Nachdem sich Luke Humphries 2025 mit nur einem Finale begnügen musste, hat er nun wieder einen Players-Championship-Titel eingefahren. Beim 4. Event der Saison schlug er im Finale Wessel Nijman, der einmal mehr einen tiefen Lauf hinlegte. Mit Stephen Bunting und Gerwyn Price schlug Humphries zuvor zwei Premier-League-Kollegen. Der ehemalige PL-Star Peter Wright hat in der Rangliste derweil einen vorläufigen Tiefpunkt seines Abstiegs erlebt. Arno Merk und Leon Weber erreichten die dritte Runde.
Humphries schlägt Dauerläufer Nijman
Zum Start wurde es einmal eng, dann stürmte Luke Humphries förmlich zum Titelgewinn bei der 4. Players Championship des Jahres in Wigan. „Cool Hand Luke“ hatte ursprünglich für Aufsehen gesorgt, als er das Fernbleiben von der Players-Championship-Tour in Aussicht gestellt hatte. Zumindest an den Events in England wollte er aber dann doch teilnehmen – und das hat sich direkt ausgezahlt.
Gegen Martijn Dragt musste er sofort ins Entscheidungsleg, behielt dort aber mit einem 14-Darter die Oberhand. Anschließend wurde es beim 6:2 über den Deutschen Marvin Kraft erstmals deutlicher, die Averages lagen ab hier auch immer im dreistelligen Bereich. Luke Woodhouse und Stephen Bunting wurden mit 6:3 besiegt. Auf seine Bestleistung beim 6:2 gegen Niels Zonneveld folgte noch ein 7:4 im Halbfinale gegen Gerwyn Price, ehe im Finale wieder einmal Wessel Nijman stand. Mit einer Serie von drei 12-Dartern binnen vier Legs zog Humphries das Endspiel auf seine Seite und setzte sich am Ende mit 8:6 durch.
Nijman setzte somit nahtlos seine starke Serie auf dem Floor fort. Nach einem 6:1 zum Auftakt gegen Yorick Hofkens brillierte er im Achtelfinale mit einem 107er-Schnitt gegen Marvin van Velzen. Gegen Cor Dekker und Daryl Gurney musste auch zweimal der Decider her, ehe er sich im Halbfinale zum 7:3 gegen Callan Rydz absetzen konnte. Neben Gurney und Zonneveld ergänzten Sebastian Bialecki und Mike De Decker ein bunt durchmischtes Line-Up im Viertelfinale.
Wright fällt aus Top 32
Früh am Tag bewegte zunächst eine andere Geschichte die Darts-Community. Es hatte sich schon seit Wochen und Monaten angebahnt, aber mit einer weiteren Erstrundenniederlage ist Peter Wright nun offiziell aus der Top 32 der Weltrangliste herausgerutscht. Erstmals seit 2011 wird er nun also nicht mehr unter den 32 besten Spielern geführt. Als nächstes könnte Michael Smith dieses Schicksal ereilen, der noch auf Platz 32 steht und ebenfalls in Runde 1 kein gutes Bild abgab.
Gleiches gilt für Raymond van Barneveld, der zum wiederholten Male in diesem Jahr nicht über 80 Punkte im Schnitt kam und sich damit ernsthafte Gedanken um den Fortgang der Saison machen sollte. Zu den frühen Verlierern gehörten heute mit ausnahmsweise schwachen Leistungen auch James Wade und Dirk van Duijvenbode. Der gestrige Sieger Chris Dobey musste sich in Runde 2 Mervyn King beugen.
Merk und Weber in Runde 3
Aus deutschsprachiger Sicht ließ der Players-Championship-Block vereinzelte Wünsche offen. Nach der relativ schweren Auslosung gestern sah es heute schon annehmbarer aus, dennoch blieb ein tiefer Run aus. Mit Arno Merk und Leon Weber schafften es dann aber zwei Deutsche erstmals in diesem Jahr in die dritte Runde. Beiden gelang damit im vierten Anlauf sogar jeweils der erste Sieg.
Für Merk gab es nach einem Kaltstart gegen Tytus Kanik 5 Legs in Serie zum 6:3, dabei halfen vor allem starke Legs gegen die Darts. Danach gab es ein umkämpftes 6:4 über Max Hopp, der beinahe per 161er-Finish den Decider erzwungen hätte. In der dritten Runde war Daryl Gurney beim 1:6 dann zu stark. Leon Weber hatte zunächst keine Probleme mit einem erschreckend schwachen Cameron Menzies. Darauf folgte dann die benötigte Leistungssteigerung zum 6:3 gegen Jeffrey de Graaf, bei der hinten raus sogar ein 10-Darter (!) das entscheidende Break brachte. Gegen Kim Huybrechts gab es im Boardfinale eine abschließende 3:6-Niederlage.
Decider von Wenig sticht heraus
Ansonsten erreichten noch einige deutsche Spieler zumindest die zweite Runde. Lukas Wenig musste dabei schon zum vierten Mal in diesem Jahr in ein Entscheidungsleg und konnte sich ein drittes Mal durchsetzen. Diesmal war es Oskar Lukasiak, gegen den er mit einem 10-Darter das Spiel eigentlich auf seine Seite gezogen hatte, dann aber doch nochmal ein Break kassierte. Im Decider stand Lukasiak auf 24 Rest und Wenig zog mit einem sensationellen 164er-Finish zum Match den Kopf aus der Schlinge. In Runde 2 war gegen einen starken Jermaine Wattimena Schluss (2:6).
Weitere erste Siege in dieser Players-Championship-Saison landeten Pascal Rupprecht und Marvin Kraft. Bei Rupprecht kam Stefan Bellmont nicht an sein bisher gezeigtes Niveau heran und Rupprecht nutzte das zum 6:1 stark aus. Die Niederlage folgte gegen Sebastian Bialecki (2:6). Bei Kraft war es der an der Schulter angeschlagene Dennie Olde Kalter, ehe Luke Humphries deutlich zu stark war. Gabriel Clemens musste sich nach mühsam erkämpften 6:4-Sieg über Mario Vandenbogaerde in der nächsten Runde Andrew Gilding 3:6 geschlagen geben. Max Hopp landete einen weiteren Erfolg gegen Jonny Clayton (6:3), bevor das deutsche Duell mit Arno Merk verloren ging.
Kai Gotthardt musste derweil trotz starker Leistung zum Auftakt in ein 4:6 gegen Damon Heta einwilligen, auch Niko Springer unterlag mit gleichem Ergebnis gegen Marvin van Velzen und bekam ein frühes Break trotz vieler erarbeiteter Doppelgelegenheiten nicht zurück. Neben deutlichen Niederlagen für Yorick Hofkens und Dominik Grüllich war auch für Maximilian Czerwinski und Ricardo Pietreczko sowie die Österreicher Mensur Suljovic und Rusty-Jake Rodriguez in Runde 1 Schluss.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Morgen findet in Wigan dann noch zwei Tourcardholder Qualifier für die European Tour Events in Wieze und München statt.
Players Championship 2026 – Nr. 4:
Dienstag, 17. Februar, Robin Park Leisure Centre – Wigan
1. Runde:
Board 1
Karel Sedlacek (32) 6-1 Adam Gawlas
Madars Razma 6-5 Jim Long
Stephen Bunting (1) 6-1 Chris Landman
Jack Tweddell 6-3 Dimitri Van den Bergh
Board 2
Luke Humphries (17) 6-5 Martijn Dragt
Marvin Kraft 6-3 Dennie Olde Kalter (80,78 –
75,60)
Luke Woodhouse (16) 6-4 Jeffrey Sparidaans
Stephen Burton 6-4 Ian White
Board 3
Niels Zonneveld (25) 6-2 Beau Greaves
Greg Ritchie 6-4 Maximilian Czerwinski (91,89
– 81,50)
Josh Rock (8) 6-5 James Hurrell
Rob Cross 6-4 Andy Boulton
Board 4
Joe Cullen (24) 6-4 Keane Barry
Scott Waites 6-2 Tom Bissell
Damon Heta (9) 6-4 Kai Gotthardt
(100,53 – 96,49)
Scott Williams 6-3 Carl Sneyd
Board 5
Adam Warner 6-3 Ricardo Pietreczko (29) (86,03
– 83,47)
Stephen Rosney 6-0 Pero Ljubic
Gerwyn Price (4) 6-4 Mensur Suljovic
(100,85 – 89,26)
Ricky Evans 6-1 Martin Lukeman
Board 6
Kim Huybrechts 6-4 William O’Connor (20)
Adam Paxton 6-2 Viktor Tingstrom
Leon Weber 6-0 Cameron Menzies (13) (79,11 –
71,36)
Jeffrey De Graaf 6-0 Tyler Thorpe
Board 7
Darryl Pilgrim 6-5 Raymond van Barneveld (28)
Tom Sykes 6-2 Wesley Plaisier
Gian van Veen (5) 6-5 Jimmy van Schie
Alan Soutar 6-3 Bradley Brooks
Board 8
Sebastian Bialecki 6-4 Krzysztof Ratajski (21)
Pascal Rupprecht 6-1 Stefan
Bellmont (88,86 – 77,20)
Chris Dobey (12) 6-1 Tommy Morris
Mervyn King 6-4 Maik Kuivenhoven
Board 9
Thomas Lovely 6-4 Peter Wright (31)
Cor Dekker 6-3 Joe Hunt
Wessel Nijman (2) 6-1 Yorick Hofkens
(102,98 – 74,21)
Ryan Meikle 6-2 Steve Lennon
Board 10
Marvin van Velzen 6-4 Niko Springer (18) –
(89,54 – 93,67)
Benjamin Pratnemer 6-4 Filip Bereza
Rhys Griffin 6-4 Dirk van Duijvenbode (15)
Tavis Dudeney 6-2 Richard Veenstra
Board 11
Daryl Gurney (26) 6-1 Dominik Grüllich (92,28
– 87,00)
David Sharp 6-4 Rusty-Jake Rodriguez (82,94 –
85,54)
Max Hopp 6-3 Jonny Clayton (7) (94,09 –
90,43)
Arno Merk 6-3 Tytus Kanik (82,67 –
77,20)
Board 12
Dave Chisnall (23) 6-3 Cristo Reyes
Shane McGuirk 6-3 Jurjen van der Velde
Cam Crabtree 6-1 James Wade (10)
Alexander Merkx 6-4 Michael Smith
Board 13
Andrew Gilding (30) 6-2 Stefaan Henderyck
Gabriel Clemens 6-4 Mario Vandenbogaerde
(83,75 – 81,75)
Nathan Aspinall (3) 6-5 Thibault Tricole
Darius Labanauskas 6-4 Mickey Mansell
Board 14
Ryan Joyce (19) 6-1 Derek Coulson
Niall Culleton 6-3 Brendan Dolan
Danny Noppert (14) 6-3 Justin Hood
Callan Rydz 6-5 Connor Scutt
Board 15
Kevin Doets (27) 6-3 Rob Owen
Ritchie Edhouse 6-3 Owen Bates
Ross Smith (6) 6-4 Jeffrey De Zwaan
Sietse Lap 6-5 Adam Leek
Board 16
Mike De Decker (22) 6-2 Nick Kenny
Charlie Manby 6-0 Adam Lipscombe
Jermaine Wattimena (11) 6-3 Samuel Price
Lukas Wenig 6-5 Oskar Lukasiak (92,58 –
95,36)
2. Runde:
Karel Sedlacek 6-3 Madars Razma
Stephen Bunting 6-4 Jack Tweddell
Luke Humphries 6-2 Marvin Kraft (103,27 –
82,24)
Luke Woodhouse 6-5 Stephen Burton
Niels Zonneveld 6-0 Greg Ritchie
Josh Rock 6-1 Rob Cross
Joe Cullen 6-5 Scott Waites
Damon Heta 6-1 Scott Williams
Stephen Rosney 6-1 Adam Warner
Gerwyn Price 6-2 Ricky Evans
Kim Huybrechts 6-4 Adam Paxton
Leon Weber 6-3 Jeffrey De Graaf (91,93 –
95,79)
Tom Sykes 6-0 Darryl Pilgrim
Alan Soutar 6-5 Gian van Veen
Sebastian Bialecki 6-2 Pascal Rupprecht (91,75
– 86,29)
Mervyn King 6-4 Chris Dobey
Cor Dekker 6-2 Thomas Lovely
Wessel Nijman 6-2 Ryan Meikle
Marvin van Velzen 6-3 Benjamin Pratnemer
Tavis Dudeney 6-5 Rhys Griffin
Daryl Gurney 6-5 David Sharp
Arno Merk 6-4 Max Hopp (87,06
– 91,41)
Dave Chisnall 6-5 Shane McGuirk
Alexander Merkx 6-3 Cam Crabtree
Andrew Gilding 6-3 Gabriel Clemens (94,18 –
91,95)
Darius Labanauskas 6-4 Nathan Aspinall
Ryan Joyce 6-2 Niall Culleton
Callan Rydz 6-3 Danny Noppert
Ritchie Edhouse 6-5 Kevin Doets
Ross Smith 6-0 Sietse Lap
Mike De Decker 6-1 Charlie Manby
Jermaine Wattimena 6-2 Lukas Wenig (99,39 –
97,89)
Verlierer: £1.250
3. Runde:
Stephen Bunting 6-3 Karel Sedlacek
Luke Humphries 6-3 Luke Woodhouse
Niels Zonneveld 6-4 Josh Rock
Joe Cullen 6-3 Damon Heta
Gerwyn Price 6-1 Stephen Rosney
Kim Huybrechts 6-3 Leon Weber (89,21 –
83,55)
Alan Soutar 6-5 Tom Sykes
Sebastian Bialecki 6-1 Mervyn King
Wessel Nijman 6-5 Cor Dekker
Marvin van Velzen 6-1 Tavis Dudeney
Daryl Gurney 6-1 Arno Merk (96,30 –
88,03)
Dave Chisnall 6-5 Alexander Merkx
Andrew Gilding 6-5 Darius Labanauskas
Callan Rydz 6-0 Ryan Joyce
Ross Smith 6-5 Ritchie Edhouse
Mike De Decker 6-4 Jermaine Wattimena
Verlierer: £2.000
Achtelfinale:
Luke Humphries 6-3 Stephen Bunting (100,85
– 100,98)
Niels Zonneveld 6-5 Joe Cullen (93,60 – 98,61)
Gerwyn Price 6-2 Kim Huybrechts (103,55 –
94,92)
Sebastian Bialecki 6-2 Alan Soutar (104,54 –
102,24)
Wessel Nijman 6-0 Marvin van Velzen (107,36 –
76,15)
Daryl Gurney 6-4 Dave Chisnall (98,96 – 92,83)
Callan Rydz 6-4 Andrew Gilding (107,80 –
103,47)
Mike De Decker 6-2 Ross Smith (94,98 – 89,90)
Verlierer: £3.000
Viertelfinale:
Luke Humphries 6-2 Niels Zonneveld (108,53
– 92,71)
Gerwyn Price 6-4 Sebastian Bialecki (100,61 –
92,21)
Wessel Nijman 6-5 Daryl Gurney (91,13 – 87,45)
Callan Rydz 6-2 Mike De Decker (88,22 – 80,32)
Verlierer: £4.000
Halbfinale:
Luke Humphries 7-4 Gerwyn Price (101,32 –
100,52)
Wessel Nijman 7-3 Callan Rydz (88,35 – 91,02)
Verlierer: £6.500
Finale:
Luke Humphries
8-6 Wessel Nijman (104,62 – 92,87)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Preisgeld 2026:
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250
Summe pro Event: £150.000
Modus 2026:
Spiele bis zum
Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
TV-Übertragung 2026:
Die Pro Tour Turniere werden nicht
im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es
gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier
Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen
Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.
Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite
Dartconnect verfolgen.
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Foto-Credit: Kieran Cleeves/PDC
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