Zwischen den World Series of Darts Finals und dem World Grand Prix stehen in dieser Woche im niederländischen Den Bosch noch die Players Championships 29 & 30 an. Am heutigen Dienstag schnappte sich Cameron Menzies seinen zweiten Saisonsieg und verlängert damit die Durststrecke von Finalgegner Gian van Veen. Beste Deutsche waren Max Hopp und Ricardo Pietreczko in Runde 3, während dem „Maximiser“ wie auch Cristo Reyes ein 9-Darter gelang.
Zweiter Saisonsieg für Menzies
Anfang Juli feierte Cameron Menzies seinen ersten Saisonsieg, heute legte der Schotte in Den Bosch seinen zweiten Titel in 2026 nach. Im Finale bezwang „Cammy“ dank eines Feuerwerks zu Beginn Gian van Veen mit 8:4. Menzies startete fulminant in 14, 12, 16, 14 und 15 Darts, ohne dass van Veen einen Dart auf Doppel hatte. In 17, 14 und 16 Darts kam van Veen dann besser rein und verkürzte auf 3:5, ehe Menzies mit einem 14-Darter wieder auf drei Legs wegzog. Der Schotte verpasste ein Leg später die erste kleine Vorentscheidung auf Tops, auf der D14 und der D5 fuhr der Mann aus Muirkirk aber die noch fehlenden zwei Legs schnell ein und lässt seinen Finalgegner damit weiter auf dessen ersten Titel des Jahres warten.
Für Menzies ging es über die Hürden Nick Kenny (6:2), Jim Long (6:5), Benjamin Pratnemer (6:2), Wessel Nijman (6:4), Jeffrey de Graaf (6:3) und Kevin Doets (7:5) ins Finale. Gegen Long musste Menzies keinen Matchdart überleben, den besten Auftritt gab es direkt zum Auftakt. Van Veen hatte zunächst gegen Tommy Morris (6:1) und Daniel Klose (6:2) keine Mühe, enger wurde es gegen Darius Labanauskas (6:4), Nathan Aspinall (6:5 inkl. zweier überlebter Matchdarts), Chris Dobey (6:5) und William O’Connor (7:5).
Mit Jeffrey de Graaf und Oskar Lukasiak (Premiere) standen gleich zwei Schweden im Viertelfinale, durch Cristo Reyes und Max Hopp gab es heute gleich zwei 9-Darter. Reyes sorgte generell mit Averages von 110 und 107 für Aufsehen, der Bestwert des Tages kam von Kevin Doets mit 113,90. Bevor Chris Dobey im Viertelfinale von van Veen aufgehalten wurde, spielte „Hollywood“ nacheinander 104, 113, 106 und 107. Enttäuschende Erstrundenpleiten mussten Michael van Gerwen (3:6 gegen Benjamin Pratnemer) und Michael Smith (0:6 nach 77er-Average gegen Sebastian Bialecki) hinnehmen, auch die Nr. 2 der Setzliste Luke Woodhouse musste gegen Ritchie Edhouse direkt die Segel streichen. Nicht mit dabei waren u.a. Luke Littler, Luke Humphries, Gerwyn Price, Gary Anderson, Ross Smith, James Wade, Jonny Clayton, Stephen Bunting und Rob Cross.
Hopp mit 9-Darter ins Boardfinale, Pietreczko bestätigt Aufwärtstrend
Nicht zum ersten Mal lieferte Max Hopp heute zusammen mit Ricardo Pietreczko das beste deutsche Ergebnis und warf obendrein noch einen 9-Darter. Der 6:1-Auftaktsieg im deutschen Erstrundenduell gegen Matthias Ehlers kam wenig überraschend, ein klarer 6:2-Erfolg samt 101er-Average über den formstarken Tom Bissell war ein Spiel später ein starkes Statement. Garniert wurde der Auftritt mit dem perfekten Spiel im siebten Leg. Im Boardfinale war dann gegen Oskar Lukasiak die Luft total raus und der „Maximiser“ fing sich mit einem 76er-Average eine 0:6-Klatsche ein.
Weiter auf dem Weg nach oben geht es für Ricardo Pietreczko, der sich ebenfalls in Runde 3 gespielt und ordentlich Nervenstärke bewiesen hat. Gegen Mickey Mansell hätte eine 4:1-Führung beinahe nicht ausgereicht, im Decider genügte ein 19-Darter für den Einzug in die nächste Runde. Auch hier ging es gegen Lewis Pride über die volle Distanz. Nach sechs überstandenen Matchdarts zaubert „Pikachu“ ein 102er-Finish ans Board. Das Aus kam dann gegen einen 106,74 spielenden Jermaine Wattimena, gegen den der gebürtige Berliner bis zum 3:3 gut mithielt. Dann schmiss „The Machine Gun“ mit drei 14-Dartern in Serie den Turbo an.
Wenig beendet Durststrecke
Nach acht Erstrundenniederlagen in Serie hat Lukas Wenig durch einen 6:3-Sieg über Sietse Lap seine Durststrecke auf der Pro Tour beenden können. In Runde 2 gegen Danny Noppert musste der Dettelbacher nach 2:0-Führung vier Legs in Folge abgeben, stellte in 14 und 11 Darts aber auf 4:4. Ein 127er-Finish und ein 20-Darter ließen „The Freeze“ das Board als Sieger verlassen. Ein mäßiges Auftaktspiel gegen Samuel Price konnte Gabriel Clemens nach einem 0:3-Fehlstart noch mit 6:4 für sich entscheiden. Eine 5:3-Führung reichte dem Saarländer dann gegen Henry Coates nicht, um eine weitere Runde zu überstehen. Mindestens einen Matchdart ließ der „German Giant“ im vorletzten Leg dabei ungenutzt.
Für Challenge Tour Nachrücker Daniel Klose hat sich die Fahrt nach Den Bosch gelohnt, Stephen Burton wurde zum Auftakt ein 6:0-Whitewash verpasst. Ein Abrutschen unter die 80er-Marke reichte gegen Gian van Veen dann nur zu zwei Leggewinnen. Nach mehrwöchiger Pause war Dimitri van den Bergh mal wieder mit dabei und Kai Gotthardt nutzte dessen 75er-Average mit einem 6:0-Sieg aus. Im zweiten Spiel erwies sich Kevin Doets dann mit 6:2 als zu stark.
Rückstände von 1:4 und 3:5 konnte der Österreicher Mensur Suljovic u.a. dank eines 132er-Finishes unter Druck gegen Tom Sykes noch drehen, bei der 3:6-Zweitrundenniederlage gegen Callan Rydz waren es gerade in der Mitte des Spiels zu viele verpasste Doppel. In einer schwierigen ersten Saison als Tourcardholder nimmt der Schweizer Stefan Bellmont die 1.250 Pfund nach einem 6:3 gegen Leon Weber gerne mit, ein verpasstes 116er-Finish im Decider gegen Kim Huybrechts verhinderte mehr.
Kein Preisgeld für acht Deutsche
Für acht deutsche Starter war der Tag nach der ersten Runde wieder beendet. Für Martin Schindler gab es einen weiteren kleinen Rückschlag zu verdauen, eine 5:3-Führung und ein Matchdart reichten gegen Thomas Lovely nicht aus. Zahlreiche Matchdarts verpasste Nachrücker Florian Preis für seinen ersten Sieg auf der Pro Tour gegen Greg Ritchie, Marvin Kraft musste sich gegen Henry Coates mit 4:6 geschlagen geben. Leon Weber verlor mit 3:6 gegen den Schweizer Stefan Bellmont, dasselbe Ergebnis gab es für Dominik Grüllich gegen Scott Williams. Deutliche Niederlagen mussten Arno Merk (2:6 gegen Jim Long), Maximilian Czerwinski (1:6 gegen Andrew Gilding), Matthias Ehlers (1:6 gegen Max Hopp) hinnehmen. Niko Springer, Yorick Hofkens, Pascal Rupprecht und Rusty-Jake Rodriguez haben für diesen Block ihre Teilnahme abgesagt.
Wie geht es bei der PDC weiter?
Morgen findet in Den Bosch das 30. Players Championship des Jahres statt. PDC.TV überträgt das Geschehen erneut auf vier Boards live.
Players Championship 2026 – Nr. 29:
Dienstag, 22. September, Maaspoort – Den Bosch
1. Runde:
Board 1
Wessel Nijman (1) 6-2 Nathan Potter
Viktor Tingström 6-5 Martin Lukeman
Ted Evetts 6-1 Justin Hood (32)
Keane Barry 6-4 Stef Kosters
Board 2
Benjamin Pratnemer 6-3 Michael van Gerwen (16)
Chris Landman 6-1 Steve Lennon
Cameron Menzies (17) 6-2 Nick Kenny
Jim Long 6-2 Arno Merk (90,05 – 82,20)
Board 3
Danny Noppert (8) 6-5 Jimmy van Schie
Lukas Wenig 6-3 Sietse Lap (89,13 – 86,19)
Beau Greaves (25) 6-2 Tommy Lishman
Rhys Griffin 6-5 Levy Frauenfelder
Board 4
Andrew Gilding (9) 6-1 Maximilian Czerwinski (85,99 – 73,53)
Peter Wright 6-5 Alexander Merkx
Jeffrey de Graaf (24) 6-1 Mervyn King
Connor Scutt 6-4 Tyler Thorpe
Board 5
Kevin Doets (4) 6-0 Jeffrey Sparidaans
Kai Gotthardt 6-0 Dimitri Van den Bergh (86,71 – 75,56)
Gabriel Clemens (29) 6-4 Samuel Price (81,13 – 81,58)
Henry Coates 6-4 Marvin Kraft (89,69 – 82,81)
Board 6
Dirk van Duijvenbode (13) 6-2 Filip Bereza
Adam Gawlas 6-4 James Hurrell
Cristo Reyes (20) 6-1 Ian White – 9-Darter Reyes
Gilbert van der Meijden 6-5 Adam Warner
Board 7
Jermaine Wattimena (5) 6-1 James Beeton
Jeffrey De Zwaan 6-2 Thibault Tricole
Ricardo Pietreczko 6-5 Mickey Mansell (28) (91,22 – 90,16)
Lewis Pride 6-1 Marvin van Velzen
Board 8
Callan Rydz 6-5 Damon Heta (12)
Mensur Suljovic 6-5 Tom Sykes (92,58 – 95,34)
Kim Huybrechts (21) 6-5 Adam Paxton
Stefan Bellmont 6-3 Leon Weber (88,19 – 81,00)
Board 9
Ritchie Edhouse 6-5 Luke Woodhouse (2)
Oskar Lukasiak 6-4 Charlie Manby
Max Hopp (31) 6-1 Matthias Ehlers (88,86 – 77,51)
Tom Bissell 6-2 David Sharp
Board 10
Niels Zonneveld (15) 6-1 Christian Kist
Scott Williams 6-3 Dominik Grüllich (92,69 – 80,48)
Dave Chisnall (18) 6-2 Jurjen van der Velde
Mario Vandenbogaerde 6-5 Madars Razma
Board 11
Martijn Dragt 6-4 Krzysztof Ratajski (7)
Raymond van Barneveld 6-4 Stephen Rosney
Richard Veenstra (26) 6-5 Owen Bates
Cor Dekker 6-2 Niall Culleton
Board 12
William O’Connor (10) 6-0 Tytus Kanik
Greg Ritchie 6-5 Florian Preis (79,26 – 78,85)
Karel Sedlacek (23) 6-4 Carl Sneyd
Archie Self 6-1 Pero Ljubic
Board 13
Chris Dobey (3) 6-0 Cam Crabtree
Wesley Plaisier 6-1 Tavis Dudeney
Maik Kuivenhoven (30) 6-2 Andy Boulton
Rob Owen 6-3 Adam Lipscombe
Board 14
Josh Rock (14) 6-2 Alan Soutar
Brendan Dolan 6-1 Dennie Olde Kalter
Sebastian Bialecki (19) 6-0 Michael Smith
Darryl Pilgrim 6-3 Ricky Evans
Board 15
Nathan Aspinall (6) 6-5 Mike De Decker
Bradley Brooks 6-4 Stefaan Henderyck
Daryl Gurney (27) 6-3 Ryan Meikle
Joe Hunt 6-2 Adam Leek
Board 16
Gian van Veen (11) 6-1 Tommy Morris
Daniel Klose 6-0 Stephen Burton (92,97 – 86,06)
Thomas Lovely 6-5 Martin Schindler (22) (96,92 – 98,14)
Darius Labanauskas 6-5 Shane McGuirk
2. Runde:
Wessel Nijman 6-3 Viktor Tingström
Keane Barry 6-1 Ted Evetts
Benjamin Pratnemer 6-4 Chris Landman
Cameron Menzies 6-5 Jim Long
Danny Noppert 6-4 Lukas Wenig (98,41 – 87,83)
Beau Greaves 6-1 Rhys Griffin
Andrew Gilding 6-4 Peter Wright
Jeffrey de Graaf 6-2 Connor Scutt
Kevin Doets 6-2 Kai Gotthardt (92,02 – 87,73)
Henry Coates 6-5 Gabriel Clemens (92,98 – 93,48)
Adam Gawlas 6-5 Dirk van Duijvenbode
Cristo Reyes 6-2 Gilbert van der Meijden
Jermaine Wattimena 6-3 Jeffrey De Zwaan
Ricardo Pietreczko 6-5 Lewis Pride (95,22 – 95,47)
Callan Rydz 6-3 Mensur Suljovic (88,00 – 86,37)
Kim Huybrechts 6-5 Stefan Bellmont (92,69 – 84,13)
Oskar Lukasiak 6-2 Ritchie Edhouse
Max Hopp 6-2 Tom Bissell (100,81 – 96,00) – 9-Darter Hopp
Scott Williams 6-4 Niels Zonneveld
Dave Chisnall 6-5 Mario Vandenbogaerde
Martijn Dragt 6-3 Raymond van Barneveld
Cor Dekker 6-2 Richard Veenstra
William O’Connor 6-4 Greg Ritchie
Archie Self 6-5 Karel Sedlacek
Chris Dobey 6-0 Wesley Plaisier
Maik Kuivenhoven 6-2 Rob Owen
Josh Rock 6-5 Brendan Dolan
Sebastian Bialecki 6-3 Darryl Pilgrim
Nathan Aspinall 6-2 Bradley Brooks
Daryl Gurney 6-3 Joe Hunt
Gian van Veen 6-2 Daniel Klose (92,83 – 79,97)
Darius Labanauskas 6-4 Thomas Lovely
Verlierer: £1.250
3. Runde:
Wessel Nijman 6-3 Keane Barry
Cameron Menzies 6-2 Benjamin Pratnemer
Danny Noppert 6-4 Beau Greaves
Jeffrey de Graaf 6-1 Andrew Gilding
Kevin Doets 6-4 Henry Coates
Cristo Reyes 6-1 Adam Gawlas
Jermaine Wattimena 6-3 Ricardo Pietreczko (106,74 – 93,74)
Callan Rydz 6-5 Kim Huybrechts
Oskar Lukasiak 6-0 Max Hopp (83,50 – 76,62)
Dave Chisnall 6-4 Scott Williams
Cor Dekker 6-5 Martijn Dragt
William O’Connor 6-4 Archie Self
Chris Dobey 6-1 Maik Kuivenhoven
Josh Rock 6-1 Sebastian Bialecki
Nathan Aspinall 6-4 Daryl Gurney
Gian van Veen 6-4 Darius Labanauskas
Verlierer: £2.000
Achtelfinale:
Cameron Menzies 6-4 Wessel Nijman (93,04 – 99,06)
Jeffrey de Graaf 6-4 Danny Noppert (97,14 – 94,96)
Kevin Doets 6-5 Cristo Reyes (92,56 – 92,93)
Jermaine Wattimena 6-3 Callan Rydz (100,86 – 99,37)
Oskar Lukasiak 6-4 Dave Chisnall (90,32 – 86,90)
William O’Connor 6-4 Cor Dekker (97,91 – 95,39)
Chris Dobey 6-3 Josh Rock (106,62 – 96,61)
Gian van Veen 6-5 Nathan Aspinall (100,79 – 104,18)
Verlierer: £3.000
Viertelfinale:
Cameron Menzies 6-3 Jeffrey de Graaf (97,29 – 86,10)
Kevin Doets 6-2 Jermaine Wattimena (104,63 – 90,61)
William O’Connor 6-3 Oskar Lukasiak (89,92 – 85,08)
Gian van Veen 6-5 Chris Dobey (95,69 – 100,32)
Verlierer: £4.000
Halbfinale:
Cameron Menzies 7-5 Kevin Doets (91,32 – 99,54)
Gian van Veen 7-5 William O’Connor (95,32 – 92,69)
Verlierer: £6.500
Finale:
Cameron Menzies 8-4 Gian van Veen (96,77 – 89,16)
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Preisgeld 2026:
Sieger: £15.000
Runner-Up: £10.000
Halbfinale: £6.500
Viertelfinale: £4.000
Achtelfinale: £3.000
Letzte 32: £2.000
Letzte 64: £1.250
Summe pro Event: £150.000
Modus 2026:
Spiele bis zum Halbfinale: Best of 11 Legs
Halbfinale: Best of 13 Legs
Finale: Best of 15 Legs
TV-Übertragung 2026:
Die Pro Tour Turniere werden nicht im TV übertragen, weder in Großbritannien noch in Deutschland. Es gibt aber die Möglichkeit, bei Players Championships jeweils vier Boards (ein Board im deutschen Kommentar) über den offiziellen Livestream der PDC, PDC.TV zu sehen.
Zudem kann man alle Spiele aller Boards im Livescorer auf der Seite Dartconnect verfolgen.
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Foto-Credit: Sebastian Doppstadt/PDC Europe
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