Am Ostersonntag waren beim German Darts Grand Prix in München gleich vier Deutsche gefordert, wovon Niko Springer und Martin Schindler den Sprung in den Finaltag geschafft haben. Springer ließ dafür Michael van Gerwen klar mit 6:1 hinter sich, Schindler bezwang Brendan Dolan mit 6:4. Ricardo Pietreczko und Marcel Hausotter verloren dahingegen jeweils im Decider. Insgesamt verabschiedeten sich am zweiten Turniertag gleich zehn gesetzte Spieler, darunter auch die Nr. 1 Gian van Veen.
Abend-Session:
Springer nimmt MvG mit 6:1 raus
Klar und deutlich hat Niko Springer den vierfachen München-Sieger Michael van Gerwen mit 6:1 bezwungen. Im ersten Leg bestrafte Springer zwei Doppelpatzer seines Gegners, in 14 und 15 Darts ließ er den Vorsprung auf 3:0 anwachsen und auf der D19 fand er sogar das schnelle 4:0. Mit einem 15-Darter ließ MvG zwar sein erstes Leg notieren, konnte aber 68 nicht checken und Springer war nach einer getroffenen D5 nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Die ersten beiden Matchdarts auf der D20 wollten noch nicht fallen, da MvG aber 108 Rest nicht nullen konnte, ließ sich der „Meenzer Bub“ auf Tops nicht mehr länger bitten.
Schindler mit viel Krampf ins Achtelfinale
Mit viel Krampf ist Martin Schindler ins Achtelfinale eingezogen. Gegen Brendan Dolan gab es einen mühevollen 6:4-Sieg. Im ersten Leg konnte sich Schindler bei 54 Rest keinen Dart auf Doppel erarbeiten, dafür saß die D8 für das 1:1. In 16 und 15 Darts ging Deutschlands Nr. 1 dann auf 3:1 voran, Dolan verkürzte auf Tops auf 2:3. Ein zähes Leg ging in 22 Darts an „The Wall“, Dolan löschte im Gegenzug 76 Punkte. Auf der D20 brachte sich Schindler in Schlagdistanz zum Sieg, sein mittlerweile Irland repräsentierender Kontrahent brachte seinen Anwurf ebenfalls nochmal durch. Schindler warf nun zum Matchgewinn an, musste aber ein verpasstes 68er-Finish von Dolan überstehen, um dann selbst seinen vierten Matchdart auf der D6 zu verwandeln.
Pietreczko verliert im Decider gegen Angstgegner
Nathan Aspinall bleibt ein wenig ein Angstgegner von Ricardo Pietreczko, der nach dem Sieg in der Gruppenphase des Grand Slam of Darts 2023 nun die letzten fünf Aufeinandertreffen verloren hat. Gerade zu Beginn hatte Pietreczko deutlich mit seinem Wurf zu kämpfen, so dass Aspinall nach der Anfangsphase mit 3:1 führte, dafür aber auch zwei 14-Darter spielte. Pietreczko biss sich allerdings ins Spiel und glich ein paar Legs später auf der D8 zum 4:4 aus. Nachdem Aspinall zweimal Tops verpasste, führte „Pikachu“ nach dem Auftaktleg zum ersten Mal wieder, Aspinall führte mit einem 115er-Finish im Gegenzug den Decider herbei. Hier hatte Aspinall im Scoring gegen die Darts die Nase vorne, Pietreczko bekam jedoch trotzdem einen Dart auf Bullseye zum Matchgewinn. Dieser landete jedoch in der S12 und Aspinall machte auf der D4 den Sack zu.
Hausotter verpasst Sieg nur knapp
Eine richtig gute Leistung lieferte Host Nation Qualifier Marcel Hausotter ab, der sich erst im Decider gegen Jonny Clayton geschlagen geben musste. Das erste Leg durfte Hausotter mit einem 22-Darter stehlen, mit einem 96er-Finish holte sich Clayton das Break jedoch direkt wieder zurück. Der Waliser verpasste im dritten Leg einmal die D16, Hausotter musste den Vorteil allerdings direkt wieder abgeben. Ein 12-Darter des Berliners bedeutete den ersten Hold der Partie, Clayton zog in 13 Darts nach. Kurzzeitig träumte das Heimpublikum nach sieben perfekten Darts von Hausotter von einem 9-Darter, schließlich wurde es ein 11-Darter zum 4:3. Wer weiß, was passiert wäre, hätte „Hausi“ die 108 zum 5:3 gecheckt, Clayton kam mit dem letzten Dart auf Tops nochmal davon. Ein weiterer 12-Darter bei eigenem Anwurf des Deutschen setzte Clayton unter Druck, der mit einem 11-Darter aber mühelos den Decider herbeiführte. Hier scorte Hausotter einen Tick zu schwach, bekam bei 123 Rest dennoch die Chance auf den Sieg. Nach der getroffenen T19 war es allerdings die S7 statt der S16, die einen Matchdart auf Bull kostete. Im Gegenzug checkte Clayton dann auf der D8 zum Sieg.
Rock und Huybrechts überzeugen
Josh Rock hat seinen Aufwärtstrend in der Premier League mit nach München genommen und einen starken Ryan Joyce mit 6:4 bezwungen. In 11 und 15 Darts legte Rock los, Joyce drehte aber u.a. mit einem 10-Darter zum 3:2 zunächst das Spiel. Beim Stand von 4:4 packte Rock dann ein 140er-Finish aus und brachte folgend seinen Anwurf in 13 Darts zum Sieg durch. Da half Joyce auch der bisher höchste Turnieraverage von 103,24 nicht weiter. Kim Huybrechts stellte mit seinem 6:1-Sieg über Luke Woodhouse unter Beweis, dass er aktuell der stärkste Belgier auf der Tour ist. 13, 12 und 13 Darts waren der Anfang des „Hurricane“, Woodhouse holte sich sein einziges Leg dank einem 68er-Finish. In 16, 15 und 21 Darts war die Messe in diesem Spiel schnell gelesen.
Van Veen enttäuscht, Wade bleibt ohne Preisgeld
Dem topgesetzten Gian van Veen war es vorenthalten den Sonntag zu beschließen, doch gegen William O’Connor kam van Veen nicht über einen 91er-Average hinaus und unterlag klar mit 2:6. Van Veen gehörte zwar das erste Leg, die nächsten vier Durchgänge gingen aber an O’Connor, der zum 4:1 das 120er-Shanghaifinish präsentierte. Auf der D16 verkürzte van Veen zwar zum 2:4, zwei 18-Darter reichten dem Iren aber aus, um die Nr. 1 der Setzliste aus dem Turnier zu nehmen.
Auch nach vier European Tour Events bleibt James Wade im Race to Dortmund noch ohne Preisgeld. Schuld daran ist eine 5:6-Niederlage gegen Kevin Doets. Nach vier Holds breakte Wade per 82er-Finish zum 3:2 und legte bei eigenem Anwurf das 4:2 nach, ein 21-Darter reichte Wade wenig später für das 5:3. Ein 170er-Finish und ein 13-Darter von Doets führten das Spiel jedoch in das Entscheidungsleg, wo Doets sein 5. Matchdart zum 15-Darter ausreichte.
Nachmittags-Session:
6 Gesetzte bleiben hängen
Deutlich entschied Niels Zonneveld das rein niederländische Duell am Nachmittag gegen Jermaine Wattimena mit 6:1 für sich. Zonneveld hätte beinahe 170 Punkte zum Whitewash gecheckt, Wattimena konnte diesen auf der D1 gerade so noch verhindern. Mit Danny Noppert buchte ein weiterer Mann aus unserem Nachbarland das Ticket für den Finaltag. Noppert lag gegen Ritchie Edhouse mit 3:0 und 4:1 in Front, Edhouse schaffte es aber mit zwei aufeinanderfolgenden Checkouts von 84 in den Decider, den sich Noppert aber dann in 13 Pfeilen schnappte.
Mit Daryl Gurney, Ryan Searle, Mike De Decker und Dave Chisnall mussten sich vier weitere Gesetzte am Nachmittag über die volle Distanz geschlagen geben. Zunächst gab Gurney gegen Andrew Gilding eine 4:2-Führung aus der Hand, Gilding beendete den Decider mit einem 104er-Finish zum 12-Darter. Zwischen Searle und Krzysztof Ratajski ging es hin und her, auch hier war es am Ende ein 121er-Bullfinish zum 12-Darter, das den Polen ins Achtelfinale brachte. De Decker warf den Decider gegen Dirk van Duijvenbode an und hatte zuvor bereits einen Matchdart auf dem Bullseye verpasst. Im 11. Leg kam ein weiterer auf der D16 dazu und van Duijvenbode traf die D10 zum Sieg. Zum Abschluss des Nachmittags unterlag dann Dave Chisnall auch noch gegen Michael Smith. Mit einem 136er-Finish bestrafte Smith im achten Leg die Nachlässigkeiten von Chisnall, im Decider reichte ein 16-Darter aus.
Nachdem Patrik Kovacs gestern zum ersten Mal auf der European Tour ein Spiel erfolgreich gestalten konnte, musste sich der Ungar heute Ross Smith deutlich mit 2:6 geschlagen geben. Knackpunkt war das 121er-Finish von Smith zum 4:2, als Kovacs auf Tops lauerte. Für Damon Heta läuft es weiterhin nicht wirklich rund, während Karel Sedlacek wichtiges Preisgeld Richtung World Matchplay Qualifikation sammeln konnte. Einen 0:2-Rückstand konnte Heta zunächst noch egalisieren, doch Sedlacek gewann die weiteren vier Durchgänge, ohne dafür großartig glänzen zu müssen.
Wie geht es beim German Darts Grand Prix weiter?
Am morgigen Finaltag des German Darts Grand Prix wird zunächst ab 13:00 Uhr MESZ das Achtelfinale ausgetragen. Am Abend ab 19:00 Uhr MESZ wird dann die Finalsession mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgespielt. DAZN und Sport1 zeigen beide Sessions live.
Ergebnisse Sonntag:
Sonntag,
05.04.2026:
Nachmittags-Session:
2.
Runde:
Ross Smith (10) 6-2 Patrik Kovacs (92,32 – 88,59)
Jermaine Wattimena (12) 1-6 Niels Zonneveld (91,42 –
95,32)
Damon Heta (11) 2-6 Karel Sedlacek (93,38 – 96,38)
Daryl Gurney (16) 5-6 Andrew Gilding (92,46 – 95,50)
Ryan Searle (7) 5-6 Krzysztof Ratajski (89,46 – 98,85)
Danny Noppert (6) 6-5 Ritchie Edhouse (99,41 – 96,78)
Mike De Decker (13) 5-6 Dirk van Duijvenbode (98,29 –
97,57)
Dave Chisnall (15) 5-6 Michael Smith (87,33 – 90,90)
Sonntag,
05.04.2026:
Abend-Session:
2.
Runde:
Luke Woodhouse (14) 1-6 Kim Huybrechts (94,48 –
100,26)
Josh Rock (5) 6-4 Ryan Joyce (102,57 –
103,24)
James Wade (4) 5-6 Kevin Doets (93,31 –
101,30)
Jonny Clayton (3) 6-5 Marcel Hausotter (94,21
– 93,16)
Michael van Gerwen (2) 1-6 Niko Springer
(94,56 – 98,34)
Nathan Aspinall (8) 6-5 Ricardo Pietreczko
(99,50 – 91,31)
Martin Schindler (9) 6-4 Brendan Dolan (87,20
– 83,71)
Gian van Veen (1) 2-6 William O’Connor (91,00 – 89,15)
Vorschau Finaltag:
Montag,
06.04.2026:
Nachmittags-Session: (ab 13:00 Uhr
MESZ)
Achtelfinale:
Danny Noppert – Karel Sedlacek
Jonny Clayton – Kim Huybrechts
Krzysztof Ratajski – Ross Smith
Niko Springer – Michael Smith
Josh Rock – Niels Zonneveld
Kevin Doets – Dirk van Duijvenbode
Nathan Aspinall – Martin Schindler
William O’Connor – Andrew Gilding
Montag,
06.04.2026:
Abend-Session: (ab
19:00 Uhr MESZ)
Viertelfinale:
Noppert/Sedlacek –
Clayton/Huybrechts
Ratajski/R.Smith – Springer/M.Smith
Rock/Zonneveld – Doets/van Duijvenbode
Aspinall/Schindler – O’Connor/Gilding
Halbfinale:
Sieger
Viertelfinale 1 – Sieger Viertelfinale 2
Sieger Viertelfinale 3 – Sieger Viertelfinale 4
Finale:
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
Preisgeld 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £230.000 pro Turnier, der Sieger
geht mit £35.000 nach Hause. Alle 32 vorqualifizierten Spieler über
die PDC Order of Merit und Pro Tour Order of Merit müssen ihr
Auftaktspiel gewinnen, damit ihr Preisgeld in die Ranglisten
einfließt. Sollten sie ihr erstes Spiel verlieren, bekommen sie das
Preisgeld zwar ausgezahlt, es geht aber nicht in die große PDC Order of Merit
sowie die European Tour Order of Merit und
Pro Tour Order of Merit
ein.
Sieger: £35.000
Runner-Up: £15.000
Halbfinale: £10.000
Viertelfinale: £8.000
Achtelfinale: £5.000
2. Runde: £3.500
1. Runde: £2.000
Gesamt: £230.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle
World Series Events LIVE und in HD. Man
kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet
verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet
monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit
kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch
noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder
die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die
NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports
Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist
(kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält.
Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live
jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
Sport1 überträgt den German Darts Grand Prix 2026
ebenfalls zu den folgenden Zeiten live:
Sport1-Übertragungszeiten:
Montag, 06.04.2026: Achtelfinale –
Nachmittags-Session: 12:15 – 18:00 Uhr live (inkl. Countdown &
Analyse)
Montag, 06.04.2026: Viertelfinale, Halbfinale &
Finale – Abend-Session: 18:00 – 23:00 Uhr live (inkl.
Countdown)
Ihr wollt dartn.de unterstützen?
[Patreon]
[Buy us a beer]
[Paypal-Spende]
[dartn.de
Merchandise-Shop]
[DAZN Affiliate]
[YouTube-Kanalmitgliedschaft]
[Abo Spotify]
Weitere Informationen:
Alle Infos zur European Tour [Turnierseite]
Alle Infos zum German Darts Grand Prix [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen [Dart Forum]
Foto-Credit: Sebastian Doppstadt/PDC Europe
[mvdb]
