In Leicester wurde am Dienstag das 15. Pro Tour Turnier des Jahres ausgetragen. Als Champion konnte sich Michael van Gerwen in die Siegerliste eintragen, es ist sein erster Ranking-Titel in 2026. Im Finale setzte er sich gegen seinen Landsmann Dirk van Duijvenbode mit 8:5 durch. Einen starken Tag erwischte Martin Schindler, der bis ins Halbfinale kam. Ins Boardfinale schafften es Leon Weber und Niko Springer.
Van Gerwen nicht aufzuhalten
Seinen ersten Ranking-Titel des Jahres hat Michael van Gerwen heute eingefahren. Es ist sein erster Floor-Sieg seit Oktober 2024. „Mighty Mike“ startete mit 6:4-Siegen gegen Dennie Olde Kalter, Adam Lipscombe und Ross Smith in den Tag. So richtig viel deutete erstmal nicht auf die Leistungen hin, die dann folgen sollten. Mit einem 102er-Average besiegte er Gian van Veen. Im Viertelfinale nahm er dann Beau Greaves aus dem Turnier und dann ließ er eine unglaubliche Partie gegen Martin Schindler gucken. Fünfmal checkte der Niederländer in der vierten Aufnahme und das legte den Grundstein für den 7:0-Sieg.
Somit ging es ins Finale gegen Dirk van Duijvenbode – das ganze übrigens auch unter den Augen von unserem Redakteur Marvin van den Boom, der heute zusammen mit Adrian Geiler den PDC-Livestream kommentieren durfte. Das Endspiel eröffnete „Mighty Mike“ in 17, 16 und 15 Darts ganz nach seinem Geschmack, ehe van Duijvenbode erstmals aufs Scoreboard kam. Nach dem 4:2 für MvG konnte sich dann aber „The Titan“ gleich drei Legs in Folge sichern, es kam zum 5:5-Ausgleich. Nun steigerte sich der dreifache Weltmeister mit zwei 11-Dartern nochmal, ehe er 65 Punkte zum Sieg checkte.
Schindler gelingt wichtiger Halbfinaleinzug
Martin Schindler erwischte beim heutigen Pro Tour Turnier einen starken Tag. Für „The Wall“ ging es letztlich bis ins Halbfinale und auf dem Weg dorthin überzeugte er spielerisch mit guten Leistungen. Schon beim 6:2-Erfolg gegen Bradley Brooks ließ er nichts anbrennen, es folgte der 6:3-Sieg gegen den Waliser Rhys Griffin. Eine absolute Gala-Vorstellung gegen Darius Labanauskas wurde mit einem 114er-Average und dem 6:2-Sieg belohnt, sodass es im Achtelfinale gegen Wessel Nijman ging. Aber auch hier ließ sich Schindler mit einem 106er-Schnitt nicht aufhalten.
Das Viertelfinale gegen Ritchie Edhouse war eine deutliche Angelegenheit für den gebürtigen Strausberger, der sich mit 6:2 behauptete. Im Semifinale erwartete ihn dann aber eine ungeahnte Machtdemonstration von Michael van Gerwen. 122,34 Punkte spielte der Niederländer im Average, Schindler erhielt mit einem 109er-Schnitt nicht einen Checkdart. So gab es den Whitewash, trotzdem bleibt ein unfassbar wichtiges Ergebnis in diesem Turnier stehen. Damit ist der Deutsche in allen Majorraces auch wieder mit dabei.
Weber und Springer im Boardfinale
Ein schönes Ergebnis hat Leon Weber mit dem Erreichen des Boardfinals erzielt. Am Wochenende stand er noch für Olympia Koblenz am Bundesliga-Oche und sorgte heute mit einem 6:2-Erfolg über Michael Smith für einen sehr ordentlichen Start mit vier 180ern und einem Average von rund 100. Auch Joe Hunt ließ er mit 6:2 komfortabel hinter sich. Das Aus gegen Stephen Bunting ging dann mit einer abflachenden Leistung einher, beim 1:6 war das Scoring nicht gut genug.
Mit einem Monster-Average von 112 Punkten ist Niko Springer zum 6:1-Sieg gegen Christopher Wickenden ins Turnier gestartet. Danach überstand er einige Matchdarts von Madars Razma, der seinen Gegner wieder einmal etwas runterzog. Gegen Joe Cullen war dann nichts zu machen, der „Rockstar“ spielte 107 im Schnitt und dem Tempo konnte der „Meenzer Bub“ nicht folgen.
Kein weiterer Sieg für die DACH-Region
Für alle anderen deutschsprachigen Spieler war bereits nach der ersten Runde wieder Feierabend. Ricardo Pietreczko kassierte einen Whitewash von Wessel Nijman, während Marvin Kraft eine ordentliche Leistung gegen Ryan Searle mit 3:6 nicht reichte. Rusty-Jake Rodriguez suchte auch beim 4:6 gegen Greg Ritchie vergeblich seine Form, Stefan Bellmont blieb gegen Ross Smith (2:6) in den Statistiken auch deutlich unter seinen Erwartungen. Max Hopp spielte zwar 101 Punkte im Schnitt und damit auch rund 10 Punkte mehr als Adam Lipscombe, unterlag aber dennoch mit 2:6.
Arno Merk und Pascal Rupprecht holten jeweils nur ein Leg gegen Jeffrey de Graaf und Tommy Morris. Kai Gotthardt wurde von Niall Culleton mit 6:3 bezwungen, Gabriel Clemens reichte ein absolutes Topspiel gegen Stephen Bunting nicht aus. Mensur Suljovic unterlag im Decider gegen Joe Hunt, auch Dominik Grüllich hatte im Entscheidungsleg gegen Kim Huybrechts das Nachsehen. Für Lukas Wenig gab es eine 0:6-Packung gegen Joe Cullen, ebenfalls chancenlos war Yorick Hofkens gegen Andy Boulton.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Morgen findet in Leicester das 16. Players Championship des Jahres statt. PDC.TV überträgt das Geschehen erneut auf vier Boards live.
Players Championship 2026 – Nr. 15:
Dienstag, 12. Mai, Mattioli Arena – Leicester
1. Runde:
Board 1
Wessel Nijman (1) 6-0 Ricardo Pietreczko
(88,41 – 76,31)
Chris Landman 6-5 Connor Scutt
Sebastian Bialecki (32) 6-3 Peter Wright
Tommy Lishman 6-1 Jeffrey De Zwaan
Board 2
Ryan Searle (16) 6-3 Marvin Kraft (93,89 –
88,51)
Darius Labanauskas 6-1 Jack Tweddell
Martin Schindler (17) 6-2 Bradley Brooks
(97,09 – 92,52)
Rhys Griffin 6-4 Wesley Plaisier
Board 3
Kevin Doets (8) 6-0 Rob Owen
Martijn Dragt 6-3 David Sharp
Karel Sedlacek (25) 6-2 Stefaan Henderyck
Ritchie Edhouse 6-4 Alexander Merkx
Board 4
Keane Barry 6-5 Luke Woodhouse (9)
Greg Ritchie 6-4 Rusty-Jake Rodriguez (80,35 –
79,34)
Cameron Menzies (24) 6-3 Adam Leek
Stephen Rosney 6-5 Ted Evetts
Board 5
Ross Smith (4) 6-2 Stefan Bellmont (83,13 –
78,17)
Cam Crabtree 6-4 Daniel Ayres
Michael van Gerwen (29) 6-4 Dennie Olde Kalter
Adam Lipscombe 6-2 Max Hopp (91,77 –
100,97)
Board 6
Gian van Veen (13) 6-5 Harry Ward
Steve Lennon 6-0 Tyler Thorpe
William O’Connor (20) 6-3 Ricky Evans
Mickey Mansell 6-2 Callan Rydz
Board 7
Jonny Clayton (5) 6-2 Jack Aldridge
Scott Waites 6-5 Nathan Potter
Dave Chisnall (28) 6-5 Levy Frauenfelder
Jurjen van der Velde 6-0 Adam Warner
Board 8
Beau Greaves 6-2 Damon Heta (12)
Jeffrey De Graaf 6-1 Arno Merk (95,34 –
84,11)
Andrew Gilding (21) 6-4 Thibault Tricole
Nick Kenny 6-2 Tom Bissell
Board 9
Chris Dobey (2) 6-2 Benjamin Pratnemer
Owen Bates 6-1 Sietse Lap
Richard Veenstra (31) 6-2 Jimmy van Schie
Maik Kuivenhoven 6-4 Thomas Lovely
Board 10
Mario Vandenbogaerde 6-5 Niels Zonneveld (15)
Darryl Pilgrim 6-5 Charlie Manby
Dirk van Duijvenbode (18) 6-4 Tytus Kanik
Niall Culleton 6-3 Kai Gotthardt (90,91 –
88,27)
Board 11
Josh Rock (7) 6-5 Stephen Burton
Tom Sykes 6-2 Christian Kist
Ryan Meikle 6-4 Rob Cross (26)
Tommy Morris 6-1 Pascal Rupprecht (99,06 –
84,80)
Board 12
Cristo Reyes 6-3 James Wade (10)
Mervyn King 6-3 Marvin van Velzen
Ryan Joyce (23) 6-1 Filip Bereza
Derek Coulson 6-4 Raymond van Barneveld
Board 13
Stephen Bunting (3) 6-2 Gabriel Clemens
(105,46 – 107,12)
Adam Paxton 6-2 Adam Gawlas
Leon Weber 6-2 Michael Smith (30) (99,39 –
94,62)
Joe Hunt 6-5 Mensur Suljovic (94,95 –
91,52)
Board 14
Ian White 6-4 Krzysztof Ratajski (14)
Justin Hood 6-2 Samuel Price
Daryl Gurney (19) 6-2 Martin Lukeman
Andy Boulton 6-1 Yorick Hofkens (92,04 –
82,76)
Board 15
Jermaine Wattimena (6) 6-3 Tavis Dudeney
Jim Long 6-2 Brendan Dolan
Kim Huybrechts (27) 6-5 Dominik Grüllich
(92,08 – 81,91)
Dimitri Van den Bergh 6-5 Shane McGuirk
Board 16
Niko Springer (11) 6-1 Christopher Wickenden
(112,48 – 88,40)
Madars Razma 6-3 Cor Dekker
Joe Cullen (22) 6-0 Lukas Wenig (92,02 –
83,44)
Alan Soutar 6-1 Jeffrey Sparidaans
2. Runde:
Wessel Nijman 6-2 Chris Landman
Sebastian Bialecki 6-3 Tommy Lishman
Darius Labanauskas 6-5 Ryan Searle
Martin Schindler 6-3 Rhys Griffin (99,00 –
103,01)
Martijn Dragt 6-4 Kevin Doets
Ritchie Edhouse 6-5 Karel Sedlacek
Keane Barry 6-3 Greg Ritchie
Cameron Menzies 6-2 Stephen Rosney
Ross Smith 6-1 Cam Crabtree
Michael van Gerwen 6-4 Adam Lipscombe
Gian van Veen 6-5 Steve Lennon
Mickey Mansell 6-3 William O’Connor
Jonny Clayton 6-3 Scott Waites
Dave Chisnall 6-2 Jurjen van der Velde
Beau Greaves 6-4 Jeffrey De Graaf
Nick Kenny 6-5 Andrew Gilding
Chris Dobey 6-3 Owen Bates
Richard Veenstra 6-1 Maik Kuivenhoven
Darryl Pilgrim 6-2 Mario Vandenbogaerde
Dirk van Duijvenbode 6-2 Niall Culleton
Josh Rock 6-2 Tom Sykes
Tommy Morris 6-3 Ryan Meikle
Mervyn King 6-5 Cristo Reyes
Derek Coulson 6-4 Ryan Joyce
Stephen Bunting 6-1 Adam Paxton
Leon Weber 6-2 Joe Hunt (84,37 –
89,93)
Ian White 6-4 Justin Hood
Andy Boulton 6-0 Daryl Gurney
Jermaine Wattimena 6-2 Jim Long
Kim Huybrechts 6-4 Dimitri Van den Bergh
Niko Springer 6-5 Madars Razma (91,47 –
95,20)
Joe Cullen 6-4 Alan Soutar
Verlierer: £1.250
3. Runde:
Wessel Nijman 6-4 Sebastian Bialecki
Martin Schindler 6-2 Darius Labanauskas
(113,79 – 98,16)
Ritchie Edhouse 6-5 Martijn Dragt
Keane Barry 6-2 Cameron Menzies
Michael van Gerwen 6-4 Ross Smith
Gian van Veen 6-3 Mickey Mansell
Dave Chisnall 6-5 Jonny Clayton
Beau Greaves 6-4 Nick Kenny
Chris Dobey 6-2 Richard Veenstra
Dirk van Duijvenbode 6-1 Darryl Pilgrim
Josh Rock 6-2 Tommy Morris
Derek Coulson 6-5 Mervyn King
Stephen Bunting 6-1 Leon Weber (89,78 –
81,27)
Andy Boulton 6-4 Ian White
Kim Huybrechts 6-3 Jermaine Wattimena
Joe Cullen 6-1 Niko Springer
(107,11 – 97,30)
Verlierer: £2.000
Achtelfinale:
Martin Schindler 6-5 Wessel Nijman
(105,90 – 100,81)
Ritchie Edhouse 6-2 Keane Barry (97,02 – 84,38)
Michael van Gerwen 6-4 Gian van Veen (101,92 –
86,36)
Beau Greaves 6-3 Dave Chisnall (87,72 – 88,32)
Dirk van Duijvenbode 6-4 Chris Dobey (103,58 –
104,43)
Josh Rock 6-5 Derek Coulson (89,88 – 89,78)
Stephen Bunting 6-3 Andy Boulton (106,85 –
89,14)
Joe Cullen 6-2 Kim Huybrechts (89,15 – 88,21)
Verlierer: £3.000
Viertelfinale:
Martin Schindler 6-2 Ritchie Edhouse (97,92
– 88,50)
Michael van Gerwen 6-2 Beau Greaves (102,47 –
97,02)
Dirk van Duijvenbode 6-3 Josh Rock (97,95 – 95,93)
Stephen Bunting 6-3 Joe Cullen (94,39 – 91,00)
Verlierer: £4.000
Halbfinale:
Michael van Gerwen 7-0 Martin Schindler
(122,34 – 108,78)
Dirk van Duijvenbode 7-5 Stephen Bunting
(100,64 – 97,36)
Verlierer: £6.500
Finale:
Michael van
Gerwen 8-5 Dirk van Duijvenbode (106,57
– 101,86)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Preisgeld 2026:
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250
Summe pro Event: £150.000
Modus 2026:
Spiele bis zum
Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
TV-Übertragung 2026:
Die Pro Tour Turniere werden nicht
im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es
gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier
Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen
Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.
Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite
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Foto-Credit: Michael Cooper (PDC)
[ks]
