Veenstra 6-0 Filip Bereza
Ricky Evans 6-2 Leon Weber
(100,06 – 94,42)
Jim Long 6-1 Stefaan Henderyck
Sebastian Bialecki 6-1 Madars Razma
Arno Merk 6-4 Dominik Grüllich
(80,37 – 79,17)
Finalrunde:
Mario Vandenbogaerde 6-3 Keane Barry
(100,88 – 94,95)
Cristo Reyes 6-0 Maik Kuivenhoven (94,93 – 80,86)
Darius Labanauskas 6-4 Lukas Wenig (91,95 –
92,53)
Kai Gotthardt 6-4 Cam Crabtree
(100,66 – 93,25)
Jeffrey De Zwaan 6-2 Mensur Suljovic (91,25 –
83,15)
Shane McGuirk 6-5 Wesley Plaisier (94,82 – 92,63)
Kevin Doets 6-4 Tavis Dudeney (99,63 – 88,46)
Richard Veenstra 6-4 Karel Sedlacek (101,96 – 96,19)
Ricky Evans 6-4 Jim Long (86,65 – 86,55)
Sebastian Bialecki 6-1 Arno Merk (95,32 –
81,08)
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