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Q-School 2026 – Vorschau

Kaum ist die Darts-WM beendet, wird es direkt am Montag wieder auf dem Floor wichtig: Die Q-School 2026 steht an und dort gibt es insgesamt 29 Tourkarten zu gewinnen. Diese Spielberechtigung für die Profi-Tour wollen in diesem Jahr insgesamt 925 Teilnehmer erreichen. Es ist ein deutlicher neuer Rekord in den Anmeldezahlen. Gespielt wird wieder an den Standorten in Kalkar und Milton Keynes. Aus Deutschland starten 172 Teilnehmer, auch 13 Österreicher und 10 Schweizer wollen es auf die Tour schaffen.

Kaum ist die Darts-WM beendet, wird es direkt am Montag wieder auf dem Floor wichtig: Die Q-School 2026 steht an und dort gibt es insgesamt 29 Tourkarten zu gewinnen. Diese Spielberechtigung für die Profi-Tour wollen in diesem Jahr insgesamt 925 Teilnehmer erreichen. Es ist ein deutlicher neuer Rekord in den Anmeldezahlen. Gespielt wird wieder an den Standorten in Kalkar und Milton Keynes. Aus Deutschland starten 172 Teilnehmer, auch 13 Österreicher und 10 Schweizer wollen es auf die Tour schaffen.

Der Modus

Im Großen und Ganzen hat sich der Spielmodus bei der Q-School 2026 nicht dramatisch verändert. Aber an einigen kleineren Stellschrauben wurde trotzdem noch gedreht. Grundsätzlich wird wieder in Milton Keynes (für alle UK-Spieler) und in Kalkar (für alle EU-Spieler) gespielt. Alle Teilnehmer der anderen Nationen dürfen ihren Spielort frei wählen. Von Montag bis Mittwoch wird die First-Stage ausgetragen. An diesen drei Tagen qualifizieren sich dieses Mal jeweils die besten 16 pro Turnier sicher für die Final-Stage. Damit spart man sich im Vergleich zu 2025 eine Spielrunde. Die Matches werden über „best of 9 Legs“ ausgetragen, Start ist jeweils um 12 Uhr. Jeweils 128 Teilnehmer erreichen pro Spielort die Final-Stage. Darunter sind jeweils die 16 Tagessieger, sowie die „gesetzten“ Akteure und die bestplatzierten Spieler der Rangliste.

In der Final-Stage werden dann also auch die Tourcard-Inhaber von 2025 eingreifen. Aber auch die besten Spieler der Challenge Tour und Development Tour starten erst in der Final-Stage. In Kalkar sind demnach 27 Spieler für die Final-Stage gesetzt, in Milton Keynes sind es derweil 33 Plätze, die hierfür vergeben sind. Insgesamt werden 29 Tourcards verteilt. Dabei erhalten alle Finalisten der Turniere jeweils eine Tourcard, also sind damit 16 Spieler für die Tour schon gefunden. Die übrigen 13 Karten werden dann proportional auf die beiden Standorte je nach Anmeldezahlen verteilt. Hier wird es dann Stand jetzt (Voraussetzung alle gemeldeten Spieler nehmen teil) einen leichten Überschuss für die EU Q-School geben, es dürften 7 Karten über die Rangliste in Kalkar verteilt werden.

Neben der Neuerung, dass nun bereits die unterlegen Finalisten eine Tourcard erhalten, gibt es auch noch eine weitere Änderung: Für die Final-Stage werden Nachrücker über die Rangliste zugelassen, sodass das 128er-Feld jeweils voll wird. Ab jedem Sieg gibt es jeweils einen Punkt für die Rangliste. Sollten die 128 Spieler in der Final-Stage trotzdem nicht voll werden, dann gibt es für den Sieg in Runde 1 keine Punkte. Dafür bräuchte es dann das Erreichen der Letzten 32 (= 2 Punkte). Spieler, die ihre Tourcard verloren haben, müssen die Q-School nicht mehr mitspielen, um an der Challenge Tour teilnehmen zu dürfen. Dann müssen diese Spieler aber auch darauf verzichten als Nachrücker an der Pro Tour teilzunehmen, auch eine Tourcard können sie auf diesem Weg nicht mehr gewinnen.

Die Teilnehmer

European Q-School

Unter den rund 530 Teilnehmern der European Q-School stellen die deutschen Spieler mit ca. 170 Startern den größten Anteil. Drei Deutsche sind bereits für die Final-Stage gesetzt. Hierzu zählt auch Florian Hempel, der nach vielen Jahren auf der Tour erstmals wieder in die Q-School muss. Der Kölner zählt genau wie der ehemalige BDO-WM-Halbfinalist Michael Unterbuchner zu den Anwärtern auf eine Tourcard. Auch Jannis Barkhausen ist für die Final-Stage gesetzt. Dort zählen Spieler wie José de Sousa, Chris Landman, Andy Baetens, Jelle Klaasen und Adam Gawlas zu den größten Namen. Außerdem will Andreas Harrysson an seine starke WM anknüpfen und den Schritt auf die Tour schaffen. Aus Österreich und der Schweiz ist zunächst kein Spieler für die Final-Stage gesetzt. Dafür gehen von internationalen Touren auch Adam Sevada, Jesus Salate, Ben Robb und Tomoya Goto an den Start.

In der First-Stage greift eine Vielzahl von deutschen Spielern an, die bereits mit Super League oder European Tour Erfahrung ausgestattet ist. Marcel Althaus und der WDF-WM-Teilnehmer Daniel Bauerdick werden mit von der Partie sein. Youngsters wie Jarod Becker, Florian Preis, Mika Donnevert und Yorick Hofkens sind ebenso in der Teilnehmerliste zu finden, wie ganz etablierte Spieler wie Franz Rötzsch, Dragutin Horvat und Michael Rosenauer. Auch Daniel Klose, Patrick Klingelhöfer und Michael Klönhammer aus der Super League sind sicherlich zu den ernsthaften Kandidaten in Richtung Final-Stage zu zählen. Arno Merk will an seine gute WM-Premiere anknüpfen und versucht es wie Liam Maendl-Lawrance ebenfalls auf die Tour zu schaffen. Pascal Rupprecht versucht sich nach einem Jahr ohne größere Teilnahmen auch an der Q-School. Aus Österreich dürften Rowby-John Rodriguez und Patrick Tringler die besten Chancen haben. Für die Schweiz gehen u.a. Marcel Walpen und Bruno Stöckli ins Rennen.

Aber auch Spieler außerhalb von Europa werden in Kalkar an den Start gehen. So ist mit Mason Whitlock der Sohn von Simon Whitlock hier am Start. Der ehemalige südafrikanische WM-Teilnehmer Grant Sampson versucht sich wie sein Landsmann Robertino May ebenfalls an der Q-School. Auch David Cameron (Kanada), Yoshihisa Baba (Japan), Bruno Rangel und Roberto Wentz (beide Brasilien) haben sich für eine Teilnahme in Kalkar entschieden. Zu den Favoriten kann man auch Boris Krcmar und Romeo Grbavac zählen. Aus Spanien darf man sich über die Rückkehr von Cristo Reyes und José Justicia freuen. Traditionell große Vertretungen kommen wieder aus den Niederlanden um Jeffrey de Zwaan, aber auch Osteuropa ist mit Spielern wie Krzysztof Kciuk und Benjamin Pratnemer gut vertreten.

UK Q-School

In der UK Q-School thront ein Name über allem: Steve Beaton nimmt tatsächlich an der Q-School teil! Der „Bronzed Adonis“ hatte seine Tourcard freiwillig abgegeben, um sich auch der Seniors-Tour zu widmen. Diese wurde nun kurzfristig eingestellt und so versucht sich Beaton wieder in der First Stage der Q-School. Aber auch andere Veteranen sind natürlich im Teilnehmerfeld dabei. Zu nennen ist mit John Part ein Ex-Weltmeister aus Kanada. Der Major-Champion Kevin Painter nimmt wie Andy Hamilton und John Henderson einen weiteren Anlauf. Aus den USA reist Gary Mawson nach Milton Keynes und der Australier Adam Leek hat sich ebenfalls für die Teilnahme in England entschieden.

Bereits für die Final-Stage ist unter anderem Mervyn King über die Challenge Tour gesetzt. Auch Ted Evetts und Scott Waites haben hier ihren Platz schon sicher. Der Youngster Charlie Manby machte bei der WM auf sich aufmerksam und so wird es Zeit für „Champagne“ es auf die Tour zu schaffen. Jenson Walker spielte eine starke WDF-WM und startet nun auch in der Q-School, außerdem kehrt Devon Petersen zurück. Als einzige Dame ist Fallon Sherrock für die Final-Stage gesetzt. Dort greifen auch Tourcard-Verlierer wie Steve Lennon, Jim Williams und Adam Hunt neu an. Nicht gemeldet hat Adrian Lewis, der zwischenzeitlich mit einer Teilnahme geliebäugelt hatte.

Regeln Q-School 2026

Stage 1:

  • Stage 1 besteht aus drei Spieltagen, wobei an jedem Spieltag eine freie Auslosung ohne Setzung erfolgt. Die Spiele werden alle über das Format „Best of 9 Legs“ ausgetragen
  • 33 Spieler sind in der UK Qualifying School bereits für die Final Stage gesetzt, so dass sich in der UK Q-School Stage 1 insgesamt 95 Spieler für die Final Stage qualifizieren
  • 27 Spieler sind in der European Qualifying School bereits für die Final Stage gesetzt, so dass sich in der European Q-School Stage 1 insgesamt 101 Spieler für die Final Stage qualifizieren
  • Die letzten 16 Spieler an jedem Tag von Stage 1 qualifizieren sich für die Final Stage. Alle anderen Spieler erhalten ab der ersten vollen Runde an jedem Tag einen Punkt pro Sieg (definiert ab der ersten Runde, in der es keine Freilose mehr gibt) für die Order of Merit
  • Über die Order of Merit werden die restlichen Plätze vergeben, bis die Anzahl von 128 Spielern für den ersten Tag von Stage 2 erreicht ist. Ab Tag 2 der Final Stage rücken weitere Spieler über die Rangliste nach, um das 128er-Feld zu vervollständigen

Final Stage:

  • Die Final Stage der UK Qualifying School und die Final Stage der European Qualifying School umfassen jeweils 128 Spieler, die sich wie folgt qualifizieren:
    • Spieler, die nach der PDC-WM 2026 ihre Tourkarte verloren haben
    • Spieler der Top 16 der Challenge Tour Order of Merit 2025, die nach der PDC-WM 2026 keine Tourkarte besitzen
    • Spieler der Top 16 der Development Tour Order of Merit 2024, die nach der PDC-WM 2026 keine Tourkarte besitzen
    • Sieger der PDC Affiliate Touren 2025
    • Qualifikanten der Stage 1, die das jeweilige 128er-Feld vervollständigen
  • Die Final Stage besteht besteht aus vier Spieltagen, wobei an jedem Spieltag eine freie Auslosung ohne Setzung erfolgt. Die Spiele werden alle über das Format „Best of 11 Legs“ ausgetragen
  • Sowohl in der UK als auch in der European Q-School erhalten die beiden jeweiligen Finalisten eine Tourkarte
  • In Milton Keynes bzw. Kalkar werden für die jeweiligen bestplatzierten Spieler über die Final Stage Order of Merit weitere 13 Tourkarten vergeben
  • Alle Spieler erhalten ab der Runde der letzten 128 an jedem Tag der Final Stage einen Punkt pro Sieg für die jeweilige Order of Merit. Sollte die erste Runde nicht voll sein, dann gibt es erst Punkte ab dem Sieg in den letzten 64 (2 Punkte sicher)
  • Die Aufteilung der 13 weiteren Tourkarten in beiden Q-Schools erfolgt anteilig auf der Grundlage der endgültigen Anzahl der Spieler, die an Stage 1 teilgenommen haben (6 weitere Karten in der UK Q-School und 7 weitere Karten in der European Q-School)
  • Sowohl in Stage 1 als auch in der Final Stage Order of Merit werden Spieler bei Punktgleichheit nach der Legdifferenz, den gewonnenen Legs und dem Gesamtaverage (nach Dartconnect) separiert. Sollten diese Kritieren keine Separierung ermöglichen, erfolgt ein Play-Off der betroffenen Spieler. Die gewonnenen Punkte bzw. gewonnenen Legs gelten jedoch erst ab der ersten Runde ohne Freilose (Stage 1) sowie der Runde der letzten 64 (Final Stage)
  • Siege aufgrund eines Walkovers in einer Runde, in der Punkte vergeben werden, werden als 6:0-Sieg gewertet. Wenn ein Spieler in der Mitte eines Spiels aufgeben muss, wird das Spiel mit 6 Legs zu x gewertet (x = Anzahl der Legs, die der aufgebende Spieler zum Abbruchzeitpunkt des Spiels gewonnen hat)
  • Spieler, die am Ende keine Tourkarte gewonnen, aber mindestens am einen Tag ihrer jeweiligen Q-School teilgenommen haben, werden zu PDPA Associate Membern und dürfen damit an der Challenge Tour 2026 teilnehmen und erhalten zudem kostenlose Teilnahmen an den Qualifiern der European Tour 2026 (Ausnahme: Startberechtigung für die Final Stage bedingt Teilnahme an allen vier Tagen der Final Stage, sonst entfällt die Spielberechtigung für die genannten Events)

Meldeliste Q-School 2026

European Q-School:

In Kalkar sind insgesamt 533 Spieler für die European Q-School angemeldet. Hier gibt es die komplette Auflistung:

Einstieg in der Final Stage:
Michael Unterbuchner
Alexander Merkx
Danny van Trijp
Jamai van den Herik
Jurjen van der Velde
Adam Gawlas
Jannis Barkhausen
Adam Sevada
Jesus Salate
Ben Robb
Tomoya Goto
Andreas Harrysson
Levy Frauenfelder
Bradly Roes
Chris Landman
Florian Hempel
Andy Baetens
Jose de Sousa
Patrick Geeraets
Jitse Van der Wal
Radek Szaganski
Jelle Klaasen
Martijn Dragt
Danny Lauby
Benjamin Reus
Michele Turetta
Matt Campbell

Einstieg in der First Stage:
[Teilnehmerliste auf Dartconnect]   

UK Q-School:

In Milton Keynes sind insgesamt 391 Spieler für die UK Q-School angemeldet. Hier gibt es die komplette Auflistung:

Einstieg in der Final Stage:
Ted Evetts
Mervyn King
Jack Tweddell
Sam Spivey
Scott Waites
Scott Campbell
Carl Sneyd
Graham Hall
Lee Cocks
Joe Hunt
Charlie Manby
Ryan Branley
James Beeton
Jenson Walker
Patrik Williams
Nathan Potter
Henry Coates
Tyler Thorpe
Fallon Sherrock
Devon Petersen
Darren Beveridge
Steve Lennon
Matthew Dennant
Dylan Slevin
Adam Hunt
Jim Williams
Rhys Griffin
Robert Grundy
Nathan Rafferty
William Borland
Brett Claydon
George Killington
Stephen Burton

Einstieg in der First Stage:
[Teilnehmerliste auf Dartconnect]    

TV-Übertragung 2026:

Die Q-School ist weder live im TV, noch im Stream zu sehen. In diesem Jahr können aber wieder alle Spiele wie von den Players Championships gewohnt per Dartconnect verfolgt werden. 

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Alle Informationen zur Q-School 2026:

Alle Informationen zur Qualifying School gibt es auf unserer [Turnierseite]
Für Diskussionen und Fragen zur Q-School [Dart Forum]

Foto-Credit: PDC

[ks]