Max Hopp hat schon ein sehr konstantes Jahr 2026 hingelegt, nun kam mit einem Viertelfinale auch die persönliche Bestleistung seit seinem Tour-Comeback hinzu. Damit blieb der „Maximiser“ auch in diesem Block der aktuell beste Deutsche bei den Players Championships. Der Titel beim 12. Event des Jahres ging derweil einmal mehr an Wessel Nijman. Der 25-Jährige besiegte im Finale seinen niederländischen Landsmann Jermaine Wattimena. Bis auf einzelne Achtungserfolge strichen die deutschsprachigen Spieler insgesamt früh die Segel.
Nijman baut Pro-Tour-Führung aus
Es bleibt beeindruckend, mit welcher Konstanz Wessel Nijman seit etwa einem halben Jahr die Titel auf der Pro Tour abräumt. In diesem Jahr war es bereits der fünfte Streich und nun auch der dritte Players-Championship-Block in Serie (!), bei dem der Niederländer mit einer Trophäe nach Hause geht. Mit über 240.000 Pfund hat Nijman in der Pro Tour Order of Merit nunmehr 70.000 Pfund Vorsprung auf den Zweitplatzierten Gerwyn Price. Heute konnte daran auch Jermaine Wattimena im Finale nichts ändern, den Nijman mit 8:5 bezwingen konnte. Für Wattimena war es dennoch ein toller Erfolg, nachdem er dieses Jahr bislang nur ein Achtelfinale vorzuweisen hatte.
Im Endspiel hatte der Außenseiter zunächst Vorteile, bis Nijman mit einem 11-Darter zum 4:4 ausglich. Als Wattimena 6 Darts auf Doppel zum 6:6 verpasste, schlug Nijman zu und spielte in 14 Darts seinen nächsten Titel heraus. Vor allem in der zweiten Runde war der Niederländer schon sehr gefordert. Tom Sykes verpasste ein 94er-Checkout mit dem letzten Dart auf Tops zum Sieg und Nijman löschte eiskalt 86 Punkte. Danach musste er gegen Sebastian Bialecki, Ryan Searle und Nathan Potter nie mehr als drei Legs abgeben, ehe auch Tom Bissell in einem hochklassigen Halbfinale mit 7:4 bezwungen wurde. Wattimena hatte einmal mehr Kevin Doets den Einzug in sein zweites Karriere-Finale verwehrt.
Ansonsten hatte Tom Bissell mit seinem bereits zweiten Halbfinale in 2026 auf sich aufmerksam gemacht. Noch mehr als das Ergebnis waren seine Leistungen bemerkenswert: Ein 98er-Average war in sechs Spielen der schlechteste Schnitt des früheren Rugby-Spielers. Vor allem konnte er die gestrige Siegerin Beau Greaves nach deren 10 Siegen in Folge mit einem fulminanten 6:0 stoppen und war auch der Endgegner für Max Hopp. Nathan Potter konnte derweil sein erstes Viertelfinale erreichen, in den frühen Runden schaffte Dimitri Van den Bergh mal einen Achtungserfolg gegen Gian van Veen (6:2).
Hopp mit erstem Viertelfinale seit 2022
Max Hopp bleibt der mit Abstand beste Deutsche auf dem Floor momentan. Der „Maximiser“ zog heute erstmals seit dem Wiedergewinn der Tourkarte ins Viertelfinale ein. Dort musste er Tom Bissell nach einer 3:6-Niederlage den Vortritt in dessen zweites Halbfinale der Saison lassen. Nach schnellem Break und 0:3-Rückstand konnte Hopp ihm keinen Anwurf mehr abnehmen.
Durchaus Glück hatte der „Maximiser“, dass der Arbeitstag nicht nach Runde 1 beendet war. Gegen Stephen Rosney lag er bereits 3:5 zurück und hatte im Entscheidungsleg drei Matchdarts zu überstehen. Hopp checkte im Gegenzug ebenso souverän wie im nächsten Spiel gegen Niko Springer, in dem er jedoch Gnade mit seinem Landsmann hatte und Möglichkeiten zum 6:0 verstreichen ließ. Spannender als 2:6 konnte es Springer auch mit eigenen Unzulänglichkeiten jedoch nicht machen. Der „Maximiser“ blieb sehr konstant und konnte gegen Brendan Dolan (6:3) ab dem 3:3 gleich zweimal in 13 Darts ein Break landen. Auch beim 6:5 über Darryl Pilgrim zog er nach 4:5-Rückstand das Spiel mit eiskalten Checkouts von 62 und 80 Punkten noch zu sich. Unter den letzten 8 war es dann vorbei.
Immerhin mal wieder in die dritte Runde ging es für Stefan Bellmont. Der Schweizer konnte beim 6:4 gegen Adam Paxton die letzten drei Legs in 13, 15 und 18 Darts für sich entscheiden. Auch gegen den sonst so starken William O’Connor reichte ein Schnitt im mittleren 80er-Bereich, um aus einem 3:4 hinten raus ein 6:4 zu machen. Da „Belli“ sein Niveau nicht steigern konnte, war die 3:6-Niederlage gegen Beau Greaves folgerichtig.
Czerwinski und Rodriguez siegen
Die meisten deutschsprachigen Spieler erwischte es in den ersten beiden Runden, Max Czerwinski war dabei wieder ein Sieg auf der Pro Tour vergönnt. Mit seinem besten Players-Championship-Spiel des Jahres kam er auf einen 93er-Average und besiegte Peter Wright mit 6:3. Dabei hielt er einen schwachen, hinten raus aber stärker werdenden „Snakebite“ mit Checkouts von 85, 123 und 80 Punkten in Schach. Ein 90er-Schnitt war dann beim 4:6 gegen Ryan Searle nicht genug, obwohl „Gurke“ sogar 4:3 vorne lag, ehe Searle das Match in 13 und 14 Darts drehte. Für Rusty-Jake Rodriguez gab es sogar den ersten Sieg überhaupt in 2026. Gegen Ian White landete er zwei frühe Breaks und brachte das Spiel mit 6:4 ins Ziel. Beim folgenden 3:6 gegen Jimmy van Schie war der Niederländer der bessere Spieler.
Weiterhin war in Runde 2 für Lukas Wenig Schluss. „Luu“ hatte Dave Chisnall unter anderem mit einem starken Anwurf im Entscheidungsleg auf Distanz gehalten (6:5), dann war beim 4:6 gegen Ryan Meikle durchaus mehr drin. Zwar hatte der Engländer mit gleich drei Legs in 12 oder weniger Darts die Highlights, ansonsten begegneten sich die beiden aber auf Augenhöhe. Wenig vergab hier und da zu viel auf den Doppeln. Niko Springer hatte vor seinem Zweitrunden-Aus gegen Max Hopp bereits ein deutsches Duell hinter sich und konnte Marvin Kraft souverän mit 6:1 bezwingen.
Webers Lauf gestoppt, Schindler ohne Preisgeld
Nach zwei Titeln auf der Development Tour am Wochenende und dem gestrigen Achtelfinale wurde Leon Weber heute ausnahmsweise früh gestoppt. Gegen Samuel Price gelang unter anderem ein 147er-Checkout, zum Ende des Spiels war der Tank jedoch leer und der Engländer drehte in 13 und 14 Darts zum 6:5. Auch Martin Schindler unterlag Andy Boulton im Entscheidungsleg und ist damit seit 4 Players-Championship-Spielen ohne Sieg. Nach verhaltenem Start des Deutschen löschte Boulton auch noch 160 zum 3:0. Schindler glich später zum 5:5 aus, war im Decider aber zu weit weg. Zuletzt kämpfte sich auch Arno Merk von einem 2:5-Rückstand gegen Nathan Potter zurück, um dann ein 101er-Finish im entscheidenden Leg zu kassieren.
Gabriel Clemens waren gegen Kevin Doets lediglich zwei Legs vergönnt, bei Dominik Grüllich (1:6 gegen Luke Woodhouse) und Matthias Ehlers (1:6 gegen Marvin van Velzen) war es noch deutlicher. Auch Yorick Hofkens musste eine 2:6-Niederlage hinnehmen, gegen einen 107er-Average von Gary Anderson war aber auch nichts zu machen. Kai Gotthardt blieb beim 2:6 gegen Karel Sedlacek unter seinen Möglichkeiten, Ricardo Pietreczko sah ab dem 4:4 gegen Ryan Searle nur noch die Rücklichter seines Gegners. Mensur Suljovic war gegen die letzten drei Anwürfe von Andrew Gilding in 12, 12 und 13 Darts zum 5:6 machtlos.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Morgen geht es mit der Premier League Darts mit dem 13. Spieltag in Aberdeen weiter. DAZN und Sport1 übertragen ab 20:00 Uhr MESZ jeweils live.
Players Championship 2026 – Nr. 12:
Dienstag, 28. April, Marshall Arena – Milton Keynes
1. Runde:
Board 1
Sebastian Bialecki (32) 6-3 Tytus Kanik
Cristo Reyes 6-4 Oskar Lukasiak
Wessel Nijman (1) 6-2 Scott Williams
Tom Sykes 6-5 Cam Crabtree
Board 2
Ryan Searle (17) 6-4 Ricardo Pietreczko (95,73
– 84,66)
Maximilian Czerwinski 6-3 Peter Wright (92,74
– 83,74)
Josh Rock (16) 6-5 Jeffrey De Graaf
Rob Owen 6-3 Viktor Tingström
Board 3
Cameron Menzies (25) 6-5 Rhys Griffin
Justin Hood 6-0 Tyler Thorpe
James Wade (8) 6-1 Jack Tweddell
Charlie Manby 6-1 Stefaan Henderyck
Board 4
Daryl Gurney (24) 6-5 Shane McGuirk
Darius Labanauskas 6-0 Dennie Olde Kalter
Dimitri Van den Bergh 6-2 Gian van Veen (9)
Nathan Potter 6-5 Arno Merk (95,01 –
89,21)
Board 5
Kim Huybrechts (29) 6-2 Tavis Dudeney
Cor Dekker 6-4 Adam Lipscombe
Ross Smith (4) 6-0 Owen Bates
Tom Bissell 6-0 Carl Sneyd
Board 6
William O’Connor (20) 6-2 Thomas Lovely
Stefan Bellmont 6-4 Adam Paxton (86,19 –
82,02)
Damon Heta (13) 6-4 Adam Gawlas
Beau Greaves 6-2 Tommy Morris
Board 7
Karel Sedlacek (28) 6-2 Kai Gotthardt (92,41 –
79,67)
Darryl Pilgrim 6-4 Adam Warner
Danny Noppert (5) 6-3 Ricky Evans
Benjamin Pratnemer 6-3 Adam Leek
Board 8
Andrew Gilding (21) 6-5 Mensur Suljovic (95,91
– 93,39)
Brendan Dolan 6-1 Thibault Tricole
Niko Springer (12) 6-1 Marvin
Kraft (95,83 – 86,47)
Max Hopp 6-5 Stephen Rosney (92,67 –
95,76)
Board 9
Christian Kist 6-5 Rob Cross (31)
Jurjen van der Velde 6-5 James Hurrell
Chris Dobey (2) 6-3 Aden Kirk
Madars Razma 6-4 Wesley Plaisier
Board 10
Andy Boulton 6-5 Martin Schindler (18) (88,53
– 86,58)
Alan Soutar 6-3 Jim Long
Martin Lukeman 6-5 Niels Zonneveld (15)
Chris Landman 6-1 Derek Coulson
Board 11
Richard Veenstra 6-1 Ryan Joyce (26)
Joe Hunt 6-3 Niall Culleton
Jermaine Wattimena (7) 6-2 Martijn Dragt
Sietse Lap 6-1 Jeffrey Sparidaans
Board 12
Nick Kenny 6-5 Joe Cullen (23)
Marvin van Velzen 6-1 Matthias Ehlers (83,21 –
82,18)
Luke Woodhouse (10) 6-1 Dominik Grüllich
(97,77 – 85,74)
Tommy Lishman 6-3 David Sharp
Board 13
Mike De Decker (30) 6-3 Jeffrey De Zwaan
Mario Vandenbogaerde 6-4 Ritchie Edhouse
Stephen Bunting (3) 6-4 Stephen Burton
Samuel Price 6-5 Leon Weber (87,45 –
89,13)
Board 14
Kevin Doets (19) 6-2 Gabriel Clemens (89,88 –
87,40)
Maik Kuivenhoven 6-4 Mickey Mansell
Jimmy van Schie 6-4 Dirk van Duijvenbode (14)
Rusty-Jake Rodriguez 6-4 Ian White (89,17 –
87,04)
Board 15
Lukas Wenig 6-5 Dave Chisnall (27) (93,23 –
89,15)
Ryan Meikle 6-2 Greg Ritchie
Keane Barry 6-5 Luke Humphries (6)
Alexander Merkx 6-3 Callan Rydz
Board 16
Gary Anderson (22) 6-2 Yorick Hofkens
(107,34 – 85,27)
Bradley Brooks 6-5 Connor Scutt
Krzysztof Ratajski (11) 6-1 Raymond van Barneveld
Mervyn King 6-3 Filip Bereza
2. Runde:
Sebastian Bialecki 6-1 Cristo Reyes
Wessel Nijman 6-5 Tom Sykes
Ryan Searle 6-4 Maximilian Czerwinski (94,31 –
90,14)
Rob Owen 6-1 Josh Rock
Justin Hood 6-1 Cameron Menzies
James Wade 6-5 Charlie Manby
Daryl Gurney 6-2 Darius Labanauskas
Nathan Potter 6-3 Dimitri Van den Bergh
Cor Dekker 6-5 Kim Huybrechts
Tom Bissell 6-3 Ross Smith
Stefan Bellmont 6-4 William O’Connor (84,24 –
81,90)
Beau Greaves 6-5 Damon Heta
Darryl Pilgrim 6-3 Karel Sedlacek
Danny Noppert 6-3 Benjamin Pratnemer
Brendan Dolan 6-5 Andrew Gilding
Max Hopp 6-2 Niko Springer
(90,98 – 88,17)
Jurjen van der Velde 6-3 Christian Kist
Chris Dobey 6-2 Madars Razma
Andy Boulton 6-1 Alan Soutar
Chris Landman 6-5 Martin Lukeman
Joe Hunt 6-5 Richard Veenstra
Jermaine Wattimena 6-3 Sietse Lap
Marvin van Velzen 6-5 Nick Kenny
Tommy Lishman 6-4 Luke Woodhouse
Mike De Decker 6-1 Mario Vandenbogaerde
Stephen Bunting 6-1 Samuel Price
Kevin Doets 6-3 Maik Kuivenhoven
Jimmy van Schie 6-3 Rusty-Jake Rodriguez
(84,85 – 83,69)
Ryan Meikle 6-4 Lukas Wenig (95,15 –
92,59)
Alexander Merkx 6-5 Keane Barry
Gary Anderson 6-0 Bradley Brooks
Krzysztof Ratajski 6-5 Mervyn King
Verlierer: £1.250
3. Runde:
Wessel Nijman 6-3 Sebastian Bialecki
Ryan Searle 6-1 Rob Owen
James Wade 6-2 Justin Hood
Nathan Potter 6-5 Daryl Gurney
Tom Bissell 6-3 Cor Dekker
Beau Greaves 6-3 Stefan Bellmont
Darryl Pilgrim 6-5 Danny Noppert
Max Hopp 6-3 Brendan Dolan (96,81 –
93,94)
Chris Dobey 6-3 Jurjen van der Velde
Chris Landman 6-2 Andy Boulton
Jermaine Wattimena 6-4 Joe Hunt
Tommy Lishman 6-5 Marvin van Velzen
Mike De Decker 6-3 Stephen Bunting
Kevin Doets 6-3 Jimmy van Schie
Alexander Merkx 6-3 Ryan Meikle
Gary Anderson 6-5 Krzysztof Ratajski
Verlierer: £2.000
Achtelfinale:
Wessel Nijman 6-3 Ryan Searle (96,19 – 86,36)
Nathan Potter 6-2 James Wade (102,25 – 94,67)
Tom Bissell 6-0 Beau Greaves (98,02 – 95,93)
Max Hopp 6-5 Darryl Pilgrim (98,49 –
91,98)
Chris Dobey 6-1 Chris Landman (99,29 – 82,96)
Jermaine Wattimena 6-2 Tommy Lishman (94,61 – 85,83)
Kevin Doets 6-5 Mike De Decker (97,30 – 91,54)
Gary Anderson 6-3 Alexander Merkx (98,33 – 88,17)
Verlierer: £3.000
Viertelfinale:
Wessel Nijman 6-2 Nathan Potter (97,40 – 92,06)
Tom Bissell 6-3 Max Hopp
(101,81 – 90,56)
Jermaine Wattimena 6-3 Chris Dobey (104,43 –
98,69)
Kevin Doets 6-1 Gary Anderson (98,58 – 92,13)
Verlierer: £4.000
Halbfinale:
Wessel Nijman 7-4 Tom Bissell (103,41 –
100,18)
Jermaine Wattimena 7-3 Kevin Doets (94,49 – 94,85)
Verlierer: £6.500
Finale:
Wessel Nijman 8-5 Jermaine Wattimena (96,84 –
94,12)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Preisgeld 2026:
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250
Summe pro Event: £150.000
Modus 2026:
Spiele bis zum
Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
TV-Übertragung 2026:
Die Pro Tour Turniere werden nicht
im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es
gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier
Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen
Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.
Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite
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