Zwei Tage nach den Poland Darts Open ging es in Leicester auf der Pro Tour mit dem fünften Players Championship weiter. Ross Smith gelang heute sein siebenter Turniersieg, dazu setzte er sich gegen Chris Dobey im Endspiel mit 8:2 durch. Aus deutscher Sicht waren Niko Springer und Ricardo Pietreczko mit dem Achtelfinale heute am erfolgreichsten unterwegs.
Ross Smith holt den Tagessieg
Zum siebenten Mal hat Ross Smith ein Turnier auf der Pro Tour
gewonnen. Der „Smudger“ blieb heute ungeschlagen und brachte dabei
auch einige Top-Partien ans Board. Nach einem 6:3-Sieg gegen
Justin Hood spielte Smith ein 103er-Average gegen Cor
Dekker. Es folgte ein 106er-Schnitt zum 6:1-Erfolg über
Michael Smith. Mit Erfolgen gegen Niko Springer (6:2) und
Dave Chisnall (6:3) fand sich der 37-jährige Engländer im
Halbfinale wieder. Dort setzte sich Ross Smith mit 7:4 gegen
Karel Sedlacek durch, der zum zweiten Mal in seiner Karriere
unter die Letzten 4 kam. Im Finale bekam es Ross Smith dann mit
Chris Dobey zu tun. Die ersten fünf Legs in Folge sicherte
sich der „Smudger“ mit dem besseren Scoring, ehe Dobey zumindest
den Whitewash vermied. Mit einem brutalen Timing holte sich Ross
Smith dann die letzten drei Legs, Dobey stand stets bei unter 30
Rest.
Wie schon beim dritten Players Championship
des Jahres verlor der topgesetzte Gerwyn Price in
der ersten Runde gegen Adam Lipscombe. Mit
Josh Rock (5:6 gegen James
Hurrell) und Jonny Clayton (5:6 gegen
Connor Scutt) scheiterten auch zwei weitere
aktuelle Premier League Spieler an
ihrer Auftakthürde. Die schwierige Phase geht indessen für Raymond van Barneveld (3:6 gegen
Richard Veenstra) und Dimitri van den Bergh (3:6 gegen
Martijn Dragt) weiter, wobei beim „Dreammaker“
die Sorgen nach einem 77er-Average noch größer sind. Einen
9-Darter spielte Chris Dobey im
Auftaktleg seines Zweitrundenspiels gegen Ricky
Evans.
Springer und Pietreczko im Achtelfinale
Zwei Deutsche haben es am Dienstag ins Achtelfinale geschafft. Niko Springer besiegte dazu anfangs Ryan Meikle recht ungefährdet mit 6:3, bevor es gegen Wesley Plaisier dann in den Decider ging. Der „Meenzer Bub“ checkte dort in 16 Darts und nutzte danach die etwas günstige Auslosung gegen Cam Crabtree optimal zum 6:4-Erfolg aus. Das Achtelfinale ist für Springer ein gutes Ergebnis, da es zuletzt nicht richtig lief. Gegen den Finalisten Ross Smith musste sich der Deutsche geschlagen geben.
Auch Ricardo Pietreczko stand in der Vergangenheit mit dem Floor immer wieder mal auf Kriegsfuß, konnte sich aber heute schön ins Turnier reinspielen. Jeweils mit 6:3 besiegte er Thomas Lovely und Scott Waites, der nicht viel Timing in das Spiel mitgebracht hatte. Die beste Partie des Tages lieferte „Pikachu“ mit einem 98er-Average zum Sieg im Entscheidungsleg gegen Damon Heta. Gegen Dave Chisnall folgte dann eine 4:6-Niederlage, einen Dart verpasste Pietreczko auf Bull für den Decider.
Trotz eines 1:4-Rückstands konnte Max Hopp gegen Rob Cross die Auftaktpartie noch zu seinen Gunsten drehen. Im Decider war es ein 13-Darter, die dem Jugendweltmeister von 2015 ein Aufeinandertreffen mit Derek Coulson bescherte. Hier gab der „Maximiser“ eigentlich von Beginn an den Ton an, nach ein paar verpassten Doppeln zu Beginn, war es schlussendlich ein sicherer 6:3-Erfolg. Das Aus folgte dann in Runde 3 gegen Christian Kist, der seine Finger einfach nicht von der fünften Runde lassen konnte und fünf Legs in Folge in 15 bzw. 14 Darts zum 6:2 checkte.
Schindler weiter auf der Suche, Suljovic scheitert mit 107er-Average
Es ist alles zurzeit harte Arbeit bei Martin Schindler, der analog zum zweiten Players Championship an Adam Paxton hängen blieb. Beim 6:2 über Tourcardneuling Filip Bereza reichte ein 87er-Average noch völlig aus, gegen den „Pacman“ ging der Schnitt nochmal drei Punkte runter, was nicht mehr für ein Weiterkommen reichte. Einen guten Einstieg in den Dienstag fand Lukas Wenig mit einem ungefährdeten 6:2-Sieg über Chris Landman, den er auf dem Madhouse perfekt machte. Gegen Brendan Dolan ging es dann über die volle Distanz, hier spielte Dolan mit dem Anwurf im Decider einen 13-Darter, Wenig blieb bei 52 Punkten Rest nur das Zusehen.
Ärgerlich war das Zweitrundenaus für Gabriel Clemens. Gegen Last Minute Nachrücker José Justicia machte es der Saarländer nach einer 5:1-Führung noch unnötig spannend, traf dann aber die D1 im zehnten Leg. Eine Leistungssteigerung gegen Joe Cullen wurde dann nicht belohnt. Der „German Giant“ stellte mit einem 10-Darter auf 5:3, doch der „Rockstar“ hatte in 11, 14 und 17 Darts andere Pläne, als in der zweiten Runde auszuscheiden. Nicht viel falsch gemacht hat Mensur Suljovic. Der Österreicher hatte beim 6:2-Auftaktsieg über Kim Huybrechts keinerlei Probleme und präsentierte sich auch in seiner zweiten Begegnung gegen Callan Rydz in sehr guter Verfassung. Doch ein 107er-Average reichte gegen „The Riot“ nicht aus, der im Average nochmal einen Punkt besser unterwegs war und mit 6:3 die Oberhand behielt.
Acht Deutsche raus in Runde 1
Für neun deutschsprachige Starter war der Arbeitstag nach der ersten Runde beendet. Chancenlos war Arno Merk beim 1:6 gegen Gary Anderson, gegen einen schlagbaren Cameron Menzies unterlag Marvin Kraft mit 3:6. Nach langen Tagen auf der Development Tour blieb Dominik Grüllich bei seiner 3:6-Niederlage gegen Jeffrey de Zwaan unter seinen Möglichkeiten, für Yorick Hofkens war Joe Cullen mit 6:2 zu stark, während Leon Weber ein 98er-Average gegen Keane Barry nicht ausreichte. Kai Gotthardt legte gegen Tommy Lishman zwar gut los, verlor aber trotzdem deutlich mit 3:6. Maximilian Czerwinski vergab gegen Tom Sykes zwei Darts für den Decider, nach krankheitsbedingter Pause endete das Comeback von Matthias Ehlers gegen Karel Sedlacek mit 4:6 ebenfalls in der ersten Runde.
Der Schweizer Stefan Bellmont musste eine 4:6-Auftaktniederlage gegen David Sharp hinnehmen, Pascal Rupprecht sagte kurzfristig ab, Rusty-Jake Rodriguez hatte für diesen Block gar nicht erst gemeldet.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Morgen findet in Leicester das sechste Players Championship des Jahres statt. PDC.TV überträgt das Geschehen erneut auf vier Boards live.
Players Championship 2026 – Nr. 5:
Dienstag, 24. Februar, Mattioli Arena – Leicester
1. Runde:
Board 1
Adam Lipscombe 6-2 Gerwyn Price (1)
Christian Kist 6-5 Mervyn King
Max Hopp 6-5 Rob Cross (32) (93,57 –
91,02)
Derek Coulson 6-1 Ian White
Board 2
Callan Rydz 6-5 Ryan Joyce (16)
Mensur Suljovic 6-2 Kim Huybrechts (96,17 –
87,51)
Jim Long 6-3 William O’Connor (17)
Sebastian Bialecki 6-1 Greg Ritchie
Board 3
Chris Dobey (8) 6-2 Cristo Reyes
Ricky Evans 6-3 Mario Vandenbogaerde
Kevin Doets (25) 6-2 Viktor Tingstrom
Scott Williams 6-2 Tyler Thorpe
Board 4
Danny Noppert (9) 6-2 Henry Coates
Jeffrey De Zwaan 6-3 Dominik Grüllich (87,79 –
76,89)
Andrew Gilding (24) 6-2 Rob Owen
Tommy Lishman 6-3 Kai Gotthardt (84,21 –
83,59)
Board 5
Connor Scutt 6-5 Jonny Clayton (4)
Owen Bates 6-3 Stephen Burton
Brendan Dolan 6-1 Ritchie Edhouse (29)
Lukas Wenig 6-2 Chris Landman (92,76 –
88,21)
Board 6
Luke Woodhouse (13) 6-2 Sietse Lap
Adam Gawlas 6-5 Samuel Price
Joe Cullen (20) 6-2Yorick Hofkens
(98,67 – 86,77)
Gabriel Clemens 6-4 Jose Justicia (82,62 –
81,02)
Board 7
James Hurrell 6-5 Josh Rock (5)
Tom Bissell 6-3 Bradley Brooks
Peter Wright (28) 6-3 Oskar Lukasiak
Martijn Dragt 6-3 Dimitri Van den Bergh
Board 8
Cameron Menzies (12) 6-3 Marvin Kraft (82,72 –
77,44)
Steve Lennon 6-2 Dennie Olde Kalter
Niels Zonneveld (21) 6-2 Pero Ljubic
Tom Sykes 6-4 Maximilian Czerwinski (86,54 –
80,88)
Board 9
Ross Smith (2) 6-3 Justin Hood
Cor Dekker 6-3 Darryl Pilgrim
Michael Smith (31) 6-1 Tavis Dudeney
Andy Boulton 6-4 Adam Warner
Board 10
Niko Springer (15) 6-3 Ryan Meikle (94,20 –
89,55)
Wesley Plaisier 6-4 Marvin van Velzen
Cam Crabtree 6-4 Krzysztof Ratajski (18)
Keane Barry 6-4 Leon Weber
(101,45 – 98,08)
Board 11
Damon Heta (7) 6-5 Benjamin Pratnemer
Beau Greaves 6-3 Darius Labanauskas
Ricardo Pietreczko (26) 6-3 Thomas Lovely
(87,94 – 87,84)
Scott Waites 6-4 Jack Tweddell
Board 12
Dirk van Duijvenbode (10) 6-2 Jimmy van Schie
Thibault Tricole 6-2 Tytus Kanik
Dave Chisnall (23) 6-4 Madars Razma
Nick Kenny 6-5 Stefaan Henderyck
Board 13
Martin Schindler (3) 6-2 Filip Bereza (87,27 –
83,16)
Adam Paxton 6-5 Jurjen van der Velde
Karel Sedlacek (30) 6-4 Matthias Ehlers
(94,48 – 84,93)
Maik Kuivenhoven 6-5 Mickey Mansell
Board 14
Mike De Decker (14) 6-5 Rhys Griffin
Martin Lukeman 6-4 Jeffrey Sparidaans
Ryan Searle (19) 6-4 Arron Monk
Adam Leek 6-5 Joe Hunt
Board 15
Alan Soutar 6-4 Jermaine Wattimena (6)
Jeffrey De Graaf 6-5 Stephen Rosney
Richard Veenstra 6-3 Raymond van Barneveld (27)
Charlie Manby 6-2 Shane McGuirk
Board 16
Gary Anderson (11) 6-1 Arno Merk
(99,23 – 89,54)
Tommy Morris 6-5 Niall Culleton
Daryl Gurney (22) 6-5 Carl Sneyd
David Sharp 6-4 Stefan Bellmont (96,57 –
93,20)
2. Runde:
Christian Kist 6-5 Adam Lipscombe
Max Hopp 6-3 Derek Coulson (93,32 –
90,95)
Callan Rydz 6-3 Mensur Suljovic
(108,28 – 107,26)
Sebastian Bialecki 6-4 Jim Long
Chris Dobey 6-3 Ricky Evans
Kevin Doets 6-1 Scott Williams
Danny Noppert 6-4 Jeffrey De Zwaan
Tommy Lishman 6-5 Andrew Gilding
Connor Scutt 6-4 Owen Bates
Brendan Dolan 6-5 Lukas Wenig (95,25
– 91,77)
Adam Gawlas 6-4 Luke Woodhouse
Joe Cullen 6-5 Gabriel Clemens (92,25
– 97,23)
Tom Bissell 6-3 James Hurrell
Martijn Dragt 6-4 Peter Wright
Cameron Menzies 6-1 Steve Lennon
Niels Zonneveld 6-5 Tom Sykes
Ross Smith 6-3 Cor Dekker
Michael Smith 6-1 Andy Boulton
Niko Springer 6-5 Wesley Plaisier (90,86 –
93,33)
Cam Crabtree 6-4 Keane Barry
Damon Heta 6-3 Beau Greaves
Ricardo Pietreczko 6-3 Scott Waites (92,56 –
90,15)
Thibault Tricole 6-5 Dirk van Duijvenbode
Dave Chisnall 6-3 Nick Kenny
Adam Paxton 6-2 Martin Schindler
(87,15 – 84,46)
Karel Sedlacek 6-2 Maik Kuivenhoven
Mike De Decker 6-0 Martin Lukeman
Ryan Searle 6-3 Adam Leek
Alan Soutar 6-0 Jeffrey De Graaf
Richard Veenstra 6-3 Charlie Manby
Gary Anderson 6-5 Tommy Morris
Daryl Gurney 6-4 David Sharp
Verlierer: £1.250
3. Runde:
Christian Kist 6-2 Max Hopp
(104,18 – 95,46)
Sebastian Bialecki 6-5 Callan Rydz
Chris Dobey 6-5 Kevin Doets
Danny Noppert 6-1 Tommy Lishman
Brendan Dolan 6-3 Connor Scutt
Joe Cullen 6-5 Adam Gawlas
Martijn Dragt 6-2 Tom Bissell
Niels Zonneveld 6-4 Cameron Menzies
Ross Smith 6-1 Michael Smith
Niko Springer 6-4 Cam Crabtree (95,80 –
84,58)
Ricardo Pietreczko 6-5 Damon Heta (98,94 –
95,15)
Dave Chisnall 6-4 Thibault Tricole
Karel Sedlacek 6-5 Adam Paxton
Ryan Searle 6-5 Mike De Decker
Alan Soutar 6-5 Richard Veenstra
Gary Anderson 6-2 Daryl Gurney
Verlierer: £2.000
Achtelfinale:
Christian Kist 6-1 Sebastian Bialecki (99,12 –
87,36)
Chris Dobey 6-5 Danny Noppert (97,78 – 97,39)
Joe Cullen 6-5 Brendan Dolan (101,57 –
101,33)
Niels Zonneveld 6-0 Martijn Dragt (87,55 – 79,88)
Ross Smith 6-2 Niko Springer (93,55 –
90,98)
Dave Chisnall 6-4 Ricardo Pietreczko
(99,24 – 93,21)
Karel Sedlacek 6-2 Ryan Searle (99,27 – 94,42)
Alan Soutar 6-4 Gary Anderson (87,68
–102,49)
Verlierer: £3.000
Viertelfinale:
Chris Dobey 6-0 Christian Kist (92,97 – 85,90)
Joe Cullen 6-2 Niels Zonneveld (89,77 – 83,83)
Ross Smith 6-3 Dave Chisnall (97,52 – 91,09)
Karel Sedlacek 6-4 Alan Soutar (95,21 – 95,41)
Verlierer: £4.000
Halbfinale:
Chris Dobey 7-4 Joe Cullen (99,09 – 95,60)
Ross Smith 7-4 Karel Sedlacek (96,54 – 94,05)
Verlierer: £6.500
Finale:
Ross Smith 8-2
Chris Dobey (104,24 – 97,86)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Preisgeld 2026:
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250
Summe pro Event: £150.000
Modus 2026:
Spiele bis zum
Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
TV-Übertragung 2026:
Die Pro Tour Turniere werden nicht
im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es
gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier
Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen
Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.
Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite
Dartconnect verfolgen.
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Foto-Credit: Kieran Cleeves (PDC)
[ks/mvdb]
