In Milton Keynes wurde die 20. Players Championship des Jahres ausgetragen. Dabei sicherte sich Ross Smith seinen mittlerweile dritten Saisontitel, womit er nun auch in der Pro Tour Rangliste auf Position 2 steht. Im Finale triumphierte der „Smudger“ mit 8:5 gegen William O’Connor. Gleich vier Deutsche schafften es derweil ins Boardfinale, wo dann aber für alle Endstation war.
Ross Smith schlägt erneut zu
Bereits seinen dritten PDC-Titel des Jahres hat Ross Smith am Mittwoch in Milton Keynes eingefahren. Dazu spielte der „Smudger“ auch teils ganz große Averages, so auch nach dem 6:3-Sieg gegen Cor Dekker in Runde 1. Gegen Dominik Grüllich (6:0), Ian White (6:1) und Cristo Reyes (6:2) waren es jeweils dreistellige Averages, im Duell mit dem „Diamond“ sogar 109 Punkte. So stand Smith im Viertelfinale, wo er den Überraschungsmann Andy Boulton mit 6:2 bezwang. Erst im Entscheidungsleg siegte Smith gegen Henry Coates, der als Nachrücker von der Challenge Tour sogar Matchdarts für den Finaleinzug bekam.
Im Endspiel traf Ross Smith dann auf William O’Connor. Der Ire ist aktuell in einer herausragenden Verfassung, war aber dem 107er-Average im Finale nicht ganz gewachsen. Das Finale startete mit 2:2 noch ausgeglichen, dann konnte der „Smudger“ aber zweimal in der fünften Runde checken und sich damit eine Zwei-Leg-Führung erarbeiten. Diese hielt er dann auch bis zum 6:4, weil Smith in seinen Anwurflegs durch Checkouts in 11 und 12 Darts überhaupt nichts anbrennen ließ. O’Connor sicherte sich noch ein Leg, ehe Smith zweimal in der fünften Runde zum Sieg checkte.
Sein erstes Players Championship Halbfinale gab es nicht nur für Henry Coates, sondern auch für Richard Veenstra. Wie gestern ging es für Mervyn King ins Achtelfinale, der gestrige Sieger Jeffrey de Graaf schied in Runde 3 trotz 101er-Average gegen Danny Noppert aus, während Gian van Veen in diesem Block gänzlich ohne Preisgeld blieb.
Deutsches Quartett im Boardfinale raus
Gleich vier Deutsche sind ins Boardfinale eingezogen, auch wenn es dann kollektiv nicht mehr weiterging. So hatte Martin Schindler mit Arno Merk und Mike de Decker bei den 6:3-Siegen jeweils keine große Mühe. Dann wurde „The Wall“ aber per Whitewash von William O’Connor abgewatscht. Mit der Deutlichkeit der Siege von Kai Gotthardt über Christian Kist (6:1) und Dirk van Duijvenbode (6:0) war so nicht zu rechnen. Nach dem dreistelligen Schnitt gegen „The Titan“ ließ Gotthardt aber nach und so gab es eine 2:6-Niederlage gegen Cristo Reyes.
Auf dem Weg in die Letzten 32 besiegte auch Lukas Wenig einen ehemaligen Weltmeister. Nach dem 6:4-Erfolg über Jim Long setzte sich „Luu“ mit 6:3 gegen Gary Anderson durch. Ihn ereilte das Aus gegen Chris Dobey, Wenig stand im Decider auf 16 Rest. Nach acht sieglosen Pro Tour Turnieren konnte Ricardo Pietreczko sein Selbstbewusstsein etwas aufpolieren. Von Keane Barry (6:2) und Charlie Manby (6:1) ließ er sich nicht aufhalten, war dann aber gegen Henry Coates (1:6) ziemlich chancenlos.
Weber, Grüllich und Suljovic mit Auftaktsieg
Für Leon Weber wäre derweil auch deutlich mehr drin gewesen als die zweite Runde: Im ersten Spiel hatte er ein klares 6:1 über Thomas Lovely gefeiert, ehe es gegen Mickey Mansell mit 4:6 rausging. Beide fielen nach holprigem Start und besserem Mittelteil wieder unter einen 80er-Schnitt, weil auch einige Doppel ausgelassen wurden.
Anders sah das bei Dominik Grüllich und Mensur Suljovic aus. Grüllich hatte auch mit dem nötigen Glück und überstandenen Matchdarts noch ein 1:5 gegen Adam Paxton gedreht. Dann war mit 0:6 gegen Ross Smith Endstation, weil der Engländer bis auf ein schwaches Leg nie mehr als 14 Pfeile benötigte. Suljovic hatte keine Mühe mit Nachrücker Levy Frauenfelder (6:2), verlor mit 1:6 aber ebenso deutlich in Runde 2 gegen Mervyn King.
Kein Sieg für Hopp und Clemens
Jeweils ein bitteres Erstrundenaus trotz starker Leistung gab es für Max Hopp und Gabriel Clemens. Der „Maximiser“ musste sich trotz des zehn Punkte höheren Averages dem frisch gebackenen European-Tour-Sieger Luke Woodhouse geschlagen geben (3:6). Für den Saarländer reichte beim 4:6 gegen Daryl Gurney sogar ein dreistelliger Punkteschnitt nicht aus.
Für Arno Merk war im deutschen Duell mit Martin Schindler Schluss, wohingegen Marvin Kraft dem Iren Shane McGuirk 4:6 unterlag. Yorick Hofkens hatte beim 5:6 gegen Jimmy van Schie den Nachteil des verlorenen Bullwurfs. Eine gute Leistung von Rusty-Jake Rodriguez reichte gegen Martijn Dragt nicht für mehr als drei Legs, Stefan Bellmont kam auf überschaubarem Niveau immerhin auf vier Durchgänge gegen Jermaine Wattimena.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Freitag und Samstag geht es dann mit dem nächsten World Series Event, dem Nordic Darts Masters in Kopenhagen weiter. DAZN und Pluto TV übertragen an beiden Tagen live.
Players Championship 2026 – Nr. 20:
Mittwoch, 03. Juni , Marshall Arena – Milton Keynes
1. Runde:
Board 1
Madars Razma 6-5 Bradley Brooks (32)
Tom Bissell 6-4 Stefaan Henderyck
Wessel Nijman (1) 6-3 Jeffrey Sparidaans
Connor Scutt 6-4 Adam Gawlas
Board 2
William O’Connor (17) 6-3 Viktor Tingström
Shane McGuirk 6-4 Marvin Kraft (91,06 –
90,58)
Martin Schindler (16) 6-3 Arno
Merk (90,41 – 85,45)
Mike De Decker 6-1 David Sharp
Board 3
Joe Hunt 6-5 Kim Huybrechts (25)
Adam Lipscombe 6-4 Dennie Olde Kalter
Josh Rock (8) 6-2 Christopher Wickenden
Rob Owen 6-3 Tommy Lishman
Board 4
Dave Chisnall (24) 6-2 Greg Ritchie
Harry Ward 6-5 Jurjen van der Velde
Benjamin Pratnemer 6-4 Jonny Clayton (9)
Tyler Thorpe 6-2 Tommy Morris
Board 5
Mensur Suljovic (29) 6-2 Levy Frauenfelder
(89,50 – 81,25)
Mervyn King 6-1 Rhys Griffin
Luke Woodhouse (4) 6-3 Max Hopp (87,51 –
97,95)
Jack Tweddell 6-3 Thibault Tricole
Board 6
Daryl Gurney (20) 6-4 Gabriel Clemens
(103,13 – 100,59)
Nathan Potter 6-3 Justin Hood
Krzysztof Ratajski (13) 6-2 Chris Landman
Stephen Burton 6-3 Adam Leek
Board 7
Richard Veenstra (28) 6-1 Martin Lukeman
Marvin van Velzen 6-1 Tavis Dudeney
Jermaine Wattimena (5) 6-4 Stefan Bellmont
(90,99 – 80,59)
Jack Aldridge 6-4 Samuel Price
Board 8
Rob Cross (21) 6-1 Sietse Lap
Martijn Dragt 6-3 Rusty-Jake Rodriguez (92,02
– 94,68)
Scott Williams 6-4 Gian van Veen (12)
Callan Rydz 6-4 Jeffrey De Zwaan
Board 9
Raymond van Barneveld 6-5 Alan Soutar (31)
Ian White 6-4 Peter Wright
Ross Smith (2) 6-3 Cor Dekker
Dominik Grüllich 6-5 Adam Paxton (80,57 –
80,15)
Board 10
Owen Bates 6-0 Ryan Joyce (18)
Cristo Reyes 6-3 Ritchie Edhouse
Dirk van Duijvenbode (15) 6-3 Filip Bereza
Kai Gotthardt 6-1 Christian Kist (90,97 –
80,43)
Board 11
Sebastian Bialecki (26) 6-1 Stephen Rosney
Jimmy van Schie 6-5 Yorick Hofkens (90,42 –
85,01)
Mickey Mansell 6-4 Kevin Doets (7)
Leon Weber 6-1 Thomas Lovely (93,08 –
87,76)
Board 12
Karel Sedlacek (23) 6-2 Niall Culleton
Andy Boulton 6-1 Ricky Evans
Nathan Aspinall (10) 6-5 Darryl Pilgrim
Beau Greaves 6-2 Alexander Merkx
Board 13
Gary Anderson (30) 6-4 Ryan Meikle
Lukas Wenig 6-4 Jim Long (90,19 –
89,13)
Chris Dobey (3) 6-1 Nick Kenny
Daniel Ayres 6-5 Carl Sneyd
Board 14
Joe Cullen (19) 6-4 Maik Kuivenhoven
Wesley Plaisier 6-4 Dimitri Van den Bergh
Oskar Lukasiak 6-5 Damon Heta (14)
Mario Vandenbogaerde 6-2 Aden Kirk
Board 15
Jeffrey De Graaf (27) 6-4 Tytus Kanik
Brendan Dolan 6-5 James Hurrell
Danny Noppert (6) 6-2 Cam Crabtree
Tom Sykes 6-5 Derek Coulson
Board 16
Charlie Manby 6-5 Cameron Menzies (22)
Ricardo Pietreczko 6-2 Keane Barry (80,50 –
71,83)
Andrew Gilding (11) 6-3 Adam Warner
Henry Coates 6-5 Darius Labanauskas
2. Runde:
Tom Bissell 6-1 Madars Razma
Wessel Nijman 6-2 Connor Scutt
William O’Connor 6-1 Shane McGuirk
Martin Schindler 6-3 Mike De Decker (88,39 –
83,77)
Joe Hunt 6-3 Adam Lipscombe
Rob Owen 6-2 Josh Rock
Dave Chisnall 6-4 Harry Ward
Tyler Thorpe 6-2 Benjamin Pratnemer
Mervyn King 6-1 Mensur Suljovic (86,85 –
83,28)
Luke Woodhouse 6-5 Jack Tweddell
Daryl Gurney 6-5 Nathan Potter
Krzysztof Ratajski 6-4 Stephen Burton
Richard Veenstra 6-4 Marvin van Velzen
Jermaine Wattimena 6-5 Jack Aldridge
Rob Cross 6-3 Martijn Dragt
Callan Rydz 6-3 Scott Williams
Ian White 6-5 Raymond van Barneveld
Ross Smith 6-0 Dominik Grüllich
(101,33 – 86,45)
Cristo Reyes 6-2 Owen Bates
Kai Gotthardt 6-0 Dirk van Duijvenbode
(100,20 – 84,69)
Sebastian Bialecki 6-3 Jimmy van Schie
Mickey Mansell 6-4 Leon Weber (78,31 –
79,94)
Andy Boulton 6-5 Karel Sedlacek
Nathan Aspinall 6-4 Beau Greaves
Lukas Wenig 6-3 Gary Anderson (84,69 –
87,87)
Chris Dobey 6-2 Daniel Ayres
Joe Cullen 6-4 Wesley Plaisier
Oskar Lukasiak 6-3 Mario Vandenbogaerde
Jeffrey De Graaf 6-2 Brendan Dolan
Danny Noppert 6-3 Tom Sykes
Ricardo Pietreczko 6-1 Charlie Manby (86,17 –
91,43)
Henry Coates 6-3 Andrew Gilding
Verlierer: £1.250
3. Runde:
Wessel Nijman 6-3 Tom Bissell
William O’Connor 6-0 Martin Schindler
(103,66 – 88,55)
Rob Owen 6-2 Joe Hunt
Dave Chisnall 6-3 Tyler Thorpe
Mervyn King 6-4 Luke Woodhouse
Krzysztof Ratajski 6-3 Daryl Gurney
Richard Veenstra 6-5 Jermaine Wattimena
Callan Rydz 6-3 Rob Cross
Ross Smith 6-1 Ian White
Cristo Reyes 6-2 Kai Gotthardt (91,52 –
86,23)
Mickey Mansell 6-4 Sebastian Bialecki
Andy Boulton 6-4 Nathan Aspinall
Chris Dobey 6-5 Lukas Wenig (93,48 –
94,08)
Joe Cullen 6-3 Oskar Lukasiak
Danny Noppert 6-4 Jeffrey De Graaf
Henry Coates 6-1 Ricardo Pietreczko (92,68 –
86,61)
Verlierer: £2.000
Achtelfinale:
William O’Connor 6-4 Wessel Nijman
(94,89 – 100,41)
Dave Chisnall 6-5 Rob Owen (86,46 – 92,87)
Krzysztof Ratajski 6-4 Mervyn King (93,43 – 91,00)
Richard Veenstra 6-5 Callan Rydz (88,31 – 93,19)
Ross Smith 6-2 Cristo Reyes (100,54 –
88,72)
Andy Boulton 6-4 Mickey Mansell (92,26 – 90,78)
Joe Cullen 6-4 Chris Dobey (95,37 – 93,66)
Henry Coates 6-2 Danny Noppert (99,55 – 87,63)
Verlierer: £3.000
Viertelfinale:
William O’Connor 6-4 Dave Chisnall
(89,66 – 87,00)
Richard Veenstra 6-3 Krzysztof Ratajski (94,52 –
96,76)
Ross Smith 6-2 Andy Boulton (91,22 – 83,86)
Henry Coates 6-5 Joe Cullen (91,61 – 93,90)
Verlierer: £4.000
Halbfinale:
William O’Connor 7-2 Richard Veenstra
(95,64 – 85,80)
Ross Smith 7-6 Henry Coates (92,05 – 90,24)
Verlierer: £6.500
Finale:
Ross Smith 8-5 William
O’Connor (107,01 – 93,49)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Preisgeld 2026:
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250
Summe pro Event: £150.000
Modus 2026:
Spiele bis zum
Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
TV-Übertragung 2026:
Die Pro Tour Turniere werden nicht
im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es
gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier
Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen
Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.
Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite
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Foto-Credit: PDC
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