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Players Championship: Van Duijvenbode lässt Clemens keine Chance

Freitag, 8. Juli 2022 18:45 - Dart News von dartn.de

Gabriel Clemens unterliegt erst im Finale der PC 18

Als Teil eines voll gepackten Julis stehen in den nächsten Tagen insgesamt vier Players Championships in Barnsley an. Dabei durfte man lange vom ersten Titel für Gabriel Clemens träumen, doch der "German Giant" wurde im Endspiel von Dirk van Duijvenbode klar mit 8:0 in die Knie gezwungen. Es ist der dritte Triumph bei der PDC für den Niederländer. Von den anderen deutschsprachigen Teilnehmern schaffte es nur noch Rowby-John Rodriguez über die zweite Runde hinaus.

Van Duijvenbode gnadenlos im Finale

Van Duijvenbode überlebte in den ersten Runden Matchdarts von Ritchie Edhouse und Chris Dobey. Im Achtelfinale besiegte er Peter Wright mit einem 170er-Finish. In seinem Viertelfinale mit Luke Humphries kratzten beide Spieler an einem Average von 106 Punkten. Auch im Endspiel erwischte er in einmal 11, einmal 15 und zweimal 14 Darts den eindeutig besseren Start. Es folgte der erste Versuch auf ein Doppel für Clemens, der Trend blieb mit dem 5:0 für van Duijvenbode jedoch unverändert. Danach bekam der ehemalige Industriemechaniker ein paar mehr Checkchancen, doch keine davon fand den Weg ins gewünschte Ziel und schließlich machte van Duijvenbode in 18 Darts den Whitewash perfekt.

Mit seinem Einzug ins Halbfinale sammelte Adrian Lewis wichtiges Preisgeld für die Qualifikation zum World Matchplay. Im Viertelfinale behauptete er sich gegen seinen direkten Konkurrenten Andrew Gilding, der zuvor nacheinander Averages von 118 und 112 erzielt hatte. Gerwyn Price erhielt bereits in der zweiten Runde eine 1:6-Packung von Cameron Menzies. Michael Smith musste bereits zum Auftakt trotz Matchdarts gegen Raymond van Barneveld die Segel streichen. Dimitri van den Bergh gelang an seinem 28. Geburtstag ein 9-Darter, wobei er die Partie anschließend noch verlor.

Clemens mit Ausrufezeichen im richtigen Moment

Gerade wo mit dem World Matchplay ein Saisonhighlight vor der Tür steht, hat Gabriel Clemens wieder einen guten Tag erwischt und sein insgesamt sechstes Endspiel als Profi erreicht. Einzige traurige Randnotiz: Auf den ersten Titel muss er weiter warten. Zu Beginn verpasste er Adam Hunt und Gordon Mathers jeweils einen Whitewash, wobei sein Average im zweiten Match bei beeindruckenden 114 Punkten lag. Gegen Hunt checkte der "German Giant" 129 und fabrizierte einen 12-Darter. Mathers kassierte Legs in einmal 11, einmal 12 und viermal 14 Darts. Geert Nentjes leistete deutlich mehr Gegenwehr, doch auch hier behielt Clemens mit einem Schnitt von fast 105 die Oberhand. Besonders wichtig waren hier zwei 81er-Finishes, das zweite für einen 12-Darter.

Ryan Meikle brachte im Achtelfinale wohl noch nicht einmal sein B-Game ans Board, so hatte der Saarländer leichtes Spiel. Auch hier durfte ein 12-Darter zwischendurch natürlich nicht fehlen. Mit einem 6:3-Erfolg über Daryl Gurney buchte Clemens sein Halbfinalticket und erzielte dabei den vierten dreistelligen Average des Tages. Ein Break in 13 Darts brachte die Entscheidung in einer lange Zeit vom Ergebnis ausgeglichenen Begegnung. Zum ersten Mal über die volle Distanz musste Deutschlands Nummer Eins im Duell mit Nathan Aspinall und auch hier gab es am Ende Grund zum jubeln. Aspinall sorgte zwar mit einem 12-Darter für Spektakel, Clemens checkte aber unter anderem 90 und kein Spieler konnte sich absetzen. Im Finalen Leg verwarfen beide Matchdarts, bevor Clemens dann doch noch erfolgreich war.

Rowby-John Rodriguez weiter passabel

Erstmals in diesem Jahr ging Rowby-John Rodriguez als Gesetzter in eine Players Championship und schaffte mit einer Drittrunden-Teilnahme die Voraussetzung dafür, dass dieser Status weiter anhalten könnte. Jules van Dongen bezwang er in einem durchwachsenen Auftaktmatch nur mit Mühe, ein 130er-Finish war hier besonders hilfreich. Gegen Jeffrey de Zwaan stieg das Niveau deutlich an und zur Belohnung gab es einen klaren Sieg für "Little John". Entscheidend war eine Serie von drei Legs, die er in 11, 13 und 15 Darts gewann und dabei auch 125 auswarf. Luke Humphries war dann jedoch die klare Endstation für die österreichische Nummer Zwei, wobei Rodriguez in vier verlorenen Legs Versuche auf den äußeren Ring bekam.

Deutschsprachiges Quartett holt Minimal-Preisgeld

Für vier deutschsprachige Spieler gab es ein gewonnenes Spiel, also den Einzug in die zweite Runde. Aus guten Leistungen auch mal einen größeren Run machen, das ist aktuell das Manco bei Martin Schindler. "The Wall" bezwang zunächst Ryan Joyce, holte dabei einen 0:4-Rückstand auf und checkte 80 im Decider. Im Duell mit Scott Mitchell musste sich Schindler trotz eines dreistelligen Averages geschlagen geben. Deutschlands Nummer Zwei spielte unter anderem einen 12-Darter, doch in der Schlussphase checkte Mitchell 141 und profitierte von zwei vergebenen Checkchancen des Gegners. Florian Hempel zeigte sich spielerisch im Vergleich zum vergangenen Wochenende verbessert, doch wieder scheiterte er an einem sehr gut aufgelegten Dimitri van den Bergh. Der Belgier eröffnete mit zwei 12-Dartern und blieb stets gefährlich. Hempel checkte nach hohem Rückstand noch 114 sowie 124, ein paar zuvor verfehlte Doppel wurden am Ende teuer. Den Tag begonnen hatte der Wahl-Kölner mit einem Erfolg ohne Legverlust über Damian Mol, ein 14-Darter war hier das größte Highlight.

Mit seinen Leistungen kann Ricardo Pietreczko definitiv zufrieden sein, auch wenn die knapp verpasste dritte Runde schmerzen könnte. Adam Gawlas wurde vom 27-jährigen zunächst mit 6:4 aus dem Turnier genommen, ein 144er-Checkout war hier der Schlüssel. Madars Razma hatte Pietreczko am Rande einer Niederlage, doch er konnte einen 5:2-Vorsprung nicht ins Ziel bringen. Der lettische Kontrahent benötigte für seine letzten vier Legs aber auch nur 55 Pfeile, darunter ein 12-Darter im Decider. In Ordnung waren eigentlich auch die Auftritte von Mensur Suljovic, der aber ebenfalls nicht über die letzten 64 hinauskam. Bradley Brooks stellte ihn direkt auf die Probe, hier kämpfte sich der Wiener begleitet von einem 11-Darter und einem 130er-Finish durch. Kleinigkeiten entschieden bei der Niederlage gegen Jon Worsley, Suljovic führte hier 5:4 und vergab in den folgenden beiden Legs jeweils einen Matchdart.

Hopp enttäuscht, Rusty-Jake Rodriguez knapp geschlagen

Kein Preisgeld sammelten Max Hopp und Rusty-Jake Rodriguez. Die gezeigten Leistungen hätten allerdings unterschiedlicher nicht sein können. Hopp gab in einer umkämpften Partie auf mäßigem Niveau eine 3:1-Führung aus der Hand, verpasste wichtige Doppel und unterlag Stu Wilson unnötig mit 4:6. Während dessen forderte Rodriguez einen gut spielenden Martin Lukeman, der zunächst einem 0:3-Rückstand hinterherlaufen musste. Ein verpasstes 170er-Finish des österreichischen Youngsters brachte im zehnten Leg die Entscheidung.

 

Am morgigen Samstag geht es mit Players Championship Nr. 19 weiter. PDC.TV überträgt erneut auf zwei Boards live.

 

Players Championship 2022 Nr. 18:

Freitag, 08. Juli, Metrodome - Barnsley

1. Runde:

Board 1
Luke Humphries (1) 6-3 Jamie Clark
Jermaine Wattimena 6-5 Jason Heaver
Rowby-John Rodriguez (32) 6-4 Jules van Dongen (86,01 - 84,45)
Jeffrey de Zwaan 6-4 Stephen Burton

Board 2
Martin Schindler (16) 6-5 Ryan Joyce (95,71 - 93,53)
Scott Mitchell 6-4 Jason Lowe
Steve West 6-3 Callan Rydz (17)
Ron Meulenkamp 6-5 Martijn Kleermaker

Board 3
Peter Wright (8) 6-2 Ross Montgomery
Joe Murnan 6-4 Steve Lennon
Ian White 6-4 Brendan Dolan (25)
William O'Connor 6-3 Danny Baggish

Board 4
Dirk van Duijvenbode (9) 6-1 Connor Scutt
Ritchie Edhouse 6-4 Jim Williams
Chris Dobey (24) 6-1 Glen Durrant
Devon Petersen 6-4 Steve Beaton

Board 5
Scott Waites 6-3 Rob Cross (4)
Danny van Trijp 6-3 Kevin Burness
Adrian Lewis (29) 6-5 Keane Barry
Luc Peters 6-5 Radek Szaganski

Board 6
Danny Noppert (13) 6-4 Boris Krcmar
Mickey Mansell 6-4 Vladimir Andersen
Stephen Bunting (20) 6-2 Lewy Williams
Karel Sedlacek 6-1 Alan Soutar

Board 7
Damon Heta (5) 6-2 Darius Labanauskas
Mike De Decker 6-3 Danny Jansen
Andrew Gilding (28) 6-1 Brett Claydon
Berry van Peer 6-5 Vincent van der Voort

Board 8
José de Sousa (12) 6-3 Jeff Smith
Simon Whitlock 6-2 Eddie Lovely
James Wade (21) 6-4 Niels Zonneveld
Matt Campbell 6-1 James Wilson

Board 9
Gerwyn Price (2) 6-1 Boris Koltsov
Cameron Menzies 6-5 Shaun Wilkinson
Jamie Hughes 6-2 Ricky Evans (31)
John Henderson 6-2 Geert De Vos

Board 10
Brian Raman 6-4 Jonny Clayton (15)
Krzysztof Kciuk 6-0 Maik Kuivenhoven
Dave Chisnall (18) 6-2 Jimmy Hendriks
Stu Wilson 6-4 Max Hopp (83,20 - 83,02)

Board 11
Nathan Aspinall (7) 6-1 Jake Jones
Darren Webster 6-2 Luke Woodhouse
Madars Razma (26) 6-2 Gary Anderson
Ricardo Pietreczko 6-4 Adam Gawlas (91,29 - 93,80)

Board 12
Joe Cullen (10) 6-1 Kevin Doets
Richie Burnett 6-3 Tony Martinez
Kim Huybrechts (23) 6-5 John O'Shea
Scott Williams 6-2 Ted Evetts

Board 13
Raymond van Barneveld 6-5 Michael Smith (3)
Andy Boulton 6-4 David Evans
Ross Smith (30) 6-4 Jack Main
Mario Vandenbogaerde 6-3 George Killington

Board 14
Jonathan Worsley 6-2 Krzysztof Ratajski (14)
Mensur Suljovic 6-4 Bradley Brooks (92,73 - 91,72)
Daryl Gurney (19) 6-4 Nathan Rafferty
Peter Hudson 6-4 William Borland

Board 15
Ryan Searle (6) 6-5 Josh Rock
Geert Nentjes 6-4 John Brown
Gabriel Clemens (27) 6-0 Adam Hunt (100,20 - 82,00)
Gordon Mathers 6-5 Keegan Brown

Board 16
Dimitri van den Bergh (11) 6-5 José Justicia
Florian Hempel 6-0 Damian Mol (92,02 - 80,84)
Martin Lukeman (22) 6-4 Rusty-Jake Rodriguez (99,08 - 94,90)
Ryan Meikle 6-3 Nick Fullwell

2. Runde:

Luke Humphries 6-3 Jermaine Wattimena
Rowby-John Rodriguez 6-2 Jeffrey de Zwaan (99,48 - 98,26)
Scott Mitchell 6-3 Martin Schindler (99,49 - 100,26)
Steve West 6-5 Ron Meulenkamp
Peter Wright 6-3 Joe Murnan
Ian White 6-5 William O'Connor
Dirk van Duijvenbode 6-5 Ritchie Edhouse
Chris Dobey 6-2 Devon Petersen
Danny van Trijp 6-5 Scott Waites
Adrian Lewis 6-5 Luc Peters
Mickey Mansell 6-3 Danny Noppert
Stephen Bunting 6-2 Karel Sedlacek
Damon Heta 6-1 Mike De Decker
Andrew Gilding 6-1 Berry van Peer
Simon Whitlock 6-3 José de Sousa
James Wade 6-5 Matt Campbell
Cameron Menzies 6-1 Gerwyn Price
Jamie Hughes 6-4 John Henderson
Brian Raman 6-2 Krzysztof Kciuk
Dave Chisnall 6-1 Stu Wilson
Nathan Aspinall 6-4 Darren Webster
Madars Razma 6-5 Ricardo Pietreczko (100,50 - 99,62)
Joe Cullen 6-3 Richie Burnett
Kim Huybrechts 6-3 Scott Williams
Andy Boulton 6-3 Raymond van Barneveld
Mario Vandenbogaerde 6-3 Ross Smith
Jonathan Worsley 6-5 Mensur Suljovic (94,29 - 98,22)
Daryl Gurney 6-2 Peter Hudson
Geert Nentjes 6-4 Ryan Searle
Gabriel Clemens 6-0 Gordon Mathers (114,15 - 88,20)
Dimitri van den Bergh 6-3 Florian Hempel (101,27 - 96,46)
Ryan Meikle 6-5 Martin Lukeman
Verlierer: £750

3. Runde (Boardfinale):

Luke Humphries 6-1 Rowby-John Rodriguez (96,42 - 93,98)
Scott Mitchell 6-3 Steve West
Peter Wright 6-3 Ian White
Dirk van Duijvenbode 6-5 Chris Dobey
Adrian Lewis 6-3 Danny van Trijp
Mickey Mansell 6-3 Stephen Bunting
Andrew Gilding 6-5 Damon Heta
James Wade 6-5 Simon Whitlock
Cameron Menzies 6-1 Jamie Hughes
Dave Chisnall 6-5 Brian Raman
Nathan Aspinall 6-3 Madars Razma
Joe Cullen 6-3 Kim Huybrechts
Mario Vandenbogaerde 6-1 Andy Boulton
Daryl Gurney 6-1 Jonathan Worsley
Gabriel Clemens 6-4 Geert Nentjes (104,86 - 93,68)
Ryan Meikle 6-3 Dimitri van den Bergh - van den Bergh mit einem 9-Darter
Verlierer: £1.250

Achtelfinale:

Luke Humphries 6-4 Scott Mitchell (102,85 - 97,67)
Dirk van Duijvenbode 6-4 Peter Wright (107,58 - 102,07)
Adrian Lewis 6-3 Mickey Mansell (107,48 - 93,80)
Andrew Gilding 6-5 James Wade (92,65 - 89,04)
Dave Chisnall 6-4 Cameron Menzies (100,68 - 88,51)
Nathan Aspinall 6-3 Joe Cullen (98,86 - 98,19)
Daryl Gurney 6-0 Mario Vandenbogaerde (93,94 - 90,47)
Gabriel Clemens 6-2 Ryan Meikle (91,15 - 80,65)
Verlierer: £2.000

Viertelfinale:

Dirk van Duijvenbode 6-2 Luke Humphries (105,44 - 105,75)
Adrian Lewis 6-2 Andrew Gilding (100,60 - 91,40)
Nathan Aspinall 6-2 Dave Chisnall (102,45 - 96,25)
Gabriel Clemens 6-3 Daryl Gurney (101,20 - 85,01)
Verlierer: £3.000

Halbfinale:

Dirk van Duijvenbode 7-4 Adrian Lewis (102,25 - 95,22)
Gabriel Clemens 7-6 Nathan Aspinall (92,09 - 94,39)
Verlierer: £4.000

Finale:

Dirk van Duijvenbode 8-0 Gabriel Clemens (100,20 - 90,63)
Sieger: £12.000
Runner-Up: £8.000

Weitere Informationen:

Bei den Players Championship Turnieren wird wichtiges Preisgeld sowohl für die große PDC Order of Merit, also die Dart-Weltrangliste, als auch für die Pro Tour Order of Merit und die separate Players Championship Order of Merit ausgespielt. Über diese Ranglisten qualifizieren sich die Spieler für die großen Major-Turniere, die im TV übertragen werden.

Preisgeld Players Championships 2022:
Sieger: £12.000
Runner-Up: £8.000
Halbfinale: £4.000
Viertelfinale: £3.000
Achtelfinale: £2.000
Letzte 32: £1.250
Letzte 64: £750

Gesamt: £100.000

Übertragungen:
Wie immer werden diese "kleineren" Players Championship Turniere nicht im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es gibt aber die Möglichkeit, jeweils zwei Boards über den offiziellen Livestream, PDC.TV zu verfolgen. Dort kann man auch speziell sogenannte "Weekend Passes" buchen.

Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite Dartconnect verfolgen.

Modus:
Spiele bis zum Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs

Weitere Informationen:

Alle weiteren Infos zur Pro Tour gibt es auf der [Turnierseite]
Diskussionen zum Turnier gibt's in unserem [Forum]

Foto-Credit: Taka Wu/PDC

[kb]

Quelle: PDC - www.pdc.tv

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