Im Mai 2013 war James Wade beim allerersten Event der World Series of Darts in Dubai bereits mit dabei, dreizehn Jahre später sichert sich der Engländer in seinem vierten World-Series-Finale seinen ersten Titel. Im Finale des Australian Darts Masters in Wollongong stoppte „The Machine“ damit auch den sensationellen Lauf von Brody Klinge, der es nach Siegen über Gian van Veen und Jonny Clayton ins Endspiel geschafft hatte.
Viertelfinale:
Price verwehrt Rock Halbfinale
Mit einem Halbfinale auf der World Series soll es für Josh Rock weiterhin nicht klappen, Gerwyn Price war zum Auftakt des Finaltags mit 6:2 zu stark. Dabei eröffnete Rock mit einem 111er-Finish, verpasste dann aber einen Dart auf Bull zum 2:0. Auch die folgenden zwei Legs waren Holds, wobei Price seinen Anwurf sehenswert mit einem 148er-Finish durchbrachte. Mit weiteren Checkouts von 76 und 72 zog Price auf 4:2 weg und legte einen 13-Darter zum 5:2 nach. Von Rock kam nichts mehr, so dass die fünfte Runde für Price zum Halbfinale ausreichte.
Wade dreht Spiel gegen Bunting
Einen 2:5-Rückstand konnte James Wade gegen Stephen Bunting noch umdrehen. Das erste Highlight setzte Bunting mit einem 160er-Finish zum 2:1, auch 116 Punkte brachte „The Bullet“ unter Druck zum 3:2 auf Null. Nach zwei weiteren Leggewinnen in 15 und 12 Darts sah Bunting wie der sichere Sieger aus, ein 14-Darter hielt Wade zunächst im Spiel. Dann vergab Bunting einen Matchdart auf der D16 und Wade checkte im Gegenzug sensationell 164. Ein 104er-Finish führte das Match in den Decider, in dem Wade gegen die Darts seinen vierten Matchdart nutzte und die Begegnung damit tatsächlich noch komplett drehte.
Klinge überzeugt auch gegen van Veen
Nach Ross Smith gestern hat Brody Klinge auch Gian van Veen aus dem Turnier genommen. Nach einem 14-Darter zum Auftakt verpasste van Veen die D20 für ein 160er-Finish, im dritten Durchgang traf Klinge dann genau dieses Feld für das erste Break. Auf der D11 legte der Australier nach, ein 70er-Finish brachte van Veen sein zweites Leg ein. Auf der D8 stellte Klinge den alten Abstand wieder her, versäumte es aber nach vier verpassten Doppeln auf 5:2 zu stellen. So blieb van Veen mit einem 69er-CO dran, gegen einen 11-Darter seines Kontrahenten war aber nichts auszurichten. Der Weltranglistenzweite checkte dann in der sechsten Runde, verpasste jedoch drei Darts für den Decider und Klinge kam auf der D5 ins Ziel, nachdem ein 140er-Finish zum Matchgewinn in der Aufnahme zuvor nur knapp verfehlt wurde.
Neuseeland-Sieger weiter dabei
Jonny Clayton ist den nächsten Schritt Richtung Down-Under-Double gegangen. Gegen Local Hero Damon Heta gab es im letzten Viertelfinale einen 6:3-Sieg. Ein Shanghaifinish auf dem 20er-Segment in Leg 1 von Clayton beantwortete Heta in 17 und 15 Darts, der Australier musste das gerade gewonnene Break jedoch direkt wieder abgeben. Nach zwei Leggewinnen des Anwerfers ging Clayton per 80er-Finish mit 4:3 in Front, Heta patzte daraufhin zweimal auf dem äußeren Ring und Clayton spielte das Match souverän in 15 Darts inkl. 72er-Finish herunter.
Halbfinale:
Wade verhindert nächstes Finale von Price
James Wade steht nach einem 7:4-Halbfinalsieg über Gerwyn Price in seinem vierten World Series-Finale. Price erwischte mit zwei 15-Dartern zwar den besseren Start, Wade hielt aber mit back-to-back 11-Dartern stark dagegen. 17 und zweimal 15 Darts später führte Wade plötzlich mit 5:2, ein 90er-Finish hätte beinahe das sechste Leg in Serie für den Engländer bedeutet. Nach Holds auf beiden Seiten warf Wade zum ersten Mal zum Finaleinzug an verwandelte seinen zweiten Matchdart auf der D5.
Klinge-Märchen geht weiter
Die Geschichte von Brody Klinge geht weiter! Im Halbfinale setzte sich der Mann aus Melbourne auch gegen Neuseeland-Sieger Jonny Clayton mit 7:5 durch und buchte damit sensationell das Finalticket. Die Begegnung war geprägt von einigen Breaks auf beiden Seiten, zur Pause nach sechs Legs stand es gerecht 3:3. Aus dieser meldete sich Klinge mit einem 11-Darter zurück, Clayton checkte im Gegenzug 118 Punkte zum 4:4-Ausgleich. In 14 Darts brachte „The Ferret“ dann seinen Anwurf mal durch, vergab aber einen Dart auf dem Bullseye zum 6:4. Ein 102er-Checkout ließ somit Klinge zum Match anwerfen und der Australier angelte sich mit dem „Big Fish“, dem 170er-Finish, in Weltklasse-Manier das Finalticket.
Finale:
Wade stoppt Klinge im Finale
In seinem vierten World-Series-Finale hat sich James Wade erstmalig den Titel geschnappt und den Lauf von Brody Klinge im Finale mit 8:5 gestoppt. Die ersten beiden Legs des Finals sicherte sich Wade in 16 und 12 Darts, Klinge egalisierte aber schnell mit derselben Anzahl an geworfenen Pfeilen. Ein 13-Darter brachte Wade wieder zurück in die Spur, ein weiterer bedeutete die 4:2-Führung zur Pause. Ein 108er-Finish ließ den Vorsprung auf 5:2 anwachsen, nachdem Klinge ein 140er-CO auf der D10 knapp verpasste und Wade im Gegenzug die D20 traf, schien das Finale entschieden. Doch Wade machte die Türe nochmal auf und Klinge robbte sich in 13 und zweimal 15 Darts auf 5:6 heran – diesmal fiel auch das 140er-Finish. Der Australier verpasste dann aber die D16 für ein 68er-Finish zum 7:7, Wade checkte eiskalt 76 zum 7:5. Klinge warf mit sechs perfekten Darts nochmal alles rein, scheiterte aber zweimal an der D20 und mit seinem dritten Matchdart sicherte sich Wade die Kyle Anderson Trophy.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Am Montag werden in Leicester die letzten vier Startplätze für die World Series of Darts Finals im Qualifier ausgespielt. Das vorläufige Teilnehmerfeld könnt ihr unserer [Turnierseite] entnehmen.
Ergebnisse Finaltag:
Samstag, 22.08.2026:
Viertelfinale:
Gerwyn Price 6-2 Josh Rock (101,34 –
90,24)
James Wade 6-5 Stephen Bunting (98,57 – 95,60)
Gian van Veen 4-6 Brody Klinge (93,80 – 97,90)
Jonny Clayton 6-3 Damon Heta (97,96 – 95,20)
Halbfinale:
Gerwyn Price 4-7 James Wade
(94,17 – 101,27)
Brody Klinge 7-5 Jonny Clayton (101,59 –
98,89)
Finale:
James Wade 8-5
Brody Klinge (101,62 –
104,56)
World Series Rangliste 2026:
| Platz | Spieler | Land | Punkte |
| 1 | Michael van Gerwen | Niederlande | 32 |
| 2 | Gerwyn Price | Wales | 29 |
| 3 | Luke Littler | England | 28 |
| 4 | Luke Humphries | England | 26 |
| 5 | Gian van Veen | Niederlande | 25 |
| 6 | Jonny Clayton | Wales | 25 |
| 7 | James Wade | England | 25 |
| 8 | Stephen Bunting | England | 14 |
| 9 | Nathan Aspinall | England | 10 |
| 10 | Brody Klinge | Australien | 8 |
| 11 | Josh Rock | Nordirland | 7 |
| 12 | Damon Heta | Australien | 6 |
| 13 | Raymond Smith | Australien | 6 |
| 14 | Danny Noppert | Niederlande | 4 |
| 15 | Adam Leek | Australien | 4 |
| 16 | Man Lok Leung | Hongkong | 4 |
| 17 | Jim Long | Kanada | 3 |
| 18 | Viktor Tingström | Schweden | 3 |
| 19 | Ross Smith | England | 2 |
| 20 | Ben Robb | Neuseeland | 2 |
| 21 | Motomu Sakai | Japan | 2 |
| 22 | Simon Whitlock | Australien | 2 |
| 23 | Lourence Ilagan | Philippinen | 2 |
| 24 | Alexis Toylo | Philippinen | 2 |
| 25 | Ryusei Azemoto | Japan | 2 |
| 26 | Paul Lim | Singapur | 2 |
| 27 | Madars Razma | Lettland | 1 |
| 28 | Jeffrey de Graaf | Schweden | 1 |
| 29 | Cor Dekker | Norwegen | 1 |
| 30 | Oskar Lukasiak | Schweden | 1 |
| 31 | Darius Labanauskas | Litauen | 1 |
| 32 | Haupai Puha | Neuseeland | 1 |
| 33 | David Cameron | Kanada | 1 |
| 34 | Brayden Hall | Kanada | 1 |
| 35 | Mal Cuming | Australien | 1 |
| 36 | Daniel Larsson | Schweden | 1 |
| 37 | Adam Sevada | USA | 1 |
| 38 | Joe Comito | Australien | 1 |
| 39 | Gary Mawson | USA | 1 |
| 40 | Alex Spellman | USA | 1 |
| 41 | Tomoya Goto | Japan | 1 |
| 42 | Jonny Tata | Neuseeland | 1 |
| 43 | Mark Cleaver | Neuseeland | 1 |
| 44 | Fred Krueger | USA | 1 |
| 45 | Nitin Kumar | Indien | 1 |
| 46 | Leonard Gates | USA | 1 |
| 47 | Basem Mahmood | Bahrain | 1 |
| 48 | Tim Pusey | Australien | 1 |
| 49 | Andreas Harrysson | Schweden | 1 |
| 50 | Abdulla Saeed | Bahrain | 1 |
| 51 | Kayden Milne | Neuseeland | 1 |
Endstand nach dem Australian Darts Masters 2026
Modus 2026:
1. Runde: Best of 11
Legs
Viertelfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
Preisgeld World Series 2026:
Ausgespielt werden insgesamt £100.000
pro Turnier, der Sieger geht mit £30.000 nach Hause. Außerdem
werden bei jedem Turnier Punkte für die World Series of Darts
Rangliste vergeben, die dafür verwendet wird, die qualifizierten
Spieler für die World Series of Darts
Finals in Amsterdam zu ermitteln. Das Preisgeld selbst zählt
nicht zur Weltrangliste.
Sieger: £30.000 (12 Punkte)
Runner-Up: £16.000 (8 Punkte)
Halbfinale: £10.000 (5 Punkte)
Viertelfinale: £5.000 (3 Punkte)
1. Runde: £1.750 (1 Punkt)
Gesamt: £100.000
TV-Übertragung 2026:
Der Sport-Streaming-Dienst DAZN überträgt alle Major-Turniere, alle European Tour Turniere und alle World Series Events LIVE und in HD. Man kann den Stream auf Smart-TV, Smartphone, PC, Laptop und Tablet verfolgen. Der Dienst im Unlimited Abo kostet monatlich 34,99 € (als Jahresabo) und ist im Monatsabo jederzeit kündbar (44,99 € pro Monat). Zusätzlich zum Dart bietet DAZN auch noch unzählige weitere Live-Events wie die Fußball-Bundesliga oder die Champions League sowie weitere Sportarten wie die NFL oder die NBA. Eine weitere Option ist das günstigere Super Sports Abo, das für 19,99 € im Monat (als Jahresabo) buchbar ist (kündbares Monatsabo: 24,99 €), aber weniger Live-Rechte enthält. Ein Vorteil bei DAZN ist, dass man sich verpasste Spiele im Re-Live jederzeit noch einmal anschauen kann. Zur Bestellung: https://dartn.de/darts_auf_dazn
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Foto-Credit: PDC
[mvdb]
