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Players Championship: Nijman stoppt furiosen Price, Clemens mit 9-Darter

Am zweiten Tag des Pro Tour Auftakts in Hildesheim hat sich Wessel Nijman seinen vierten Players Championship Sieg geschnappt und im Finale einen bis dahin furiosen Gerwyn Price gestoppt. Wie gestern war Gabriel Clemens im Achtelfinale der beste Deutsche, obendrauf warf der „German Giant“ in seinem Drittrundenspiel gegen Madars Razma zum Matchgewinn einen 9-Darter.

Am zweiten Tag des Pro Tour Auftakts in Hildesheim hat sich Wessel Nijman seinen vierten Players Championship Sieg geschnappt und im Finale einen bis dahin furiosen Gerwyn Price gestoppt. Wie gestern war Gabriel Clemens im Achtelfinale der beste Deutsche, obendrauf warf der „German Giant“ in seinem Drittrundenspiel gegen Madars Razma zum Matchgewinn einen 9-Darter.

Nijman schnappt sich 4. Titel

Er war auf einer Mission, doch für den Titel hat es dennoch nicht ganz gereicht. Mit Averages von 102, 98, 101, 111, 117 und 104 flog Gerwyn Price ins Finale in Hildesheim. Gegen Kim Huybrechts (6:0), Stephen Burton (6:2) und Cristo Reyes (6:2) verschwendete der Waliser kaum Zeit am Board, Luke Woodhouse (6:4) hielt im Achtelfinale noch am ehesten mit. Besonders viel Geschmack hatte der 6:0-Whitewash im Viertelfinale gegen Michael van Gerwen, der sich gegen den 117er-Monsteraverage von Price nur einen Dart aufs Doppel erarbeiten konnte. Auch der 7:4-Halbfinalsieg über Krzysztof Ratajski war nie in Gefahr. Doch im Finale fand Price in Wessel Nijman seinen Meister.

Im Endspiel wurden die ersten fünf Legs alle in der fünften Runde gecheckt, ehe Price ein 144er-Finish zum 3:3 ans Board brachte. Das Niveau blieb konstant hoch, mit einem 121er-Bullfinish breakte Price dann zum 6:5, doch Nijman schlug mit einem 12-Darter direkt zurück. Nach zwei weiteren Holds musste der Decider herhalten, in dem Nijman mit einem 12-Darter inkl. 94er-Checkout nichts anbrennen ließ. Für den 25-jährigen Niederländer ist es der 4. Players Championship Titel, Price muss auf Nr. 22 nun noch ein wenig warten. Auch Nijman fand zuvor gegen Viktor Tingström (6:2), Samuel Price (6:1), Cor Dekker (6:2), Tommy Morris (6:4), Carl Sneyd (6:2) und Ryan Searle einen ungefährdeten Weg ins Finale. Für den neuen Tourcardholder Sneyd war es das erste Viertelfinale, James Hurrell warf in seinem Erstrundenmatch gegen Maik Kuivenhoven einen von zwei 9-Dartern heute. Den gestrigen Finalisten Nathan Aspinall erwischte es wie u.a. auch Peter Wright, Chris Dobey, Gian van Veen, Damon Heta und Beau Greaves in der ersten Runde.

Clemens mit 9-Darter erneut bester Deutscher

Es läuft einfach wieder richtig gut bei Gabriel Clemens. Seit dem WM-Auftritt gegen Luke Humphries kaum wieder zu erkennen, gewann der Saarländer zunächst das deutsche Erstrundenspiel gegen Ricardo Pietreczko mit 6:4. Auch Darryl Pilgrim stellte mit 6:3 keine große Hürde da, ehe der „German Giant“ im Boardfinale gegen Madars Razma nicht nur einen 108er-Average auspackte, sondern im neunten Leg zum 6:3-Sieg auch noch einen 9-Darter warf. Im Anschluss war ein wenig die Luft raus, gegen Danny Noppert war im Achtelfinale nach einer 2:6-Niederlage Endstation. Zweitbester Deutscher an diesem Dienstag war Dominik Grüllich. Auch Grüllich erwartete direkt ein deutsches Duell, das er gegen Niko Springer mit 6:3 für sich entschied. Auch beim 6:2 über Ian White hatte der Wolnzacher alles unter Kontrolle, ein 86er-Average reichte dann in Runde 3 nicht, um Luke Woodhouse in die Knie zu zwingen.

Suljovic und Cullen versöhnen sich, Hopp macht weiter Freude

Was gab es nicht für Aufregung rund um das WM-Spiel zwischen Mensur Suljovic und Joe Cullen. Heute trafen die beiden in der ersten Runde erneut aufeinander, wie im Ally Pally behielt Suljovic mit einem 101er-Average mit 6:2 die Oberhand. Diesmal gab es aber kein böses Blut im Nachhinein, vielmehr lagen sie sich mit guter Laune in den Armen:

In der zweiten Runde unterlag Suljovic dann gegen Rob Cross mit demselben Ergebnis. In dieser Runde war auch für vier Deutsche Endstation. Martin Schindler zeigte sich von seinem gestrigen Ausrutscher deutlich erholt und bezwang Cam Crabtree zunächst mit 6:4, ehe er dann einen 5:2-Vorsprung gegen Adam Paxton nicht über die Ziellinie bringen konnte, aber auch keinen Matchdart vergab. Erschreckend schwach war auch der gestrige Average von Kai Gotthardt, doch auch „The Tunnel“ gelang durch einen 6:5-Erfolg über Steve Lennon die Rehabilitation. Der gestrige Sieger James Wade erwies sich dann unter den letzten 64 mit 6:4 als zu stark.

Max Hopp kann definitiv auf zwei gute erste Tage zurückblicken. Gegen Rhys Griffin reichte zunächst ein 84er-Average für einen 6:4-Auftaktsieg aus, gegen Kevin Doets hob der „Maximiser“ dann sein Niveau deutlich an. Nach einer 3:1-Führung von Hopp drehte Doets mal so richtig auf, schnappte sich vier Legs in Folge und schraubte den Average an die 110er-Marke. Hopp wehrte sich nach Kräften, verpasste aber mindestens drei Darts für den Decider. Die nötige Portion Glück hatte Lukas Wenig zunächst gegen Callan Rydz, der mehrere Matchdarts verpasste. Gegen einen 104 spielenden Danny Noppert konnte „Luu“ dann bei seiner 2:6-Niederlage nicht viel ausrichten.

Schwerer Start für neue deutsche Tourcardinhaber

Für die fünf neuen deutschen Tourcardinhaber endete der erste Players Championship Block ohne Preisgeld. Arno Merk fand gegen Ricky Evans nicht zu seinem Spiel und unterlag mit 2:6, Matthias Ehlers blieb gegen Krzysztof Ratajski ohne Leggewinn, der allerdings einen 106er-Average spielte. Marvin Kraft hielt gegen Dirk van Duijvenbode lange Zeit gut mit, verlor schlussendlich aber mit 3:6, während Pascal Rupprecht beim 0:6 gegen Gary Anderson auf verlorenem Posten war. Für drei Legs reichte es für Yorick Hofkens gegen den fünffachen Weltmeister Raymond van Barneveld. Auch Leon Weber muss nach den ersten beiden Players Championships dieses Jahr noch auf Preisgeld warten, Mervyn King spielte gegen den Dörsdorfer beim 6:3-Sieg einen 101er-Average. Dasselbe gilt für Maximilian Czerwinski, der eine 5:2-Führung gegen Tavis Dudeney verspielte. Ricardo Pietreczko (4:6 gegen Gabriel Clemens) und Niko Springer (3:6 gegen Dominik Grüllich) verloren die rein deutschen Erstrundenduelle, auch der Österreicher Rusty-Jake Rodriguez (2:6 gegen Owen Bates) und der Schweizer Stefan Bellmont verloren ihre Auftaktspiele (5:6 gegen Danny Noppert).

Wie geht es bei der PDC weiter?

Morgen findet in Hildesheim dann noch die ersten beiden Tourcardholder Qualifier für die European Tour Events in Krakau und Göttingen statt.

Players Championship 2026 – Nr. 2:

Dienstag, 10. Februar, Halle 39 – Hildesheim

1. Runde:

Board 1
Cristo Reyes 6-5 Karel Sedlacek (32)
Jeffrey de Graaf 6-1 Stefaan Henderyck
Gerwyn Price (1) 6-0 Kim Huybrechts
Stephen Burton 6-3 Keane Barry

Board 2
Dominik Grüllich 6-3 Niko Springer (17) (95,89 – 95,31)
Ian White 6-4 Richard Veenstra
Luke Woodhouse (16) 6-4 Martijn Dragt
David Sharp 6-4 Adam Lipscombe

Board 3
Michael van Gerwen (25) 6-3 Michael Smith
Ricky Evans 6-2 Arno Merk (96,63 – 78,20)
Charlie Manby 6-3 Chris Dobey (8)
Jimmy van Schie 6-4 Tom Bissell

Board 4
Thomas Lovely 6-4 Niels Zonneveld (24)
James Hurrell 6-5 Maik Kuivenhoven – 9-Darter Hurrell
Jermaine Wattimena (9) 6-2 Jeffrey De Zwaan
Shane McGuirk 6-0 Dimitri van den Bergh

Board 5
Gabriel Clemens 6-4 Ricardo Pietreczko (29) (88,07 – 85,96)
Darryl Pilgrim 6-2 Sietse Lap
Madars Razma 6-4 Gian van Veen (4)
Rob Owen 6-5 Adam Warner

Board 6
Adam Gawlas 6-5 Mike De Decker (20)
Bradley Brooks 6-5 Pero Ljubic
Danny Noppert (13) 6-5 Stefan Bellmont (101,01 – 98,88)
Lukas Wenig 6-5 Callan Rydz (86,67 – 83,07)

Board 7
Tom Sykes 6-5 Peter Wright (28)
Mario Vandenbogaerde 6-4 Oskar Lukasiak
Martin Schindler (5) 6-4 Cam Crabtree (91,34 – 92,59)
Adam Paxton 6-3 Jack Tweddell

Board 8
Krzysztof Ratajski (21) 6-0 Matthias Ehlers (106,09 – 90,11)
Greg Ritchie 6-4 Adam Leek
Dirk van Duijvenbode (12) 6-3 Marvin Kraft (97,07 – 92,43)
Thibault Tricole 6-5 Benjamin Pratnemer

Board 9
Kevin Doets (31) 6-3 Tyler Thorpe
Max Hopp 6-4 Rhys Griffin (84,00 – 88,67)
Niall Culleton 6-4 Nathan Aspinall (2)
Nick Kenny 6-5 Connor Scutt

Board 10
William O’Connor (18) 6-3 Dennie Olde Kalter
Joe Hunt 6-4 Marvin van Velzen
Ryan Searle (15) 6-4 Darius Labanauskas
Tavis Dudeney 6-5 Maximilian Czerwinski (87,50 – 79,64)

Board 11
Daryl Gurney (26) 6-5 Martin Lukeman
Scott Williams 6-5 Jurjen van der Velde
Mickey Mansell 6-5 Damon Heta (7)
Alan Soutar 6-3 Stephen Rosney

Board 12
Dave Chisnall (23) 6-2 Andy Boulton
Chris Landman 6-1 Jim Long
James Wade (10) W-F Christian Kist
Kai Gotthardt (10) 6-5 Steve Lennon (85,20 – 83,77)

Board 13
Cor Dekker 6-1 Andrew Gilding (30)
Mervyn King 6-3 Leon Weber (101,02 – 88,22)
Wessel Nijman (3) 6-2 Viktor Tingström
Samuel Price 6-2 Brendan Dolan

Board 14
Filip Bereza 6-5 Ryan Joyce (19)
Tommy Morris 6-0 Jeffrey Sparidaans
Gary Anderson (14) 6-0 Pascal Rupprecht (100,20 – 85,90)
Sebastian Bialecki 6-4 Justin Hood

Board 15
Raymond van Barneveld (27) 6-3 Yorick Hofkens (86,27 – 85,48)
Owen Bates 6-2 Rusty-Jake Rodriguez (90,07 – 76,96)
Carl Sneyd 6-3 Ross Smith
Wesley Plaisier 6-0 Ryan Meikle

Board 16
Mensur Suljovic 6-2 Joe Cullen (22) (101,11 – 93,41)
Rob Cross 6-0 Beau Greaves
Tytus Kanik 6-4 Cameron Menzies (11)
Ritchie Edhouse 6-4 Alexander Merkx

2. Runde:

Cristo Reyes 6-4 Jeffrey de Graaf
Gerwyn Price 6-2 Stephen Burton
Dominik Grüllich 6-2 Ian White (90,02 – 91,61)
Luke Woodhouse 6-4 David Sharp
Michael van Gerwen 6-1 Ricky Evans
Charlie Manby 6-3 Jimmy van Schie
James Hurrell 6-3 Thomas Lovely
Jermaine Wattimena 6-4 Shane McGuirk
Gabriel Clemens 6-3 Darryl Pilgrim (88,41 – 82,67)
Madars Razma 6-5 Rob Owen
Adam Gawlas 6-2 Bradley Brooks
Danny Noppert 6-2 Lukas Wenig (104,48 – 90,19)
Mario Vandenbogaerde 6-3 Tom Sykes
Adam Paxton 6-5 Martin Schindler (100,59 – 94,59)
Krzysztof Ratajski 6-3 Greg Ritchie
Dirk van Duijvenbode 6-5 Thibault Tricole
Kevin Doets 6-4 Max Hopp (106,71100,98)
Nick Kenny 6-4 Niall Culleton
Joe Hunt 6-2 William O’Connor
Ryan Searle 6-1 Tavis Dudeney
Daryl Gurney 6-4 Scott Williams
Alan Soutar 6-4 Mickey Mansell
Dave Chisnall 6-5 Chris Landman
James Wade 6-4 Kai Gotthardt (94,61 – 90,39)
Cor Dekker 6-5 Mervyn King
Wessel Nijman 6-1 Samuel Price
Tommy Morris 6-2 Filip Bereza
Gary Anderson 6-3 Sebastian Bialecki
Owen Bates 6-1 Raymond van Barneveld
Carl Sneyd 6-4 Wesley Plaisier
Rob Cross 6-2 Mensur Suljovic (88,33 – 87,17)
Ritchie Edhouse 6-2 Tytus Kanik
Verlierer: £1.250

3. Runde:

Gerwyn Price 6-2 Cristo Reyes
Luke Woodhouse 6-3 Dominik Grüllich (96,26 – 85,86)
Michael van Gerwen 6-3 Charlie Manby
James Hurrell 6-1 Jermaine Wattimena
Gabriel Clemens 6-3 Madars Razma (108,18 – 97,64)9-Darter Clemens
Danny Noppert 6-4 Adam Gawlas
Mario Vandenbogaerde 6-4 Adam Paxton
Krzysztof Ratajski 6-5 Dirk van Duijvenbode
Kevin Doets 6-2 Nick Kenny
Ryan Searle 6-5 Joe Hunt
Daryl Gurney 6-3 Alan Soutar
Dave Chisnall 6-5 James Wade
Wessel Nijman 6-2 Cor Dekker
Tommy Morris 6-5 Gary Anderson
Carl Sneyd 6-1 Owen Bates
Ritchie Edhouse 6-5 Rob Cross
Verlierer: £2.000

Achtelfinale:

Gerwyn Price 6-4 Luke Woodhouse (111,14 – 97,50)
Michael van Gerwen 6-5 James Hurrell (98,58 – 84,87)
Danny Noppert 6-2 Gabriel Clemens (102,13 – 91,47)
Krzysztof Ratajski 6-2 Mario Vandenbogaerde (95,98 – 85,89)
Ryan Searle 6-4 Kevin Doets (97,22 – 94,57)
Dave Chisnall 6-3 Daryl Gurney (91,41 – 88,31)
Wessel Nijman 6-4 Tommy Morris (98,70 – 93,13)
Carl Sneyd 6-5 Ritchie Edhouse (86,19 – 87,75)
Verlierer: £3.000

Viertelfinale:

Gerwyn Price 6-0 Michael van Gerwen (117,12 – 99,63)
Krzysztof Ratajski 6-2 Danny Noppert (101,45 – 96,80)
Ryan Searle 6-1 Dave Chisnall (90,88 – 86,50)
Wessel Nijman 6-2 Carl Sneyd (106,03 – 84,80)
Verlierer: £4.000

Halbfinale:

Gerwyn Price 7-4 Krzysztof Ratajski (104,52 – 97,55)
Wessel Nijman 7-2 Ryan Searle (100,11 – 99,73)
Verlierer: £6.500

Finale:

Wessel Nijman 8-7 Gerwyn Price (102,78107,41)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000

Preisgeld 2026:

Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250

Summe pro Event: £150.000

Modus 2026:

Spiele bis zum Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs

TV-Übertragung 2026:

Die Pro Tour Turniere werden nicht im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.

Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite Dartconnect verfolgen.

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Foto-Credit: Taylor Lanning/PDC & Kieran Cleeves/PDC

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