Dart Profis - Alex Roy - "Ace of Herts"

Alex Roy trat 1998 erstmals in Erscheinung und erreichte auf Anhieb die letzten 32 des World Masters. Seine erste Teilnahme an der PDC-Weltmeisterschaft war bereits nach der ersten Runde wieder vorbei. Ein Jahr später machte es der Engländer besser und bezwang zum WM-Auftakt Reg Harding glatt mit 3:0. Genau so deutlich zog er anschließend im Achtelfinale gegen Alan Warriner-Little den Kürzeren. Beim World Matchplay 2000 setzte er noch einen drauf und schaltete nacheinander Peter Evison sowie Shayne Burgess aus. Alan Warriner-Little bremste ihn im Viertelfinale erneut aus. Sein WM-Achtelfinale aus dem Vorjahr konnte er wiederholen, hier fehlte nur ein Satz, um an Dave Askew vorbeizukommen. 2001 stand "The Ace of Herts" in Achtelfinals beim World Matchplay und beim World Grand Prix. Bei der folgenden Weltmeisterschaft musste er eine Erstrundenniederlage verkraften. Alex Roy2002 war der World Grand Prix das einzige TV-Turnier, in dem Roy einen Sieg einfuhr und damit erneut ein Achtelfinale verzeichnete. 2003 zog er bei seinem UK Open Debüt direkt ins Achtelfinale ein, wo er Paul Williams denkbar knapp 8:9 unterlag. Im selben Jahr schaffte er sein zweites Matchplay-Viertelfinale, wo ihn allerdings Peter Manley klar in die Schranken wies. Die Weltmeisterschaft 2004 bedeutete für Roy einen weiteren Achtelfinaleinzug und erneut wurde er von Alan Warriner-Little knapp geschlagen. Ein paar Monate später gelang ihm sein erster Titel auf der Pro Tour und außerdem ein Finaleinzug. In TV-Events lief allerdings nicht viel zusammen. Dies setzte sich auch noch bei der Weltmeisterschaft 2005 fort, bei der er sich nach Runde Eins verabschiedete.

Ebenfalls 2005 wurde Roy zum zweiten Mal Turniersieger und erreichte bei den UK Open sein nächstes großes Viertelfinale. Achtelfinals fügte er seiner Vita bei den Las Vegas Desert Classics und erneut beim World Grand Prix hinzu. Bis April 2006 gab es eine kleine Ergebniskrise, die durch ein Tour-Finale beendet wurde. Bei den UK Open drang er erneut unter die letzten acht vor, doch Barrie Bates verhinderte mit einem 11:10-Erfolg, dass es erstmals eine Runde hätte weitergehen können. Die Weltmeisterschaft 2007 begann für ihn mit einem glatten Erstrundenerfolg, doch danach hatte er knapp gegen Roland Scholten das Nachsehen. 2007 waren ein Achtelfinale beim World Grand Prix und eine weitere Finalteilnahme auf der Tour die Highlights. Bei der Weltmeisterschaft 2008 kämpfte er sich unter die letzten 16 und kassierte dort vom späteren Sieger John Part ein 0:4. In den nächsten 18 Monaten gewann der nun 34-jährige keine einzige Partie im TV, wurde allerdings zum Sieger einer Players Championship und debütierte bei den European Championship sowie Players Championship Finals. Ein Achtelfinale bei den UK Open brach den Bann bei den Major-Turnieren, danach fiel es ihm allerdings schwer, sich für viele weitere zu qualifizieren. Roy blieb regelmäßiger Teilnehmer an WM und UK Open, die großen Erfolge blieben jedoch aus.

2012 war er erstmals seit über zehn Jahren nicht bei einer Weltmeisterschaft dabei. Auf der neu gegründeten European Tour qualifizierte sich der Mann aus Whatford für die German Darts Championship. Weil jedoch die Ergebnisse nicht konstant genug waren, musste er 2013 bei der Q-School um den Erhalt seiner Tourkarte kämpfen, was ihm nicht gelang. Dennoch stand er bei einer Players Championship in der Vorschlussrunde, qualifizierte sich für zwei Events auf der European Tour und überstand bei den European Darts Open erstmals die erste Runde bei dieser Turnierserie. 2014 scheiterte Roy erneut in der Q-School und war nachfolgend vor allem auf der Challenge Tour unterwegs. Dort konnte er einen Turniersieg landen und stand außerdem bei zwei weiteren European Tour Events im Hauptfeld. Bei den Austrian Darts Open gab es erneut einen Einzug unter die letzten 32 und auch bei den UK Open gelang ihm ein Run in diese Gefilde.

2015 startete mit der dritten erfolglosen Q-School-Teilnahme und hielt als Highlight nur ein Halbfinale auf der Challenge Tour bereit. 2016 spielte sich Roy als Amateur zu seinen insgesamt 14. UK Open und kam dort immerhin bis unter die letzten 64. Dasselbe Spiel wiederholte sich ein Jahr später, hier gab es eine klare 2:10-Niederlage im Duell mit Daryl Gurney. Die Challenge Tour bescherte ihm kurz darauf noch zwei Halbfinals. 2018 nahm Roy wieder den erfolgreichen Weg über die Pub Qualifier zu den UK Open und kämpfte sich erneut unter die letzten 64. 2019 riss die Serie des ewigen UK Open Teilnehmers und er hat sich seither auch bei keinen weiteren PDC-Turnieren versucht.

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Fakten zur Person: 

Name: Alex Roy
Spitzname: Ace of Herts (Ass aus Hert(fordshire))
Geburtstag: 04.09.1974
Geburtsort: Watford, Hertfordshire (England)
Heimatort: Watford, Hertfordshire (England)
Nationalität: England
Familienstand: Verheiratet
Kinder: Zwei
Spielt Dart seit: 1987
Profi von: 1998-2017
Händigkeit: Rechtshänder
Darts: Shot 22g
Sponsoren: -
Einlaufmusik: "Burn In My Light" von Mercy Drive
Offizielle Webseite: -
Twitter: @Alexroy3

 

Gewonnene Titel & Leistungen:

PDC-Major:
PDC-WM: Achtelfinale 2000, 2001, 2004 und 2008
World Matchplay: Viertelfinale 2000 und 2003
UK Open: Viertelfinale 2005 und 2006
World Grand Prix: Achtelfinale 2001, 2002, 2005 und 2007
Las Vegas Desert Classics: Achtelfinale 2005
European Championship: 1. Runde 2008
Players Championship Finals: 1. Runde 2009

BDO-Major:
World Masters: Letzte 32 1998

PDC-Turniere:
Pro Tour: 2x Sieger (1x 2005, 1x 2008)
European Tour:
2. Runde European Darts Open 2013 und Austrian Darts Open 2014
Challenge Tour: 1x Sieger 2014
Q-School: Teilnahme 2013, 2014 und 2015

Weitere Turniere:
PDC World Championship Qualifiers: Sieger 2010
Vauxhall Spring Pro: Sieger 2004
Watford Open: Sieger 2010

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