Mit 74 Spielern haben sich so wenige Teilnehmer wie noch nie beim letzten Tourcardholder Qualifier des Jahres versucht. Für die Dutch Darts Championship in Maastricht konnten sich dabei Max Hopp und Ricardo Pietreczko erfolgreich qualifizieren, auch Michael Smith und der gestrige Finalist Scott Williams gehören zu den Qualifikanten.
Qualifier 15 – Dutch Darts Championship (DDC):
Positiver Abschluss von Hopp und Pietreczko
Insgesamt neunmal stand Max Hopp in diesem Jahr in der finalen Qualirunde, heute hat es zum zweiten Mal mit der erfolgreichen sportlichen Qualifikation geklappt. Der gebürtige Idsteiner brauchte zunächst gegen Jurjen van der Velde einige Matchdarts, verwandelte aber Nummer sechs auf der D8. Im zweiten Spiel gegen Cor Dekker stand der „Maximiser“ bereits beim Stand von 2:5 mit dem Rücken zur Wand, konnte das Match in zweimal 14 und zweimal 15 Darts allerdings noch eindrucksvoll drehen. Im Entscheidungsspiel bot Gegner Daryl Gurney nur einen 82er-Average an und Hopp wusste dies zu nutzen. Nach dem Break im Auftaktleg eilte der 30-Jährige zu einer 5:1-Führung, ein 82er-Finish tütete das Ticket für Maastricht zwei Legs später ein.
Da sich nur 74 Spieler versuchten, haben Ricardo Pietreczko heute zwei Siege für die Qualifikation für das letzte European Tour Turnier des Jahres gereicht. Der Start in den Tag verlief mit einer 4:0-Führung gegen Bradley Brooks äußerst positiv, fünf Legs später angelte „Pikachu“ den Big Fish zum Sieg. Das entscheidende Duell lieferte sich der Deutsche dann mit Österreicher Mensur Suljovic, der zuvor Adam Leek (6:1) und Adam Warner (6:3) bezwang. Suljovic erarbeitete sich mit einem 11-Darter im dritten Leg das erste Break, was sich Pietreczko mit einem 85er-Finish aber direkt zurückholte. Nach zwei Holds ebnete ein 88er-CO unter Druck den Weg zum Sieg, den der Deutsche in 18 und 16 Darts fixierte.
Smith einer der Qualifikanten
Neben den beiden Deutschen haben sich zum Abschluss der ET-Qualifier-Saison nur Spieler von der Insel qualifiziert. Dazu gehören Scott Williams, Michael Smith, Nick Kenny, Callan Rydz, Stephen Burton, James Hurrell, Mickey Mansell und Owen Bates. Für Smith, Hurrell und Mansell war es die insgesamt fünfte Quali der Saison, Cristo Reyes war mit deren zehn der erfolgreichste Spieler in dieser Kategorie.
Zahlreiche deutsche Niederlagen
Auch beim letzten Tourcardholder Qualifier des Jahres wollte es für viele Deutsche nicht mit einer erfolgreichen Qualifikation klappen. Kai Gotthardt drehte zunächst einen 1:3-Rückstand gegen Charlie Manby noch in einen 6:3-Sieg um, musste sich dann aber mit 2:6 gegen Stephen Burton geschlagen geben.
In der ersten Qualirunde unterlagen Gabriel Clemens (3:6 gegen Mario Vandenbogaerde), Lukas Wenig (4:6 gegen Adam Gawlas), Arno Merk (4:6 gegen Pero Ljubic), Dominik Grüllich (3:6 gegen Tom Sykes), Leon Weber (5:6 gegen Christian Kist), Marvin Kraft (2:6 gegen Scott Williams), Maximilian Czerwinski (0:6 gegen Mickey Mansell) und Matthias Ehlers (1:6 Andy Boulton), der Schweizer Stefan Bellmont verlor gegen Cor Dekker mit 3:6. Yorick Hofkens, Pascal Rupprecht und Rusty-Jake Rodriguez waren nicht am Start, Martin Schindler und Niko Springer waren bereits vorqualifiziert.
Viele Niederländer verzichten auf Qualifier
Luke Littler, James Wade, Josh Rock, Gary Anderson und Kevin Doets haben für die Dutch Darts Championship nicht gemeldet, daher wird Martin Schindler in Maastricht gesetzt sein und dem gestrigen Pro-Tour-Sieger Karel Sedlacek, Jeffrey de Graaf, Sebastian Bialecki und Cristo Reyes blieb der Qualifier erspart. Beau Greaves lässt dieses Turnier ebenfalls urlaubsbedingt aus.
Mit Raymond van Barneveld, Richard Veenstra, Wesley Plaisier, Jimmy van Schie, Marvin van Velzen, Alexander Merkx und Sietse Lap verzichteten gleich sieben Niederländer auf die heutige Teilnahme, dürfen aber dafür am Host Nation Qualifier teilnehmen. Dort werden allerdings nur vier Plätze ausgespielt.
Ergebnisse Tourcardholder Qualifier 15:
Letzte 80:
Chris Landman 6-5 Stefaan Henderyck
Scott Williams 6-2 Marvin Kraft (93,05 – 83,55)
Adam Gawlas 6-4 Lukas Wenig (89,52 – 77,98)
Thomas Lovely 6-0 Niall Culleton
Cor Dekker 6-3 Stefan Bellmont (96,44 – 91,64)
Max Hopp 6-5 Jurjen van der Velde (90,25 – 92,08)
Bradley Brooks 6-1 Tavis Dudeney
Mensur Suljovic 6-1 Adam Leek (92,87 – 86,14)
Adam Warner 6-4 Mervyn King
Connor Scutt 6-5 Stephen Rosney
David Sharp 6-3 Adam Lipscombe
Pero Ljubic 6-4 Arno Merk (79,07 – 85,99)
Nick Kenny 6-0 Ian White
Tom Sykes 6-3 Dominik Grüllich (87,39 – 86,15)
Brendan Dolan 6-1 Jeffrey Sparidaans
Dennie Olde Kalter 6-5 Tom Bissell
Mario Vandenbogaerde 6-3 Gabriel Clemens (85,87 – 87,06)
Christian Kist 6-5 Leon Weber (80,68 – 77,70)
Stephen Burton 6-3 Martin Lukeman
Kai Gotthardt 6-3 Charlie Manby (86,63 – 82,27)
Thibault Tricole 6-2 Alan Soutar
Adam Paxton 6-1 Cam Crabtree
Maik Kuivenhoven 6-5 Justin Hood
James Hurrell 6-4 Jim Long
Keane Barry 6-2 Jeffrey De Zwaan
Greg Ritchie 6-5 Samuel Price
Mickey Mansell 6-0 Maximilian Czerwinski (99,10 – 83,45)
Andy Boulton 6-1 Matthias Ehlers (86,55 – 79,60)
Carl Sneyd 6-5 Ricky Evans
Tyler Thorpe 6-5 Rob Owen
Darius Labanauskas 6-5 Madars Razma
Benjamin Pratnemer 6-4 Rhys Griffin
Shane McGuirk 6-4 Darryl Pilgrim
Owen Bates 6-3 Ryan Meikle
Letzte 40:
Mike De Decker 6-3 Chris Landman
Scott Williams 6-3 Adam Gawlas
Daryl Gurney 6-3 Thomas Lovely
Max Hopp 6-5 Cor Dekker (90,90 – 96,29)
Ricardo Pietreczko 6-3 Bradley Brooks (89,31 – 90,60)
Mensur Suljovic 6-3 Adam Warner (82,34 – 85,55)
Michael Smith 6-5 Connor Scutt
David Sharp 6-3 Pero Ljubic
Nick Kenny 6-1 Peter Wright
Brendan Dolan 6-4 Tom Sykes
Callan Rydz 6-3 Dennie Olde Kalter
Mario Vandenbogaerde 6-5 Christian Kist
Stephen Burton 6-2 Kai Gotthardt (89,24 – 92,43)
Thibault Tricole 6-4 Adam Paxton
James Hurrell 6-5 Maik Kuivenhoven
Keane Barry 6-4 Greg Ritchie
Mickey Mansell 6-5 Andy Boulton
Tyler Thorpe 6-3 Carl Sneyd
Darius Labanauskas 6-4 Benjamin Pratnemer
Owen Bates 6-1 Shane McGuirk
Finalrunde:
Scott Williams 6-3 Mike De Decker (90,44 – 84,42)
Max Hopp 6-2 Daryl Gurney (93,28 – 81,86)
Ricardo Pietreczko 6-3 Mensur Suljovic (83,03 – 85,32)
Michael Smith 6-4 David Sharp (95,13 – 95,72)
Nick Kenny 6-2 Brendan Dolan (100,06 – 91,19)
Callan Rydz 6-2 Mario Vandenbogaerde (99,89 – 94,81)
Stephen Burton 6-5 Thibault Tricole (85,04 – 81,20)
James Hurrell 6-5 Keane Barry (94,65 – 91,43)
Mickey Mansell 6-2 Tyler Thorpe (105,24 – 87,52)
Owen Bates 6-2 Darius Labanauskas (96,00 – 89,30)
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Foto-Credit: Sebastian Doppstadt/PDC Europe
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