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German Darts Open: Van Barneveld setzt Ausrufezeichen, Deutsche scheitern

Freitag, 26. April 2019 23:17 - Dart News von dartn.de

Raymond van Barneveld

Ohne Pause geht es auf der European Tour weiter, nach dem German Darts Grand Prix in München steigen in der Saarlandhalle in Saarbrücken nun die German Darts Open. Am ersten Turniertag waren die Ergebnisse aus deutscher Sicht sehr unerfreulich. Alle fünf mussten sich geschlagen geben, die beste Statistik lieferte noch Gabriel Clemens gegen einen wiedererstarkten Raymond van Barneveld. Zudem sorgte Steve Beaton für einen 9-Darter.

Nachmittags-Session:

Koch unterliegt bei Debüt

Bei seinem European Tour Debüt musste sich Karsten Koch mit 4:6 gegen Vincent van der Meer geschlagen geben. Ein 20-Darter des Niederländers eröffnete die Begegnung, es folgte ein 72er-Checkout des Deutschen zum Ausgleich. Van der Meer brachte sein Leg problemlos durch und zwei weitere 16-Darter des Tourcardhalters bedeuteten das 4:1, Koch fand weiterhin überhaupt nicht zu seinem Spiel und lag unter 70 im Average. Mit einem 12-Darter brachte sich van der Meer vor die Ziellinie, doch der Super League Spieler konnte immerhin noch das 2:5 machen. Auch der dritte Dart auf ein Doppel fand sein Ziel bei Koch, van der Meer ließ nun einen Matchdart nach dem anderen aus und Koch checkte erneut aus dem Hinterhalt. Nun aber war es Koch, der erstmals seine Chancen liegen ließ und van der Meer machte doch noch das Match zu.

Beaton mit 9-Darter

In den letzten Jahren lag noch ein Fluch auf dem 9-Darter, nun ist im vierten European Tour Event des Jahres bereits der dritte dieser Sorte gefallen. Verantwortlich für diesen am heutigen Freitag kein geringer als Steve Beaton, der den Weg 177-180 und T20-T20-D12 ging. Dies tat der "Bronzed Adonis" im zweiten Leg, auch sonst hatte der Altmeister gegen Kirk Shepherd alles im Griff, am Ende stand ein souveräner 6:3-Erfolg zu Buche, mit dem perfekten Leg und einem Average über 100 als Highlight.

Zum Auftakt des Turniers setzte sich James Richardson im Decider gegen Wayne Jones durch. Richardson erwischte einen guten Start und holte sich die ersten beiden Legs, Jones konterte mit einem 139er-Finish und glich in 13 Darts aus. Bis zum 5:5 blieb nun alles in der Reihe, zwischendurch checkte Richardson 121 Punkte auf dem Bullseye. Den Decider durfte Jones beginnen, doch Richardson scorte besser und spielte in 15 Darts seinen Stiefel runter.

Überraschend deutlich setzte sich Mickey Mansell mit 6:3 gegen Steve West durch. Nach zwei Legs hieß es noch 1:1, anschließend spielte West aber deutlich unter seinen Möglichkeiten und so hatte Mansell in 14, 15, 12, 18 zunächst leichtes Spiel. In 16 und 14 Darts kam West nochmal rein, verpasste dann aber drei Darts zum 4:5 und Mansell checkte 96 Punkte zum Sieg.

Im Duell zwischen Jamie Hughes und Brendan Dolan war der Tourneuling zu stark für den "History Maker", obwohl dieser einen 105er Average an den Tag legte. Gleich im ersten Leg gelang Hughes ein 98er Checkout zum Break, Dolan machte in 12 Darts das direkte Rebreak. Auch Hughes spielte jetzt einen 12-Darter zum 2:1, Dolan glänzte im Anschluss mit einem 136er Highfinish zum nächsten Checkout in der vierten Aufnahme. 2 Legdarts ließ der Nordire aus und "Yozza" ging erneut in Front. Beide Spieler schafften jeweils zwei Holds, bevor Hughes im zehnten Leg der Partie 122 Punkte zum 12-Darter und Matchgewinn nullte.

Nach dem Match nahm sich der Mann aus Tipton Zeit für ein Interview:


Ein enges Spiel gab es zwischen Mike de Decker und David Pallett, das am Ende Pallett im Decider für sich entscheiden konnte. Bis zum Stand von 3:3 gab es nur Holds, im siebten Leg konnte Pallett mit einem 80er-Finish breaken und legte in 17 Darts nach. De Decker kämpfte sich jedoch mit zwei Legs in Serie noch in den Decider, in dem er ein 115er-Finish zum Match knapp verpasste. Pallett hatte zuvor Druck gemacht und traf seinen einzigen Matchdart auf der D16.

Einen 6:0-Whitewash feierte Luke Humphries über Pavel Jirkal. Humphries dominierte das Spiel nach Belieben und gönnte seinem tschechischen Gegner in 13, 21, 16, 14, 17 und 11 Darts keinen Legerfolg. Nach dem Spiel verriet uns "Cool Hand Luke", wie wichtig die Development Tour für ihn ist und was ihm zum absoluten Topspieler noch fehlt:


Lange Zeit war von Jerry Hendriks auf der Tour nichts zu sehen, heute besiegte er James Wilson zum Abschluss der Nachmittags-Session mit 6:3. In einem eher schwachen Spiel kam Hendriks mit zwei Leggewinnen rein, Wilson checkte 81 Punkte auf dem Bullseye. Anschließend zog der Niederländer auf 4:1 davon, Wilson fand nicht zu seinem Spiel. Der "Jammie Dodger" kam zwar nochmal auf 3:5 ran, aber auf der D1 machte Hendriks das Match zu.

Abend-Session:

Clemens scheitert gegen van Barneveld

Gabriel Clemens musste sich bei seinem Heimspiel einem gut aufgelegten Raymond van Barneveld geschlagen geben. Das erste Leg ging mit den Darts in 16 Würfen an van Barneveld, daraufhin checkte er ein 141er-Highfinish zum 2:0. Auch der dritte Durchgang ging an "Barney", der in 12 Darts seinen Average auf 114 Punkte hochschraubte. Mit einem 17-Darter kam der Lokalmatador aufs Scoreboard, doch ein 116er Checkout vom mehrfachen Weltmeister ließ Clemens wieder keine Chance zum Break. In der sechsten Aufnahme konnte Clemens die Doppel 10 treffen und verkürzte auf 2:4. Die verpasste Doppel 12 vom "German Giant" wurde direkt bestraft, mit einem 15-Dater verteidigte er seinen Anwurf. Mehr als drei Legs gab es für den Saarländer aber nicht zu holen, denn bei eigenem Anwurf brachte van Barneveld das Spiel in der fünften Aufnahme nach Hause.

Van Barneveld stand dartn.de im Anschluss Rede und Antwort:

Köhnlein unterliegt glanzlos

Das European Tour Debüt von Thomas Köhnlein verlief nur wenig erfolgreich, gegen Dimitri van den Bergh setzte es für den Super League Spieler eine klare 2:6-Niederlage. In 19 und 17 Darts gingen die ersten beiden Legs an den Jugendweltmeister. Mit einem 80er Finish konnte Köhnlein seinen ersten Leggewinn verbuchen. Nachdem van den Bergh auch in der achten Aufnahme checken durfte, da sein Gegner die Doppel nicht traf, schien das Spiel entschieden zu sein. In 19 und 18 Darts konnte der "Dream Maker" mit 5:1 davoneilen. Auf der Doppel 5 verwandelte Köhnlein seinen 18. Dart aufs Doppel in der Partie. Mit einem 16-Darter machte der Belgier das Spiel zu, auch wenn es total unter seinen Möglichkeiten lag.

Wenig macht Lust auf Mehr

Trotz ansprechender Leistung unterlag Lukas Wenig bei seinem Euro Tour Debüt gegen Chris Dobey mit 4:6. Im ersten Leg verpasste Wenig dreimal die Doppel, ein 76er-Finish korrigierte dies. Im dritten Leg checkte der gebürtige Marburger 101 Punkte aus, es folgte ein 18-Darter zum 3:1. Die folgenden beiden Legs wurden aufgeteilt, anschließend verpasste der Deutsche zwei Darts zum 5:2 und Dobey nutzte dies und glich wenig später aus. Davon konnte sich Wenig nicht mehr erholen, da Dobey in zweimal 15 Darts das Spiel beendete, zudem stylistisch mit einem 106er-Finish.

Münch weiter ohne Sieg auf der Euro Tour

Es bleibt eine Negativserie auf der European Tour für Kevin Münch, immer noch bleibt der Bochumer sieglos. In 19 Darts ging das erste Leg an seinen Kontrahenten Steve Lennon, doch dann packte Münch unter Druck ein 164er Checkout aus. Zwei 18-Darter von Lennon bedeuteten das Hold und das folgende Break zum 3:1, nachdem Münch seine zwei Legdarts ausließ. Auch danach kam nicht mehr viel vom "Dragon" und Lennon holte sich in 13, 14 und 14 Darts drei Legs in Serie zum deutlichen 6:1 Erfolg.

Seine gute Form aus München mitnehmen konnte Ted Evetts, der beim 6:1 über den Niederländer Vincent Kamphuis keine Probleme hatte. Evetts startete mit einem 68er-Finish und legte in 17, 13 und 16 Darts nach. Mit einem 76er-Finish holte sich Kamphuis sein erstes und auch einziges Leg, denn "Super Ted" bereitete in 13 und 14 Darts dem Match ein schnelles Ende.

Auch Nathan Aspinall gab sich bei seinem 6:1-Erfolg über Dennis Nilsson keine Blöße. 29 Darts brauchte Aspinall für die ersten zwei Legs, wenig später checkte der amtierende UK Open Champion 140 Punkte zum 4:1. Nachdem Nilsson das 120er-Shanghai verpasste, war die Messe gelesen und Aspinalls dritter Matchdart fand sein Ziel.

Im Duell zwei bekannter Namen behielt Jeffrey de Zwaan mit 6:3 über Kyle Anderson die Oberhand. De Zwaan eröffnete mit einem 100er-CO, es folgten zwei weitere starke Legs in 13 und 11 Darts. Anderson ließ sich davon nicht beeindrucken und gewann seinerseits drei Legs in Serie, das Spiel startete also von neu. Sein Gegner konnte aber nochmal das Tempo erhöhen und zog in 17 und 12 Darts nochmal davon. Nachdem "The Original" zwei Doppel zum 4:5-Anschluss verpasste, ließ de Zwaan sich nicht zweimal bitten und finishte die D20 zum Sieg.

Auch der Gegner des Titelverteidigers wurde ermittelt, Stephen Bunting konnte sich gegen John Henderson behaupten. Nach drei Holds in Serie setzte Henderson mit einem 81er Bullfinish zum 12-Darter einen ersten wichtigen Akzent. Bunting konterte direkt in 13 Darts mit einer 180 und glich im Anschluss in der siebenten Aufnahme aus. Bunting ging mit einem 15-Darter voraus, Henderson zog mit einem 83er Checkout in der fünften Aufnahme nach. Dieses Mal hielt Henderson seinen Anwurf, "The Bullet" schlug mit einem 16-Darter zu und brachte das Spiel wieder zum Ausgleich. Ein 142er Checkout zum Sieg des Schotten setzte dem Match ein spektakuläres Ende.

 

Morgen startet dann Titelverteidiger Max Hopp gegen John Henderson ins Turnier, auch alle anderen Topfavoriten um Michael van Gerwen werden zum ersten Mal ans Oche treten. Die Nachmittags-Session beginnt um 13 Uhr MEZ, die Abend-Session um 19:15 Uhr MEZ. PDC-TV HD überträgt live.

 

Ergebnisse Freitag:

Freitag, 26.04.2019
Nachmittags-Session:

Erste Runde:
James Richardson 6-5 Wayne Jones (98,06 - 94,61)
Mickey Mansell 6-3 Steve West (94,63 - 88,59)
Jamie Hughes 6-4 Brendan Dolan (100,37 - 105,54)
Karsten Koch 4-6 Vincent van der Meer (71,31 - 81,21)
Mike de Decker 5-6 David Pallett (93,79 - 91,34)
Pavel Jirkal 0-6 Luke Humphries (87,53 - 98,02)
Kirk Shepherd 3-6 Steve Beaton (93,22 - 102,78)
Jerry Hendriks 6-3 James Wilson (84,89 - 83,52)

Freitag, 26.04.2019
Abend-Session:

Erste Runde:
Ted Evetts 6-1 Vincent Kamphuis (99,58 - 79,03)
Nathan Aspinall 6-1 Dennis Nilsson (95,80 - 85,03)
Lukas Wenig 4-6 Chris Dobey (86,65 - 87,23)
Kyle Anderson 3-6 Jeffrey de Zwaan (95,60 - 102,82)
Dimitri van den Bergh 6-2 Thomas Köhnlein (80,42 - 78,35)
Gabriel Clemens 3-6 Raymond van Barneveld (92,23 - 99,47)
Stephen Bunting 5-6 John Henderson (94,59 - 96,48)
Kevin Münch 1-6 Steve Lennon (78,27 - 91,97)

Vorschau auf den 2. Turniertag:

Samstag, 27.04.2019
Nachmittags-Session:
 (13.00 Uhr MEZ)
Zweite Runde:
Darren Webster (15) - Vincent van der Meer
Simon Whitlock (14) - Jamie Hughes
Joe Cullen (11) - Jerry Hendriks
Daryl Gurney (12) - David Pallett
Adrian Lewis (7) - James Richardson
Gerwyn Price (3) - Steve Beaton
Ian White (2) - Jeffrey de Zwaan
James Wade (8) - Luke Humphries

Samstag, 27.04.2019
Abend-Session:
(19.15 Uhr MEZ)
Zweite Runde:
Dave Chisnall (13) - Ted Evetts
Jonny Clayton (9) - Nathan Aspinall
Rob Cross (6) - Chris Dobey
Peter Wright (4) - Steve Lennon
Max Hopp (10) - John Henderson
Mensur Suljovic (5) - Mickey Mansell
Michael van Gerwen (1) - Dimitri van den Bergh
Jermaine Wattimena (16) - Raymond Van Barneveld

Preisgelder European Tour 2019:

Ausgespielt werden insgesamt £140.000 pro Turnier, der Sieger geht mit £25.000 (ca. 30.000 €) nach Hause.

Sieger: £25.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £5.000
Achtelfinale: £3.000
2.Runde: £2.000
1.Runde: £1.000

Gesamt: £140.000

Weitere Informationen:

Alle Infos zu den German Darts Open [Turnierseite]
Alle Infos zur European Tour 2019 [European Tour]
Für Diskussionen und Fragen zum Turnier [Dart Forum]

TV-Übertragung:
European Tour Turniere werden NICHT im TV übertragen. Es sind eher kleinere Turniere, sie sind nicht einmal in Großbritannien live zu sehen. Die einzige Möglichkeit diese Turniere zu verfolgen ist der offizielle, kostenpflichtige Livestream der PDC unter PDC-TV HD. Außerdem übertragen auch diverse Wettanbieter wie auch der österreichische Streaminganbieter laola1.tv die Turniere der European Tour.

Foto-Credit: Sven Neuschaefer-Rube

[mvdb/ks]

Quelle: PDC Europe

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