Beau Greaves hat einnmal mehr Geschichte geschrieben. Als erstes Frau hat die Engländerin durch ihren 6:4-Auftaktsieg gegen Daryl Gurney ein Spiel auf der European Tour gewonnen. Nach Niko Springer hat es auch Martin Schindler durch ein 6:4 gegen Rob Owen in den Samstag geschafft, währenddessen alle Tschechen als auch Rob Cross und Dirk van Duijvenbode ausgeschieden sind.
Schindler kann aufatmen
Nach zuletzt vier Auftaktniederlagen auf der European Tour in Folge kann Martin Schindler nach dem 6:4-Sieg über Rob Owen ein wenig durchatmen. Mit einem 13-Darter und einem 90er-Finish erwischte Schindler einen optimalen Start, Owen traf im dritten Leg sein erstes Doppel. Mit zwei Holds ging es weiter, Schindler hielt per 80er-Finish sein Service zum 4:2. Eine mögliche Vorentscheidung verpasste „The Wall“ mit zwei vergebenen Doppeln im siebten Leg, der vierte Versuch auf der D12 saß zum 5:3. Owen scorte in dieser Phase besser und verkürzte mühelos auf 4:5, doch mit einem 68er-Finish tütete Schindler wichtige 3.500 Pfund für die diversen Ranglisten ein und durfte nach dem Matchdart endlich wieder seine Emotionen rauslassen.
Greaves schreibt mal wieder Geschichte
Sie ist es zwar mittlerweile gewohnt, doch auch heute hat Beau Greaves mal wieder ein kleines Stück Dartsgeschichte geschrieben. Als erste Frau gelang der Engländerin durch ein 6:4 über Daryl Gurney ein Sieg auf der European Tour und nahm damit auch verspätet Revanche für die Niederlage bei der PDC-WM 2026. Gurney gehörte das Eröffnungsleg, verpasste aber ein 144er-Finish zum 2:0. Dieses Checkout präsentierte der Nordire dann aber zum 3:1, Greaves stellte jedoch schnell in 14 und 13 Darts Gleichstand her. Ein 11-Darter brachte die beste Frau der Welt erstmals in Führung, Gurney verpasste daraufhin sein drittes 144er-Finish, durfte das Leg aber in der nächsten Aufnahme abstauben. Mit einem 77er-CO gegen die Darts brachte sich Greaves in Schlagdistanz zum Sieg, den sie schlussendlich auf dem Madhouse fixierte.
Woodhouse stark, de Graaf siegt zum Abschluss
Zum Auftakt in den Abend präsentierte sich Luke Woodhouse bei seinem 6:4-Erfolg gegen Connor Scutt samt 104er-Average in toller Verfassung. Beide Spieler gewannen ihr erstes Leg mit einem 11-Darter, Scutt legte ein 126er-Finish zum Break nach. Es folgten vier weitere Holds, Scutt nullte zwischendurch auch noch 111. Mit seinem persönlichen zweiten 11-Darter brachte Woodhouse das Spiel wieder in die Reihe und spielte zum Abschluss zwei 17-Darter, die ihn in den Samstag brachten.
Als letzter Spieler buchte Jeffrey De Graaf das Ticket für die zweite Runde. Gegen einen wahrlich nicht schlechten Niels Zonneveld gewann der Wahl-Schwede mit 6:3. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, nach einem 12-Darter Zonnevelds zum 2:2-Ausgleich machte sich De Graaf in 14, 12 und 19 Darts dann aber auf und davon. Ein weiteres Leg war Zonneveld noch vergönnt, doch drei Doppelpatzer im neunten Leg waren dann einfach zu viel und De Graaf beendete Spieltag 1 auf der D8.
Van Duijvenbode völlig von der Rolle, auch Cross ausgeschieden
Nach zuletzt zwei Viertelfinals auf der European Tour hat Dirk van Duijvenbode mit seinem zweitschlechtesten ET-Average aller Zeiten gegen Mario Vandenbogaerde auf ganzer Linie enttäuscht. Van Duijvenbode kam nicht über 77 hinaus, Gegner Vandenbogaerde hielt sein Spiel mit einem 80er-Schnitt auch nur unwesentlich besser zusammen. Nach verlorenem ersten Durchgang gewann „Super Mario“ fünf Legs in Folge, ohne dabei groß zu glänzen. Van Duijvenbode nullte immerhin noch 76, Vandenbogaerde erlöste beide dann mit einem 16-Darter. Einziger Trost des Tages für van Duijvenbode: Er rückt durch die Absage von Man Lok Leung ins Teilnehmerfeld der World Series of Darts Finals nach.
Auch Rob Cross muss nach der ersten Runde die Segel streichen. Eine dürftige Performance mündete in einer 4:6-Niederlage gegen Keane Barry. Bis zum 3:3 war alles in der Reihe, dann breakte Barry mit einem 114er-Check zum 4:3 und bestätigte den errungenen Vorteil auf der D6. „Dynamite“ ließ die ersten beiden Matchdarts noch verstreichen, doch ein 13-Darter war im Folgeleg mehr als ausreichend, um wie letzte Woche in Budapest den Auftakt zu überstehen.
Alle Tschechen ausgeschieden
Nachdem am Nachmittag bereits David Rosi und Jiri Brejcha chancenlos waren, schieden am Abend auch die höher dekorierten Adam Gawlas und Karel Sedlacek aus, womit das Turnier ohne tschechische Beteiligung ins Wochenende geht. Gawlas musste sich im zweiten Spiel des Abends einem gewohnt souveränen Krzysztof Ratajski mit 2:6 geschlagen geben. Ein 75er-Finish konnte Gawlas noch mit einem 116er-CO kontern, in 14, 16 und 18 Darts zog Ratajski aber dann davon. Auf der D20 holte sich Gawlas noch sein zweites Leg, doch in 14 und 12 Darts ließ der „Polish Eagle“ keinen Zweifel an seinem Zweitrundeneinzug aufkommen. Karel Sedlacek hielt gegen Damon Heta zwar gut mit, am Ende zog aber auch Tschechiens Vorzeigespieler mit 4:6 den Kürzeren. Eine 2:0-Führung Hetas konnte Sedlacek schnell egalisieren, beim Stand von 4:4 ging es in die Crunch Time. In dieser checkte Heta 78 in zwei Darts zum 5:4 und gewann nach sechs perfekten Darts und einem schlussendlichen 11-Darter auch das finale Leg der Partie.
Wie geht es bei den Czech Darts Open weiter?
Am zweiten Turniertag der Czech Darts Open 2026 greifen wie von der European Tour gewohnt die 16 gesetzten Teilnehmer ins Turniergeschehen ein. Auch am zweiten Tag wird verteilt auf zwei Sessions gespielt, die um 13:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr MESZ starten. DAZN und Pluto TV übertragen die Sessions jeweils live.
Ergebnisse Freitag-Abend:
Freitag, 04.09.2026:
Abend-Session:
1.
Runde:
Luke Woodhouse 6-4 Connor Scutt (104,30 –
97,40)
Krzysztof Ratajski 6-2 Adam Gawlas (92,74 – 88,24)
Dirk van Duijvenbode 2-6 Mario Vandenbogaerde (77,51 –
80,70)
Martin Schindler 6-4 Rob Owen (89,50 –
95,75)
Daryl Gurney 4-6 Beau Greaves (89,54 – 93,54)
Rob Cross 4-6 Keane Barry (86,12 – 89,73)
Damon Heta 6-4 Karel Sedlacek (94,56 – 90,24)
Niels Zonneveld 3-6 Jeffrey De Graaf (96,84 – 94,21)
Vorschau Samstag:
Samstag, 05.09.2026:
Nachmittags-Session: (ab 13:00 Uhr MESZ)
2.
Runde:
Jermaine Wattimena (16) – Krzysztof Ratajski
Ryan Searle (10) – William O’Connor
Danny Noppert (9) – Kevin Doets
Gary Anderson (11) – Cameron Menzies
Wessel Nijman (13) – Martin Schindler
Chris Dobey (12) – Keane Barry
Ross Smith (14) – Stephen Burton
Nathan Aspinall (15) – Andrew Gilding
Samstag, 05.09.2026:
Abend-Session: (ab 19:00 Uhr MESZ)
2.
Runde:
Gian van Veen (3) – Jeffrey De Graaf
Jonny Clayton (5) – Damon Heta
Gerwyn Price (6) – Callan Rydz
Luke Littler (1) – Niko Springer
Luke Humphries (2) – Beau Greaves
Michael van Gerwen (4) – Mario Vandenbogaerde
Josh Rock (7) – Ryan Joyce
Stephen Bunting (8) – Luke Woodhouse
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32
vorqualifizierten Spieler über die PDC Order of Merit und Pro Tour
Order of Merit müssen ihr Auftaktspiel gewinnen, damit ihr
Preisgeld in die Ranglisten einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel
verlieren, bekommen sie das Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber
nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Außerdem ist das Geschehen auch kostenlos auf dem DAZN Darts X
Pluto TV Channel auf [Pluto TV] zu sehen.
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Foto-Credit: Sebastian Doppstadt/PDC Europe
[mvdb]
